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Leselupe.de > Humor und Satire
Behinderte in die Armee!
Eingestellt am 25. 12. 2000 18:48


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Bernd
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Eine der letzten Diskriminierungen innerhalb unserer Gesellschaft besteht darin, da├č Behinderte ausgegrenzt werden. Nur bei wenigen Behinderungen k├Ânnen sie in die Armee.

Wenn sie sich bei der Armee eine Behinderung zuziehen, werden sie ausgegrenzt.

Es wird h├Âchste Zeit, da├č mit dieser Ungerechtigkeit Schlu├č gemacht wird.

Selbst Frauen d├╝rfen jetzt zur Waffe greifen. Warum nicht Behinderte? Kinder d├╝rfen schon, wenn auch nicht ├╝berall. Aber wenigstens d├╝rfen sie auf dem Rummel ├╝ben. Sofern sie nicht behindert sind.

Es ist schlimm, da├č Behinderte, die nichts sehen k├Ânnen, oder die nichts h├Âren k├Ânnen, oder die sich nicht bewegen k├Ânnen, oder die nicht wissen, was sie tun, aus der Armee ausgeschlossen werden und keinen Krieg f├╝hren d├╝rfen.

...die nicht wissen, was sie tun? was habe ich da geschrieben? Die d├╝rfen ja zur Armee ...
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Alex
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Ich h├Ątte da ein paar Fragen:
"Selbst Frauen d├╝rfen jetzt zur Waffe greifen." Was meinst du mit dem SELBST?
"Nur bei wenigen Behinderungen k├Ânnen sie in die Armee." Wie rechnet man dass auf? Vom Hals Abw├Ąrts gel├Ąhmt, w├Ąre dass eine? Und f├╝nf fehlende Finger?
"...die nicht wissen, was sie tun? was habe ich da geschrieben? Die d├╝rfen ja zur Armee ..." Eiei, und ich dachte doch wirklich, da w├Ąre ein Psychiater bei meiner Musterung gewesen!
"Es ist schlimm, da├č Behinderte, die nichts sehen k├Ânnen, oder die nichts h├Âren k├Ânnen, oder die sich nicht bewegen k├Ânnen [...] aus der Armee ausgeschlossen werden..." Kaum zu glauben, ich tr├Ąume ja st├Ąndig. Wie komme ich blo├č auf die Idee, da h├Ątte es erfolgreiche Klagen gegeben?
"Kinder d├╝rfen schon, wenn auch nicht ├╝berall. Aber wenigstens d├╝rfen sie auf dem Rummel ├╝ben. Sofern sie nicht behindert sind." Danke f├╝r die Aufkl├Ąrung. Ich dachte bisher doch glatt, dass es den Schie├čbudenbesitzern egal w├Ąre, woher das Geld kommt, und auch noch als ├ťbung, genial.
D├╝rfen Behinderte dann Quake oder ├Ąhnliches spielen?



Alex


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Bernd
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Lieber Alex,
es ist eigentlich eine Satire (es hie├č mal, es sei schwer, keine Satire zu schreiben), trotzdem m├Âchte ich die Fragen beantworten.

>>Ich h├Ątte da ein paar Fragen: "Selbst Frauen d├╝rfen jetzt zur Waffe greifen." Was meinst du mit dem SELBST?

Damit meine ich: M├Ąnner d├╝rfen schon lange, aber die Frauen sind jetzt gleichberechtigt und d├╝rfen seit kurzem auch. Bis dahin durften nur M├Ąnner. (Zumindest in Deutschland).


"Nur bei wenigen Behinderungen k├Ânnen sie in die Armee." Wie rechnet man dass auf? Vom Hals Abw├Ąrts gel├Ąhmt, w├Ąre dass eine? Und f├╝nf fehlende Finger?

Das wei├č ich nicht, aber die Dienststellen der Bundeswehr und die Musterungskommissionen werden es sicher wissen.

>> "...die nicht wissen, was sie tun? was habe ich da geschrieben? Die d├╝rfen ja zur Armee ..." Eiei, und ich dachte doch wirklich, da w├Ąre ein Psychiater bei meiner Musterung gewesen!

Beispiel: der Heimatdichter Arthur Schramm aus Annaberg: Er wurde wegen psychiatrischer Probleme 1914 nicht in die Armee aufgenommen, obwohl er sich freiwillig meldete. Aber ein Jahr sp├Ąter durfte er dann auch (mit an den Verbrechen des ersten Weltkriegesteilnehmen).


>> "Es ist schlimm, da├č Behinderte, die nichts sehen k├Ânnen, oder die nichts h├Âren k├Ânnen, oder die sich nicht bewegen k├Ânnen [...] aus der Armee ausgeschlossen werden..." Kaum zu glauben, ich tr├Ąume ja st├Ąndig. Wie komme ich blo├č auf die Idee, da h├Ątte es erfolgreiche Klagen gegeben?

Ist das so? Ist mir neu, danke f├╝r den Hinweis. Bisher wurden sie sehr schnell ausgemustert. Aber das ist eigentlich nicht das Ziel meiner Satire: Es geht darum: Keine Armee.

>> "Kinder d├╝rfen schon, wenn auch nicht ├╝berall. Aber wenigstens d├╝rfen sie auf dem Rummel ├╝ben. Sofern sie nicht behindert sind." Danke f├╝r die Aufkl├Ąrung. Ich dachte bisher doch glatt, dass es den Schie├čbudenbesitzern egal w├Ąre, woher das Geld kommt, und auch noch als ├ťbung, genial. D├╝rfen Behinderte dann Quake oder ├Ąhnliches spielen?


Quake spielen d├╝rfen sie bestimmt, wenn sie es auch nur verkauft bekommen d├╝rfen, wenn sie ├╝ber 18 sind. Auf der sicheren Seite sind sie, wenn sie Computer-Benchmark-Tests f├╝r Zeitschriften machen.

Den Schie├čbudenbesitzern ist es sicher egal. Aber in Deutschland d├╝rfen Kinder (zum Gl├╝ck) nicht in die Armee. In anderen L├Ąndern schon...

Quake:--- der Hinweis ist ├╝brigens genial. Heute wird der Krieg mehr und mehr zum, Computerspiel. Da├č das Uranium, welches in Form von Granaten ├╝ber die Umwelt (zum Beispiel im Kosovo) verteilt wird, noch jahrelang die Gesundheit gef├Ąhrdet, wird nur selten berichtet. Die Neugeborenen Mi├čgebildeten k├Ânnen praktisch nicht mal klagen.
(Siehe Vietnam, Agent Orange: Heute noch, viele Jahre nach der "Entlaubung" werden mi├čgebildete Kinder geboren.
Viele Gr├╝├če und in der Hoffnung auf Frieden
Bernd
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Alex
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Da ich keine Lust habe in jedem einzelnen Satz darauf hinzuweisen, dass es sich nur um meine Eindr├╝cke handelt, weise ich explizit darauf hin, dass alles was folgt genau so aufzufassen ist.

Zitat: "Es geht darum: Keine Armee." Wenn es dir darum geht, ist dass okay.
Dann sollte dein Text aber auch darauf gerichtet sein, dass klar zu machen.
Du kritisierst verschiedene Praktiken innerhalb wechselnder Milit├Ąrgruppen, dass ist nicht das gleiche.
Davon mal abgesehen, dass du je nach Laune Deutschland benutzt oder auf die Welt ausweichst hat dein Text einfach keine Linie.
"Satire darf alles, sie muss nur treffen!" hat auch einmal irgendjemand gesagt.
Genau darum geht es, du triffst alles m├Âgliche, ob Frauen, Behinderte, die Musterungsbeh├Ârde, Schie├čbudenbesitzer, nur nicht den Punkt ob Milit├Ąr notwendig ist oder nicht.
Dazu kommt, dass einiges schlicht und einfach nicht stimmt. Die Anzahl von Behinderungen ist (zumindest in Deutschland) v├Âllig Wurscht, entweder du hast EINE die dich ausmustert oder KEINE.
Deine Rechtfertigungen finde ich im allgemeinen ziemlich schwach.
Sollen Frauen nun in die Armee oder nicht? Und Behinderte?
Such dir einen Standpunkt, du kannst nicht einfach alles als schlecht hindrehen, nur weil du das Milit├Ąr nicht magst.
Wenn es dir um die ├änderung der augenblicklichen Milit├Ąrpolitik geht, dann bleib im Land.
Wenn es um Milit├Ąrpolitik im allgemeinen geht, dann ziehe keine Lokalbeispiele heran.
Was soll das mit dem Rummel, damit hat das Milit├Ąr ├╝berhaupt nichts zu tun.

Gerade bei Satiren ist es wichtig, ein sauberes Ziel vor Augen zu haben, du wechselst zwischen deinen Thematiken.
"Es geht darum: Keine Armee." Darum? Warum? Weil Frauen hind├╝rfen? Weil sie fr├╝her nicht hindurften? Weil Behinderte nicht hind├╝rfen? Oder weil eben doch welche hind├╝rfen? Weil Kinder auf dem Rummel schie├čen d├╝rfen? Und Behinderte nicht?

Mir geht es doch nicht darum, deine Meinung zu kritisieren, mir gef├Ąllt nur die Art, wie du Sprache und Tatsachen in diesem Text gebrauchst, nicht, dass ist alles.

Alex






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Bernd
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Danke, Alex

Danke, Alex, f├╝r die detaillierte Kritik. Ich werde weiter dar├╝ber nachdenken.

Vielleicht entsteht das Durcheinander dadurch, da├č ich tats├Ąchlich die Perspektive des Beobachters mehrmals wechsle.

Das Problem ist im Eigentlichen ein internationales und damit ein nationales, damit auch ein pers├Ânliches.

Ich beziehe mich jetzt im wesentlichen auf den Text, nicht auf die Erkl├Ąrungen zum Text.

Da habe ich es bewu├čt allgemein gehalten. Aber es scheint wirklich nicht gegl├╝ckt zu sein.

Als schl├╝sselsatz war f├╝r mich der letzte: (...die nicht wissen, was sie tun? was habe ich da geschrieben? Die d├╝rfen ja zur Armee ...) der die Behinderung ja negiert. Es war das Bild des lachenden Mannes (Sheja), da├č ich vor mir sah.

Gut. Also mi├čgl├╝ckt.

Beim nochmaligen Durchlesen: Nicht bissig genug.

Gr├╝├če von Bernd.

Und ein friedliches Neues Jahrtausend.
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