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Leselupe.de > Gereimtes
Bahnfuge einer tragischen Liebe
Eingestellt am 22. 09. 2006 15:04


Autor
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AlexT
AutorenanwÀrter
Registriert: May 2006

Werke: 9
Kommentare: 20
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Ich stehe voll Vorfreud am Bahnsteige hart,
Gar bald anzutreten die heilige Fahrt.
Zentralperspektivisch verbinden sich dort
Wo SIE zur Zeit wohnt, am entlegenenen Ort
Die Eisenbahngleise der Hoffnung.

Ein Zug von der Stadt davon raset nach fern
Unwissentlich nahend dem sĂŒĂŸesten Stern.
Im Dorf angekommen, ganz schnell steig ich aus,
Von Liebe betört geht es eilend zum Haus
Beim Eisenbahngleise der Freude.

Doch sie spricht zu mir nur: "Ich will nicht, geh raus!
Komm nie wieder her und die Pest auf dein Haus!"
BetrĂŒbet marschier ich zum Haltpunkt zurĂŒck.
In Ferne verschimmen zum milchigen Fleck
Die Eisenbahngleise der TrĂŒbsal.

Ich gehe vom Dorf in die Felder ganz weit
Und mein schwerer Kopf hin zur Erde sich neigt.
Ein Zug rast vorbei, ohne Maßen pressiert
Blitzschnell wird im Fahren mein Kopf amputiert
Am Eisenbahngleise des Todes.

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Law
Guest
Registriert: Not Yet

quote:
BetrĂŒbet marschier ich zum Haltpunkt zurĂŒck.
In Ferne verschimmen zum milchigen Fleck

Diese Zeilen unterbrechen den Rhytmus.
Vielleicht fĂ€llt Dir fĂŒr die zwei zeilen ein reim ein, dass soll sicher verschwimmen heissen?

ich finde es sonst originell, vom Thema.

Gruß
Law

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Noir
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2006

Werke: 8
Kommentare: 3
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Alte TrÀume werden wach!


Sehr verehrter Mr. AlexT,

BAHNHÖFE!!! Wie ich ins SchwĂ€rmen gerate, wenn ich ĂŒber Bahnhöfe denke, lese, schreibe, trĂ€ume oder rede! Ich erinnere mich gerade daran, wie ich frĂŒher in lĂ€ngst toten Zeiten allein und einsam auf jener verstaubten Bank saß, unter der blutroten Sonne des Abends, die mich jedes Mal in Melancholie versetzte. Ach, wie viele Gedichte fielen mir dort ein. Auch heute fallen mir Gedichte darĂŒber ein, wie ich damals dort saß und Gedichte schrieb. Gesammelt habe ich sie. Auf vielen BlĂ€ttern, Zetteln und FresspapierstĂŒckchen hĂ€uften sie sich an, doch viele von ihnen wurden von den Wogen des Meeres verschluckt, von Feinden in den unendlichen Tiefen der Erde vergraben, den Strömen des Windes hinfortgeweht und den beißenden Flammen des Feuers zerfressen.
Doch ich gab die Hoffnung nicht auf und schrieb und schrieb weiter. Auch die, die mir verloren gingen behielt ich im Kopfe und schrieb sie...spÀter auf. Manche habe ich auch schon im Lyrik veröffentlicht, falls es Sie interessiert.
Nun zu Ihrem Gedicht. Es gefÀllt mir wunderbar. Wortwahl gefÀllt mrr sehr. Auf Wiedersehen,

Mr. Noir

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Gerd Geiser
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2006

Werke: 243
Kommentare: 1553
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Lieber AlexT,

ein bischen holprig ist sie ja, deine Bahnstrecke. So von oben betrachtet gefĂ€llt sie mir aber ganz gut. Hier und da die Böschung ein wenig unterfĂŒttern und die Waggons in die richtige Reihenfolge bringen, dann fahre ich gerne mit.

Lieben Gruß
GG


__________________
Es ist schon alles gesagt. Nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

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druckfehler
Guest
Registriert: Not Yet

das gefĂ€llt mir. Es ist holprig, die Reime klingen nicht ungezwungen, anfĂ€nglich ist das irritierend, da etwas positives becshrieben wird. Allerdings gefĂ€llt es mir, dass das Gedicht och mehrholpert und die Sprachwahl simpler wird, als das lyrische ich EnttĂ€uscht wird. Die disharmonie in seinem inneren wird sozusagen ĂŒber die Unstimmigkeit der Verse verstĂ€rkt ausgedrĂŒckt. Man glaubt dem Gedicht, wird mehr davon mitgenommen, da man nicht nur erzĂ€hlt bekommt, dass es dem lyrischen ich scheiße geht, sondern es in der Störung seiner Sinnes fĂŒr Ästhetik selbst miterlebt. In diesem Sinne lobe ich genau das, was Law kritisiert hat. An den ersten zwei Strophen könntest du trotzdem noch etwas feilen.

Die Thematik ist interessant, die Bahnstrecke wird als große Metapher fĂŒr das GefĂŒhlsleben des lyrischen ichs benutzt. Gute Idee. Die thematische DruckfĂŒhrung gefĂ€llt mir auch sehr.

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