Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂĽssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92195
Momentan online:
276 Gäste und 19 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Belehrung
Eingestellt am 11. 09. 2003 10:32


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Talarmar
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2003

Werke: 88
Kommentare: 345
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Belehrung

„Konrad“, sprach der Herr Minister,
„glotz nicht länger nach der Torte.
Diese SpieĂźer und Philister
brauchen wir, merk dir die Worte,
die Dein Vater zu Dir spricht.
Denn ohne diese geht es nicht.

Dass wir fröhlich sind am kacken,
weil wir gerne Kuchen naschen,
stets mit voll gestopften Backen,
ständig Plätzchen in den Taschen,
die wir dem GeschmeiĂź fortnehmen,
keinen Grund sich was zu schämen.

Denn gerade fĂĽr unser gutes Leben
gibt eifrig der Prolet die Kraft.
Er ist immer nur am Streben
und jede Arbeit wird geschafft.
Er wird das alles gerne schlucken
ohne ständig aufzumucken.

DafĂĽr hat er seinen Glauben
und den Kopf fĂĽr seine MĂĽtze.
Wenn wir ständig ihn berauben
merkt er’s nicht, weil darin Grütze.
Denn fĂĽr Kirche und Obrigkeiten
geht er gern freiwillig streiten.

Selten auf dem Feld der Ehre,
doch ist es nicht auszuschlieĂźen.
Wir bauen ständig doch Gewehre,
um Querulanten zu erschieĂźen.
Zermalmten diese RAFraktionen,
so etwas darf man nicht verschonen.

So wie damals in „Bad Kleinen“,
da hat es prächtig funktioniert.
Selbstmord sollten alle meinen
und es klappte wie geschmiert.
Kein Mensch hat etwas gerochen,
selbst Gutachter die waren bestochen.

Eigener Herd ist Goldes wert.
Denn kommen wir mit der Steuersäge,
sind solche SprĂĽche nie verkehrt
und der Bürger bleibt auch träge.
Sitzt er dann bei Herd und Feuer,
denkt er nicht mehr an die Steuer.

Der BĂĽrger hat Gesetz und Glaube
auch wenn ihm öfters was missfällt.
Doch wir haben die Steuerschraube,
kassieren nach wie vor sein Geld.
Solange wir weiter sind am prassen,
darf er im Stillen uns auch hassen.

Mein Sohn Du hast es ja geseh’n,
es gibt kaum mucken oder maulen.
Selbst bei der Agenda zwanzig zehn
brĂĽskieren sich letztlich nur die Faulen.
Doch auch nur hinter ihrer Hand,
wenn sie anstehen beim Arbeitsamt

Deutsche Michel und Proleten,
sind die Creme fĂĽrs Vaterland.
Denn fĂĽr Arbeiten und Beten,
braucht man selten mehr Verstand.
Jetzt mein Sohn, greif nach der Torte
und merke Dir immer diese Worte!“

©RT



__________________
"Die historische Wahrheit ist ein Mädchen, das man vergewaltigen kann, Hauptsache man macht ihr schöne Kinder" Alexandre Dumas

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


ZurĂĽck zu:  Gereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!