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Leselupe.de > Kurzprosa
Bitterböse Träume 5
Eingestellt am 08. 03. 2001 12:20


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Fredy Daxboeck
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"Mein Name ist Ansgar! Ich komme, hinterhältiger Mörder, und werde dich holen. Denn der Tod allein ist zu milde für dich." Mit diesen Worten, die Douglas für einen Moment irritierten, und die ihn nun endgültig überzeugten, dass es hier um mehr ging, als eine kleine Grenzstreiterei, trat Ansgar nach vorn und stürzte sofort laut brüllend auf seinen Gegner zu. Die Geschwindigkeit, mit der er die annähernd fünfzehn Schritt überwand, ließen Douglas unwillkürlich zurückzucken. Der Hüne machte aber nicht den Fehler, seinen Schwung zu nutzen und womöglich über Douglas’ ausgestrecktes Bein zu stolpern oder in seine Streitaxt zu laufen, sondern stoppte kurz vor ihm und ließ seine Keule kreisen, wobei er einen unmenschlichen Schrei ausstieß.
Douglas, der schon zur Seite ausweichen wollte, konnte gerade noch verhindern, in die
Reichweite dieser Keule zu laufen. Ein eisiger Schauer jagte ihm über den Rücken und er stolperte unsicher einen Schritt zurück. Fast hätte er Ansgar unterschätzt. Er verlagerte sein Gewicht nach rechts und hieb mit der Streitaxt nach den Knien seines Gegners. Der zuckte aber behende zurück und seine Keule traf mit voller Wucht Douglas an der linken Schulter. Der Schlag war so stark, dass Douglas von den Beinen gehoben wurde und zurücktaumelte. Er fühlte keinen Schmerz in der Schulter, aber sein Arm baumelte sofort kraftlos herunter. Die restlichen Krieger der Cawener, die sich im Halbkreis um die Kämpfenden aufgestellt hatten, und so Douglas nicht die geringste Chance zur Flucht gaben, grunzten zufrieden. Ansgar setzte sofort nach und trat nach ihm, wobei er sein ganzes Gewicht einsetzte. Douglas konnte im letzten Moment zur Seite weichen und dem Tritt entkommen, stürzte aber und rollte über die rechte Seite ab. Gewandt sprang er trotz seiner Schmerzen, die mit einem Male in der linken Schulter aufbrüllten, auf die Beine. Zischend zerteilte seine Streitaxt die Luft, als er nach dem Hünen schlug, aber der duckte sich unter seinem Schlag weg und schwang abermals seine Keule. Douglas riss sein eigener Schwung mit und er konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Ihm blieb die Luft weg, als ihn sein Widersacher mit voller Wucht in der rechten Hüfte traf. Er stürzte zur Seite weg wie ein gefällter Baum, und japste jaulend nach Atem. Ansgar zeigte ihm ein hasserfülltes Grinsen. Obwohl Douglas als einer der besten Kämpfer in seinem Dorf galt, hatte er gegen diesen Riesen nicht die geringste Chance. Mit verzweifelter Wut und Tränen des Schmerzes in den Augen stemmte er sich hoch und versuchte mit einem schwungvollen Hieb seiner Streitaxt Ansgar die Rippen zu brechen. Aber der Schlag verpuffte wirkungslos. Nur dessen Felljacke trug einen kleinen Riss davon. Ansgar ließ ein hässliches Lachen hören. Douglas rauschte das Blut in den Ohren, rote Lichter kreisten vor seinen Augen und die Schmerzen schienen ihn in der Mitte auseinander reißen zu wollen. Er wollte den Gegner treffen und töten, aber der war, obwohl riesenhaft von Wuchs, schnell und geschmeidig wie ein Wiesel. Unendlich langsam hob Douglas seine Streitaxt, sie schien Tonnen zu wiegen; das Bild seines Gegners verschwamm vor seinen Augen. Ansgar hob zähnefletschend die Keule und zertrümmerte Douglas mit einem gezielten Hieb, vor Freude grunzend, das rechte Handgelenk. Die Streitaxt fiel in weitem Bogen zur Seite, wo sie klirrend an einem Felsen abprallte. Brüllend vor Schmerz und Enttäuschung wartete Douglas auf den letzten, tödlichen Schlag. Er hob den rechten Arm, seine Hand baumelte schlaff herunter, um den Kopf zu schützen; und wusste doch, dass er unterlegen war. Der Hüne hob ein letztes Mal die Keule, schnaubte dann aber höhnisch und trat Douglas verächtlich in die Rippen, wie einen räudigen Dorfköter, der ihm zu nahe kam. Mit groben Fäusten zerrte er ihn in die Höhe und stieß ihn vorwärts. Er wurde sofort von einem Dutzend Händen empfangen und unter wüsten Beschimpfungen weiter verprügelt und anschließend mit starken Lederriemen gebunden. Aber das merkte er schon nicht mehr. Als die ersten, wuchtigen Schläge auf ihn niederprasselten, wogte schwarze Dunkelheit heran, legte sich über sein Bewusstsein und nahm ihm die Schmerzen. Unter lautem Triumpfgeheul brachten die Krieger ihren Gefangenen in ihr Dorf.

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sieh hinter den Horizont und finde . . . mich
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Fredy Daxboeck
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Hallo Sanne

ob du etwas verpasst hast, kann ich nicht sagen
aber da waren weiter unten noch 4 davon
. . . ist erst der prolog

danke für's lesen und liebe Grüße

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wir sollten öfter über unsere Grenzen sehen . . .
das Glück liegt nicht immer neben uns

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