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Leselupe.de > Ungereimtes
Betrachtung Nummer 1
Eingestellt am 26. 10. 2004 15:27


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Fingo
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2004

Werke: 1
Kommentare: 2
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Betrachtung Nummer 1

Vorsichtig nehme ich dich in meine HĂ€nde, sanft, zart, und drehe dich behende. Mit meinen Fingerspitzen berĂŒhre ich dich ehrfĂŒrchtig und bin gebannt von deinem Wesen. Ich halte dich und meine Augen ruhen nur auf dir, lösen dich auf, fassen dich, vereinigen dich.

Noch bist du kalt, bald schon warm von meinen bedachten BerĂŒhrungen. Deine HĂ€rte wirkt abweisend, ich kann sie dennoch nicht wandeln und probierte ich es, so wĂŒrde ich dich zerstören, Neues schaffen, doch vernichten.

Keine Worte kommen ĂŒber deine Lippen, sie bleiben ewig verschlossen. Zu mir sprichst du durch mich und hilfst mir so mit mir selbst zu reden, zu erkennen wer und was ich bin.

Du bist perfekt in deiner RegelmĂ€ĂŸigkeit, denn deine Rauheit mĂ€ĂŸigt jede Regel, setzt dich ab, macht dich einzigartig, obgleich dich dies mit deinesgleichen und ĂŒberhaupt mit allem verbindet.

Schmutz bedeckt dein Äußeres, verhĂŒllt es, lĂ€sst es glĂ€nzen. Schmutz? Was ist das? Etwas, das wir nicht wollen, Dreck, schlecht scheint es uns! Weg damit! Es stört die Reinheit! Nein, nicht bei dir! Es passt, muss so sein, kann nicht anders. Schmutz ist eine Zier fĂŒr dich, gehört zu dir!

So alt wie ich bist du und gleichsam Àlter als ich zÀhlen kann.
Wir sind verbunden, wir sind eins!

Ich halte dich!


Ich kann dich nicht fassen!

Dein Wunder lÀsst mich schwanken!
Bin unfĂ€hig dir ein Kleid zu geben, dass dir nicht zu groß ist und zur selben Zeit deiner wahren GrĂ¶ĂŸe gereicht.

Lass ab von mir! Ich bin dir nicht gewachsen, dein RĂ€tsel bleibt bestehen auf immerdar!
Gehe! QuÀle mich nicht lÀnger, verschwinde, gib mich frei!!

Doch warte! Bin nicht ich es, der dich hÀlt?
So denn, lebe wohl!
Ich werfe dich weg.
Schottersteinchen.
__________________
"Nichts existiert aus sich selbst heraus in unabhÀngiger Weise oder mit einer eigenen innewohnenden IdentitÀt. Egal, welche identitÀt wir den Dingen geben, sie ist immer von der Wechselwirkung zwischen unserer Wahrnehmung und der Wirklichkeit selbst

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Denschie
Guest
Registriert: Not Yet

Hey Fingo,
fĂŒr mein Empfinden eine etwas langwierige
Betrachtung eines Steinchens.
Das Innehalten, auf das du vermutlich
aufmerksam machen willst, ließe sich mit weniger
umstĂ€ndlichen Formulierungen eindrĂŒcklicher ausdrĂŒcken.
So ist es fĂŒr mich als Leserin sehr anstrengend
mich durch den Text zu kÀmpfen, die Kursivsetzungen
machen es nicht besser.
Vom Gedanken her schön-
von der AusfĂŒhrung nicht mein Geschmack.
Viele GrĂŒĂŸe,
Denschie

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Fingo
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2004

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Elöj!

Zuerst einmal möchte ich mich fĂŒr deinen Kommentar bedanken ! Danke!
Nun aber zu deinen Bemerkungen: Vermutlich sollte ich ein paar Dinge aus meiner Sicht (es steht jeder/m natĂŒrlich frei es anders zu betrachten und es ist genauso richtig oder falsch) erklĂ€ren. Du sprichst an, dass der Text langwierig und umstĂ€ndlich ist, aber genau das war ja auch mein Ziel (wenngleich auch von einem etwas positiveren Standpunkt aus betrachtet) und nicht das Innehalten an sich. Es ging mir darum das Schottersteinchen als etwas ganz besonderes zu betrachten, nicht als etwas alltĂ€gliches, das man einfach mal aufhebt, anschaut und dann einfach wieder wegnimmt. Jedes noch so unscheinbare Objekt hat eine ewig lange Geschichte und es ist genauso wunderbar und erstaunlich, dass es existiert, wie unsere eigene Existenz. Wenn ich also ellenlang ĂŒber ein Schottersteinchen schreibe, dann deshalb, weil ich denke, dass es mehr als nur ein paar Zeilen einer einfacheren Betrachtung verdient hat und wenn ich umstĂ€ndlich geschrieben habe, dann eher in dem Versuch den Text etwas komplizierter zu formulieren um hervorzuheben, dass das Schottersteinchen nichts einfaches bzw. einfach zu verstehendes ist, sondern im Umfang unsere Wahrnehmung sprengt.
Wegen der Kursivsetzung möchte ich mich entschuldigen, wenn du es als störend empfunden hast. Sinn ist es hervorzuheben, dass es sich stets um das Schottersteinchen handelt, da gerade zu Beginn nicht klar ist um wen/was es sich handelt. Am Schluss soll mit dem ebenfalls kursiven Schottersteinchen dies nun endgĂŒltig aufgeklĂ€rt werden. Ich bin allerdings auch bereit das zu Ă€ndern, wenn es noch mehr Leuten negativ auffĂ€llt.
Auf jeden Fall Danke!
Atenio,
Quirin

PS: Eigentlich ist der Text ja auch zum Vorlesen gedacht und vielleicht liegt es auch daran, dass er gelesen so holprig wirkt...
__________________
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Fingo
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PPS: Zum Vergleich die vorgelesene Version. Bitte entschuldigt die schlechte Sound- und VorlesequalitÀt!!!
Meines Erachtens klingt es so nicht ganz so holprig. Nur anhören, wenn man es sich auch wirklich antun will!
Text als MP3

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Denschie
Guest
Registriert: Not Yet

hey fingo,
du hast recht- gelesen macht der
text einen ganz anderen eindruck.
gefÀllt mir besser (auch die idee eine
textversion hier einzustellen).
obwohl es immer schwierig ist, einen
text gewollt langwierig zu schreiben. die gefahr ist
einfach vorhanden, dass er langwierig und nur das
bleibt. ich finde deinen versuch gar nicht
schlecht.
mit kursivsetzungen wĂŒrde ich dennoch sparsamer
umgehen. sie sollen normalerweise einen wichtigen
aspekt hervorheben. so wie du sie verwendet hast,
macht es eher den eindruck, du wĂŒrdest zwei
schriftarten benutzen.
gruß,
denschie

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