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Leselupe.de > Ungereimtes
Bitten eines Kindes
Eingestellt am 30. 05. 2007 13:11


Autor
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Franka
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Bitten eines Kindes


möchte nur da sein dĂŒrfen
wie all die anderen GegenstÀnde in deiner Wohnung
doch fĂŒr sein Bild sei hier kein Platz
sagst du

möchte nur gemocht werden
so wie du deinen warmen Pullover magst
doch du frierst auch in ihm wenn du mich siehst
sagst du

möchte nur geliebt werden
so wie du deinen Mann und seine Kinder liebst
doch dein Herz hat nicht Platz fĂŒr uns alle
sagst du

ich bin doch ein Kind
ich bin doch dein Sohn
lass nicht zu
dass ich Vaters Schuld trage


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Milko
AutorenanwÀrter
Registriert: Nov 2006

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fesseln

meine augen verfolgen wort fĂŒr wort deines
bitten

eines kindes
ich höre ihre stimmen bis
quote :
________________________________
sagst du

ich bin doch ein Kind
ich doch dein Sohn
....
________________________________
dann verliere ich deine Schrift
in " Stummheit"
leider...sonst toll 9
p.s. was meinst du:
abkĂŒrzen in:
____________________________
sagst du

ich bin doch dein Sohn
lass nicht zu
Vater
________________________________
lieben gruss
gm
__________________
gedachtDenn die Einen sind im DunkelnUnd die Andern sind im LichtUnd man siehet dieIm LichteDie im Dunkeln sieht man nichtBerthold Brecht

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JoteS
Foren-Redakteur - tippende Inquisition
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Registriert: Oct 2003

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Hallo Franka

Ein ernstes Thema und eine grundsĂ€tzlich lohnende Betrachtung - allerdings etwas platt umgesetzt und ĂŒberverdichtet. Der "böse Opa" kommt am Schluss völlig unvermittelt und Zusammenhanglos ins Bild und ist schlichtweg einer zuviel. Überhaupt nimmt man Dir die Perspektive eines Kindes spĂ€testens mit dessen Auftreten nicht mehr ab.
Schon in der ersten Strophe ist der Gedankengang etwas sprunghaft.....

Andererseits spricht fĂŒr Deinen Text, dass auch ich durchaus beim Lesen eine gewisse Beklemmung empfand.

LG

JĂŒrgen

P.S.: Als "Vorwurfstext", als Retrospektive eines mittlerweile erwachsenen Kindes, idealerweise bis kurz vor Schluss im PrÀteritum geschrieben, könnte das funktionieren.
__________________
Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Franka
Foren-Redakteur
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Registriert: Feb 2006

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Hallo JoteS,

du nimmst mir die Perspektive des Kindern nicht mehr ab. Ich kann das akzeptieren, obwohl ich gerade bei diesem Werk die Worte eines dieser Kinder immer noch im Ohr habe. (Der Junge war sieben, musste zuhause auf dem BĂŒgelbrett schlafen, seine Mutter gab ihm die Schuld an seiner Geburt. Er kam rechzeitig und doch zu spĂ€t ins Heim, sein Lebenswille war nicht sehr stark, aber sein Wunsch nach Mutterliebe.)
Es war nicht mein Ziel mit diesem Werk Betroffenheit zu erzeugen, sondern möglichst sachlich, aber mit lyrischen Mitteln, diesen „Fall“ in Worte zu fassen.

Lieben Gruß
Franka

(die letzte Zeile habe ich gelöscht (dass ich fĂŒr ihn bĂŒĂŸe)

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Stoffel
gesperrt
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Registriert: Jun 2002

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Liebe Franka,

diese Zeilen erinnern mich an das Kind in mir.
Jemadn schrieb mal:
Die Kinderknakheiten der Seele,
treten im Erwachsenenalter hervor.
SpÀtestens dann, wenn man sich mit der Thematik auseinandersetzt, mit sich selbst. Das Kind mal in sich, zu Wort kommen lÀsst.

Ich finde in den wenigen Zeilen hast Du eine GefĂŒhlswelt, natĂŒrlich mit den Worten eines Erwachsenen,gespiegelt.
Was ich da empfinde beim lesen ist...
Nachempfinden,Traurigkeit,Aufarbeitung,Abschließen wollen/mĂŒssen...Betroffenheit.

Ich meine, es ist hart zu lesen (ich als Mutter zweier Kinder, Oma zweier Enkelinnen) wenn es so empfunden wird. "lass mich bitte, so wie andre GegenstĂ€nde, die Dir wichtig sind, da sein dĂŒrfen"

NatĂŒrlich hat nicht ein Kind das aufgezeichnet, diese Gedanken, sondern mit Abstand, Jahren, ein Mensch der mal Kind war.
Ok, ich werde aber auch bissl sauer. Was ist das fĂŒr eine Mutter, denke ich. So wie ich es lese, ein neuer Mann, kein Platz fĂŒr das eigene Kind.

Ich möchte solch Texte immer gern lieber mit "Abstand" auch lesen.

An so einem Text mag ich aber auch nicht mit "rum werkeln".

Ganz liebe GrĂŒĂŸe
Sanne

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strolch
???
Registriert: Jan 2004

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Kommentare: 539
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es gibt erlebnisse, da bekommt man nie den genĂŒgenden abstand, mn ist betroffen und bleibt es.
auch durch meinen beruf erfahre ich oft, dass solche erlebnisse in der kindheit durch das ganze leben mit gehen. auch im hohen alter sind die Àngste da und die betroffenen schreien in den nÀchten.

mich fragte mal eine heimbewohnerin, nachdem sie fluchtartig das bett verliesJ "was ist liebe?" _ ich fragte zurĂŒck was es fĂŒr sie ist. die antwort: " ein arschvoll."

lg brigitte
__________________
"Ich will nicht, daß Frauen Macht ĂŒber die MĂ€nner, sondern ĂŒber sich selbst erlangen."(Mary Wollstonecraft)

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