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Leselupe.de > Ungereimtes
Bilanz
Eingestellt am 23. 09. 2005 20:33


Autor
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Dorothea
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Jul 2004

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Es schmerzt mich nicht,
dass ich nie in Australien war.
Mich kr├Ąnkt nicht mehr,
dass kein Diplom
mein Arbeitszimmer schm├╝ckt.

Es kratzt mich nicht,
bleib ich im Blitzlicht unsichtbar,
und wiegt nicht schwer,
wenn mir in Rom
kein Papst die Hand je dr├╝ckt.

Es plagt mich nicht,
wenn mein Erfolg kein Haus bewohnt,
und nicht zu sehr
tr├╝bt sich mein Sinn
an meinem welken Leib.

Ich glaube nicht,
dass Gott mich nach Tarif entlohnt,
noch dass sein Speer
mich obenhin
f├Ąllt - nur zum Zeitvertreib.
__________________
Dorothea Gebauer
----------------------
Sein ist mehr als Haben.

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Stoffel
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Bilanz und Endeffekt

Hallo Doro,

tja...irgendwann kommen wir dahin, dass es am Ende eh egal ist, wer wir waren, was wir gescheffelt,gemacht haben. Am Ende sind wir alle gleich.
Liegen in einer h├Âlznern Kiste. Nur der Unterschied vielleicht das f├╝r einen Reichen die Kiste teurer ist.

Aber: Dennoch m├Âchte ich Ziele haben. F├╝r mich,nur f├╝r mich, etwas erreichen. Vielleicht weil es so viele Menschen gab, die mich hinderten, nie an mich glaubten. Aber DAS, das mache ich dann nur f├╝r MICH.

Ja, am Ende sind wir alle gleich. Wenn es eine Himmelspforte gibt, dann stehen davor alle nackt da und es z├Ąhlen die Dinge, an die manche w├Ąhrend ihres Leben nicht dachten.

War sch├Ân mal dr├╝ber nachzudenken.

lG
sch├Ânes Wochenende
Sanne

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Dorothea
H├Ąufig gelesener Autor
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Liebe Stoffel,

vielen Dank f├╝r's Vorbeischauen und f├╝r den freundlichen Kommentar.
Dar├╝ber nachdenken statt die eigene Sterblichkeit stets zu verdr├Ąngen, das ist mir ein wichtiges Thema. In den ver├Âffentlichten Strophen ├╝berwiegt die Darstellung dessen, was als nicht so wichtig erkannt werden kann. Schwieriger finde ich, ohne in Schablonen oder Seifenoperndarstellungen zu verfallen, zu beschreiben, was Bestand haben k├Ânnte und wertvoll ist. Dazu reicht meine Sprachf├Ąhigkeit noch nicht. Aber es ist ja sch├Ân, noch ein Ziel oder einen Traum zu haben.
Dir eine sch├Âne Herbstzeit.
__________________
Dorothea Gebauer
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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Liebe Dorothea,

es ist beruhigend, wenn man mit Sicherheit wei├č, was alles im Leben man nicht ben├Âtigt.

Die letzte Strophe formuliert dann, wenn auch negativ ausgedr├╝ckt, was Bedeutung hat: Von Gott angenommen zu sein gleichviel, wie das Leben verlaufen ist und aus seiner Liebe heraus in eine andere Welt gerufen zu werden.

Ich denke auch, dass es einfacher ist, ja sogar ├╝berzeugender, wenn man das vom verneinenden Blickpunkt her in Sprache bringt.

Ich habe Dich ja l├Ąnger nicht mehr gelesen. Umso mehr freut es mich, diesen religionsphilosophischen unterk├╝hlt angelegten Text hier von Dir zu finden.

Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Dorothea,
ich freue mich, dich und deine Bilanz hier zu lesen
Und der Text mit seiner Aussage ist stark und gut. Was bleibt sind nicht die Titel, die uns schm├╝cken oder die gro├čen H├Ąuser, die wir um uns herum erbauen. Was bleibt und was im Miteinander z├Ąhlt sind andere Dinge, die nicht explizit in deinem Gedicht genannt werden (und das ist gut so) doch beim Lesen klar werden.
LG
Sandra

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Dorothea
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Liebe Vera-Lena,

verzeih, dass ich erst heute auf Deinen freundlichen Kommentar antworte. Es freut mich sehr, dass Du den Text angeschaut und etwas darin gesehen hast, das seine Existenz rechtfertigt.
Ich habe monatelang nichts geschrieben - auf der Suche nach einer neuen Sprache - aber ich habe nur die alte wieder gefunden. So muss ich wohl mit ihr zu leben lernen.

Dir einen sch├Ânen Abend.
__________________
Dorothea Gebauer
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Dorothea
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Liebe Sandra,

herzlichen Dank f├╝r Deinen Zuspruch! Ja, ich denke auch, dass es nicht nur Hilflosigkeit ist, wenn ich das Positive nicht benenne, sonndern ein Versuch, es dem Leser nicht vorschreiben zu wollen, was das Wertvolle jenseits des materiellen Fetischismus sein k├Ânnte. Es bleibt nat├╝rlich dennoch ein Defizit, immer nur das Falsche, Fehlende, Negative bennennen zu k├Ânnen.
Einen sch├Ânen Abend w├╝nscht Dir
__________________
Dorothea Gebauer
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Sein ist mehr als Haben.

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