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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Beß Brenck Kalischer Die Mühle (Eine Kosmee)
Eingestellt am 01. 04. 2001 16:36


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Bernd
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Der Roman von Beß Brenck Kalischer ist außergewöhnlich und faszinierend.

"Es drängte, zuckte, schrie. Schwang. Kruste zersprang.
Langsam hob der Mittelpunkt der Erde eine Kristallmühle. Die Flügel kamen: wir sind gekommen der Erde das neue brot zu bringen. Jahrtausende hat uns die Tiefe gehegt. Geschlechter haben uns gepreßt. Kein Äderchen an uns ist ungeprägt. Wir sind die klare Kälte, die Sonne, die Sonne, Mond und Gestirne nicht mehr verkürzt. Ihr werdet euch sehen. Die Kirchhöfe eurer toten Augen werden sich öffnen. Ihr werdet euch sehen. Ihr werdet euch wiedersehen."

Das war der erste Abschnitt, und weitere in gleicher sprachlicher Genauigkeit und Seltsamkeit folgen.

Beß Brenck Kalischer lebte von bis 1878 bis 1933, davon einige Jahre in Dresden. Se arbeitete unter anderem als Rezitatorin.
"Die Mühle" ist ihr bekanntestes Werk und es wurde 1995 in der Edition Sirene neu herausgegeben.

Es ist ein sehr schönes Buch.
In einfach gestaltetem weißen Umschlag, dem Frakturschrift ein besonderes gepräge gibt.

Das Buch selbst ist ebenfalls in Fraktur gesetzt.
Das macht das Lesen zu einem besonderen Erlebnis.

"Wer nie unter der Uhr stand, war nie zeitlos, und es kommt darauf an, einmal Klang zu sein und nicht Zeiger".

Statt einer Inhaltsangabe habe ich ein paar Zitate gebracht.
Das erscheint mir angemessener, als einen sehr poetische Text auf drei Zeilen zu verkürzen.

Das Buch ist nicht billig. Bei 78 Seiten kostet es 42 Mark.

Wenn ich es trotzdem empfehle, dann nicht als "Wertanlage", sondern weil ich von ihm überzeugt bin.

Bernd

__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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