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Leselupe.de > Ungereimtes
Bist du allein?
Eingestellt am 20. 07. 2010 15:18


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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Bist du allein? Stelle die StaubblĂŒte
in die Vase trockenster WĂŒste. Hör auf den Bruder,
er spricht Worte aus, die draußen lebendig
getarnt in deinen TrÀumen an den KletterÀsten hangeln.

Er sieht deine verblassten BlumenblÀtter erstarren,
wie du dem Schwan Krumen wirfst,
der Hexagone der KĂ€lte auf dem Schnabel balanciert;
nur mit dieser KĂŒhlung erlebt er das Sommerende.
__________________
© herberth - all rights reserved


Version vom 20. 07. 2010 15:18

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Estrella fugaz
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Lieber Herbert,

dein Text zieht mich an, ich erkenne jedoch nicht die ZusammenhĂ€nge. Wenn man sich allein fĂŒhlt, sollte man Verstaubtes weit von sich schieben? StaubblĂŒten (Kunststoffblumen) noch in die trockendste WĂŒste zu stellen - besser ist die DĂŒrre nicht zu erklĂ€ren. Wer ist der Bruder, der tĂ€uscht und bis in die TrĂ€ume folgt? Der sieht, wie alles erstarrt.
Jetzt der Kontrast: der Schwan, der gefĂŒttert wird. Es sind also GefĂŒhle vorhanden?

quote:
Der Hexagone der KĂ€lte auf dem Schnabel balanciert;
Ich stelle mir sechseckige Kristalle vor, die er auf seinem Schnabel trÀgt.
quote:
Nur mit dieser KĂŒhlung erlebt er das Sommerende.

Es ist ein RĂ€tsel fĂŒr mich. Was will uns der Autor sagen?

Fragenden Gruß,
Estrella


__________________
Ich schließe meine Augen, um zu sehen. (Paul Gauguin)

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Heidrun D.
Guest
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Volltreffer, liebwerter Herbert. Bildschön!

Ich sehe die traurigen BlĂŒten der Einsamkeit und draußen das herrliche Leben.

Hör nicht auf den Bruder.

Er weiß nicht, dass du allein in der Vereisung ĂŒberleben, deine bemessene Frist ausschöpfen kannst. - Und mit dir deine wilden, heimlichen TrĂ€ume, all das, was dein Dasein bunt macht.

Zu tief ist dein Empfinden, zu gefĂ€hrlich die ungezĂŒgelte Leidenschaft.

Du hast herrliche Metaphern gefunden und ich ziehe gern den Sonnenhut



Heidrun

(Dass ich LyrI meine, weißte ja selber, ne?)

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HerbertH
???
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Liebe Estrella, liebe Lena Luna,

die Bilder sind sicher nicht ganz einfach, aber die Interpretation von Heidrun ist schon mal ein sehr guter Anhaltspunkt.

Mir geht es wie Euch: Oft fesseln mich Gedichte, die sich nur langsam entrÀtseln.

Danke fĂŒrs Lesen und Kommentieren!

lG

Herbert
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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Liebe Heidrun,

Dein nicht gibt eine weitere Ebene der Interpretation, die ich auch gut nachvollziehen kann.

Die Aussage, die ich meinte, hast Du sehr gut beschrieben, auch ohne nicht ist sie stimmig, denn ob der Bruder weiss, wie es dem LyrI geht, ist nicht zentral. Schliesslich steht am Anfang ja auch eine Frage.

Deine Wertung hat mich ja umgehauen! Danke dafĂŒr und den tollen Kommentar.

lG

Herbert
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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Liebe Estrella,

vielen Dank fĂŒr die Blumen! Allerdings finde ich an der Lyrik grade spannend, wie unterschiedliche Interpretationen ein Gedicht bei verschiedenen LeserInnen hervorrufen kann. Die wahre Tiefe entsteht also in der Vorstellung beim Lesen. Allerdings können die benutzten Bilder ein wenig benutzt werden, um bestimmte Assoziationen der LeserInnen auszulösen.

Bei dem Gedicht, das ich als Vorbild genommen habe, sind die Bilder fĂŒr mich noch schöner und der Inhalt in sich stimmiger. Sehr beeindruckt hat mich, dass die Interpretation von Heidrun sich sogar auf das Vorbild-Gedicht anwenden lĂ€ĂŸt und dort sogar noch stimmiger ist. Irgendwie erinnert das an GedankenĂŒbertragung, zeigt mir aber, dass die von mir gewĂ€hlten "Anklang-Bilder" die Grundstimmung des Vorbilds transportiert haben, was mich wirklich begeistert.

Das Vorbild wird ja in den Lyrik-RÀtseln noch immer gesucht. Ich bin mal gespannt, ob jemand es errÀt.

lG

Herbert
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