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Leselupe.de > Kurzprosa
Beitrag zum Thema Dreieck
Eingestellt am 21. 04. 2005 03:37


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nachtfalter
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An einem andern Breitengrad

ich stand auf und hielt mich dabei an der Tischkante fest, ich stand auf mit der sp├╝rbaren Last eines K├Âpers, der mir ein Schutzwall georden war, Fett f├╝r die Seele, sonst nichts und ich sch├Ąmte mich, ohne zu wissen, warum und wof├╝r.
Ein K├Ârper, der rasch und zuverl├Ąssig reagiert, rascher als man wei├č, so ich gegen mich, indem ich handle, f├╝hle,lieber nicht. In diesem K├Ârper bin ich nicht zu Haus, nirgends. Vielleicht an einem andern Breitengrad---
Eines Nachmittags stand ich wie beschrieben auf,nachdem ich vor einem wei├čen Blatt Papier, das vor mir auf dem Tische lag, gesessen war; das Blatt blieb unbeschrieben, wei├č und hart. Schade um die B├Ąume. Ich erhob mich langsam, leer wie dieses Blatt Papier, vom Tisch, welcher sich in der Mitte des kleinen Raumes befand, der mir geliehen war, ein Raum, den ich seit Jahren nicht bewohnte,da und nicht da war und die dienstfreie Zeit mit dem Anstarren von leeren Bl├Ąttern verbrachte. Mit dem trostlosen Anschaun von im zeitlichen Rhythmus der Jahresz sich ver├Ąndernde Bl├Ątter, die an der Kastanie vor dem Fenster hingen oder eben abfielen,lagen. Zur├╝ckgeworfen war ich dann auf mich selber, worauf? Die dienstfreie Zeit, die ich so erwartet hatte, wirkte sich aus wie eine Strafe. Ein breites Fenster, dessen Rahmen aus Kunststoff bestand, gab den Blick frei auf eben jenen Kastanienbaum, ich mocht ihn nicht, er war gro├č und verbreite viel Schatten. Es war mein Baum nicht, nicht mein Ort.
Eine zerm├╝rbende Art Leben ist das gewesen, Jahre. Auch ein Hof war von meinem Fenster aus zu sehen, welcher durch die h├Ą├člichen Mauern der angrenzenden Pavillions gebildet wurde.
In der Mitte des Hofes ein h├Ą├člicher, aus roten Ziegeln hoch gemauerter Schlot der Gro├čk├╝che, Baracken diesen umgaben. Ich ging ein paar Schritte, zwei oder drei, Richtung Fenster und ├Âffnete die sich rechts befindliche Terssent├╝re. Auf der von grauen Betonw├Ąnden umrahmt sich befindlichen Terasse lag welkes Laub vom vergangenen Winter, Staub und einige Taubenfedern. In niccht allzu weiter Ferne waren Berge zu sehen, die Vorhut von noch viel gr├Â├čeren Gebirgen, welche um diese Kleinstadt standen und eine Hauptstra├če durch diese Stadt, die sich mit einer andern Stra├če verband, die f├╝hrte dann in die n├Ąchstgr├Â├čere Landeshauptstadt, eine mit Br├╝cken ├╝ber den Flu├č, auch Gartenstadt genannt, wo sich seit langem mini mundus befindet. Ein Grab in Annabichl ist auch dort.

Manchmal bin ich mit dem Auto in diese Stadt gefahren, einem kleinen, roten; passierte die nahe Grenze, um mich im n├Ąchstgelegenen kleinen Marktflecken Tarvis aufzuhalten. Einmal fuhr ich anders, n├Ąmlich ├╝ber das Dreil├Ąndereck ins Slowenische. Ich hielt an, ging ein St├╝ck bergauf und setzte mich auf einen h├Âheren Berg auf einen vom Sitzen ausgeh├Âhlten Stein. So sa├č ich in diesem Dreil├Ąndereck, die Langeweile, die Schwester des Ungl├╝cks hatte sich unmerklich verzogen; am Himmel erschienen sich st├Ąndig ver├Ąndernde Wolkenformtionen: das dreieckige Auge Gottes starrte mich an und ich starrte zur├╝ck.
M. Sch.
__________________
MargareteSch.

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