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Leselupe.de > Gereimtes
Bekehrung - für Pen
Eingestellt am 26. 05. 2003 20:27


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mc poetry
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Bekehrung

An einem Steig der U-Bahn,
da sprachen 2 Mormomen:
"Gott möchte in dir wohnen."
Aber eh sie sich vesahn'n,
war gezogen schon ihr Zahn,
"ich bin des Zweifels Advokat,
das Unwissen des Geistes Saat -
und empfehl ein Buch von Feynman."

Richard P. Feynman: Was soll das alles?
Gedanken eines Physikers.

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Penelopeia
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Hallo Michael,

leider hab ich keine Ahnung von Feynmans Buch, aber die Physik halte ich schon für einen Weg, um in Glaubensfragen zu einem klaren Standpunkt zu kommen! (Gerade unter Physikern finden sich sehr interessante "Welterklärungstheologien", ich habe selbst ein bißchen mit dieser Spezies zu tun...)

Liebe Grüße

Pen.

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mc poetry
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hallo pen,

feynman war der protagonist der ungewissheit
und des zweifelns.
metaphysische religioese vorstellungen, so seine
argumentation, wuerden potentiell immer im
konflikt mit der wissenschaft stehen.

die hauptmotivation der wissenschaft sei die
unwissenheit, immer nur zu einem bestimmten
grad von etwas ueberzeugt zu sein, aber niemals
100%ig etwas zu glauben, was einem potentiell den
blick versperren wuerde.

so erklaert er warum viele in glaubensfragen
skeptisch werden, wenn sie anfangen physik zu
studieren.

natuerlich gibt es auch andere und physiker koennen
nichts dazu sagen warum die naturgesetze so sind wie
sie sind. roger penrose hat gezeigt, dass kurz nach dem
urknall ein universum wie das unsere, in dem sich leben
entwickeln konnte mit 1 zu 10 hoch 10 hoch 128 (glaubich)
absurd unwahrscheinlich war.

darin mag man einen sinn sehen oder nicht.


liebe grueße, michael





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Penelopeia
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Protagonist der Ungewissheit...

Hallo Michael,

sehr interessant, Deine Ausführungen zu Feynman. Aber der Gedanke eines Zusammenhangs zwischen Kenntnis von Naturgesetzen und Unglaube erscheint mir undifferenziert. Im Gegenteil hat das Studium der Naturwissenschaften viele Wissenschaftler auf die Wege - und leider auch oft Irrwege - verschiedenster Glaubensrichtungen, also von "Welterklärungstheologien", geführt. Du lieferst mit der Wahrscheinlichkeitsangabe für die Entstehung des Universums nach dem Urknall selbst eine gute Ausgangsposition für Spekulationen, Hypothesen, Theorien, Theologien...

Hegel hat in seiner Antrittsvorlesung beispielhaft darauf hingewiesen, daß sich Glaube und Wissen nicht ausschließen. Allerdings dachte er beim Begriff "Glauben" auch weniger an diverse Mysterien wie "unbefleckte Empfängnis", "Auferstehung", "Himmelfahrt" etc....

Beispiele für das symbiotische Wechselspiel, also das durchaus einander ergänzende, harmonische Zusammenwirken dieser zwei scheinbär konträren Lebenshaltungen, finden sich viele. Nennen möchte ich nur noch B. Spinoza. Lohnt sich immer noch, dessen Geschichte und Ansichten zu studieren!

Liebe Grüße

Pen.

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mc poetry
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hallo pen,

mit philosophen kenne ich mich leider nicht so gut
aus und man kann sicher immer fuer beide standpunkte
beispiele oder protagonisten finden.

ich denke mir halt die kirche muss im laufe der zeit ein mysterium nach dem anderen wie himmelfahrt oder adam und eva fallenlassen,sobald sich das wissenschaftlich als zu absurd herausgestellt hast.

man muss generell sehr misstrauisch sein. die
bibel wurde von menschenhand geschrieben und die gottesbiographie (bestrafender gott im alten testament,
verzeihender im neuen) scheint mir eher eine menschliche
als eine goettliche zu sein. was passiert mit denen, die
das pech der fruehen geburt hatten?

die bibel sagt nichts ueber evolution und nicht viel zum status der tiere, eben weil man damals nichts davon wusste.

zen-buddismus ist da besser (nichts ist wie es scheint und auch das ist nicht so usw. ..), aber ich glaube auch nicht
an wiedergeburt (es leben im moment mehr menschen als vorher zusammen, gibt es also "neue" seelen?)

daher muss man skeptisch sein gegenueber jeder religion
oder ideologie.

liebe grueße, michael


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