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Leselupe.de > Ungereimtes
Blau, gelb, violett, alleinzig
Eingestellt am 07. 03. 2009 18:58


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Vera-Lena
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Blau, gelb, violett, alleinzig

Schmalbr├╝stig er├Âffnet Krokus
sein Bl├╝tenherz
hinein
in den Baumschlummer.

Sp├Ąter Fr├╝hling erst
l├Ąsst Birkenzeit werden;
lustige, lebensfr├Ânende,
br├╝nstige Zeitweil,
Brennessel-zerschreddert;
glutm├Ąulig von Rosenm├╝ndern
verk├╝ndeter Herbst-Tod dann.

Lang schon vertr├Ąumt
der allzu Fr├╝he
im Dunkeln
die kelcherf├╝llten
seufzenden Stunden.






__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Heidrun D.
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Liebe Vera-Lena,

mit diesem Text habe ich Schwierigkeiten, weil die Bilder (f├╝r mich) nicht stimmig sind.

Der Krokus wirkt auf mich eher wie ein kleiner Panzerknacker, ein strotzendes Kraftpaket, dickstielig, kompakt und durchsetzungsf├Ąhig. Keineswegs aber schmalbr├╝stig.

F├╝r mich verk├Ârpert er den Aufbruch & Triumph des Fr├╝hlings, Zuversicht, auch Risikofreude.

Insofern kann ich mich mit diesem Text (und das ist das erste Mal bei all deinen Gedichten) nicht anfreunden.

Fr├╝hlingsgr├╝├če
Heidrun

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Liebe Heidrun,

das haben Bilder in Texten so an sich, dass jeder etwas Anderes in ihnen sieht.

Wenn ich den langgezogenen Bl├╝tenkelch des Krokus betrachte, kommt er mir schmal vor und wenn ich an sein Bl├╝tenherz denke, dass sich dort in der Tiefe des Kelches befindet, kommt er mir "schmalbr├╝stig" vor.

Nun aber zur Aussage dieses Textes, denn die ganze Pflanzen-und Bl├╝tenwelt ist ja nur ein Vorwand, um das, was ich meine sch├Ân indirekt vermitteln zu k├Ânnen.

Da erwacht der Krokus schon so fr├╝h im Jahr zum Leben, verschenkt seine ganze Sch├Ânheit, seine ganze Liebe, aber an wen nun bitte? Alle schlafen ja noch. Das, was er sich w├╝nscht und was in der zweiten Strophe beschrieben wird, findet ja erst statt, wenn er schon verbl├╝ht ist.
Auch den Herbst erlebt er nicht mehr, der ja dann auch immer noch seinen eigenen Reiz hat, wenn die Bl├╝tenwelt, bevor sie dahin ist,noch einmal heftig aufleuchtet.

Ja, da ist er dann schon lange wieder auf sich selbst zur├╝ckgeworfen in der Erde und tr├Ąumt wieder und wieder von den sehnsuchtserf├╝llten Stunden, die ihm keine Erf├╝llung brachten, keine Erwiderung seines Liebesverlangens.

Das waren so meine Gedanken, als ich diesen Text verfasst habe.

Danke f├╝r Deine Antwort, liebe Heidrun, die mir, wie immer, viel bedeutet.

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


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