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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Begegnung
Eingestellt am 15. 06. 2006 11:29


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Jan Balu
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Apr 2006

Werke: 5
Kommentare: 0
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Joan und John

Es ist ihr Mund, der so strahlend lachend am Durchgang zum Hauptraum erscheint. Dieser Mund ist zauberhaft und wird im Gewoge der hereindrĂ€ngenden Menschen wie an einer magischen Leine auf ihn zugeschoben. Noch vier Meter, vielleicht drei, jetzt sieht er ihre Augen und die kleinen LachfĂ€ltchen. Ihre Lippen schließen sich zu einem LĂ€cheln.
John meint, ihre Blicke treffen sich oder bildet er es sich nur ein?
Jetzt, das LĂ€cheln und die Augen stehen genau vor ihm!
Wie erstarrt hat er auf sie gewartet.
Die vielen Menschen hinter ihm, neben ihm, vor ihm - wo sind sie?
Er spĂŒrt zwar ein Rauschen in seinen Ohren, aber er sieht nur ihr Gesicht.
Sie wird an ihn gedrĂŒckt, er weicht nicht zurĂŒck. Er kann und will nicht. Die Menschen schieben sich an ihnen beiden vorbei.
Jetzt spĂŒrt er ihren Busen, irgendwo hĂ€ngen seine Arme. Ganz kurz erfasst er den Duft ihrer Haare, entdeckt ihre Stirn und den Haaransatz.
Sie fĂ€ngt sich als Erste und drĂŒckt sich, da er einfach nicht nachgibt, ein wenig nach hinten in die Menge.
„Hallo!“, sagt sie.
„Hallo!“, erwidert er, „Àh, ja, mein Name ist Johann oder John, wie immer sie wollen.
„Oh, mein Name ist Joan. Sie sind ein frecher Kerl, John!“
„Wieso?“, fragt John, „unsere Namen haben sich gesucht und wir uns gefunden.“
„Ja, das ist allerdings ungewöhnlich, wie sich unsere Namen Ă€hneln!“, antwortet Joan verschmitzt.
Diese kurzen SĂ€tze mĂŒssen sich beide quasi ins Ohr brĂŒllen, so laut ist es um sie herum. John genießt diesen Umstand, gibt es ihm doch immer wieder die Gelegenheit, dicht an ihren Hals zu gelangen. Sie duftet nach Haar und zarter Haut, er nimmt kein Parfum wahr. John möchte sein Gesicht ewig an ihrem Hals belassen.
Plötzlich gelingt es Joan, ihre linke Hand aus dem GedrĂ€nge hervorzuzaubern. Sie verabreicht John einen kleinen Klaps an sein Kinn, haucht ein KĂŒsschen auf seine Wange und versucht, sich links an ihm vorbeizudrĂŒcken.




Doch blitzschnell fliegt Johns linker Arm zu ihren HĂŒften und entlĂ€sst sie nicht.
Bei diesem spielerischen Gerangel nimmt er zum ersten Mal ihre Figur und ihr Kleid wahr. Ein hochgeschlossenes, schwarzes Kleid mit einem roten LackgĂŒrtel. Sie trĂ€gt keinen Schmuck. Ihre dunklen, kurzen Haare gehen ĂŒber in den weißen, schmalen Hals, der so wunderbar duftet. Direkt unter ihrem Hals beginnt bereits ihr Kleid, das lediglich durch zwei Knöpfe ihr Dekolletee erahnen lĂ€sst.
Auch Joan taxiert John von oben bis unten sehr liebevoll.
Sie gibt seinem festen Griff nach und bleibt geschmeichelt bei ihm stehen. Ihrer beider HĂŒften schmiegen sich immer vertrauter aneinander.
„Gott sei Dank!“, denkt John, „noch ist kein Freund oder Bekannter auf ihn zugekommen, um ihm mit ĂŒblichem Partygeplauder auf die Schulter zu klopfen oder womöglich eine blöde Gans mit KĂŒsschen links und KĂŒsschen rechts.
John interessiert kein BĂŒfett, kein Drink, kein Hallo - er will Joan.
Joan gibt ihm ein warmes, aber auch leicht sĂŒffisantes LĂ€cheln, als wĂŒsste sie, was in ihm vorgeht.
Joan ist das erste Mal zu Gast in diesem Hause und hat somit kaum mit großen Hallos zu rechnen.
„Sind Sie allein hier?“, fragt er sie wieder dicht am Ohr.
„Nein, mit einem Bekannten, der mir aber am Eingang bereits entrissen wurde, da ihm ein Freund unbedingt seinen neuen Superschlitten zeigen wollte. Geh’
schon mal vor, sagte er zu mir, ich komme gleich nach.“
„Das ist Schicksal!“, denkt John, „warum lĂ€sst der Trottel sie auch alleine gehen?“
„Lass’ uns in einen Nebenraum oder in eine ruhige Ecke verdrĂŒcken!“, sagt sie mit einem Mal zu ihm.
„Mit dem grĂ¶ĂŸten VergnĂŒgen!“, erwidert er.
Zum ersten Mal gibt John jetzt nach, um sich mit ihr nach hinten durchzuschieben. Oh, nicht nach links, da steht sein Freund Alex. Rechts bis zur SĂ€ule und dann am BĂŒfettende durch die TĂŒr zum Arbeitszimmer des Hausherrn. Dieser Raum wird meist erst zu einem spĂ€teren Zeitpunkt von den GĂ€sten entdeckt und hier ist es sehr gemĂŒtlich.
Es duftet nach Leder und Havannazigarren. GedÀmpftes Licht aus einer Hausbar ist die einzige Beleuchtung im Raum.
Frech wie ein Derwisch wirft sich John in den einladenden Ledersessel des Hausherrn und zieht Joan wie selbstverstĂ€ndlich auf seinen Schoß.
WĂ€hrend sie in dem schweren Kippsessel gemeinsam versinken, greift John in ihre dunklen, lockigen Nackenhaare und zieht ihren Mund in seinen.
Sie kann gar nicht anders. Sie will gar nicht anders.
Der Raum ist gedĂ€mpft, nur ganz leise erahnt man Musik und PartygerĂ€usche von draußen.
Weiß Joan, wie ihr geschieht? Willenlos erlaubt sie Johns HĂ€nde ĂŒberall.
Ein Knopfdruck am Schreibtisch verriegelt die gepolsterte TĂŒr des Arbeitszimmers.
Joan bemerkt es nicht.
Ihre fast nackten Körper umschlingen sich. Es passiert so schnell, so hektisch. Angst gepaart mit Inbrunst.
Hat Joan alles vergessen? Was wird ihr Partner denken? Wird er sie suchen und wenn ja - wo?
Wieso hier - mit einem wildfremden Mann? Gedankenblitze ja - aber ihr Körper willenlos. Ein wahnsinniges GefĂŒhl!
Keiner draußen hört die leidenschaftlichen GerĂ€usche, erahnt die GebĂ€rden, riecht den heißen, frischen Schweiß der Lust.
„Wo warst du, ich habe dich ĂŒberall gesucht?“, im GetĂŒmmel hat Peter Joan endlich entdeckt.
„Hallo mein Lieber, tut mir leid, aber ich habe mich nur ein wenig frisch gemacht!“

Jan Balu
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Jan Balu
Hamburg

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