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Leselupe.de > Ungereimtes
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Eingestellt am 25. 06. 2006 14:34


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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Lehne deinen Kopf gegen den Baum
und lÀchle mir ins Herz, sagst du.

Das Wurzelwerk zwingt dich zur Achtsamkeit.

Der schmale Weg erlaubt uns
gerade noch ein Nebeneinander.

Das Wortgeklingel gleitet hin und her
zwischen uns,
aber ich höre den Grundton,
der jede Silbe durchwÀrmt.

Bei Sonnenaufgang kann man den
Jubelakkord hören, sagst du.
BestÀndig eilt er um die Erde
und cirka jede vierundzwanzigste Stunde
erreicht er auch dich.

Er keltert dein Blut zu Wein.
Lass uns voneinander kosten,
sagst du.
LĂ€chle mir ins Herz.






__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Prosaiker
Guest
Registriert: Not Yet

quote:
Das Wortgeklingel gleitet zwischen
uns hin und her,

ich wĂŒrde diese worte folgendermaßen umstellen:

quote:
Das Wortgeklingel gleitet hin und her
zwischen uns

- der musikalitÀt wegen.
ansonsten ein hĂŒbscher kleiner text.
vg,
Prosa.

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NewDawnK
???
Registriert: Sep 2005

Werke: 156
Kommentare: 2423
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Hallo Vera-Lena,

Dein Gedicht schlĂ€gt eine sehr schöne BrĂŒcke zwischen der Sprache als solche und dem eigentlich Un-sagbaren.
Auch wenn Du hier teilweise Vokabular benutzt, das an Religion erinnert ("Achtsamkeit", "Blut zu Wein") - wird durch die Bilder etwas transportiert, das nur aus einem tieferen spirituellen Empfinden kommen kann. Dein Text spricht in jedem Fall mehr als nur den Verstand an. Bin beeindruckt.

Schöne GrĂŒĂŸe, NDK

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
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Hallo Prosaiker,

wahrscheinlich hast Du Recht, aber es fĂ€llt mir schwer, dieses "zwischen uns" etwas spĂ€ter zu stellen, weil dadurch fĂŒr mein GefĂŒhl, diese NĂ€he, welche diese Beiden zueinander haben, ein bisschen entfernter wird.
Vielleicht findest Du das ĂŒbertrieben, aber ich fĂŒhle es nun einmal so.

Aber, wenn ich mir das formal genau ansehe, dann ist Dein Vorschlag wirklich schlĂŒssiger. Deswegen werde ich ihn jetzt ĂŒbernehmen.

Danke fĂŒr Deine Antwort, Deinen Hinweis und auch das Lob!

Liebe GrĂŒĂŸe von Vera-Lena


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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
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Hallo NDK,

es freut mich, wenn ich etwas finden konnte, dass Dir durch die Bildhaftigkeit etwas mitzuteilen vermag.
Ich danke Dir sehr fĂŒr Deinen Kommentar!

Liebe GrĂŒĂŸe von Vera-Lena
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rosste
Routinierter Autor
Registriert: Jul 2004

Werke: 85
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dein text ist reif, ehrlich und konkret.
"Blut zu Wein" - das hat noch keiner geschafft.
johannisbeeren, sauerkirschen, Àpfel und schlehen - daraus lÀsst sich wein machen.
was mir viel besser gefÀllt: "Lehne deinen Kopf gegen den Baum" - da trifft natur gegen natur, pflanzliche gegen tierische zellen
"herz, lÀcheln und wurzelwerk" sind so fundamentalistisch, dass ich mich frage: spricht hier nur der intellektuelle dichter oder lieber die "wahre lene"

quote:
Das Wortgeklingel gleitet hin und her
zwischen uns,
aber ich höre den Grundton,
der jede Silbe durchwÀrmt.
- hier besser ... und ich höre den Grundton...
die große liebe fehlt wahrscheinlich, weil "sagst du" so viele zweifel aufwirft
lg

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