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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Begegnung
Eingestellt am 28. 09. 2010 22:30


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gerian
Festzeitungsschreiber
Registriert: Oct 2006

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du kamst
schautest mich an
ward dir ausgeliefert
wie ein S├╝ndenfall
nackt
in deinen Augen
ich mich f├╝hlte
sch├Ąmte mich meiner Natur
die ich nicht kannte
au├čen
so wie du mich sahst
formtest meinen Leib
meine Nacktheit
lie├čest mich entstehen
modellieren
brachtest mich hervor
mit deinen Augen
du mich sahst
ich mich nie gesehen habe
deine Freiheit l├Ąsst mich
erschauern
denn du siehst mich so
wie ich mich nicht kenne
so wie du in deiner Freiheit
Liebe verlangst
verlierst du mich.
(gerian)





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Heidrun D.
Guest
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Hallo Gerian,

experimentell ist dieses Gedicht mit Sicherheit nicht, aber es birgt viel Gutes im Bereich der Ungereimten Lyrik.

Allerdings m├Âchte ich dir vorschlagen, deine Formatierung zu ├╝berdenken und die verquere Grammatik herauszunehmen. - Ich erkenne sehr wohl, dass du diese als Stilmittel nutzen willst, was aber nicht gelingt und in meinen Augen unn├Âtig ist. Und ein wenig K├╝rzung w├Ąre vielleicht dienlich ...

Ich m├Âchte dir folgenden Vorschlag machen:

quote:
du kamst
schautest mich an
war ausgeliefert - ein s├╝ndenfall
nackt
in deinen augen
sch├Ąmte mich meiner natur
die ich nicht kannte
au├čen
wie du mich sahst
formtest meinen leib
meine nacktheit
lie├čest mich entstehen
brachtest mich hervor
mit deinen augen sahst du mich

l├Ąsst mich erschauern - siehst mich
wie ich mich selbst nicht kenne
erwartest liebe

verlierst mich
Die Sache mit der "Freiheit" finde ich nicht so passend, weil es sich ja recht eigentlich um Wahrnehmung handelt.

Ich hoffe, dass du mit meinem Kommentar etwas anfangen kanns. - Weite Teile des Gedichts scheinen mir sehr gelungen, auch die Aussage, die einen ├╝beraus wahren Kern birgt. Denn meist ist es so, dass wir gegenseitigen Illusionen verfallen und somit das fr├╝he Ende einer aufkeimenden Beziehung antizipieren.

Freundliche Gr├╝├če
Heidrun

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gerian
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Hallo, liebe Heidrun,

ich bin absolut mit deinem Verbesserungsvorschlag einverstanden, auch mit dem Weglassen der Substantive. Es ist in der Tat eine Empfindung, in der z.B. "Freiheit" nichts zu suchen hat, gleichwohl "ich" mich im Blick des anderen dessen Freiheit sehe, indem der Andere mich zum Objekt macht. "Ich" habe ein "Au├čen" und die Scham ist die Wahrnehmung meiner selbst als Natur, gleichwohl mir diese Natur entgeht, als solche nicht erkennbar ist. Der Andere entzieht sich mir in seiner Freiheit. Dieses allerdings, da stimme ich mit dir ├╝berein, sollte in der Lyrik empfunden werden...
Danke!
LG
gerian

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