Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂĽssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92225
Momentan online:
65 Gäste und 0 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzprosa
Biographisches Erdbeben und Ebbe in der Seele?!
Eingestellt am 18. 09. 2006 15:10


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Das Licht
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Apr 2002

Werke: 51
Kommentare: 17
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Biographisches Erdbeben und Ebbe in der Seele?!

Ich schaue aus meinem Leben, blicke mich um und spĂĽre die
Erschütterung. Die Wände zittert, der Boden auf dem ich stehe
bebt und läst mich schwanken.

Ich fühle mich mehr und mehr verändert, meine Stimme bekommt
eine andere Farbe, meine Haut ein anderes GefĂĽhl, mein Blick
verschwimmt, der Geschmack auf meiner Zunge ist fremd.
Ich gehe mit mir durch die StraĂźen und erkenne meine Richtung
nicht mehr. Alles um und in mir zieht sich zurĂĽck.

Wo bin ich nur, was mache ich?!

Ebbe in der Seele…

Nur Weite in mir, das Watt unter meinen FĂĽĂźen.
Ich sehe was unter meiner Haut geschieht, doch kann ich es
nicht einordnen, weiĂź nicht was es ist. Ich wusste dass es irgendwann
geschehen wird, die Veränderung wird greifbar, sie hatte sich vor langer
Zeit angemeldet, sagte mir das sie kommen wĂĽrde, dann wenn ich nicht
damit rechne.

Ich schaue um mich… alles frei…frei…

Meine Kanäle ruhen still in mir. Sie haben neue
Verzweigungen, neue Gänge. Bereit die Energie in andere
Richtungen flieĂźen zu lassen.

Mein Stimme sagt dass ich aufgeben soll, gib es auf,
gib es ab, gib es weg, gib es an...

Ich habe Aufgeräumt, habe sauber gemacht, habe die
Fenster geöffnet, den Tisch gedeckt und Kuchen gebacken.

Warum das alles, bekomme ich Besuch?
Nicht das ich wüste, nicht das ich es sehen könnte,
doch mein Herz verlangt danach.

Ich fĂĽhle wie sich etwas von mir verabschiedet, etwas was
ich lange, sehr lange in mir trug. Dieser Stuhl ist nun leer,
er steht vor mir und ist noch warm.

Was und wer war es noch, der da saĂź all die Jahre?!

Ich weiß es nicht mehr…

Ich schaue in den Spiegel…

„Ich mag dich“…

„Dich wie du da stehst, wie du mich anschaust und mich belebst“…

„Wie du mich durch den Schmerz getragen hast und schwerste Kämpfe
ĂĽberlebt hast, wie du trotz all den Wunden nicht zugrunde gegangen bist
und du, wie du all das Wissen nun in dir trägst und die Gewissheit,
das du etwas besonderes bist“

„Ich bin froh das ich in dir und mit dir bin“…

Ich sehe an den Himmel, wie die Möwen ihre Kreise ziehen, der blaue
Himmel sich wie eine wohltuende Umarmung um mich legt.
Ich spüre wie mein Lächeln sich zu meinen Mund zurückgesellt hat.
Bin ich leicht? Mhmm… ich weiß es noch nicht…

Ich spĂĽre dass die Flut langsam kommt, meine FĂĽĂźe sind schon
mit Leben umspült… Was mag sie wohl bringen…. ?

Ich war am Anfang Strandgut, angespĂĽlt von den StĂĽrmen dieses Lebens.
Ich war SchiffbrĂĽchiger und verstand die Sprache dieser Insel nicht.
Nun lebe ich schon so viele Jahre hier und kenne jedes Sandkorn.

Und ab und zu finde ich hier am Strand meines Lebens
neue SchiffbrĂĽchige, wie gut das ich ĂĽbersetzen kann ;o)
Wie gut das ich die Gezeiten erklären kann und Wunden
mit meinem Wissen behandeln kann…

Denn einst war ich einer von ihnen.

„Du… du da im Spiegel… ich glaube langsam dich zu kennen"?!




Ich halte inne und schließe meine Augen…

„Mhmmm… der Kuchen duftet“

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


casy01
Guest
Registriert: Not Yet

mehr als bei Dir

kann ich mich in Worten nicht finden


und bin dann nicht so allein

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂĽck zu:  Kurzprosa Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!