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Leselupe.de > Gereimtes
Bekennen2
Eingestellt am 16. 01. 2002 06:34


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peto-berlin
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Ein erster Schritt ist sich bekennen,
Das Problem beim Namen nennen.
Die Hilfe einfach mal anzunehmen
und sie nicht gleich abzulehnen.

Kannst du jemandem vertrauen,
hilft es dir weiter zu schauen.
Nimm die HĂŒrde, diese Erste,
denn sie ist die allerschwerste.

Dieser Schritt erfordert so viel Mut,
weil herausbricht deine Wut.
Die sichtbar macht den ganzen Schmerz,
der zerbrach dein edles Herz.

Die Frage beantworten was ich will,
stell sie dir allein ganz still.
Wohin soll meine Reise gehen
und will ich wirklich alles sehen?

Du kannst auch weiter schweigen,
brauchst deine GefĂŒhle nicht zu zeigen.
Kannst dich weiterhin belĂŒgen,
damit dich immer selbst betrĂŒgen.

Deinen Schmerz kannst du betÀuben
und dich so dagegen strÀuben.
Scheinbar geht es dir damit gut,
langsam erlischt dein Lebensmut.

Du wirst verlieren deine Lebenskraft,
es sei denn, du hast es bald geschafft.
kannst einmal deine GefĂŒhle zeigen,
um diese HĂŒrde zu ĂŒbersteigen.

peto- Berlin, 15.01.2002
__________________
Ich nehme nicht in fĂŒr mich in Anspruch perfekt zu sein. peto-berlin, anno 2002

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Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

lieber peter,
ein sehr guter text..
und egal welches problem es ist..es muss erst einmal wohl erkannt..werden..und wohl dann, das man SO nicht weitermachen WILL.
Seinem leben wieder einen sinn gibt...und wieder anfÀngt zu LEBEN.
Schön.wenn dann jemand da ist,der unterstĂŒtzt..
GefÀllt mir deine auseinandersetzung mit diesem thema.
lG
(danke auch fĂŒr den gruss auf ninas site hat mich gefreut.)
Sanne

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peto-berlin
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Hallo Sanne, danke fĂŒr dein Lob. Ja mir ging es ja auch so. Das Problem benennen und damit klar sichtbar machen, war der erste Schritt. Der Zweite ganz Wichtige, die Hilfe nicht abzulehnen. Ich denke nur so kanns funktionieren, sein Gleichgewicht wieder zu erlangen. Naja und aller guten Dinge sind drei und das wĂ€re die Person des Vertrauens.
Sollte diese als meine These herausgeben, wie man sein Gleichgewicht wiedererlangt?

GrĂŒĂŸe aus Berlin
__________________
Ich nehme nicht in fĂŒr mich in Anspruch perfekt zu sein. peto-berlin, anno 2002

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loona
Wird mal Schriftsteller
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Hallo Peter aus Berlin ;-)

ein nettes Gedicht. Technisch hab ich einige Anmerkungen:

>Ein erster Schritt ist sich bekennen,
Das Problem beim Namen nennen.
Die Hilfe einfach mal anzunehmen
und sie nicht gleich abzulehnen.<

FlĂŒssig, bis auf das "mal" in Zeile 3, zumal es so eine AnhĂ€ufung von umgangssprachlichen FĂŒllwörtern ist.

>Kannst du jemandem vertrauen,
hilft es dir weiter zu schauen.
Nimm die HĂŒrde, diese Erste,
denn sie ist die allerschwerste.<

Die ersten beiden Zeilen sind inhaltlich schwer verstĂ€ndlich. Eigentlich ist doch der Standpunkt schon gegeben, jemandem zu vertrauen, warum also weiter schauen (suchen war meine erste Assoziation, aber das ist es gar nicht)? Auch das mit der 1. HĂŒrde sehe ich *vor* dieser Strophe, nĂ€mlich in dem Vertrauen-Können. Inhaltlich widersprĂŒchlich also. Zumal nicht so ganz deutlich wird, welches diese von Dir angesprochene erste HĂŒrde ist.

>Dieser Schritt erfordert so viel Mut,
weil herausbricht deine Wut.
Die sichtbar macht den ganzen Schmerz,
der zerbrach dein edles Herz.<

Ist das nun eine Strophe die sich auf die vorige oder die nÀchste bezieht? Welcher "Dieser Schritt"? Das "edle Herz" fÀllt, weil pathetisch, in diesem sehr pragmatischen Text auf. GerÀt vielleicht zur Phrase?

>Die Frage beantworten was ich will,
stell sie dir allein ganz still.
Wohin soll meine Reise gehen
und will ich wirklich alles sehen?<

Entweder die letzten beiden Zeilen als direkte Rede "..." aber noch viel besser wĂ€re es wohl, diesen Sprung vom Du zum ich zu vermeiden. Bisher war das Gedicht direkt an einen EmpfĂ€nger gerichtet, jetzt löst sich die Distanz von Autor und Sprecher auf. Rhythmisch böte es sich außerdem an, in den beiden letzten Zeilen eine Silbe zu sparen, zB "Wohin soll die Reise gehen? / Willst du wirklich alles sehen?"

>Du kannst auch weiter schweigen,
brauchst deine GefĂŒhle nicht zu zeigen.
Kannst dich weiterhin belĂŒgen,
damit dich immer selbst betrĂŒgen.<

Inhaltlich ein Hammer. Warum diese Möglichkeit aufzeigen? Das kommt auf einmal als Vorwurf im Voraus daher (und eigentlich auch als "Nachtreten") Sprachlich auch eine sehr schwache Strophe, der Rhythmus geht verloren.

>Deinen Schmerz kannst du betÀuben
und dich so dagegen strÀuben.
Scheinbar geht es dir damit gut,
langsam erlischt dein Lebensmut.<

Gilt eigentlich fast dasselbe wie eine Strophe zuvor, der Rhythmus funktioniert besser ("geht's" in Zeile 3?) - aber fĂŒr diese beiden und die nĂ€chste Strophe

>Du wirst verlieren deine Lebenskraft,
es sei denn, du hast es bald geschafft.
kannst einmal deine GefĂŒhle zeigen,
um diese HĂŒrde zu ĂŒbersteigen.<

gilt: zuviel Moral, zuviel Negatives, ein Kontrast zum Anfang. Geht es also insgesamt nur um eine einzige HĂŒrde? Um die des Vertrauen-Könnens? Es bleibt bei intensivem Lesen undeutlich, was genau Deine Aussage in diesem Gedicht ist (zuviele Kompromisse zugunsten des Reims?) Eigentlich hatte ich nach dem Beginn eine Reihung von Schritten erwartet, konsequent positiv und zielgerichtet. Es ist natĂŒrlich auch möglich, die ZustĂ€nde und Ausweichmanöver anzuprangern, dann wĂ€re es sicherlich geschickter, sie an den Anfang zu stellen (IST-Zustand) und zum Ende hin aufzulösen (KANN-Zustand), das entsprĂ€che der Überschrift auch viel mehr - Das Bekenntnis als Auflösung des Ist-Zustands (die letzten beiden Zeilen, die das Gedicht jetzt beschließen haben keine Chance gegen die vorherigen Strophen, das zu leisten)

Eine klare Linie und ein Konzept können Deine (gute) Idee unterstĂŒtzen und sehr viel mehr deutlich machen, als es der derzeitige Zustand aus aneinandergereihten aber unsortiert erscheinenden Gedanken tut.

Frohes Schaffen noch.

und Gruß

loona

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peto-berlin
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Hallo Ioona, danke fĂŒr deine ausfĂŒrliche Auseiandersetzung.
Also In der ersten Strophe das mal ist gestrichen.
Zur zweiten Strophe. Einem zu vertrauen und sich ihm mitzuteilen, das kostet eine enorme innere Überwindung. (Eben eine innere HĂŒrde) Sein Problem zu benennen, das heist nur zu jammern, wie schlecht es mir geht oder das es garnicht mehr geht, ist stellt kein schweres Hindernis dar, das machen wir mitunter tag tĂ€glich. Aber sich mit diesem Problem an jemanden wenden, konkrete hilfe zu suchen,sein Problem sich zeigen zu lassen, daß ist der schwerste Schritt. Und wenn er denn vollzogen ist, kann der Vertraute (auch evt. ein Therapeut, eine Lösung anbieten, eine Vision entwickeln, das heist man sieht weiter, als man es beim bloßen Benennen macht.
Die nĂ€chste bezieht sich auf die Vorangegangene. Ich weiß nicht, ob du jemals in einer Therapie warst, wo dir der Schmerz sichtbar gemacht wurde?
Sich jemandem anvertrauen, da gehört schon Mut dazu, seine innere Not zu zeigen. Ich glaube alle, die es einmal hinter sich haben, verstehen es auch ohne große ErlĂ€uterungen.
Das Herz es ist das edelste Gut, daß wir haben, ohne dieses wĂŒrden wir ja nicht schreiben. Edeles ist teuer, eben etwas aussergewöhnliches und das Herz sollte uns teuer sein, Aber auch das habe ich geĂ€ndert, falls nicht alle dieses nachvollziehen können.
Die Frage was ich will..... letzten beiden Zeilen auch geÀndert.
Was die nĂ€chsten Strophen betrifft, so ist es meine Erfahrung, die meisten belĂŒgen und betrĂŒgen sich selbst, anstatt Hilfe anzunehmen und damit den Ausweg zu sehen.
Ich meinte man kann auch den scheinbar einfacheren Weg nehmen, um mit allem fertig zu werden. Oder Weglaufen vor dem Problem, oder sich im warsten Sinne des Wortes betĂ€uben. Nun Moral ist es nicht, es sind auch meine Erfahrungen, die ich gemacht habe, indem ich mein Problem sichtbar machte, meine HĂŒrde ĂŒberstieg, meinen Schmerz sah. Am Ende ist es so, entweder Lösung oder Aufgeben. Und was den Kontrast betrifft, der ist gewollt, um dieses deutlich zu sagen. Nur die Überwindung seiner selbst, kann das Problem zur Lösung bringen, oder man wird es nie schaffen.
An bei poste ich mal den Entwurf der neuen Fassung
Bekennen2
Ein erster Schritt ist sich bekennen,
Das Problem beim Namen nennen.
Die Hilfe einfach anzunehmen
und sie nicht immer abzulehnen.

Dieser Schritt erfordert viel Mut,
weil herausbricht deine Wut.
Die sichtbar macht den ganzen Schmerz,
der zerbrach das eign'es Herz.

Die Frage beantworten was ich will,
stelle sie dir allein, ganz still.
Wohin soll deine Reise gehen,
willst du wirklich alles sehen?

Du kannst auch lÀnger schweigen,
brauchst dein Innerstes nicht zu zeigen,
wirst dich weiterhin belĂŒgen
und dich damit selbst betrĂŒgen.

Deinen Schmerz kannst du betÀuben
und dich so dagegen strÀuben,
Scheinbar geht's dir damit gut,
langsam erlischt dein Lebensmut.

Hast du dich erstmal anvertraut,
wird eine Mauer abgebaut.
Die deine Seele einst umringt,
es dir neue Kraft dann bringt.

__________________
Ich nehme nicht in fĂŒr mich in Anspruch perfekt zu sein. peto-berlin, anno 2002

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