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Leselupe.de > Feste Formen
Beugungsbilder
Eingestellt am 11. 01. 2011 22:49


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HerbertH
???
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Beugungsbilder

Vom langen Starren zum Zenit verspannt,
den Blick nach oben, in die SchwÀrze, kaum
noch irdisch, fast entrĂŒckt im Sternentraum,
wie staunst Du da, im Dunkel, festgebannt:

Damit kein Nebenlicht die Edelsteine
ins flache Grau changiert, radiert ins Fir-
mament mit kalter Nadel Lichterflir-
ren Mythen. Hellas Götter spĂŒren keine

Verwitterung in solchen fernen Hallen,
denn Heldenechos von Titanenschlachten,
die lautlos schockgefror'n am Himmel schallen,

erhalten ihre Kraft. Die göttlich lachten,
verderben nie. Wenn Helios Peitschen knallen,
lĂ€ĂŸt Eos' PhaĂ«thon Boreas schmachten.








__________________
© herberth - all rights reserved


Version vom 11. 01. 2011 22:49
Version vom 12. 01. 2011 21:58
Version vom 17. 01. 2011 17:37

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HerbertH
???
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Hallo Bernd,

danke fĂŒr die Blumen!

Phaeton spreche ich "deutsch", also "FĂ€ton", wie Du schon richtig vermutet hast.

lG

Herbert
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Bernd
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Also geht es nicht um die Sagengestalt, die auch dem Planetoiden den Namen gab, oder den Außerirdischen "Phaetonen" im russischen Roman, sondern um das Auto ...
In dem Falle verstehe ich aber nicht, was "Eos" damit zu tun hat.

Ist es die Liebe zum Auto, die bildhaft dargestellt wird?

Helios fÀhrt mit einer Pferdekutsche, Eos mit einem Phaeton (FÀton). Eos bevorzugt halt moderne Technik - als Phallus-Symbol?

Dann spielt es auch keine praktische Rolle, dass "Phaeton" (mit getrennter Aussprache der Vokale) ein Beinamen von Helios ist.

Die Aussprache ist der SchlĂŒssel zu diesem Gedicht. Nicht der Gott der Antike, das Auto ist der Gott.
(Die meisten Phaeton-Besitzer legen Wert darauf, nicht den Götternamen zu verwenden sondern den umgelauteten Namen.)
Viele GrĂŒĂŸe
Bernd
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HerbertH
???
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Hallo Bernd,

ein MissverstÀndnis: Ich spreche Phaeton deutsch aus, meine aber nicht das Automobil:

quote:
Ihre [der Eos] Pferde hießen Phaethon („Schimmer“, oder „der GlĂ€nzende“) und Lampos („Glanz“, oder „der Helle“).

Hier klicken


Ich gebe allerdings zu, dass "Phaethon" auch der Sohn oder Neffe (!) der Eos ist Hier klicken ...

Ein ziemlicher antiker Wirrwarr

lG

Herbert
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Bernd
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Das stimmt. Hier klicken hiernach ist es auch eine Kutsche, die nach dem Sohn benannt wurde.

Die Aussprache "FÀton" zeugt von einem Sprachwandel in der letzten Zeit, vielleicht ist er auch schon etwas lÀnger im Gange.

FĂŒr mich klingt es sehr komisch, wenn der griechische Gott "FĂ€ton" gesprochen wird, ich selber habe nur die deutsche Variante mit zwei Vokalen gelernt, sofern es nicht um das Auto ging. (Das Auto ist neu, also ist auch ein neuer Begriff möglich.)

Die Sprache entwickelt sich bekanntlich weiter, wobei sie ökonomischen Prinzipien folgt, also Silben und Vokale weglÀsst.

Dieser Prozess lĂ€sst sich nicht verhindern oder aufhalten. Linguisten, wie August Schleicher, postulierten einen Sprachverfall, in allen Sprachen fanden sie die gleichen Prozesse, die zu einem immer weiteren Verfall fĂŒhren. Dieser Verfall wird aber selten bewusst. Er ist auch nicht schlimm. Nur tote Sprachen verfallen nicht, so geht ein Linguistenslogan.

Der "Verfall" fĂŒhrt zu neuen Formen, wie wir im gegebenen Fall sehen können, eigentlich ist unsere Sprache nur durch Verfall entstanden und hat die heutige Höhe erreicht. Wie alt die "neue" Form fĂŒr "Phaeton" ist, weiß ich aber nicht. Ich selbst wĂ€re nie auf "FĂ€ton" gekommen.

Ich hoffe, es war nicht zu ausschweifend.
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Bernd
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Hallo, Herbert,
in Wikisource Hier klicken schreiben sie es dann sogar "PhaĂ«thon", um die richtige Aussprache zu gewĂ€hrleisten. Übrigens wird es, wenn man es griechisch ausspricht, sogar das "th" als ein "θ" gesprochen.
Das wird in Deutsch aber schon lange nicht mehr gemacht, soviel ich weiß.

Es ist Àhnlich wie bei "Aelita". Man schreibt es oft "Aëlita". Es wird ebenfalls "a-e" gesprochen.


Warum ich so darauf herumhacke: FĂŒr mich verdirbt die "neue" Aussprache die Stimmung des Gedichtes.

Das Gedicht "Phaeton" in der Wikisource wĂŒrde mit der "Ă€"-Aussprache gar nicht funktionieren.
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