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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Barcelona
Eingestellt am 17. 11. 2013 13:05


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Wagner-Martinez
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2013

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„Hast du alles, was du brauchst?“, fragte die Frau ihren Mann skeptisch.
„Ich denke schon. Hauptsache, wir haben die Tickets, die PĂ€sse und das Geld!
„Stimmt!“, erwiderte die Frau. „Also los, wir sind spĂ€t dran.“

Schnellen Schrittes verließen sie das Haus in Richtung Bahn, mit der sie zum Flughafen fuhren. Sie gingen zum Check-in. Anhand der LĂ€nge der Schlange sahen sie, dass sie wohl nicht die Einzigen mit der Idee waren, ein verlĂ€ngertes Wochenende in Barcelona zu verbringen. Endlich im Flugzeug, ohne bisher das GefĂŒhl der Erholung gehabt zu haben, holte die Frau den Plan mit den AktivitĂ€ten heraus.
„Jetzt geht es los“, sagte sie mit einem LĂ€cheln.
„Ja ..., endlich unser lang ersehntes Wochenende. Einfach abschalten und die Zeit genießen. Das haben wir uns verdient. Unser kleiner Traum geht in ErfĂŒllung“, sagte er mit einem ersten Anflug von Entspannung. LĂ€chelnd gingen beide den Plan durch.
Sie vergewisserte sich ihrem Mann gegenĂŒber, welch gute Idee das sei, fĂŒr so eine kulturreiche Stadt und die knapp bemessene Zeit, einen Plan gemacht zu haben. Er stimmte ihr leicht nickend zu. Der ausgeklĂŒgelte Plan enthielt Öffnungszeiten, Entfernungen, Bus- und Bahnverbindungen zu den einzelnen SehenswĂŒrdigkeiten und kleine eingebaute Pausen. Nichts deutete darauf hin, dass sie etwas vergessen hĂ€tten.

Angekommen im Hotel, zogen sie sich beide um. Es gab keine Zeit zu verlieren. Der Mann betrat fĂŒr einen kurzen Moment den Balkon. Die Sonne strahlte ihm ins Gesicht. Durch den LĂ€rm hörte er die Lebendigkeit dieser Stadt. Die fremden KlĂ€nge der spanisch sprechenden Menschen und die DĂŒfte, die ihn umgaben, ließen ihn fĂŒr einen kurzen Moment ankommen. Die Neugierde stieg in ihm auf. Das Leben wartete draußen. Er atmete ein. Einmal, zweimal und ein drittes Mal. Doch statt Genuss ĂŒberkam ihn eine gewisse Unruhe. Er ging zurĂŒck ins Zimmer, wo die Frau schon auf ihn wartete. Er fing an, etwas zu suchen. Unruhig fragte sie ihn:
„Mensch, was ist denn los, was fehlt dir denn?"
„Ich weiß auch nicht! Ich habe das GefĂŒhl, etwas vergessen zu haben!"
„Ist das denn jetzt so wichtig?“
„Ich wĂŒrde nicht suchen, wenn ich nicht glauben wĂŒrde, dass es wichtig sei.“
„Ja, aber du weißt ja nicht einmal, was du suchst!“

Ohne gefunden zu haben, was er suchte, machten sie sich auf den Weg. WĂ€hrend sie die Gassen Barcelonas bewunderten und von einer SehenswĂŒrdigkeit zur anderen marschierten, durchsuchte der Mann immer wieder unruhig seine Taschen, ohne etwas zu finden. Der Frau blieb das nicht verborgen. Sie wollte aber nicht darauf eingehen, weil sie Sorge hatte, dass sie dann zurĂŒck zum Hotel hĂ€tten gehen mĂŒssen.

In einem Park, wĂ€hrend die Frau gerade fotografierte, blieb der Mann stehen. Er verschloss die Augen und lĂ€chelte. Sie ging weiter, bis ihr auffiel, dass er stehen geblieben war. In seinem Gesicht war nichts mehr von der Unruhe zu sehen. Eine Art Frieden hatte sich ĂŒber seinem Gesicht und seinem Körper ausgebreitet. Sie nahm den Fotoapparat und fotografierte ihn, schaute dann auf die Uhr und sah, dass sie gut in der Zeit lagen. Sie ließ ihm einen Moment und genoss es ihn zu beobachten.

Nur wollte der Moment nicht enden. Die Unruhe kam wieder in ihr auf, wĂ€hrend er immer noch seelenruhig dort stand. Sie hielt es nicht mehr aus; dass Warten musste ein Ende haben. Sie ging zu ihm hin und fragte, was mit ihm los sei, und ob er nicht die anderen SehenswĂŒrdigkeiten sehen mochte, da die Zeit drĂ€ngte.


Der Mann antwortete: „Mit mir ist alles bestens, meine HĂŒbsche. Und ich will, genauso wie du, alles sehen."
„Aber?“
„Nichts aber, ich habe nur darauf gewartet, dass meine Seele nachkommt. Ich hatte sie zu Hause vergessen“, sagte er lĂ€chelnd und nahm seine Frau eine Weile in die Arme.



__________________
owm der nicht nur seine TrÀume trÀumt, sondern auch lebt.

Version vom 17. 11. 2013 13:05
Version vom 21. 11. 2013 09:56

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eenemenetekel
Routinierter Autor
Registriert: Jul 2009

Werke: 24
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hallo owm!

eine schöne idee ist das!
es heißt ja: "Wenn du an einen neuen Ort gelangst, warte. Es braucht Zeit, bis die Seele nachkommt."

ich glaube aber, man kann den textfluss noch um einiges verbessern.
dazu ein paar vorschlÀge:

quote:
„Hast du alles, was du brauchst?“, fragte die Frau ihren Mann skeptisch.
„Ich denke schon. Hauptsache, wir haben die Tickets, die PĂ€sse und das Geld!
„Stimmt!“, erwiderte die Frau. „Also los, wir sind spĂ€t dran.“

Schnellen Schrittes gingen sie von zu Hause los und fuhren mit der Bahn zum Flughafen verließen sie das Haus in Richtung Bahn, mit der sie zum Flughafen fuhren. Sie gingen zum Check-in. AufgrundAnhand der (LĂ€nge der) Schlange sahen sie, dass sie wohl nicht die Einzigen mit der Idee waren, fĂŒr ein verlĂ€ngertes Wochenende in Barcelona zu verbringen. Einmal im Flugzeug ankommendEndlich im Flugzeug, ohne das GefĂŒhl der Erholung gehabt zu haben, holte die Frau den Plan mit den AktivitĂ€ten heraus.
„Jetzt geht es los“, sagte sie mit einem LĂ€cheln.
„Ja ..., endlich unser lang ersehntes Wochenende. Einfach abschalten und die Zeit genießen. Das haben wir uns verdient. Unser kleiner Traum geht in ErfĂŒllung“, sagte der Manner zum ersten Mal mit einem ersten Anflug von Entspannung. LĂ€chelnd gingen beide den Plan durch.
Absichernd(meinst du hier, dass sie noch einmal hören will, welch gute idee das war?) fragte die Frau densie ihren Mann:leerzeichen„Es wĂ€re doch von uns fahrlĂ€ssig gewesen, wenn wir infĂŒr solch einer kulturreichen Stadt und in der kurzendie wenige / knapp bemessene Zeitkein komma keinen gemacht hĂ€tten?“ Und der MannEr stimmte ihr leicht nickend zu. Der ausgeklĂŒgelte Plan enthielt Öffnungszeiten, Entfernungen, Bus- und Bahnverbindungen zu den einzelnen SehenswĂŒrdigkeiten und kleine eingebaute Pausen. Nichts deutete darauf hin, dass sie etwas hĂ€tten, vergessen haben könnenvergessen hĂ€tten.

AnkommendAngekommen im Hotel, zogen sie sich beide um. Es gab keine Zeit zu verlieren. Der Mann betrat fĂŒr einen kurzen Moment den Balkon. Die Sonne strahlte auf seinemihm ins Gesicht. Der LĂ€rm zeigte ihm (das Leben) / die Lebendigkeit dieser Stadt. Die fremden KlĂ€nge der spanisch sprechenden MenschenGerĂ€usche / Stimmen / Worte und die DĂŒfte, die ihm umgaben, ließen ihn fĂŒr einen kurzen Moment ankommen. Die Neugierde stieg in ihm auf. Das Leben wartete draußen. Er atmete ein. Einmal, zweimal und ein drittes Mal. Doch statt Genuss ĂŒberkam ihn eine gewisse Unruhe. Er ging in daszurĂŒck ins Zimmer, wĂ€hrendwo die Frau schon auf ihn wartete. Er fing an, etwas zu suchen. Unruhig fragte sie ihn:
„Mensch, was ist denn los, was fehlt dir denn?"
„Ich weiß auch nicht! Ich habe das GefĂŒhl, etwas vergessen zu haben!"
„Ist das denn jetzt so wichtig?“
„Ich wĂŒrde nicht suchen, wenn ich nicht glauben wĂŒrde, dass es wichtig sei.“
„Ja, aber du weißt ja nicht einmal, was du suchst!“

Ohne zu findengefunden zu haben, was er suchte, machten sie sich auf den Weg. WĂ€hrend sie die Gassen Barcelonas bewunderten und von einer SehenswĂŒrdigkeit zur anderen marschierten, durchsuchte der Mann immer wieder unruhig (seinen Leib) / seine Taschen durch, ohne etwas zu finden. Der Frau blieb das nicht unbemerktverborgen. Sie wollte aber nicht darauf eingehen, weil sie Sorge hatte, dass sie dann zurĂŒck zum Hotel hĂ€tten gehen mĂŒssen.

In einem Park, wĂ€hrend die Frau gerade fotografierte, blieb der Mann stehen. Er (ver)schloss die Augen und lĂ€chelte. Die FrauSie ging weiter, bis ihr auffalltauffiel, dass ihr Manner stehen geblieben war. In seinem Gesicht konnte sie erkennen, dasswar nichts mehr von der Unruhe zu sehen war. Eine Art Frieden hatte sich ĂŒber seinem Gesicht und seinem Körper ausgebreitet. Sie nahm den Fotoapparat und fotografierte ihn, schaute dann auf die Uhr und sah, dass sie gut in der Zeit lagen. Sie ließ ihm einen Moment und genoss es ihn zu beobachten.

Nur wollte der Moment wollte nicht enden. Die Unruhe kam wieder in ihr wieder auf, wĂ€hrend er immer noch seelenruhig dort stand. Sie hielt es nicht mehr aus; dass Warten musste (sein Ende finden) / ein Ende haben. Sie ging zu ihm hin und fragte, was mit ihm los sei, und ob er nicht die anderen SehenswĂŒrdigkeiten sehen mochte, da die Zeit drĂ€ngte.


Der Mann antwortete:leerzeichen„Mit mir ist alles bestens, meine HĂŒbsche. Und ich will, genauso wie du, alles sehen."
„Aber?“
„Nichts aber, ich wartehabe nur darauf gewartet, dass meine Seele, dass sie nachkommt." Die hatte ich zu Hause vergessen mitzunehmen“, lĂ€cheltesagte er lĂ€chelnd und nahm dieseine Frau in seinedie Arme.
Beide warteten eine Weile.


"Ein Traum ohne Seele ist nur halb so viel Wert"

vielleicht kannst du ja die eine oder andere dieser ideen gebrauchen.

lg
__________________
Als ich Kind war, lag immer Schnee.
Drei KĂ€se hoch.

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Wagner-Martinez
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2013

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Ich hatte es bis jetzt verpasst, mich fĂŒr die VorschlĂ€ge, die mich sehr weiterbringen, zu bedanken. Vielen Dank, dass Ihr Euch die MĂŒhe gemacht habt. Und tut mir Leid, dass ich mir soviel Zeit gelassen habe.
__________________
owm der nicht nur seine TrÀume trÀumt, sondern auch lebt.

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