Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92199
Momentan online:
404 Gäste und 16 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Baskos letzter Kindheitstag
Eingestellt am 28. 01. 2004 10:08


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Echoloch
???
Registriert: Nov 2003

Werke: 15
Kommentare: 83
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Echoloch eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Drei Wochen nach seinem achten Geburtstag erkannte Basko, dass Gef├╝hle ihn in seinem Leben nicht unbedingt weiterbringen w├╝rden. Er sa├č mitten in der Nacht mit seinem Vater an einem Lagerfeuer im Wald und f├╝rchtete sich vor grausamen Kobolden und raunenden Gespenstern – bei jedem Knacken im Ge├Ąst schreckte er zusammen; und immer, wenn die brennenden Zweige in sich zusammenbrachen und krachend Funken spr├╝hten, blieb ihm vor Angst das Herz stehen, einen kleinen, qualvollen Moment lang. Doch tapfer sagte er nichts, denn er wollte nicht den J├Ąhzorn seines Vaters provozieren. Aus diesem Grund hatte er sich auch dagegen entschieden, ihn auf die Gefahr eines Waldbrandes hinzuweisen. Er hatte in der Schule gelernt, wie gef├Ąhrlich es f├╝r Jungen war, mit Feuer zu spielen, und im vergangenen Jahr hatte er von seinen Eltern zwei Wochen Hausarrest bekommen, als er mit seinen Freunden im Stall des Bauern Scheel z├╝ndelte und es fast zu einer Katastrophe gekommen w├Ąre. Nur die Tochter des Bauern Scheel – Elvira, die Schweigsame – hatte Schlimmeres verhindert, als sie die Jungs entdeckte und geistesgegenw├Ąrtig den schwelenden Heuballen auf den Hof warf, bevor die Flammen hochschlugen und nach der M├Âglichkeit lechzten, sich ihren vernichtenden Weg durch den Stall zu fressen. Die 14j├Ąhrige Elvira stand regungslos vor den Flammen, ihre d├╝nne Gestalt schien zu zerschmelzen mit dem Rot, das bald erlosch.
Seitdem hatten die Jungen aufgeh├Ârt, Elvira zu h├Ąnseln, sie genoss ihren heiligen Schutz und ihre sch├╝chterne Ehrerbietung. Sie war nun nicht mehr die h├Ąssliche Pute, mit der niemand etwas zu tun haben wollte, sondern ein m├Ąchtiger Sonderling. Und selbst ihre Altersgenossen hatten von ihrer Tat geh├Ârt und lie├čen sie von nun an in Ruhe.
Basko zuckte einmal mehr zusammen, als ein weiterer Funken des Lagerfeuers durch die Luft stob und gef├Ąhrlich nah an seinem Bein auf dem trockenen Waldboden landete. Es hatte seit Wochen nicht mehr geregnet, und die Erinnerung daran, wie freiz├╝gig sein Vater sich des Spiritus’ bedient hatte, bereitete ihm Herzrasen. Der gleiche Vater, der ihm im vorigen Sommer vor Wut zum ersten Mal mit Pr├╝gel gedroht hatte, als er erfuhr, was sich beinahe im Stall der Bauern Scheel ereignet h├Ątte, der gleiche Vater, der so schlimm mit ihm geschimpft hatte, dass er zu platzen drohte, wie Baskos j├╝ngere Schwester Camilla es ausdr├╝ckte – dieser Vater hatte nun nicht gez├Âgert, mitten im Wald Spiritus auf das trockene Holz zu sch├╝tten, das er auf einer Fl├Ąche drapiert hatte, die nur notd├╝rftig eine ganz und gar nicht gesicherte Feuerstelle bildete. Basko beschloss, dass Erwachsenenlogik f├╝r ihn unergr├╝ndbar sei. Obwohl er kein Spezialist im Thema Lebensgefahren war, sp├╝rte er instinktiv, dass es in dieser Nacht v├Âllig der Natur ├╝berlassen blieb, ob sie ihn und seinen Vater und mit ihnen all die Gespenster und Kobolde und Unterholztiere als Nachtmahl einfordern oder aber ob sie alle noch einmal entkommen lassen w├╝rde.
„Wenn das kein echter M├Ąnnerabend ist“, verk├╝ndete sein Vater mindestens zum zwanzigsten Mal und schlug Basko g├Ânnerhaft so hart auf den R├╝cken, dass es ihm weh tat. Dann verzog er sich ins Geb├╝sch, um seine Blase zu entleeren, und Basko atmete kurz auf, obwohl ihm die Nacht nun noch bedrohlicher erschien. Doch so lange sein Vater nicht bei ihm war, konnte er mit nichts seinen Zorn provozieren, und Basko sp├╝rte eine Nervosit├Ąt in der Luft, die bereit war, sich bei der kleinsten Regung ├╝ber ihm zu entladen, eine Nervosit├Ąt, die sie begleitet hatte, seit sie am fr├╝hen Morgen aufgebrochen waren – und nicht erst, seitdem sein Vater daran gescheitert war, das Feuer mit alten Pfadfinder-Methoden, und zwar ohne Spiritus, zu entz├╝nden.
Sein Vater war kein Schl├Ąger, er hatte noch nie die Hand gegen eines seiner Kinder erhoben, und bis zu dem Vorfall im vorigen Sommer w├Ąre Basko und seinen Schwestern nicht einmal die Idee gekommen, dass Erwachsene ein Kind verhauen k├Ânnten. In gewisser Weise wuchsen sie sehr beh├╝tet auf, denn obwohl zu Hause ein roher Umgangston herrschte und die Sitten der Familie den Nachbarn recht robust erschienen, war es ihren Eltern doch immer gelungen, die meisten Schrecken der Umgebung von ihren Kindern fernzuhalten. Trotzdem hatten Basko und seine Schwestern immer Angst vor den pl├Âtzlichen Momenten, in denen ihr Vater rot anlief und dann so laut schrie, dass die ganze Stra├če es h├Ârte. Sie versteckten sich dann hinter Baskos Schreibtisch, in Camillas Schrank oder unter Sophies Bett und warteten, bis es vorbeiging. Dabei wurde nie ganz klar, wieso sie sich ausgerechnet unter Sophies Bett quetschten, denn Sophie war mit ihren f├╝nf Jahren die J├╝ngste und ihr Bett das Kleinste. Obwohl Camilla nur ein knappes Jahr j├╝nger war als Basko, ordnete sie sich ihm bedingungslos unter, so dass es immer an ihm lag, die Zeit zu ├╝berbr├╝cken. „M├Ąnner brauchen das manchmal“, erkl├Ąrte er ihnen. „Damit zeigen sie der Frau, dass sie sie lieben“, denn so hatte er es einmal von den gr├Â├čeren Jungs geh├Ârt. „Aha“, bemerkte Camilla dann ehrf├╝rchtig. Und Sophie, die f├╝r ihr Alter ├╝ber einen ausgepr├Ągten Wortschatz und erstaunliche analytische F├Ąhigkeiten verf├╝gte, wetterte mit ihrer hohen Kinderstimme: „Das ist ja voll bescheuert! Ich zumindest werde sp├Ąter keine Frau!“ Sie besa├č von allen Dreien den kraftvollsten Willen.
Basko schrie auf, als sich ihm pl├Âtzlich ein weicher Gegenstand ├╝ber den Kopf st├╝lpte und h├Ârte als n├Ąchstes das r├Âhrende Gel├Ąchter seines Vaters, der offensichtlich von seinem Nachtgang zur├╝ckgekehrt war. Panisch zerrte er das Ding von sich weg und stellte dann fest, dass es nur ein Pullover war. „Musst Dich wohl noch an die Nacht gew├Âhnen“, schlussfolgerte sein Vater, der sich vor Lachen kaum einkriegen konnte, dann aber doch den verwaisten Pullover vom Boden aufsammelte und ihn sich ├╝berstreifte, merkw├╝rdig elegant, dachte Basko, und pr├Ągte sich das Bild ein, dass ihm aus irgend einem Grund unpassend erschien, „so grazil f├╝r einen Arbeiter“, hatte eine Freundin seiner Mutter dieser einmal zugefl├╝stert, doch sie hatte nur geantwortet: „Er ist kein Arbeiter; er ist Vorsteher!“ Seitdem fragte sich Basko, was wohl grazil bedeuten k├Ânnte.
„Basko“, hob sein Vater an, und mit einem Mal verstummte der Ort, stand die Zeit, verzog sich die K├Ąlte. In der Stimme lag etwas so Bedeutungsvolles, dass Basko deutlich sp├╝rte, dass nun endlich der Moment gekommen war, der seine Spannung vorausgeschickt hatte, der Moment, wegen dem sein Vater ├╝berhaupt diesen Ausflug mit ihm eingerichtet hatte. Offiziell hatte er ihm dieses „M├Ąnnerwochenende“ zum Geburtstag geschenkt, doch Basko wusste gleich, dass mehr dahinter steckte, als er feststellte, dass seine Mutter von dem Geschenk gar nichts wusste. „Wieso willst Du unbedingt mit dem Jungen in den Wald?“ „Das verstehst Du nicht!“ „Dann erkl├Ąr es mir!“ (Seine Eltern konnten solcherlei Gespr├Ąche ohne jede Aggression bestreiten.) „Jeder richtige Junge sollte mal mit seinem Vater in den Dschungel. Es ist wichtig, die uralten Jagdinstinkte zu f├Ârdern.“ „Du spinnst.“ „Willst Du den Jungen denn zum Weichei erziehen?“ „Von mir aus geht doch, wenn’s Euch Spa├č macht.“
Und so war die Verabredung getroffen. Basko wurde nicht zu seiner Meinung befragt. Er war dar├╝ber auch ganz froh, denn er wusste nicht so recht, was er von der Aussicht halten sollte, ein Wochenende lang mit seinem Vater durchs Gestr├╝pp zu kriechen, kleine, friedliche Tiere zu jagen und dann doch fertigverpackte W├╝rstchen ├╝ber einem Spirituslagerfeuer zu essen – schon damals hatte Basko sehr viel Sinn f├╝r Konsequenz. Der Ausflug fand genau drei Wochen nach seinem Geburtstag statt, bis dahin hatte Basko in st├Ąndiger latenter Nervosit├Ąt gelebt und war schon ganz blass, so blass, dass seine Mutter sich Sorgen um seine Gesundheit machte und ihn beinahe zu Hause behalten h├Ątte, statt ihn mit ihrem Mann aufbrechen zu lassen. Und dann waren sie endlich losgefahren, und Basko hatte sich den ganzen Tag, w├Ąhrend er auf Wurzeln umknickte, von Insekten zerstochen und von Zweigen geschlagen wurde, gefragt, welch dunkles Geheimnis ihm sein Vater wohl anvertrauen wollte. Denn irgend etwas w├╝rde passieren, so viel stand fest. Baskos Lieblingsm├Âglichkeit bestand darin, dass sein Vater Geheimagent war und ihn nun auf eine gef├Ąhrliche Mission mitnehmen wollte, doch besonders ├╝berzeugend fand er diese Idee nicht. Auch eine Ufo-Entf├╝hrung verwarf er schnell und kam immer ├Âfter auf die M├Âglichkeit einer m├Ąnnlichen Tradition zur├╝ck, die sein Vater ihm offenbaren wollte und von der seine Mutter nichts wissen durfte. Besonders beruhigend fand er diese Vorstellung allerdings nicht.
„Basko“, hob sein Vater erneut an, und in seiner Stimme lag eine Ernsthaftigkeit, die Basko erzittern lie├č. Ihn war schlagartig klar, dass das, was sein Vater ihm nun mitteilen w├╝rde, seine eigenen k├╝hnen Ideen bei weitem ├╝bertraf. „Ich habe Dir etwas Wichtiges zu sagen, und ich werde es kurz machen, denn wir M├Ąnner brauchen nicht viele Worte“, beschloss sein Vater, dessen Stimme dabei jedoch so stark zitterte, dass er eine Pause machen musste. Derweil bem├╝hte sich Basko, das Gesicht seines Vaters zu erkennen, aber das Feuer war beinahe abgebrannt, nur ein winziger Streifen Licht fiel noch quer ├╝ber den Mann, der unerreichbar weit weg auf der anderen Seite der Lagerst├Ątte sprach, und lie├č seine Z├╝ge noch gespenstischer wirken. Nicht einmal zwei Meter trennten die beiden, doch f├╝r Basko waren sie un├╝berwindbar. Er zitterte heftig, nicht nur, weil er Angst hatte; ein neues Gef├╝hl, eine m├Ąchtige Schwere, zerdr├╝ckte seinen Magen.
Dann ging es pl├Âtzlich ziemlich schnell, sein Vater schien sich gefangen zu haben, seine Stimme war nun sicher und emotionslos und bereit, ihre Botschaft ohne weitere St├Ârungen zu ├╝bermitteln: „Ich m├Âchte nicht, dass Mutti etwas erf├Ąhrt, denn sie w├╝rde sich nur unn├Âtige Sorgen machen. Sie wird es noch fr├╝h genug erfahren, und dann musst Du sehr stark f├╝r sie sein, denn Du bist dann der Mann im Haus. Du wirst f├╝r Deine Mutter und Deine Schwestern sorgen, das musst Du mir versprechen. Ich wei├č, dass Du das wirst, Du bist ein guter Junge. Frauen sind schwach – sie sind wundersch├Ân, und Du wirst noch vielen von ihnen erliegen, und Du wirst Fehler machen, aus denen Du lernen wirst, aber Du darfst dabei nie vergessen, wie zerbrechlich sie sind und dass Du immer ihr Besch├╝tzer bleibst. Behandle sie gut, und verachte sie nicht, denn Du wirst sie brauchen, und ohne ihre Reize wird Dein Leben sehr leer sein; aber vergiss dabei nie, dass sie Dir nicht gewachsen sind – versprichst Du mir das?“
„Ja, Paps“, fl├╝sterte Basko, der ├╝berhaupt nichts verstand und dessen rasende Angst ihm beinahe die Worte verschn├╝rte. Dann stand sein Vater auf, und f├╝r einen kurzen Moment dachte Basko, das sei’s gewesen, mehr gebe es nicht zu sagen; und er wurde w├╝tend, weil er das Geheimnis nicht verstand, und er war erleichtert, weil es kein schlimmes Geheimnis war. Doch dann redete sein Vater weiter. Er sprach sehr leise, aber Basko pr├Ągte sich jedes Wort auf alle Zeiten ein: „Ich werde sterben, mein Sohn. Die ├ärzte lassen mir keine Hoffnung, sie k├Ânnen nichts machen. Ich werde sterben, und Du sollst es als Einziger wissen, bis es soweit ist. Und wenn ich dann von Euch gegangen bin, sollst du Deine Schwestern besch├╝tzen und Deiner Mutter jeden Tag sagen, wie sehr ich sie liebe.“ Er drehte sich zum Gehen und murmelte seinen letzten Satz, schon gar nicht mehr wirklich da im Reich des Lebens: „Es gibt eine Versicherung, die sollte f├╝r einige Zeit gen├╝gen; ich habe f├╝r Euch gesorgt.“
Dann verschlangen die Schatten seine Gestalt und lie├čen ein Kind zur├╝ck, dessen Kindheit ein j├Ąhes Ende gefunden hatte. Im n├Ąchsten Moment ging das panische Herzrasen des Jungen in ein bet├Ąubtes, kaum mehr wahrnehmbares Pochen ├╝ber. Mit einer gewaltigen Anstrengung schluckte er seine Tr├Ąnen herunter und verdr├Ąngte sie dann f├╝r immer.
__________________
Leben ist das, was passiert, w├Ąhrend Du eifrig dabei bist, andere Pl├Ąne zu machen.
www.echoloch.de

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


wondering
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 72
Kommentare: 355
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um wondering eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Maja,

sprachlich gepr├Ągt von einem gro├čen und sorgsam eingesetzten Wortschatz, gelingt es dir sehr gut, dieses Kinderschicksal glaubhaft darzustellen. Die schn├Ârkellose Distanz, mit der du erz├Ąhlst, fast berichtest, unterst├╝tzt die Glaubhaftigkeit so, dass ich als Leserin mich umso n├Ąher am Geschehen f├╝hlte und wirklich ergriffen zur├╝ck bleibe.

Ich habe nichts, aber auch gar nichts zu meckern.

LG wondering


__________________
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie woanders zu suchen.

Bearbeiten/Löschen    


Het├Ąra
Manchmal gelesener Autor
Registriert: May 2003

Werke: 6
Kommentare: 60
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Het├Ąra eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Echoloch,

auch ich finde die Geschichte sehr sch├Ân. Der Vater und das Feuer. Die Andeutung von 'durchs Feuer gehen' und das er dieses dem Sohn beizubringen versucht. Und mit solch einer Krankheit zum Tode ist wirklich und tats├Ąchlich die Kindheit f├╝r den Sohn zuende.

Liebe Gr├╝├če
Het├Ąra
__________________
Wo gehen wir hin - immer nach Hause (Novalis)

Bearbeiten/Löschen    


Gandl

Autorenanw├Ąrter

Registriert: Jul 2003

Werke: 1
Kommentare: 166
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
wir M├Ąnner brauchen nicht viele Worte...

Oh Maja,
gro├čartig! ... und so traurig... so sch├Ân...
Wondering hats (wie so oft) auf den Punkt gebracht.
Danke!
Liebe Gr├╝├če
Gandl

Bearbeiten/Löschen    


Echoloch
???
Registriert: Nov 2003

Werke: 15
Kommentare: 83
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Echoloch eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Ihr Drei - was kann ich dazu sagen? Danke danke danke f├╝r Eure durchweg lobenden Worte.
Das gibt dem Tag einen sehr sch├Ânen Abschlu├č.

Herzlichst und verbunden, Maja
__________________
Leben ist das, was passiert, w├Ąhrend Du eifrig dabei bist, andere Pl├Ąne zu machen.
www.echoloch.de

Bearbeiten/Löschen    


Minouche
Guest
Registriert: Not Yet

so, da bin ich wieder....

Hallo !

Danke erstmal f├╝r die wunderbare Geschichte, das vorweg.

Das zweite,was ich gern erz├Ąhlen mag. Vielleicht packe ich es mal in eine Geschichte, ich wei├č noch nicht, denn ich bin voller Geschichten.....

Mein Opa. Der nahm mich manchmal mit zu den Gleisen. Nicht dort, wo es sicher war, meine ich. Er legte einen Pfennig drauf und sagte mir: "So, nun warte ab. Der Zug wird entgleisen, sicherlich !" Ich wartete. Der Zug fuhr. Ich h├Ârte das Surren Minuten vorher, ich lag mit den Ohren auf den Gleisen, um besser zu h├Âren und starb gleichzeitig vor Angst, dass ich plattgewalzt w├╝rde. Der Zug entgleiste nie. Das Pfennigst├╝ck war platt, wie eine Flunder. Ich habe ihn geliebt, meinen Opa. Ich habe ihn geha├čt manchmal. F├╝r seinen Wagemut, f├╝r seinen Sadismus, f├╝r seine Zwiesp├Ąltigkeit. Aber die Abenteuer mit ihm, das waren wenigstens Abenteuer !

Ein Beispiel nur. Angst vor Z├╝gen habe ich noch immer. Doch das, ist eine andere Geschichte.

Nur eines noch. Es gibt so etwas wie Liebe, die gleichzeitig Hass ist. Vorsicht ist. Und das Nicht-Kennen eines Menschen. F├╝r mich war es auf den Punkt gebracht.
Und es war ein Schluss, den ich erwartete, irgendwie. Vielleicht ahnte ich es. Es kam nicht ├╝berraschend. Zu sensibel hast du es erkl├Ąrt, vielleicht. Ich hatte einen Opa, der ├Ąhnlich gestrickt war, wie der Vater in deiner Geschichte. Mag sein, dass es daran liegt.

Danke.

Liebe Gr├╝├če
Minouche

P.S. @Gandl: Ein Mann, ein Wort (in deinem Fall wenige, die auch alles Wesentliche sagen !)
eine Frau: ein W├Ârterbuch.
Besch├Ąmt: Minouche, herzlich gr├╝├čend.
Was soll's ? Ich kann nicht anders. ;-)

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!