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Leselupe.de > Ungereimtes
Besinnung
Eingestellt am 17. 01. 2003 19:54


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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Besinnung

Fr├╝her, als du es gedacht,
ist der Winter aufgewacht,
legt in seine wei├če Truhe
Haus und Garten sanft zur Ruhe,
tief verh├╝llt steht stumm die Welt
unter grauem Himmelszelt.

Und du denkst, es sei das Leben
hoffnungslos dahingegeben.
Nein, der Wald verharrt so stille
unter seiner Winterh├╝lle,
dass die Sommerbilderflut
ihm aufleuchte, wenn er ruht.

Ihm erwacht erneut zum Leben,
was ein Jahr lang ihn umgeben:
Vogellaut und Glanz der Beeren
und am Waldesrand die Ähren,
wogend von der Windsbraut Jagen,
und auch manche Raupenplagen.

Wenn er alles angeschaut,
wenn ihm alles tief vertraut,
ruht er aus f├╝r ein paar Wochen.
Ist das Erdreich aufgebrochen,
weil der Fr├╝hling es befeuchtet,
sprosst er wieder, w├Ąchst und leuchtet.



__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Merkur
Guest
Registriert: Not Yet

Eine sch├Âne Metapher f├╝r das Auf und Ab im Leben ...

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Waldemar Hammel
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Registriert: Dec 2002

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Ach vera-lena, beneidenswert!
Du hast einfach den romantischen Blick, den ich fr├╝her in meiner Jugend auch hatte (bis auf "Raupenplagen"), und irgendwann dann verlor.

F├╝r mich ist die Flora eine riesige Assimilationsmaschine, nicht weniger bewundernswert in ihrer Leistung und in ihren feinst-getunten Mechanismen, aber eben leider nicht mehr so romantisch. (zuviel Wissen gegessen, und das verdirbt die Tr├Ąume).

Aber nur Metapher. Oder? (Denn auch der Wald selbst hat seinen ganz unmetaphorischen Wert.)

Das Auf und Ab im Leben, wie mein Vorredner formulierte, erlebe ich nur nebenbei. Der Motor dahinter ist die Notwendigkeit der st├Ąndigen Wandlung. Alles mu├č sich stets ver├Ąndern, wenn es leben oder sogar nur dasein will, aber, von anderer Warte aus gesehen, bleibt alles immer gleich.

Alles besteht immer nur aus Augenblicken, und keiner dauert lange genug um ihn ausreichend zu genie├čen. Stattdessen ist es ein endloses Kaleidoskop von raschest sich abl├Âsenden Augenblicken, einer sch├Âner als der andere (die Welt ist wunderbar!), aber kein einziger von Dauer.
Ich mu├č mich auch heut noch immer zusammenrei├čen, um an der Verg├Ąnglichkeit von Allem und Jedem nicht eigentlich zu verzweifeln.

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Merkur
Guest
Registriert: Not Yet

Notwendigkeit der st├Ąndigen Wandlung

Das w├Ąre in meiner Sprache das Wachstum eines Menschen ... Aber bei allem Wachstum gibt es auch die Notwendigkeit des Best├Ąndigen, denn nur daraus k├Ânnen tragende S├Ąulen wachsen.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Besinnung

Lieber Waldemar,

Stillstand bedeutet Tod, das sehe ich auch so wie Du. Ich bin aber so gl├╝cklich in Europa zu leben, weil ich allein durch den Wechsel der Jahreszeiten alles immer wieder neu erleben kann, und ich bin von jedem Fr├╝hling, Winter u.s.w. wieder neu berauscht, als erlebte ich das zum ersten Mal. Ja, jeder Sonnenaufgang ist wirklich wieder anders als der gestrige und wenn er vor├╝ber ist, freue ich mich schon auf den n├Ąchsten. Ich nerve auch jedes Jahr meine gesamte Familie damit, dass ich mich bereits im September nach deren Weihnachtsw├╝nschen erkundige, einfach weil ich mich schon wieder so sehr auf Weihnachten freue. Insofern ist mir die Verg├Ąnglichkeit gar nicht sonderlich bewusst. Alles erneuert sich ja immer wieder. Und wenn Du mein Gedicht „Danach“ lesen m├Âchtest, dann siehst Du, dass ich auch das Abschiednehmen von Verstorbenen in ├Ąhnlichem Licht sehen kann. Ich wei├č nicht, ob Dir das etwas n├╝tzt, ich wollte Dir nur auch von mir etwas mitteilen.

Lieber Merkur,

ganz sicher ben├Âtigt Wachstum best├Ąndige Komponenten. Der Baum braucht Feuchtigkeit und Sonne in gewisser, wenn auch schwankender Dosierung, sonst kann er nicht ├╝berleben, geschweige denn Bl├╝ten und Fr├╝chte hervorbringen.

Euch Beiden danke ich ganz herzlich f├╝r Eure freundlichen und ausf├╝hrlichen Kommentare zu meinem Text.

Liebe Gr├╝├če Vera-Lena

__________________
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margot
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 298
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ganz nett - aber phantasielos - wie ein ewiges nachbeten.

__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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