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Leselupe.de > Gereimtes
Ballade einer eigenwilligen Liebe
Eingestellt am 05. 06. 2008 23:21


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MarenS
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Registriert: Feb 2005

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Ballade einer eigenwilligen Liebe

Es schwankt das Rohr auf schmalem Halm,
verneigt zum Tanze sich,
fragt Wasserkönigs Töchterlein:
Sag, tanzt du mit mir? Sprich!

Das schöne Kind des tiefen Sees,
es wiegt sich leicht und weint.
Ach, gern du schlanker Windgesell
wÀr ich im Tanz vereint.

Vereint mit dir, doch leidet es
der Vater nicht im See,
der tief dort drunten wohlig schmaust,
ihn kĂŒmmert nicht mein Weh!

Warum? So fragt das Rohr im Wind.
Was krÀnkt ihn denn daran?
Der Vater sagt, es darf nicht sein,
er schlÀgt dich in den Bann,

wenn mir nicht eh der Mond erneut
zu voller GrĂ¶ĂŸe reift,
der Nöck vom großen MĂŒhlenteich
ein Ringlein ĂŒberstreift.

Doch ach! Der Nöck vom MĂŒhlenteich
ist alt und bös dazu!
Jedoch den Vater fichts nicht an,
er will nur seine Ruh'.

Der Nöck liegt ihm seit langem schon
mit seiner Freit im Ohr,
er jammert Vater Tag fĂŒr Tag
von seiner Liebe vor!

Doch weiß ich von dem alten Frosch,
der Nöck, er liebt mich nicht,
er will nur meinen schlanken Leib,
ihn selbst plagt schon die Gicht!

Er setzte ein den gĂŒldnen Krug,
ein ErbstĂŒck alter Zeit,
zur Wette, denn so fest glaubt er,
dass er mich bald schon freit!

Mit seinen Freunden sÀuft und frisst
er bis in spÀte Nacht
und leiht sich allenthalben Geld,
so weit hat er's gebracht.

Nun hofft er auf den Bund mit mir,
er trÀumt von Vaters Gold,
von seiner Macht und auch davon
ich sei ihm nÀchtens hold!

Das Rohr blickt traurig und es spricht:
Oh, Jungfer aus dem See,
die Worte, ach, betrĂŒben mich
es tut das Herz mir weh.

Es biegt sich krumm vor Herzeleid
und schauerlich erklingt
sein Seufzen, ja man hört es weit:
Das Rohr voll Trauer singt.


Im Lauf des Jahres 2007

MarenS

Version vom 05. 06. 2008 23:21

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