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Leselupe.de > Gereimtes
Begierde & Instinkt
Eingestellt am 21. 05. 2001 14:43


Autor
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[aZrael]
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2000

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Hallo liebe Leser und Leserinnen.

Zum ersten Mal ver├Âffentliche ich nun etwas im Forum 'Erotisches'.
Bis jetzt war es mir einfach zu schwierig vorgekommen, etwas zu
schreiben, das dem Begriff Erotik auch gerecht wird. Irgendwie
gleitet man sehr schnell in Kitsch oder Pornographie ab,
es ist immer ein Spagat zwischen diesen beiden.
Also, hier ist mein erster Versuch.

Viel Spa├č beim Lesen, [aZrael]

-------------------------------------------

Begierde Et Instinkt

Ich sp├╝re, wie ein s├╝├čes Gift in meinen K├Ârper tropft,
Langsam, langsam, heimlich, leise.
Ich sp├╝re, wie es durch meine Adern flie├čt,
Jeder Tropfen bringt mich dem Wahnsinn n├Ąher.
Wie tausend Klingen durchf├Ąhrt es mich,
Entflammt meine Muskeln und mein Herz.

Meine Kontrolle beginnt zu br├Âckeln,
Ich werde besessen und will besitzen,
La├č die uralten Instinkte ├╝bernehmen.
Die Zivilisation f├Ąllt ab wie ein alte Haut,
Meine H├Ąnde handeln, ohne da├č ich sie f├╝hre.
Wie ein Tier aus grauer Vorzeit nehme ich mir,

was ich will.

K├Ânnte ich jetzt in einen Spiegel sehen,
Ich w├╝rde mich nicht mehr erkennen.
Das Tier w├╝rde mich mit meinen Augen anstarren.

Und ich bin nicht allein.

Eben noch warst du ebenso gel├Ąhmt wie ich,
Halb berauscht vom s├╝├čen Gift.
Doch schon folgst auch du deinen Wurzeln zur├╝ck zum Anfang.
Der hei├če Wahnsinn, der von uns Besitz ergreift,
Trennt und vereinigt uns zugleich.
Die letzten Barrieren brechen, eine hei├če Flut sp├╝lt uns hinweg.

Meine Z├Ąhne kosten deinen Hals,
Deine N├Ągel, Krallengleich, fahren in meine Haut.
Blutige Bahnen bilden magische Hyroglyphen,
Und unser beider Verlanagen wird - eins.

Das Gift verl├Ą├čt uns beide nur wiederstrebend,
Str├Âmt aus unseren Poren heraus,
Salziger Regen, der unsere Herzen k├╝hlt.
Das Tier wird wieder zum Menschen,
Und bedauernd finde ich meine alte H├╝ller wieder.
Sie pa├čt mir noch, doch bald wird sie mir wieder
Zu eng werden.

Manche werden von diesem Gift abh├Ąngig...
was ist so schlimm daran?
__________________
Die klimatischen Bedingungen in der H├Âlle sind sicher unerfreulich, aber die Gesellschaft dort w├Ąre von Interesse.

Oscar Wilde (1854-1900), ir. Schriftsteller

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Renee Hawk
???
Registriert: Jan 2001

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sch├Ân, bis auf ein paar kleine Fehlerteufelchen, aber der Text erzeugt eine Spannung. Das Ende ist etwas aus dem Rhythmus, vielleicht hat da noch jemand eine Idee. Aber als "Erstlingswerk" ist es gelungen. Meiner Meinung nach hast du gelungen die animalische Seite des Menschen erz├Ąhlt.

Gru├č
Rene├Ę

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[aZrael]
Wird mal Schriftsteller
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Danke!

Hallo Renee!

Danke f├╝r deine nette Kritik!
ja, ich habe mich bem├╝ht, das "Tier" im Menschen einzufangen, was gar nicht so einfach war. Schlie├člci steckt auch einiges an Selbserfahrung drin, und wer gibt gerne schon zu, da├č acuh er mal zum "Tier" wird? Was aber meinst du mit "das Ende ist aus dem Rythmus" ? Und zum Thema Fehlerteufel... ich habe manchmal so meine liebe Not mit der Rechtschreibung, ich seh einfach meine fehler nicht

mfg, [aZrael]
__________________
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Oscar Wilde (1854-1900), ir. Schriftsteller

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Renee Hawk
???
Registriert: Jan 2001

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Hallo Azrael, (einer der Erzengel Gottes, oder?)

Es schwingt immer etwas egenes in seinem Werk mit, egal in welchen Genre.


1) Die Zivilisation f├Ąllt ab wie ein(e) alte Haut,

2) Und bedauernd finde ich meine alte H├╝lle(r) wieder

3) Sie pa├čt mir noch, doch bald wird sie mir wieder
Zu eng werden.

Manche werden von diesem Gift abh├Ąngig...
was ist so schlimm daran?

Zu 3) finde ich den Rhythmus nicht beim lesen. Aber vielleicht hat jemand noch eine Idee, ich wei├č nicht wie ich es genau erkl├Ąren soll, es flutscht nicht mehr richtig, es holpert.

Zu 1) und 2) das sind kleine Teufelchen ├╝ber die darf man sich nicht aufregen *schmunzel*

Liebe Gr├╝├če
Rene├Ę

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flammarion
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je nun,

auch ich finde dein werk gelungen. etwas orgiastisch, der akt. schlimm ist (um deine frage am ende zu beantworten), da├č mit der sexualit├Ąt nicht vern├╝nftig umgegangen wird. da wird kleinen kindern in der kirche erz├Ąhlt, da├č die fleischeslust vom teufel kommt und schon haben wir unnat├╝rliche erwachsene. ehe ich hier total abschweife - mach weiter so! ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

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[aZrael]
Wird mal Schriftsteller
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Orgiastisch? Auf jeden Fall!

Hallo flammarion!
Danke, da├č du hier meinen literarischen Ergu├č gelesen hast (nein, das ist NICHT doppeldeutig gemeint!).
Nat├╝rlich wird es zum Ende hin orgiastisch, aber das war auch von meiner Seite aus so vorgesehen. Ich wollte zeigen, wie m├Ąchtig und alt manche Triebe sind, die uns steuern und was mit uns geschieht, wenn wir ihnen endlich mal nachgeben.

Zu deine Bemerkung von wegen Kindern - Teufel - Fleischeslust kann ich nur sagen: Ich war von Geburt an Katholisch, konvertierte dann mit 14 zum evangelischen Glauben und lebe eigentlich mehr nach ethischen und moralischen Gestzten, nicht nach irgendwelchen tradierten Geboten, die weder aktuell noch dem Menschen n├╝tzlich sind.

Ich denke, wir sind schon weiter in der Ungezwungenheit zum Thema Sex, als es z. B. meine eltern waren, aber dennoch gibt es (immernoch) viel Unverst├Ąndnis, Ignoranz und Boniertheit und daraus resultieren die von dir angesprochenen unnat├╝rlichen Erwachsenen. Mal schauen, wie das in 20 Jahren gehandhabt wird.

mfg, [aZrael]

P.S. Rene├Ę, du hast nat├╝rlich Recht, Azrael ist ein Erzengel Gottes aber seine Aufgaben sind ein wenig... speziel.
__________________
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Oscar Wilde (1854-1900), ir. Schriftsteller

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