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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Beinahe
Eingestellt am 01. 01. 2010 19:57


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Nici
One-Hit-Wonder-Autor
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"Ich m├Âchte dich bald wieder sehen." Die Geliebte r├Ąkelte sich wie ein toter K├Ąfer auf dem R├╝cken. Ihre verfaulten Z├Ąhne bleckten ein vorsichtiges L├Ącheln. Bef├Ârderten zu Tage was besser in der Nacht geblieben w├Ąre. Spermageruch wehte durchs Zimmer. Jack wollte auf der Stelle fliehen. Trotzdem r├╝hrte er sich nicht vom Fleck, so fest umklammerte ihn sein dumpfer Schmerz. Nichts w├╝rde ihn dazu bringen, dieses Weib nochmal zu ficken.
Dachte er.
Er wollte Elisabeth nicht im geringsten was tun.
Nicht sehen.
Nicht riechen.
Nicht anfassen.
Gleichzeitig seine Z├Ąhne in ihr weiches Fleisch hauen und ihre Seele rausrei├čen.
Dem Abschaum wollte er sich anvertrauen. Elisabeth war wie geschaffen daf├╝r. In ihrer N├Ąhe f├╝hlte er wieder. Keine Sch├Ânheit sollte ihn zur├╝ckholen, geschweige denn aufwecken. Er wollte f├╝r immer schlafen und brauchte den Abgrund, um sein neues Leben zu tragen. Ertragen. Etwas besseres konnte er sich nicht zumuten. Der Ekel ├Âffnete ihn und zerrte an seiner Taubheit und Leere, die ihn beharrlich auffra├čen.

Elisabeths Anblick gab ihm Antrieb, erlaubte ihm wegzusehen, wenn der Spiegel ihn verh├Âhnte. Durch sie konnte er sich verraten. Ohne es zu bereuen.
Es war ihre Schuld.
Jack zitterte.
Die letzten Monate hatte er herausgefunden, dass er diesen Moment nutzen musste. Er war schneller vorbei, als er auf sich spucken konnte, was er eigentlich st├Ąndig wollte. Seine L├Ąhmung w├╝rde ihn einholen, zur├╝ckrufen, in seinen einsamen, makellosen K├Ârper. Noch hatte er keine brauchbare Methode gefunden, hin├╝berzugleiten in andere, heile Welten.
Wollte er das?
Nein.
Wenn er nachts, jede verdammte Nacht betete, er m├Âge sterben, meinte er es genauso.
Das war selbstbewusst, fand er.
Das war ehrlich.
Die Lieblosigkeit, die ihn seit der Trennung begleitete, der dumpfe Schmerz, der nicht aufzuheulen wagte, hatte seinen Lebenswillen endg├╝ltig erw├╝rgt.
Keine Tr├Ąnen befreiten ihn, kein kochender Hass zwang ihn zu leben. Empfindungen lagen lange zur├╝ck, h├Âchstens f├╝r eine fl├╝chtige Erinnerung gut.
Jack l├Ąchelte verbittert.
Er begr├╝├čte die K├Ąlte, die sich in seinen Knochen einnistete. Das hatte er gelernt. Nachts trieb sie ihn ziellos durch die Stra├čen und gab ihm ein Gef├╝hl von Macht.
Er wollte niemanden mehr lieben, schon gar nicht Elisabeth in ihrem roten Pl├╝schmorgenmantel.
Wie sie dasa├č. Ohne jegliche K├Ârperspannung. Sie z├╝ndete sich eine Zigarette an. In ihrem Glas klirrten Eisw├╝rfel. Ihre roten Fingern├Ągel strichen ungeduldig ├╝ber den roten Samt. Der Wiskey lie├č sie einen Moment lebendig erscheinen, doch ihre Sch├Ânheit war l├Ąngst erloschen.
Heute war da nichteinmal mehr Rauch.

Die Abscheulichkeit zog ihn zu sich, w├Ąhrend die letzen V├Âgel aus der K├Ąlte stoben. Ein befremdlicher Instinkt wucherte in ihm. Rettete ihn vor dem Erfieren. Jedenfalls diesen Winter.




Solange hier noch Orientierung herrschte, w├╝rde er seinem geheimen Verlangen nachgeben.
"Jack, ich liebe dich." grinste sie ihr ungl├╝ckliches L├Ącheln. Er blieb stumm. Er wusste ja, dass sie ihn liebte, und diese anh├Ąngliche, verzweifelte Abh├Ąngigkeit gab ihm eine Ahnung von seinem neuen Leben. Er wusste, wie die Liebe sein sollte.
Er wollte sie nur vergessen.
Das war alles.
'Verdammte Schei├če,' dachte er. 'Rei├č dich zusammen.' Ihm war bewusst, dass er dieses Gef├╝hl nicht leben wollte, erleben w├╝rde.
Nicht noch einmal verletzt werden, nicht noch einmal sp├╝ren m├╝ssen. Keine Sch├Ânheit durfte sich in ihm ausbreiten.
Gef├Ąhrlich.
"Elisabeth, dreh dich um." Hauchte er. Ihre tr├╝ben Augen blickten auf, das Blau in ihnen hatte noch nie gegl├Ąnzt, solange er sie kannte. Das letzte halbe Jahr indem ihre Treffen sich h├Ąuften, kam ihm wie eine Warteschleife vor.
Sie stellte ihr Glas auf den Nachttisch. Das L├Ąchlen verschwand endlich, als sie langsam auf den Bauch krabbelte und ein abgenutztes Kissen unter ihre H├╝ften schob.
"Willst du mich?" nuschelte sie. "Ich wei├č, dass du mich liebst. Ich wei├č es und du wirst es auch einmal wissen." Er n├Ąherte sich ihr so langsam wie er konnte, dr├Ąngte seinen aufkeimenden Ekel zur├╝ck und schob sanft - beinahe - ihren Morgenmantel weit ├╝ber ihre weiche, fette H├╝fte.

"Ja, Elisabeth. Ich werde dich ficken, so wie du es magst. Nicht dass du es vergessen hast, nicht dass du mich vergisst, verstehst du?"
Sein Mund bewegte sich langsam an ihrer rauhen Wange entlang. Strich ihre rotgef├Ąrbten struppigen Haare beiseite. Jack f├╝hlte ├ťberlegenheit und Ruhe in sich aufkeimen.
Angenehme Gef├╝hle.
Er griff mit der rechten Hand zu seinem Hosenschlitz und packte seinen pulsierenen Schwanz, der ihn sooft gerettet hatte.
Er wusste, wie er aussah, wusste, dass er sich gut anf├╝hlte, dass er die Frauen in den Wahnsinn treiben konnte.
Wenn er es wollte.
Mit Befriedigung hatte er keine Schwierigkeiten. Nicht einmal sie hatte ihm das nehmen k├Ânnen. Vorsichtig tastete er zu Elisabeths Schenkeln und glitt langsam nach oben zu der Stelle die noch verborgen vor ihm lag. Reiben, liebkosen. Eine Welle der Hitze, Erregung, schwoll ihm entgegen. Seine Finger tasteten Feuchtigkeit, fast schon N├Ąsse, er f├╝hlte wie die Vorfreude ihren Verstand ausschaltete. Er hatte es nie ganz begriffen, wie v├Âllig hirnlos die Weiber wurden, wenn man sie nur richtig anfasste. Wie besinnungslos sie aufschrien und mehr wollten, immer mehr.
"Gef├Ąllt dir das, du kleine Hure?" Fl├╝sterte, knurrte er in ihr Ohr.
Antwort. St├Âhnen.
Sie zerfloss um sein Handgelenk und ihr Becken schob sich ihm voller Bereitschaft entgegen.
Er war hart.
H├Ąrter als ihm angenehm war.
An dieses peinliche Gef├╝hl w├╝rde er sich nicht gew├Âhnen. Ein letzter Rest Selbstrespekt meldete sich in seinem Hirn. Die Stimme fl├╝sterte aber nur, kapitulierte schlie├člich. Diese Frau erregte ihn ma├člos. Sie war so absto├čend, dass man sie nur benutzen konnte. Er packte sie an den Haaren, und stie├č in sie.
So hart er konnte.
Leiser Schrei, immer fester, Elisabeth verkrampfte sich unter ihm. Sie hielt die Augen geschlossen und keuchte vor Verlangen und Ergebenheit. Er lie├č nicht ab von ihr, bis sie ihren H├Âhepunkt aus sich herausw├╝rgte.
Er dauerte lange.
Fast eine Minute, stellte er ├╝berrascht fest.
Er wollte nich mehr denken.
Also kam er.
Ruckartig, bis der letzte Tropfen Hoffnung in sie floss und nur noch Trauer in ihn zur├╝cksickerte. Langsam sank sein K├Ârper auf sie hinab. Seine Lippen ber├╝hrten ihren Hals.
Beinahe z├Ąrtlich.

"Ich muss jetzt gehen, Geliebte." H├Ârte Elisabeth Jack hauchen. Sie wusste, dass er sie nicht liebte, und dass sie ihm das Geld geben musste. Sie tat es gern f├╝r ihn, und er hatte ihr Dinge beigebracht, f├╝r die sie ihm dankbar war. Die Sehnsucht nach ihm hielt sie lebendig. Dieser sch├Âne Mann begehrte sie. Einen Hauch von Liebe gestattete er ihr. Ihrer Leere wich Anbetung.
F├╝r den Moment.
Sie lie├č ihn wieder gehen. Tief in ihr wusste sie, dass er eines Tages zur├╝ckkommen und sie auch lieben w├╝rde.
Beinahe.

Version vom 01. 01. 2010 19:57
Version vom 01. 01. 2010 21:16
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Nici
One-Hit-Wonder-Autor
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Ich freue mich ├╝ber Kommentare und Verbesserungsvorschl├Ąge! Im erotischen Schreiben bin ich noch nicht so ge├╝bt und w├╝rde gern wissen wie mein Text ankommt :-)

Liebe Gr├╝├če

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EviEngel
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Ich finds sch├Ân.
Uahaha, gruselig, aber sch├Ân.
Schwer zu lesen, weil du einige Grundregeln nicht beachtet hast. Ich bin auch nur Laie und erhebe keinen Anspruch auf Besserwisserei:

"Dieses Zeichen steht zum Beginn einer w├Ârtlichen Rede und dieses" am Ende einer w├Ârtlichen Rede.

'Dieses Zeichen steht vor dem Beginn eines w├Ârtlichen Gedankens und dieses Zeichen: ' am Ende eines solchen.

Die Zeit, in der das St├╝ck geschrieben ist, sollte durchg├Ąngig die gleiche sein.

Dann Abs├Ątze:

quote:
"Ich m├Âchte dich bald wieder sehen."
Die Geliebte r├Ąkelt sich wie ein toter K├Ąfer auf dem R├╝cken. Ihre verfaulten Z├Ąhne blecken ein L├Ącheln. Bef├Ârdern etwas zu Tage was besser in der Nacht geblieben w├Ąre. Ein ekelerregender Geruch nach fremden Sperma str├Âmte durch das verrauchte Zimmer und Jack wollte fliehen.
Er blieb jedoch wie angewurzelt stehen, so als h├Ątte ihn das Grauen, das wie dumpfer Schmerz im Raum hing, gefangen genommen. Nichts w├╝rde ihn dazu bringen, dieses Weib nochmal zu ficken.
Dachte er.
Er wollte Elisabeth nicht im geringsten was tun.
Nicht sehen.
Gleichzeitig seine Z├Ąhne in ihr weiches Fleisch hauen und mit tausend Bissen ihre Seele entzweien.
Sie war sein Feind, seine Muse und sein Tod. In ihrer N├Ąhe f├╝hlte er wieder. Keine sch├Âne Frau kann ihn lebendig machen, keine Sch├Ânheit dieser Welt aufwecken.
Er braucht den Abgrund, um zu leben. Er ├Âffnet ihn und l├Ąsst ihn f├╝hlen, wo sonst nur Taubheit, Leere und Sinnlosigkeit seine Seele bet├Ąuben.

btw: wie kann er am (Mund-)Geruch fremdes Sperma feststellen? Reicht nicht 'Sperma'?

So w├╝rde ich Abs├Ątze einbauen. Der Text ist relativ schwere Kost, wenn die S├Ątze so hintereinander stehen, wirds noch schwieriger.
Aber ist sch├Ân, dein Text.

Gru├č Evi
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Nici
One-Hit-Wonder-Autor
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Hallo Evi,

freue mich sehr ├╝ber deine Antwort/Kritik!
Stimmt, ich habe die Regeln ganz sch├Ân mit F├╝├čen getreten- im Nachhinein gesehen dachte ich mir dann schon, dass das wohl nicht so gut kommt- ├╝berhaupt f├╝rs Verst├Ąndnis. Der Inhalt ist ohnehin schon so schwer verdaulich, ich k├Ânnte dann durch einheitliche Zeit und richtiges Zitieren das Lesen vereinfachen. Werde mir den Text nochmal vornehmen.

Das mit dem Sperma hab ich nicht ganz verstanden. Du meinst, "fremdes" Sperma ist nicht von eigenem unterscheidbar - leuchtet mir ein soweit. Also w├╝rdest du "fremd" weglassen, oder? Obwohl mir ja schon M├Ąnner erkl├Ąrt haben, dass sie "fremde M├Ąnner" in ihrem Schlafzimmer riechen k├Ânnten.

Ach ja, mir f├Ąllt es selbst schwer, den Text nochmal zu bearbeiten, weils mir selber graust :-). Aber ich werde mich jetzt h├╝ten, den eigenen Text zu interpretieren. W├╝rde jetzt viel lieber ein M├Ąrchen schreiben.

Danke nochmal f├╝r die Kritik und werde auf alle F├Ąlle etwas ber├╝cksichtigen !

Mich w├╝rde noch interessieren, welche Gef├╝hle ich beim einen oder anderen ausl├Âsen konnte/nicht konnte. Wenn sich wer die M├╝he macht, das ganze zu lesen. Versteh, dass das nicht ganz leicht ist.

Lieben Gru├č

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EviEngel
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Hi, Nici,

bissi was hast du ja schon ge├Ąndert

Ich w├╝rde 'fremdes' weglassen.
Wenn du gerade dabei bist, ├ťberfl├╝ssiges weg zu lassen: schau doch mal nach ├╝berfl├╝ssigen Adjektiven und nach noch mehr F├╝llw├Ârtern.



Gru├č Evi
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Nici
One-Hit-Wonder-Autor
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Na geh, die finde ich ja grad so nett !
Ok. Werd nochmal bald die richtige Gelegenheit ergreifen, um den Text auf ├╝bersch├╝ssiges und gelegentlich verwirrendes schriftstellerisches Material zu untersuchen und aufgesp├╝rte W├Ârter penibel und radikal rausstreichen *g*
Die " " sind ja schon drin, hab bei der Gelegenheit ein paar Bildchen reingepackt, war wohl etwas zuviel - also dann, auf ein neues - das artet in Arbeit aus ;-)

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