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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Berlin, abends, Großer Saal
Eingestellt am 28. 03. 2009 21:53


Autor
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Carlo Ihde
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Apr 2007

Werke: 68
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Gestern abend, Berlin, große Glasfronten, Holzinventar, Waschbeton, und auffallend und erschreckend viele gut gekleidete Leute. Die Kulturelite präsentierte sich bei der deutschen Erstaufführung von Steve Reichs "Double Sextett".

Im Foyer starrte ich etwas überfordert und überreizt auf den Schiefer-Fußboden, dann wieder auf die Leute, viele Frauen mittleren Alters mit mittelkurzen, grauen Haaren und auf "Ethno" gemachten Klamotten.

Viel englischsprachiges Publikum, denen sich der Humor in der genuin angloamerikanischen Musik genauso erschloss, wie ich hoffte und merkte, dass er sich mir erschloss.

Aber so viele Menschen, gekleidet in ihre Entwürfe falscher Genüsslichkeit, so viel Kulturhohn und sachlich rationalistische Exklusivität.

Ich betrank mich, im Foyer der Berliner Festspiele, rauchte mir draußen in der Pause "die da drinnen" weg, so als gäbe es nichts, was an menschlich Überkommenem sich jemals so leicht wegrauchen ließ.

Die Musik rettete mich vor den anderen Zuhörern und brachte mich nach Hause.
__________________
"Wenn ich mir die Sehe zuhalte, kann ich nichts mehr augen. War selbst, merkste doof, nich?"

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Nötigung

quote:
Die Musik rettete mich vor den anderen Zuhörern und brachte mich nach Hause.
Eben.
Darum sollst du jetzt endlich einmal etwas Neues einstellen! Und zwar bei uns.

Spornende Grüße
Heidrun

Wer Herrn Carlo noch nicht kennt, der möge sein "gereimtes Gedicht für verkrampfte Zeitgenossen" inhalieren (Diskussionsforum Archiv) mit all seinen herrlichen Kommentaren.
Mir ist deswegen gestern ganz wehmütig ums Herz geworden, weil dieser Beitrag eine so kurzweilige Forenzeit widerspiegelt, voller Esprit und eleganten (!) kleinen Florettstichen ...

Ob es wohl noch einmal sooo schön werden wird? *seufz)


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