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Leselupe.de > Kurzprosa
Beziehung
Eingestellt am 30. 01. 2007 12:06


Autor
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herziblatti
???
Registriert: Jan 2007

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Unzertrennlich

In weitem Bogen flog ich durch die Luft, prallte gegen die harte Kante des Schuhschrankes und landete mit heraush├Ąngender Zunge kopf├╝ber auf dem Boden.
Endstation.
Aus.
Vorbei mit uns, es gibt kein Wir mehr und das tut weh bis in die feinsten Poren.
Wir, das unzertrennliche Paar, einer das Spiegelbild des anderen, ein Paar, das gl├Ąnzte, fein zusammenstand, leichtf├╝├čig ├╝ber den Tanzboden schwebte, beschwingt ├╝ber Treppen eilte; kein Schmutz, kein Morast konnte uns was anhaben, wir geh├Ârten zusammen, wir w├╝rden gemeinsam alt werden.
Dachte ich.
Bis wir vor etwa einer Stunde fr├Âhlich ├╝ber das Kopfsteinpflaster unserer Stra├če klackerten; ein falscher Tritt - und du stecktest fest im Gully.
Sie rissen dir die B├Ąnder aus den ├ľsen, - was nicht ausreichte, das unvorsichtige F├╝├čchen zu befreien, - sie schnitten dich brutal bis zur Sohle auf und lie├čen dich in den Kanal plumpsen.
Was f├╝r ein Ende!
Und ohne dich f├╝hle ich mich sehr wertlos.

┬ę Heidi Merkel
__________________
Warten, was der Fluss so bringt - Fritz Popp

Version vom 30. 01. 2007 12:06
Version vom 16. 03. 2014 18:26
Version vom 16. 03. 2014 22:51

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Quidam
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo herziblatti,

meiner Meinung nach hast du da noch nicht das Beste herausgeholt.

Die Idee gef├Ąllt mir. Die Umsetzung ist nicht schlecht, packt mich aber noch nicht.

Bei so kurzen St├╝cken muss irgendwie jedes Wort sitzen.

Der erste Satz und auch diese Beschreibung:
Wir, das unzertrennliche Paar, einer das Spiegelbild des anderen, ein Paar, das gl├Ąnzte, fein zusammenstand, leichtf├╝├čig ├╝ber den Tanzboden schwebte, beschwingt ├╝ber Treppen eilte;

- zu monoton im Rythmus, adjektivlastig und wenig speziell.

Der letzte Satz - farb und gehaltlos.

Und das mit den feinsten Poren und das Leichtf├╝├čige finde ich unpassend. Da wird zu sehr auf falsche F├Ąhrte wert gelegt - und schlu├čendlich entzaubert. Den Leser auf falsche F├Ąhrten f├╝hren, weil er zwischen den Zeilen etwas wahrnimmt, w├Ąre eine gr├Â├čere Kunst. Verst├Ąndlich, was ich meine?

Ansonsten fl├╝ssig zu lesen. Und falls das jetzt falsch r├╝ber gekommen ist: Du hast mich auf jeden Fall auf weitere Werke von dir neugierig gemacht.

Gr├╝├če
Quidam

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Mondnein
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2014

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Adjektive er├Âffnen Dimensionen

Das Dogma von den Adjektiven, die man nicht benutzen darf, geht mir langsam auf die N├╝sse. Pleonasmen ("wei├če Schimmel") m├Âgen albern sein, Partizip-I-Nominalisierungen m├Âgen schwerf├Ąllig klingen, aber Adjektive k├Ânnen inhaltstragend, paradox oder gar zum Oxymoron aufgespreizt den ihnen zugeh├Ârigen Substantiven weitere Dimensionen er├Âffnen.
Aber der letzte Satz (immerhin eine emotionale Pointe) ist - auch in Deiner eigenen Empfindung, wenn ich Dich richtig verstehe - leicht daneben, ich meine das doppelte "sehr": Ein Begriff, der das Fehlen oder das Nichtvorhandensein von etwas anzeigt, kann nicht gesteigert werden, auch nicht mit der Elativ-Partikel "sehr". Oder?
__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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