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Leselupe.de > ErzÀhlungen
Bis morgen
Eingestellt am 29. 07. 2019 12:27


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Eowyn
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2014

Werke: 12
Kommentare: 11
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Mein Blick war auf ihr regloses Gesicht gerichtet. Die Augen geschlossen, unbewegt. Haselnussbraunes Haar ergoss sich ĂŒber das klinisch weiße Kissen. Ihre Haut war bleich, wie alles in diesem Zimmer
Die Arme lagen sauber zu beiden Seiten ihres Körpers, der sich schmal unter der Decke abzeichnete. WĂŒsste ich es nicht besser, könnte man annehmen, sie schliefe nur.
Aber das tat sie nicht. Niemand schlief so lang. Vielleicht Dornröschen. Aber nicht Elianna.
Auch wenn ich sie frĂŒher immer liebevoll Dornröschen nannte. Weil sie eine LangschlĂ€ferin war, die kaum wach zu kriegen war. Der Gedanke trieb mir TrĂ€nen in die Augen. Hastig fuhr ich mir mit dem HandrĂŒcken ĂŒbers Gesicht.
Ich hatte mir geschworen, nicht zu weinen. Nicht hier, bei ihr.
Die Ärzte sagten, sie könne vielleicht etwas mitbekommen, was um sie herum passierte. Elianna sollte wissen, dass ich in ihrer NĂ€he glĂŒcklich war. Sie sollte mich nicht weinen hören.
Als die Krankenschwester eine Stunde spĂ€ter kam und die Besuchszeit fĂŒr beendet erklĂ€rte, nahm ich meine Jacke, die ĂŒber der Stuhllehne hing. Ich trat an das Bett heran, beugte mich ĂŒber Elianna und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
„Bis morgen“, flĂŒsterte ich ihr zu, als fĂŒrchtete ich, sie aufzuwecken.
Welch seltsame Ironie.
Ich wandte mich um und verließ das Zimmer. Lief den langen Gang entlang, der mich mit seinen weißen WĂ€nden und dem Ă€tzenden Geruch nach Desinfektionsmittel ersticken wollte. Lief die Treppe hinunter, immer zwei Stufen auf einmal nehmend und verließ das GebĂ€ude. Ich warf keinen Blick zurĂŒck auf das Krankenhaus. Warum auch? Ich wĂŒrde es morgen wieder sehen, wenn ich zurĂŒckkam
So, wie ich es seit nunmehr zwei Jahren tat.

Wir fĂŒhrten wieder einmal die gleiche, endlose Diskussion, die uns mittlerweile seit Wochen begleitete. Das Thema: Heirat.
Ginge es nach Elianna, wÀre die Sache gar nicht mehr zur Sprache gekommen.
„Warum soll ich einen Vertrag unterzeichnen?“, fuhr sie auf, nachdem ich das Thema vorsichtig angeschnitten hatte. „Liebe ist bedingungslos und sollte nicht mit einer Unterschrift besiegelt werden. Reicht es dir nicht, dass ich mein restliches Leben an deiner Seite verbringen möchte? Traust du den Worten nicht, die ich dir als Versprechen gebe?“
Ich gab ein Murren von mir. „Darum geht es doch gar nicht. Ich finde nur, dass eine Heirat etwas Schönes ist. Tradition. Ein Ritual, dass uns auch in der Gesellschaft verbindet. Es ist der einzige Wunsch, den ich hege, neben der Tatsache, dass ich niemals von deiner Seite weichen möchte!“
Sie seufzte und verdrehte die Augen. Wie jedes Mal, wenn ich meine Argumente zu dem Thema darlegte.
„Bedeutet es dir denn so viel?“
Ich horchte auf. Dieser Satz war mir neu.
Langsam blickte ich von meinem Teller hoch, suchte in ihren Augen nach Schalk, der mir verriet, dass sie sich nur einen Spaß erlaubte.
Doch ich fand nichts, dass auch nur annÀhernd darauf hinwies. Ihr Blick war ernst, so wie sie nur dann schaute, wenn es etwas Wichtiges zu besprechen gab.
„Du bedeutest mir mehr, als jedes Gelöbnis vor einem Standesbeamten!“
„Ach Christian!“ Sie stieß erneut einen tiefen Seufzer aus. „Ich bin einverstanden!“
Meine Augen wurden von Sekunde zu Sekunde grĂ¶ĂŸer, wĂ€hrend der Sinn ihrer Worte sich noch in meinem Verstand zu entfalten versuchte.
„Ist das dein Ernst?“, stieß ich lauter hervor als beabsichtigt.
Die Leute an den Nebentischen blickten auf. Nicht wenige warfen mir einen unwirschen Blick zu. Da mein Geburtstag war, hatten wir uns zu diesem Anlass eines der teureren Restaurants ausgesucht. Mehr Sterne bedeuteten gleichzeitig auch mehr Ruhe, mehr Diskretion.
„Du meinst das wirklich ernst?“, hakte ich nach, diesmal um einiges leiser.
Mit einem breiten LĂ€cheln nickte sie.
In dem Moment war mir völlig egal, was die anderen Leute von mir denken mochten. Ich sprang von meinem Stuhl auf, riss sie ebenfalls auf die FĂŒĂŸe und umschlang sie in einer stĂŒrmischen Umarmung.
Sie hatte mir das grĂ¶ĂŸte Geschenk gemacht, dass ich mir nur vorstellen konnte.
„Ich liebe dich, Elianna!“

Ich war mĂŒde und abgeschlagen, als ich aus dem Wagen stieg. Das gewaltige GebĂ€ude, das einem UngetĂŒm gleich vor mir aufragte, starrte mich mit seinen leuchtenden Augen an, bereit jeden zu verschlingen.
Elianna hatte es verschlungen, ich entkam ihm jeden Tag aufs Neue. Was gÀbe ich, wÀre es nur umgekehrt.
Schweren Schrittes trat ich durch die DrehtĂŒr in den Eingangsbereich des Krankenhauses.
Es herrschte geschĂ€ftiges Treiben. Am Empfang standen einige Leute, die sich vermutlich nach den Zimmernummern Verwandter oder Freunde erkundigten. Eine junge Frau hielt einen Blumenstrauß in der einen, an die andere Hand klammerte sich ein kleines Kind, vermutlich ihr Sohn. Sie sagte etwas zu ihm und der Junge begann breit zu grinsen.
Ich wandte den Blick ab, lief zum Aufzug hinĂŒber und drĂŒckte die Taste. Wartete, dass der Metallkasten auf meiner Etage anhielt und mich einließ.
Der Arzt hatte mir gesagt, ich solle Elianna bei meinen Besuchen etwas erzĂ€hlen. Aus meinem Leben. Meinem Alltag. Etwas, das mich bewegte. Aber ich wusste nichts, was auch nur annĂ€hernd fĂŒr sie interessant sein könnte. Es passierte nichts.
Meine Tage waren leer ohne sie, unerfĂŒllt. Ein tristes Grau, das mich allgegenwĂ€rtig umgab und alle Farben ringsum verblassen ließ. Selbst der blaue Himmel hatte seine Schönheit verloren. Seit Elianna hier lag, schien fĂŒr mich keine Sonne mehr.
Ich betrat die Intensivstation, lief den langen, weißen Flur entlang, vorbei an geschlossenen TĂŒren, hinter denen der Tod, einem Damoklesschwert gleich, ĂŒber den Menschen schwebte.
Vor ihrer ZimmertĂŒr blieb ich stehen, hob die Hand und klopfte an. Wie immer bekam ich keine Antwort, nur trostloses Schweigen folgte.
Ich drĂŒckte die Klinke hinab und trat ein, schloss die TĂŒr sacht hinter mir.
„Ich bin wieder da.“
Ich setzte mich auf den Stuhl, der neben dem Bett platziert war. Sah sie einfach nur an.
Mein Dornröschen.
Aber ich war kein Prinz und egal, wie oft ich ihr Gesicht kĂŒssen wĂŒrde, nichts brachte sie zu mir zurĂŒck.
Die Zeit floss dahin, wÀhrend ich bei ihr war, einige Seiten aus ihrem Lieblingsbuch vorlas und sie betrachtete. Meine Augen konnten sich nicht an ihr sattsehen. Als hÀtte ich Angst, sie könnte verschwinden, wenn ich nur einmal blinzelte.
Jeden Tag, wenn ich nach Hause fuhr, fĂŒrchtete ich einen Anruf aus dem Krankenhaus. Dass sie aufgewacht und ich nicht bei ihr war.
Ich fĂŒrchtete ihn und sehnte diesen Augenblick gleichzeitig herbei. NatĂŒrlich kannte ich die Bedenken der Ärzte. Die Chance, dass sie mich jemals wieder mit ihren Scherzen aufziehen wĂŒrde, war verschwindend gering. Und das Risiko, dass sie, selbst wenn sie eines Tages erwachte, erhebliche GehirnschĂ€den davontragen wĂŒrde, war mir ebenso bekannt.
Mein Blick wanderte zu dem Foto auf ihrem Nachttisch. Es zeigte uns beide. Auf unserer Hochzeit. Knapp ĂŒber zwei Jahre war es nun her, dass wir uns das „Ja-Wort“ gegeben hatten.
Vier Wochen danach hatte sie den Unfall, der sie schon wieder von meiner Seite riss.
Das Schicksal war nicht fair. In dem einen Augenblick erfĂŒllte es die tiefsten WĂŒnsche, nur um einem kurz darauf wieder alles zu nehmen, was von Bedeutung war.

„Wir mĂŒssen noch die Fotos sortieren und an unsere Eltern schicken!“
Eliannas Worte rissen mich aus meinen Gedanken und ich wandte meinen Blick fĂŒr einen Moment von der Straße ab.
„Was?“, erwiderte ich verwirrt, richtete allerdings sogleich meine Aufmerksamkeit zurĂŒck auf den Verkehr.
„Die Fotos von der Hochzeit und den Flitterwochen. Du weißt schon. Wir könnten doch ein Fotobuch fĂŒr unsere Eltern machen. DarĂŒber wĂŒrden sie sich bestimmt freuen. Und es wĂ€re gleichzeitig ein tolles Dankeschön fĂŒr ihre Hilfe im Vorfeld.“
„Das klingt doch super!“
Ich wechselte die Spur und ĂŒberholte den LKW, bevor er zu einem Elefantenrennen ansetzen konnte. Nieselregen setzte ein und ich schaltete die Scheibenwischer an.
„Hast du mir gerade ĂŒberhaupt zugehört?“
„Klar! Du willst ein Fotobuch fĂŒr unsere Eltern machen!“
Ich wechselte zurĂŒck auf die rechte Spur und stellte den Tempomat auf 160. Die Straße vor mir war relativ frei. Es war Sonntag frĂŒh, um diese Zeit waren eher wenige Leute unterwegs.
„Nicht ich!“, fuhr sie empört auf. „Wir, Christian!“
Ist doch das Gleiche! Aber ich sprach den Gedanken nicht aus, sondern schaltete die Scheibenwischer um einige Stufen höher, als die IntensitĂ€t des Regens wuchs und Tropfen in der GrĂ¶ĂŸe von TischtennisbĂ€llen gegen die Scheiben klatschten.
„Es ist immer das Gleiche! Warum muss ich mich um alles kĂŒmmern?“
„Das musst du doch gar nicht!“, rief ich zurĂŒck, um das laute Trommeln auf das Autodach zu ĂŒbertönen.
Warum musste sie ausgerechnet jetzt damit anfangen?
„Entschuldige, Elianna. Ich war gerade abgelenkt. NatĂŒrlich machen wir das zusammen!“
„Ich liebe dich, Christian.“
Eliannas Hand legte sich auf meine Schulter und aus dem Augenwinkel bemerkte ich, wie sie sich zu mir herĂŒberbeugte.
Sie hauchte mir einen Kuss auf die Wange.

Das BeatmungsgerĂ€t gab ein leises Zischen von sich, nur hörbar in der unwirklichen Stille, die uns beide umgab. Ihr Brustkorb hob und senkte sich in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden, aufgepumpt durch die Maschine, die sie am Leben hielt.
Ich nahm Eliannas Hand sanft in meine, fuhr mit meinem Daumen ĂŒber ihren HandrĂŒcken. Es tat noch immer weh, sie so zu sehen. Man konnte sich an vieles gewöhnen, aber nicht an einen solchen Anblick. Er war erschreckend, jedes Mal aufs Neue.
Mein Blick strich ĂŒber ihr Gesicht, die Wangenknochen, die sich deutlich unter ihrer fahlen Haut abzeichneten. Sie war schon frĂŒher dĂŒnn gewesen, aber nicht so schmal. Ich vermisste das Rosa ihrer Wangen, das auftauchte, wann immer sie verlegen wurde. Am meisten jedoch fehlte mir der Anblick ihrer braunen Augen, in denen kleine, grĂŒne Sprenkel zu sehen waren, wenn man ganz genau hinsah.
WĂ€hrend ich sie noch betrachtete, zuckten mit einem Mal die Finger ihrer linken Hand unter meiner BerĂŒhrung. Überrascht starrte ich auf ihre Finger hinab. Langsam setzte ich mich auf, wagte nicht, mich von ihr abzuwenden.

„Elianna?“, fragte ich vorsichtig.
Mein Blick glitt abermals zu ihrem regungslosen Gesicht. Sie schlief noch immer, ihre ZĂŒge ausdruckslos. UnglĂ€ubig sah ich sie an. Mein Verstand wollte einfach nicht begreifen, was ich soeben gespĂŒrt hatte.
Hastig griff ich mit meiner freien, linken Hand nach dem Alarmknopf und drĂŒckte ihn.
Die IntensitÀt des Regens war mittlerweile so stark, dass selbst der Scheibenwischer nicht mehr hinterherkam. Die Streifen auf der Fahrbahn verschwanden unter dem sintflutartigen Regenguss.
„Kannst du nicht etwas langsamer fahren?“, meinte Elianna besorgt.
Ich verkniff mir ein Murren und tat, worum sie mich bat. Ein greller Blitz zuckte vor uns ĂŒber den Himmel, gefolgt von einem ohrenbetĂ€ubenden Donnerschlag.
Ich bemerkte, wie Elianna neben mir erschrocken zusammenfuhr.
Beruhigend legte ich ihr eine Hand auf den Oberschenkel. Ich wusste, dass sie sich vor Gewittern fĂŒrchtete.
Das Auto schien mittlerweile mehr auf der Fahrbahn zu schwimmen, als dass die Reifen tatsÀchlich Grip hatten.
Ein weiterer Blitz tauchte die DĂ€mmerung in grelles Licht. Die Fahrbahn unter uns verĂ€nderte sich, als wir eine BrĂŒcke passierten. Ein heftiger Windstoß drĂŒckte gegen die Beifahrerseite und zwang mich, entgegen zu lenken.
„Ich hoffe, das Wetter dort unten ist besser. Ich bin nicht auf Regen eingestellt“, murmelte Elianna neben mir.
Ihre Worte entlockten mir ein Grinsen. Sicherlich hatte sie nur ihre hochhackigen Schuhe eingepackt.
Wir ließen die BrĂŒcke hinter uns. Zu beiden Seiten der Autobahn zeichneten sich BĂ€ume hinter den Regenschlieren ab. Als die IntensitĂ€t der Schauer etwas abnahm, reduzierte ich das Intervall der Scheibenwischer, stellte dafĂŒr den Tempomat wieder hoch.
„Das Wetter wird schon passen. Siehst du? Der Regen lĂ€sst nach, je weiter wir in den SĂŒden kommen!“
Erneut durchbrach ein Blitz die bedrohlich dunklen Wolken. Ich kniff die Augen zusammen, um besser sehen zu können.
„Vorsicht!“
Eliannas Schrei ging in einem krachenden Donnerschlag unter, doch ich sah im gleichen Augenblick, was sie meinte.
Direkt vor uns auf der Fahrbahn stand mit einem Mal ein Reh. In rasender Geschwindigkeit kam es immer nÀher auf uns zu.
Erschrocken stieg ich auf die Bremse, doch die Reifen griffen nicht richtig auf der nassen Fahrbahn. Ein lauter Schrei erklang, dann krachte der Wagen gegen das Tier. Mein Körper wurde gegen den Sicherheitsgurt geschleudert, gleichzeitig explodierte etwas vor meinem Kopf und nahm mir die Sicht, ehe ich vollstĂ€ndig von SchwĂ€rze umhĂŒllt wurde.

Schritte wurden laut, dann die TĂŒr geöffnet. Eine der Schwestern kam herein und lief zum Bett herĂŒber.
Ich bemerkte es nur aus dem Augenwinkel, wollte Elianna nicht aus dem Blick lassen.
„Ihre Finger haben sich bewegt“, brachte ich hervor.
GeschĂ€ftig lief die Schwester um mich herum, prĂŒfte Anzeigen auf den Monitoren, die fĂŒr mich völlig unleserlich waren.
„Ich kann keine VerĂ€nderung erkennen.“
Die Schwester blieb neben mir stehen und ich riss den Blick von Elianna los. Ein paar mitfĂŒhlende Augen trafen mich.
„Es tut mir sehr leid.“
„Ich habe es mir nicht eingebildet!“, stieß ich hervor, Verzweiflung drohte mir den Atem zu rauben. Ich war mir ganz sicher, dass sich ihre Finger unter meinen bewegt hatten.
„Ich glaube Ihnen! Durch den Hirnschaden kann es zu willkĂŒrlichen Muskelzuckungen kommen. Das ist nicht so ungewöhnlich nach einem SchĂ€delhirntrauma.“
Ich nickte langsam, blickte zurĂŒck zu Elianna. Eine Muskelzuckung. Aber eigentlich wusste ich auch, dass es keine wirkliche Hoffnung gab.
Ob sie wohl etwas mitbekam?
Einerseits hoffte ich es, so oft, wie ich sie besuchte, ihr erzĂ€hlte, wie sehr ich sie liebte. Andererseits betete ich, dass sie ĂŒberhaupt nichts hörte.
Wie grausam musste es fĂŒr sie sein, wenn sie nur daliegen konnte, zum Schweigen verdammt, ihre Seele eingesperrt in einem bewegungslosen KĂ€fig. Einem Körper, der ihr nicht gehorchen wollte.
„Es ist spĂ€t. Ich denke, es ist besser, wenn Sie allmĂ€hlich gehen! Die Besuchszeiten enden ohnehin in KĂŒrze.“
Ich hatte nicht einmal bemerkt, dass die Schwester noch immer neben mir stand. Ich erhob mich von dem Stuhl und beugte mich ĂŒber Elianna. Hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn, bevor ich mich wieder aufrichtete.
„Bis morgen.“
Keine der beiden Frauen antwortete mir. Die eine, weil sie es nicht konnte, die andere, weil sie wusste, dass sie nicht gemeint war.
Welch grausame Ironie das Leben spielte.
Ich wandte mich um und verließ das Zimmer.

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