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Leselupe.de > Ungereimtes
Bitte an deine Großmut
Eingestellt am 03. 02. 2005 14:15


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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Bitte an deine Großmut

Manchmal schaust du mich an,
den Papierkorb in deiner Hand,
als sei ich ein misslungenes Gedicht
aus der Feder Gottes.

Als der Himmel mich erschuf,
hat er die Wege mit erschaffen,
die ich zu gehen habe,

um ein wahrhaft göttliches Wort
zu werden.

Darum lass mich gehen
durch meine vielen Erdenleben,
mal tanzend, mal taumelnd,
immer tastend, immer suchend,
immer andere verletzend,
immer verzweifelt,
immer wieder hoffend,
aber lass mich

unzerknüllt und unzerrissen
weiterziehen,

denn aus Milliarden Sekunden
blitzt plötzlich eine mir auf,
den Pfad beleuchtend,
der mir zugedacht ist.









__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Montgelas
???
Registriert: May 2004

Werke: 1
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liebe vera-lena,

wen immer dein lyri bittet großmütig zu sein,
er wird es hören, hoffe ich..

ob dieser er ER ist bleibt
in deinen zeilen scheinbar offen.
in der entscheidenten sekunde
wird es das lyrische Ich
sicher erfahren, wenn hell
der pfad ihm leuchtet.

bitte um wahrnehmung und respekt,
ablehnung von ablenkung
und positiven fatalismus,
der als hoffnung aufblitzt,
so lese ich deine zeilen.

Ich finde sie tiefsinnig,
sehnsuchtsvoll und schön.


herzlich

montgelas

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lintschi
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2004

Werke: 24
Kommentare: 170
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liebe vera-lena,
auch mir gefällt das sehr gut!
ich persönlich finde einzig die vielen immer dann ein bisschen "störend".
nur ein vorschlag, der aus dem augenblick kommt und auch nicht sehr durchdacht ist, nur zur anregung:

immer tastend, suchend
andere verletzend
manchmal verzweifelt
doch immer wieder hoffend

oder so ...

aber in jedem fall finde ich es äußerst gelungen und wiederhol's gern: gefällt mir sehr gut und - schade dass es montgelas schon geschrieben hat - sehnsuchtsvoll und schön.

liebe grüße lintschi
__________________
nur wer liebt lebt
mein weblog: die liebe als phänomen

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Uve Eichler
Festzeitungsschreiber
Registriert: Mar 2003

Werke: 80
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Hallo Vera-Lena,

im Gegensatz zu meinem Vorredner finde ich die eindringliche Wortwiederholung als sehr gelungen. Dadurch wird der Gundgedanke erheblich verstärkt.

VG

__________________
Uve
(Man muss die Welt nicht verstehen, man muss sich darin nur zurechtfinden)

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
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Lieber Montgelas,

ja, das steht alles dort, was Du herausgelesen hast. Wie die Gottheit den Menschen betrachtet, seit er nicht mehr im Paradies weilt, wäre eine Frage, die im Forum Lupanum oder in der Plauderecke zu erörtern wäre.
Ich habe länger an diesem Text gearbeitet bis ich endlich gefunden habe, dass sich dieses Thema in Form einer Bitte für mich am ehesten gestalten lässt.

Wie schwierig ist es, die vielen Lebenswege zu finden, die wir, um uns weiterentwickeln zu können, einschlagen müssen, und wie oft machen wir Menschen uns dann gegenseitig noch das Leben schwer, weil jeder meint, er wüßte nun ganz genau, was für den anderen gut sei.

Ich freue mich, dass diese Aggressivität in meinem Text eine Form annehmen konnte, die sogar als schön empfunden werden kann.

Was da an Sehnsucht drinsteckt, hat tatsächlich etwas mit mir selbst zu tun, denn meine Lebensreise wünsche ich mir durchaus mit einem winzigen Teilziel am Ende, ein etwas besserer Mensch geworden zu sein ,hoffentlich!!!!!

Ich danke Dir für Deine Antwort und grüße Dich herzlich.
Vera-Lena
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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Liebe litschi,

das tut mir gut, auch von Dir zu hören, dass Du in meinem Text ein Stück Schönheit und auch Sehnsucht gefunden hast.

Die vielen "immer" habe ich bewusst dort eingesetzt, weil dadurch schon so etwas wie eine Klage entsteht, eine Klage darüber, dass diese Dinge dauernd wiederkehren und man sie noch nicht überwunden hat.

Ich danke Dir für deine Auseinandersetzung mit dem Text und Deine Rückmeldung.

Liebe Grüße von Vera-Lena


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