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Leselupe.de > Ungereimtes
Bittere Erkenntnis
Eingestellt am 29. 05. 2002 23:15


Autor
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Ludwig-von-Herzburg
???
Registriert: Apr 2002

Werke: 29
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„Bittere Erkenntnis“


Die Zeit – totgeschwiegen
Mit Worten die in Blicken wohnen.
Die stechend sich verlieren,
In gef├╝hlskaltem Raum.

Deine Augen - einst verf├╝hrerisch
Sind vernebelt und getr├╝bt,
Vom Hass der ungesagten
Entt├Ąuschten Worte.

Die Gef├╝hle des Gl├╝cks -
Sind fort und geflohen.
Konnten nicht bestehen,
In verlogener Sph├Ąre.

Bebende Lippen –
Inmitten gespannter Muskelstr├Ąnge.
Gesichtsz├╝ge die gepr├Ągt
Von Anklage und Verlorenheit.

Mein Traum – vom s├╝├čen W├Ârtchen „Ja“,
Gehaucht aus sanftem Kussmund.
Der Glanz Deiner funkelnden Augen,
Die Gl├╝cksgef├╝hle offenbaren.

Gestorben mit der Zeit
Und der L├╝ge,
Um meinen Verbleib
Von letzter Nacht.

__________________
Dichtung ist die Kunst,
Gef├╝hle auszudr├╝cken
ohne l├Ącherlich zu wirken!

Version vom 29. 05. 2002 23:15

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gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 132
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Hallo Ludwig v.H.,

ganz und gar kann mich Dein Gedicht nicht ├╝berzeugen. Aber es scheint mir ein ernsthafter Versuch zu sein, Gef├╝hle auf Deine eigene Weise auszudr├╝cken.

Ich kann Dir nicht allzuviel sagen, weil ich bei meinen eigenen Sachen meist gar nicht erst versuche, neue Bilder zu finden. Aber Worte, die in Blicken wohnen gef├Ąllt mir als Metapher f├╝r nichtgesagte Worte, von denen man aber durch den Blick wei├č, dass sie gerade gedacht werden. Das ist der Grund daf├╝r, dass ich diesen kleinen Kommentar schreibe.

Manche Aussagen wiederholst Du, verbindest sie aber mit einem -und-, als ob es zwei verschiedene w├Ąren:

Sind vernebelt und getr├╝bt - Sind fort und geflohen

meinem Gef├╝hl nach k├Ânnte man sie jeweils stehen lassen, wenn man sie nur durch ein Komma trennt. Auf diese Weise w├Ąre das zweite Wort eher als eine Variation des ersten zu verstehen. Ich bin nicht ganz sicher, aber vielleicht denkst Du mal dr├╝ber nach.

Auch bei Gesichtsz├╝ge die gepr├Ągt w├Ąre an Stelle des -die- ein Komma angebracht, oder eben ein abschlie├čendes -sind-.

Ich glaube, dass die Sprache eines Gedichtes m├Âglichst einfach sein sollte. Auch wenn ├Ąu├čerst komplizierte Vog├Ąnge beschrieben werden. Das ist kein Widerspruch. Die Kunst liegt darin, die Dinge ein winziges bisschen anders zu beschreiben, als es gew├Âhnlich geschieht. Diese Unterschiedlichkeit darf nicht gro├č sein und nicht k├╝nstlich wirken. Deshalb sollte man auch unbedingt auf das Umstellen des Satzbaus verzichten, das man sehr h├Ąufig antrifft. So w├Ąre m.E. in der L├╝ge besser als In verlogener Sph├Ąre usw. Auch Muskelstr├Ąnge w├Ąren vielleicht besser durch einen weniger anatomisch klingenden Begriff zu ersetzen.

Aber das sind mehr oder weniger spontane ├ťberlegungen, mit denen ich Dir u.a. auch zeigen will, dass ich Dein Gedicht gelesen habe :o)


Gr├╝├če
gareth


__________________
Wie h├Ąsslich ist ein schr├Ąges Treiben,
da lob ich mir mein tr├Ąges Schreiben.

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Ludwig-von-Herzburg
???
Registriert: Apr 2002

Werke: 29
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Lieber gareth!

Das ist die Art von Kritik, welche ich in meinem Profiltext meinte. Danke, f├╝r das Lob und die guten Tips! Ich werde sie mir durch den Kopf gehen lassen, wobei ich Dir jetzt schon sagen kann, da├č ich einige auf alle F├Ąlle umsetze.
Vieleicht "├╝berzeugt" Dich ja eines meiner anderen Werke!?
Es w├╝rde mich freuen! :-)

Liebe Gr├╝├če Ludwig
__________________
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