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Leselupe.de > Rund um den Literaturbetrieb
Bitte aufpassen! "Seltsame" Agentur aktiv.
Eingestellt am 09. 11. 2007 17:25


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jon
Foren-Redakteur
Fast-Bestseller-Autor

Lektor
Registriert: Nov 2000

Werke: 147
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Ich erhielt soeben eine e-Mail von romansuche.de, die ich euch hier mal wiedergebe. Falls euch der Ablauf und die Zahlen irgendwie vertraut vorkommen: Vorsicht!

-------
Liebe Autoren und Freunde der romansuche.de,

soeben erhielt ich einen Anruf bezĂŒglich einer jĂŒngst massiv aktiv
gewordenen Agentur, welche auch ĂŒber die romansuche.de an Autoren
herangetreten ist.

Leider kann ich aus rechtlichen GrĂŒnden keine Namen nennen.

Die Anruferin erzÀhlte mir von folgender GeschÀftspraktik:

Eine Agentur sucht Autoren und schließt mit ihnen einen
Vermittlungsvertrag ab, der ausdrĂŒcklich keine Vorabkosten
verursacht, sondern mit der gÀngigen Agenturprovision agiert.

Nach ca. zwei Monaten vermittelt die Agentur tatsÀchlich einen
Verlag, der mit dem Autor einen gÀngigen Verlagsvertrag mit einer
Vorauszahlungsvereinbarung fĂŒr den Autor von 2.100,- Euro abschließt.
Dieser Vertrag soll rechtlich einwandfrei sein.

Der Verlag erhÀlt das Manuskript und empfiehlt vor der
Veröffentlichung ein Lektorat. Da der Verlag ĂŒber kein eigenes
Lektorat verfĂŒgt, empfiehlt man ein Unternehmen aus der Schweiz, mit
dem man schon lange und gut zusammenarbeitet.

Das schweizer Unternehmen schickt dann wiederum ein Angebot ĂŒber ein
Korrektorat zum Preis von ca. 12.000,- Euro mit dem Hinweis, dass man
diese Summe doch als Investition in die Autorenzukunft sehen solle.
Und hier schließt sich der Kreis, da der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des
Lektorats auch gleichzeitig der Inhaber der Agentur ist.

Oh, du wunderschöne Welt!!!

Es tut mir sehr leid fĂŒr alle Autoren, die sich ĂŒber das Interesse
der Agentur gefreut oder breits gar einen Verlagsvertrag
abgeschlossen haben. Und ich entschuldige mich dafĂŒr, dass ich nicht
verhindert habe, dass die romansuche.de fĂŒr solche Praktiken
missbraucht wurde.

In der Hoffnung, dass noch niemandem ein Schaden zugekommen ist
(außer vielleicht der jetzigen EnttĂ€uschung oder dem Verlust am
Glauben an das Gute)
verbleibe ich mit lieben GrĂŒĂŸen
Heike Prassel



****************************
Heike Prassel

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__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

Werke: 43
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Sachen gibt es!
Generell sollte man fĂŒr eine Veröffentlichung kein Geld bezahlen. Egal, ob es fĂŒr den Abdruck oder sonst eine Dienstleistung ist.

Wenn der GeschÀftspartner (also Verlag, etc.) etwas verkaufen will, gleichzeitig aber eine finanzielle Beteiligung verlangt, scheint er ja Bedenken zu haben, das investierte Geld wieder hereinzubekommen, das sollte man auf keinen Fall vergessen.

Das ist zwar eigentlich selbstverstÀndlich, aber ich erwÀhne es trotzdem nochmal.
__________________
Der ErnstFall Michael Schmidt

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Samara
Guest
Registriert: Not Yet

Ja, schwarze Schafe gibt es ĂŒberall. Gott sei Dank, habe ich einen sehr seriösen Agenten, der noch dazu hervoragende Arbeit leistet. Es ist immer notwendig, sich die Agentur genau anzuschauen. Mein Agent hat viele namhafte Autoren, da ist man auf der sicheren Seite. Hoffe, die BetrĂŒger haben nicht allzu viele Leute mit ihrer Methode einfangen können.
Puh! Lektorat fĂŒr 12.000 !!!
Das ist echt unglaublich

LG

die Sam

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Rechtschreibfetischistin
Hobbydichter
Registriert: Aug 2009

Werke: 0
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Das Thema ist zwar schon alt, aber ich hole es noch einmal hervor, weil es (leider) immer aktuell ist. Solche Agenturen und "Verlage" gibt es ja mittlerweile zuhauf. Ich Ă€rgere mich immer, daß ich nicht selbst so skrupellos bin, damit ließe sich sicherlich eine Menge Geld machen. Nein, so etwas tut man einfach nicht. Unbedarften Autorinnen und Autoren (und wer ist am Anfang nicht unbedarft? Den Literaturbetrieb kennt doch keiner. Ich am Anfang auch nicht) das Geld aus der Tasche ziehen fĂŒr nichts und wieder nichts. Mit TrĂ€umen und Hoffnungen spielen und gleichzeitig die EnttĂ€uschung vorzuprogrammieren.

Aber leider, leider gibt es das mehr, als man glaubt. Und viele Autorinnen und Autoren fallen darauf herein. Weil man nichts lieber liest als "Ihr Manuskript wurde angenommen. Wir sind daran interessiert es zu veröffentlichen." Schon allein das sollte jeden stutzig machen. Vor allem, wenn es das erste Manuskript ist, das man geschrieben hat oder einreicht und wenn die Antwort schon nach kurzer Zeit kommt und so eindeutig ist.

Ein Vertrag ist eine schöne Sache, aber auch VertrĂ€ge bedeuten keine Sicherheit, wie anscheinend viele meinen. Und ein Verlag, der kein eigenes Lektorat hat – wo gibt es denn so was? Sicherlich gibt es heutzutage kaum noch festangestellte Lektorinnen und Lektoren, aber jeder Verlag hat seine Lektorinnen und Lektoren, die er regelmĂ€ĂŸig auf freier Basis beschĂ€ftigt, oder – wenn es ein sehr kleiner Verlag ist – das macht die Verlegerin oder der Verleger selbst. WofĂŒr keinerlei Kosten anfallen.

Aber interessant ist das schon, sich erst mal als Agentur zu verkaufen, weil ja doch schon sehr viel ĂŒber die DKZVs (Druckkostenzuschußverlage) veröffentlicht wurde und mittlerweile vielleicht doch ein wenig Mißtrauen gegen solche Abzocker besteht. Also nennt man sich nicht Verlag, sondern Agentur, und damit ist das Mißtrauen erst einmal beseitigt. Scheint jedenfalls so.

Somit kann man nur raten: Holzauge, sei wachsam.

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Nina H.
???
Registriert: Jul 2002

Werke: 0
Kommentare: 223
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Solche Abzocker gibts leider nicht nur bei Autoren, man kennt das ja, Modelagenturen die fĂŒr horrende Preise ein paar Fotos von den jungen MĂ€dels knipsen, die ihnen dann den Weg auf die Laufstege in Mailand und Paris eröffnen sollen, angebliche Galeristen, die von den Malern abkassieren (und zwar mehr als ein paar Euro zum Sekt einkaufen), wenn sie eine Vernissage machen (besonders schön, wenn die dann in New York ist, wo es der KĂŒnstler schwer nachkontrollieren kann, in welcher Form das alles stattgefunden hat ...)

Menschen mit TrĂ€umen sind halt leichte Opfer. Besonders fies sind aber diese gewissen Agenturen, die erst spĂ€t damit rausrĂŒcken, dass massive Kosten enstehen.

Da sollte jeder schauen, an welche Verlage und welche BĂŒcher die Agentur konkret vermittelt hat. Schaut man bei den seriösen Vertretern alles auf der Homepage durch, wird man vielleicht sogar das eine oder andere Buch aus dem Handel wiedererkennen. Und klar schmĂŒckt sich eine Agentur gerne mit erfolgreich vermittelten BĂŒchern, die sich spĂ€ter gut verkauft haben. Schwierig wird es halt bei neuen Agenturen, abzuschĂ€tzen, wo die stehen. Allerdings ist ohnehin die Frage, ob man sich der anverstrauen möchte - auch wenn sie seriös ist, will man sich ja auch vielleicht nicht lĂ€ngerfristig binden, wenn man sozusagen das Versuchskaninchen spielen soll.
__________________
www.ninahorvath.at

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Ivor Joseph
Guest
Registriert: Not Yet

Danke fĂŒr die Information Ulrike,

wie ich im Netz gesehen habe, gibt es mehrere "seltsame" Verlage. Auch als Inserenten bei LL.

Liebe GrĂŒĂŸe, Ivor

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