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Leselupe.de > Gereimtes
Banales und Liebe
Eingestellt am 13. 01. 2006 23:30


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Walther
Routinierter Autor
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Banales und Liebe


Was auch immer die Zeiten uns bringen,
Ich werde weiter an Dein Herz glauben.
Und sollte die Asche die HĂ€upter einstauben:
Dich zu vergessen, das kann nicht gelingen.

Mögen die UmstÀnd die Schönheit auch rauben,
Mich wird das Schlimmste niemals bezwingen:
Dein Wesen, die Augen, sie werd ich besingen,
Auch wenn die Winter die WĂ€lder entlauben.

Ich halte Dein Antlitz mit meinen HĂ€nden,
Als wÀr es heute zum allerersten Mal.
Wie sich die Winter, die Wetter auch wenden:

Du bleibst, Du Liebste, mein Ideal.
Mein letzter Herzschlag, er soll mit Dir enden,
Ohne Dich zu leben, fĂŒr mich wĂ€r's nur Qual.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Denschie
Guest
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Hallo Walther,
selten gefÀllt mir gereimte Liebeslyrik, aber diese Zeilen sind einfach angenehm zu lesen.
Es ist so ĂŒberflĂŒssig und doch so nachvollziehbar. Deshalb auch ein toller Titel: "Banales und Liebe".
Ich finde es gelungen.
Viele GrĂŒĂŸe,
Denschie

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Inu
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Hallo Walther

Die Aussage gefÀllt mir sehr. Sehr

Es ist ein Sonett, was an sich schon viel Können ( + Wissen )erfordert. Die Anordnung der Verse und Zeilen ist auch perfekt. Nur wenn ich anfange, es laut zu lesen und Silben zu zĂ€hlen, kommt es mir etwas holprig vor. ABer muss man das ĂŒberhaupt beim Sonett-
Silben zÀhlen?

Liebe GrĂŒĂŸe
Inu

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Walther
Routinierter Autor
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Hallo Inu,

es holpert tatsĂ€chlich, wenn man nicht manchmal zwei Senkungen zwischen den Hebungen liest, dafĂŒr ist diese Version der Umgangssprache nĂ€her, "moderner" also. Da der Hinweis berechtigt ist, hier die "entholperte" Version:

quote:
Was die FĂ€hrnisse uns immer bringen,
Weiter an Dein Herz werde ich glauben.
Und sollte die Asche die HĂ€upter einstauben:
Dich zu vergessen, könnt's jemals gelingen?

Mögen die UmstÀnd die Schönheit auch rauben,
Mich wird das Schlimmste niemals bezwingen:
Dein Wesen, die Augen, sie werd ich besingen,
Auch wenn die Winter die WĂ€lder entlauben.

Heut halt ich Dein Antlitz mit meinen HĂ€nden,
So als wÀrs zum allerersten Mal.
Wie sich die Winter und Wetter auch wenden:

Du bleibst, meine Liebste, mein Ideal.
Mein letzter Herzschlag soll mit Dir enden,
Ohne Dich leben, fĂŒr mich wĂ€r's nur Qual.

Das Metrum muß immer einen Kompromiß zwischen hartem Rhythmus und Sprachfluß finden. So mag es besser sein, aber auch in dieser Version sind manche Silben der Sprachmelodie entsprechend zu lesen.

Danke fĂŒr die Hinweise!

Lieber Gruß

W.
__________________
Walther
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Stoffel
gesperrt
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Lieber Walther,

mal meine Gedanken dazu:

Und sollte die Asche die HĂ€upter einstauben:
ich wĂŒrde besser finden...
Und sollte Asche HĂ€upter einstauben(verstauben)
"die...die" gefÀllt mir nicht so gut.

Wieso "UmstĂ€nd"? Hört sich fĂŒr mich nicht gut an. Eher so, als ob man das "e" wegen irgendwas weg lĂ€sst. "UmstĂ€nde" wĂ€re besser.

"Mögen UmstÀnde die Schönheit auch rauben" oder so Àhnlich.

"Dein Wesen, Deine Augen, werd' ich besingen"

Wieso schreibst Du groß nach einem Komma?

lG
Sanne

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Walther
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Hi Sanne!

Das doppelte "die" ist vom Metrum vorgegeben, ebenso "UmstÀnd". Wir sind hier bei gereimter Lyrik, die einem Rhythmus folgt. Dem ist Rechnung zu tragen.

Warum an jedem Zeilenanfang ein Großbuchstabe? Das ist eine Frage des Geschmacks, viele Dichter, auch gedruckt, machen das so, muß man aber nicht. Ich finde, es sieht besser aus, einen Vers mit einem großen Buchstaben zu beginnen.

Ich bleibe beim "Einstauben", das beschreibt das langsame Grauwerden des Haupthaars jedenfalls besser (und charmanter) als das "Verstauben", da denkt man immer an eine dreckige HausbĂŒhne mit Spinnweben und Staubschichten. Sich so die grauen StrĂ€hnen im Haas des Liebsten vorzustellen, ich weiß nicht recht. Da ist mir dieses leise Rieseln von Mehl, das einstaubt, schon etwas passender als Bild.

Danke fĂŒr die Hinweise!

So long!

W.


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Walther
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