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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Blacks Tagebuch
Eingestellt am 10. 02. 2019 19:57


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Kika
Hobbydichter
Registriert: Feb 2019

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Ein Tag wie jeder andere
Morgens um halb acht habe ich meine Leute solange genervt bis sie endlich aufgestanden sind. Unglaublich wie lange diese Penner im Bett rumliegen morgens. Aber ich weiß wie ich die wach kriege. Besonders Herrchen ist da sehr hartnäckig, er muss aber raus, sonst gibt´s kein Frühstück. Da hilft nur Füße abschlecken. Den Trick hat mir Frauchen gezeigt, der wirkt immer. Er quiekt dann so komisch, steht dann aber meist auf.

Inzwischen ist es acht Uhr, endlich ist Frauchen fertig und wir gehen spazieren. Wir haben meinen Freund Hanky getroffen und ein bisschen gespielt und rumgekabbelt. Wir sind über die Wiese gerannt und durchs Gebüsch gesaust und danach geht es ab schnell nachhause. Hoffentlich hat Herrchen mein Frühstück fertig.

Jupp, braves Herrchen mein Frühstück ist fertig es gibt Pellets mit grünem Pansen, den hat Frauchen gestern Abend zum auftauen auf die Fensterbank gestellt. Herrchen hat noch ein wenig Dosenfutter dazu gegeben. Hhm, es geht nichts über ein gutes Frühstück.
Neun Uhr, Herrchen ist beim Zahnarzt, Frauchen backt Brot und ich liege mitten in der Küche.Ich muss schließlich genau überwachen was sie da macht. Wow, jetzt kippt sie Bier in den Brotteig, das stinkt komisch. Dann stellt sie den Brotteig in den Backofen, sie sagt er muss gehen. Ich beobachte das, aber der Teig geht nirgendwohin, er steht einfach nur im Backofen und damit er sich nicht fürchtet ist das Licht im Backofen an.

Danach schält Frauchen Möhren und Kartoffeln. Es gibt Gemüsesuppe sagt sie. Schade, kein Fleisch heute, ich lege mich mitten in die Küche und döse ein wenig.Es ist kurz nach zehn Uhr morgens, Herrchen ist vom Zahnarzt zurück. Er sieht inzwischen wieder ganz normal aus, am Wochenende hat er wie eine englische Bulldogge ausgesehen. Er hatte eine ganz dicke Backe und sah irgendwie komisch aus.

Jetzt sitzt er vor dem PC und zockt schon wieder. Puh ist das langweilig, ich werde nie verstehen warum die zwei stundenlang vor so einer Kiste sitzen können. Ab und zu kommt aus der Kiste auch Musik, meist klickt es aber nur so komisch. Bei Frauchen klingt das besonders nervig, die haut mit allen zehn Fingern wie besessen auf das Brett ein, stiert dabei auf den Monitor und es gibt dabei klickende Geräusche. Ich döse trotzdem ein wenig neben dem Schreibtisch.

Inzwischen ist es halb elf und Frauchen holt den Brotteig aus dem Backofen. Der Teig ist entweder schon wieder da oder er war gar nicht weg. Das hätte ich ja merken müssen, ich habe ja hier alles unter Kontrolle und der Teig ist nirgendwohin gegangen, da bin ich mir sicher. Also Frauchen füllt den Teig in eine Form und stellt ihn wieder zurück. Die Temperatur dreht sie jetzt hoch und das Brot muss jetzt eine Stunde backen. Danach Macht sie Smoothies von dem Obst das sie aufgetaut hat und stellt sie in den Kühlschrank.

Ich schau zu wie sie die Betten macht, die Fenster aufreißt und anschließend das Geschirr spült. Sie wurschtelt in der Küche rum und ich pass auf das sie sich nicht wieder schneidet. Gestern hat sie Gemüsenudeln gemacht, mit so einem komischen Teil, da presst man die Karotten oder das Gemüse rein und es kommen Spiralen raus. Dabei hat sie sich zweimal geschnitten. Wenn sie mehr Fleisch essen würden, wäre das nicht passiert und da sagen sie immer Gemüse wäre gesund, tzz.

Es ist ein Uhr mittags, Gassi gehen mit Frauchen, war auch Zeit, dachte schon die geht gar nicht mehr von der Kiste weg. Wir laufen an der Mulde entlang und ich habe ausgiebig Zeit zum Zeitung lesen.
Es ist vierzehn Uhr und wir sind von unserem Spaziergang zurück,Herrchen ist weg, er ist beim Augenarzt sagt Frauchen. Bei dem ist heute wohl der Tag des Arztes. Frauchen kocht sich grünen Tee und nimmt das fertige Brot aus dem Backofen.

Es klingelt und ich melde pflichtgemäß da kommt jemand. Frauchen lobt mich und der Paketbote bleibt schön draußen stehen und gibt die Pakete ab. Der soll ja draußen bleiben, ich knurre leise vor mich hin damit der Typ Bescheid weiß.Wenn ich früher gebellt habe, dann hat Herrchen noch lauter gebellt und wir haben dann geschaut wer lauter bellen kann, meistens habe ich gewonnen.

Neuerdings läuft das aber etwas anders ab. Wenn ich laut belle und Meldung mache loben sie mich ausgiebig statt dagegen anzubellen. Ich glaub sie haben aufgegeben und gemerkt dass ich doch lauter bellen kann. Allerdings kommt dann immer das Kommando Sitz. Ich knurre nur noch leise vor mich hin. Auftrag bellen ist ja erledigt und werde sogar dafür getätschelt, nur warum ich dann immer Sitz machen soll, das weiß ich echt nicht. Aber versteh einer die Zweibeiner, manchmal fehlt ihnen halt doch was.

Fünfzehn Uhr, Frauchen sitzt wieder vor der Kiste und bearbeitet Fotos, liest was es Neues gibt und haut dann wieder wie wild in die Tasten. Dann spielt sie Backgammon, jemand muss ihr Uhu auf den Stuhl geklebt haben, denn sie kann sich mal wieder nicht vom Computer losreißen.

Sechzehn Uhr, Herrchen kommt endlich wieder vom Augenarzt zurück. Dann sitzen wir alle vor der Glotze, sogar Frauchen. Eigentlich sagt sie immer Fernsehen würde verblöden, deshalb sieht sie eigentlich sehr selten Fernsehen. Herrchen hockt öfter davor, aber bisher ist er noch nicht verblödet.

Es ist fünf Uhr nachmittags, Gassi gehen mit Herrchen ist angesagt. Inzwischen richtet Frauchen mein Abendessen und das für Herrchen. Danach sitzt Herrchen wieder vor der Glotze und Frauchen liest ein Buch und hört Musik. Da lege ich mich dann vor das Sofa uns döse ein bisschen vor mich hin.

Irgendwann zwischen dreiundzwanzig Uhr und Mitternacht gehen sie dann ins Bett. Ich lege mich dann davor und wechsle ab und zu den Platz. Mal liege ich in meinem Knuffelwuff-Hundebett, mal vor Frauchens Bett. Gäähhhn, so jetzt schlaft schön bis ich euch morgen früh wieder wecke.

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