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Leselupe.de > Horror und Psycho
Blau - verschollen im Meer
Eingestellt am 11. 08. 2006 12:02


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TimKlueck
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Rot, das im Meer verschwindet

Dieser Tag spie Flammen.
Lilly strich mit ihren schmutzigen Fingern ĂŒber die schorfigen Lippen und blickte an sich herab. Das Kleid, das so gut ihre kleinen BrĂŒste und schlanken Beine betont hatte (wie sie in endlosen Stunden vor dem Spiegel herausgefunden hatte) klebte an ihrem Körper, fleckig von Salzwasser, Schweiß und getrocknetem Blut. Ihre Oberarme und Schenkel waren ĂŒbersĂ€ht mit Malen und der rechte Knöchel pochte aus der faustgroßen Schwellung. Es war der vierte, glaubte das MĂ€dchen, jedenfalls, wenn es die Wechsel von sengenden Tagen und eiskalten Nachtwinden richtig gezĂ€hlt hatte.

Immer seltener hob sie den Kopf ĂŒber den Rand des kleinen Bootes, um nach Rettung Ausschau zu halten, irgendwo am Horizont vielleicht einen winzigen Punkt zu entdecken, der ihr noch Hoffnung machen konnte, nach diesem - sie wusste nicht, wie sie es nennen sollte - etwas, das sie nur aus Filmen oder Nachrichten von UnglĂŒcken fremder Menschen kannte. Dieses etwas hatte vor vier Tagen alles verschlungen, ihre Familie, die Passagiere, die Hochseeyacht mitsamt dem BootsfĂŒhrer und der Viermannbesatzung. Und nur sie selbst und Mr. Calahoe hatte es auf diesem Rettungsboot zurĂŒckgelassen.
Wohin Lilly auch blickte, die Welt um sie herum war Blau, nur die kleinen Wellen glucksten und Ă€nderten stĂ€ndig ihre Form. Der gleißende, weiße Kreis der Sonne stand ĂŒber ihnen, so als brenne jemand mit einer riesigen Lupe ein Loch in das diesige Himmelsdach, wie in ein StĂŒck Papier. Lilly sehnte sich die KĂŒhle des Abends herbei und schluchzte.

Sie krĂŒmmte sich und versuchte hinter dem Rand des Bootes Schatten zu finden und ĂŒberlegte, ob es wohl besser wĂ€re ihren aufgeschĂŒrften Knöchel in das Wasser zu halten, um die Schwellung zu kĂŒhlen. Doch der Bootsrand war zu hoch und das Sitzen darauf wĂ€re zu anstrengend. Sie kauerte sich enger an die Holzplanken und legte das pinke TĂ€schchen, das ihr als einziges geblieben war ĂŒber das Gesicht.

Er drang in sie ein. Sie bemerkte ihn zuerst in ihrem Hals und daran, dass es schmerzte, wenn sie ihre Zunge bewegte. Doch jetzt spĂŒrte sie ihn tiefer - in ihrem Inneren, in ihrer brennenden Lunge und im Kopf. Der Tod hatte einen Helfer, den Durst - nie hĂ€tte sie gedacht, dass man es im Kopf spĂŒrte, wenn man verdurstete. Sie wĂŒrde hier sterben, einschlafen und sterben und nichts mehr spĂŒren. Dieser hĂ€ssliche Gedanke ließ sich fortan nicht mehr vertreiben. Lilly tastete nach der Colalightflasche in der Tasche und versuchte am GerĂ€usch die Menge der restlichen FlĂŒssigkeit zu schĂ€tzen. Ja es war noch da. Nicht mehr viel, aber es war noch etwas da. Sie hatte versucht so gut es ging sparsam zu sein. Ein Schluck jetzt, nur ein kleiner Schluck. Sie drehte vorsichtig am Verschluss und erinnerte sich an das GefĂŒhl eines samtenen Nasses, das ihre festgeklebte Zunge löste.

Mr. Calahoe murmelte am anderen Ende des Holzbootes vor sich hin, doch sie machte sich nicht die MĂŒhe aufzublicken. Jede Bewegung kostete Kraft. Seit zwei Tagen sprachen sie nur noch wenig miteinander. Sei es, weil sie zu schwach waren oder, weil es nichts mehr zu besprechen gab. Er blieb ein Fremder, einer, von vielen flĂŒchtigen Bekanntschaften ihrer Eltern. Ein Fremder jedoch, der sie letzte Nacht beobachtet hatte, wie sie den Slip abgestreift, das Kleid hochgeschoben und ungeschickt versuchte hatte ĂŒber den Rand zu pinkeln. Das Kleid wurde dabei schrecklich nass. Sie erinnerte sich an Calahoes im Mondlicht weiß schimmernden Augen. Noch immer war ihr ganz fahl im Magen.
Seitdem sprach sie nicht mehr mit ihm, und jetzt gab es sowieso nur noch das Schaukeln und PlÀtschern und die Glut auf ihrer Haut.

Als Lilly die Zunge bewegte, zuckte ein Schmerz durch ihren Gaumen. Mr. Calahoe setzte sich schnaufend auf. Sie spĂ€hte durch ihre halb geöffneten Lider. Sein Hemd war zerrissen und dreckig. Das Gesicht, besonders sein NasenrĂŒcken und unterhalb der Augen, glĂ€nzte rot verbrannt und auf seiner Glatze platzten Hautfetzen ab. Er tastete in der Hosentasche und steckte eine Pille in den Mund. Es knirschte zwischen seinen ZĂ€hnen, als er sie grinsend zerbiss. Gott, seit Tagen trieben sie auf diesem Boot, wie ein StĂŒck trockenes Holz und er schluckte einmal tĂ€glich seine Herzpillen. Er stierte sie wieder an. Das war eklig. Platsch, platsch. Kleine Wellen schwappten gegen das Holz des Rettungsbootes. Sie schloss die Augen und das monotone Auf und Ab lullte sie ein.

Lilly bemerkte den Schatten ĂŒber sich erst sehr spĂ€t. Die Helligkeit blendete sie, als sie die Augen aufriss.
„Gib mir die Flasche!“
Er stand vor ihr, eine mĂ€chtige Silhouette, breitbeinig und schwankend. Erst jetzt fiel ihr seine enorme GrĂ¶ĂŸe auf. Lilly zog die Knie an und versuchte sich aufzusetzen. In ihrem Kopf hĂ€mmerte es.
„Denkst wohl, ich merke nicht, wie du sie versteckst?“
Er kam einen Schritt nÀher und ruderte mit seinen Armen, um das Gleichgewicht zu halten.
„Nein, weg, es ist meine Flasche!“, rief sie und stopfte das TĂ€schchen hinter ihren RĂŒcken. Der Bulle fuchtelte wild.

„Zum Teufel damit, und wenn ich nicht aufpasse ist sie leer und du hast alles alleine gesoffen!“
Er streckte seine Arme aus.
„Gib sie mir!“
„Es ist nicht genug da. Wir wissen nicht, wie lange es noch dauert, bis sie uns finden.“
„Vielleicht tot ja, meinst du das?“
Mr. Calahoes Lachen ĂŒberschlug sich und ging in ein Gurren ĂŒber, bis er sich plötzlich verschluckte und hĂ€sslich hustete. Jetzt sah sie die tanzenden Bartstoppeln um seine aufgeplatzten Lippen. Lillys Magen verkrampfte sich und ein Stich fuhr ihr ins GesĂ€ĂŸ.

„Gib mir das Trinken!“
„Es ist noch zu frĂŒh! Ich habe ihnen schon vorhin gegeben.“
„Du willst es fĂŒr dich alleine! Denkst wohl, ich hab nicht gesehen, wie du die Flasche versteckst!“
Er packte sie am Knöchel, sehr grob. Lilly hatte keine Zeit, Mr. Calahoes Angriff auszuweichen. Sie versuchte sich loszustrampeln, stieß jedoch gegen ihre Schwellung und verzog schmerzverzerrt das Gesicht. Mr. Calahoes FingernĂ€gel gruben sich tief in ihr Fußgelenk. Das Kleid war dabei nach oben gerutscht, ĂŒber die Schenkel. Mit offenem Mund glotzte er zwischen ihre Beine. Das Schwein starrte auf ihren Slip.
„Nein! Nicht!“
Sie schrie und strampelte ohne auf den geschwollenen Knöchel zu achten. Ihr Fuß schnellte mit einer verblĂŒffend harten Entschlossenheit hervor und traf frontal seine Kniescheibe. Es machte ein sehr hĂ€ssliches GerĂ€usch und hörte sich an, wie das Brechen eines Holzbrettchens.
Etwas in seinem Knie musste kaputt gegangen sein. Der Baum wankte. Mr. Calahoe sank fluchend in die Knie und schon begann es ihr leid zu tun.

Er taumelte, machte eine bizarre Körperdrehung, die Hand um sein Knie haltend, und schlug mit dem Kopf gegen die Planken. Sein Wimmern hallte ĂŒber das Meer und Lillys Körper durchfuhr ein Schauer.
„Verdammt, du hast es mir gebrochen, verdammtes Luder!“
Er zog sich zum Ende des Bootes, wendete sein blutverschmiertes Gesicht ab und heulte auf, wann immer er das getroffene Bein bewegen musste.
Nur langsam entspannten sich Lillys Muskeln und sie öffnete ihre FÀuste.


Es dauerte lange bis sein Jammern weniger wurde. Lilly hatte kein GefĂŒhl mehr fĂŒr die Zeit. Ein warmer Wind strich durch ihr Haar und sie bemerkte, dass die Sonne sehr tief stand und das Meer glitzerte. Sie öffnete die Schnallen der Tasche, zog die Flasche heraus und schraubte den Deckel ab. Sie blickte Ă€ngstlich zu Mr. Calahoe, als sie trank. SĂŒĂŸe, kostbare FlĂŒssigkeit rann ihre Kehle hinab und dieser Augenblick wĂ€hrte doch so schmerzlich kurz. „Gott“, dachte sie, „wie sollte sie das nur ĂŒberstehen?“
Platsch, platsch.

Calahoe drehte langsam seinen Kopf. Lilly blieb achtsam und ließ ihn nicht aus den Augen. Er blinzelte und schĂŒtzte mit der Hand seine Augen vor dem flachstehenden Sonnenlicht. Sein Blick verharrte in der Ferne. Jetzt entdeckte auch sie den kleinen, schwarzen Punkt am Horizont.
„Sie kommen, sie kommen! Hier sind wir! Hiieeer...“
Lilly schrie und riss die Arme mit letzter Kraft in die Höhe. Ihr Boot schaukelte gefĂ€hrlich. Lilly reckte sich auf, zerrte das Kleid ĂŒber den Kopf, um es wie eine Fahne zu schwenken. Auch Calahoe hob jetzt endlich seine Arme und krĂ€chzte so laut er konnte.

Vielleicht fĂŒnfzehn Minuten, Calahoe kauerte bereits wieder eingesunken am Bootsrand, vielleicht dreißig Minuten, schrie sie sich das Leben aus dem Leib, bis Ihre Kehle unertrĂ€glich brannte und bis sie bemerkte, dass das Schiff nicht nĂ€her kam, kein winziges StĂŒckchen nĂ€her, sondern sich wieder entfernte. Es setzte einfach seinen stinknormalen Weg fort. Bemerkte sie nicht, ĂŒbersah sie.
„Nein, oh, bitte nicht! Hier sind wir doch!“
Lilly stand fassungslos nach Atem ringend und blickte verzweifelt auf das Rot der im Meer verschwindenden Kugel. Wie konnte es sein, dass sie das kleine umher treibende Boot nicht bemerkten? Der dunkle Punkt am Horizont wurde kleiner und kleiner und verschwand schließlich ganz hinter den schwarzen Wellen.

Lilly weinte und legte sich auf den Boden. Ihr wurde kalt nur in BH und Höschen und sie begann zu zittern und zog das Kleid wieder ĂŒber. Eine unruhige, windige Nacht brach ĂŒber sie herein. Einmal wachte sie auf und hörte Calahoes Schluchzen, dann meinte sie, dass der Wind sang. Ja, er sang. Dann schlief sie wieder ein und ein neuer, sengender Tag zog am Horizont auf. Es war der fĂŒnfte, wenn sie richtig gezĂ€hlt hatte.
Klong, klong, klong.
Calahoe schlug dreimal mit seiner GĂŒrtelschnalle gegen den Bootsrand.
Lilly wurde schlagartig aus ihrem DĂ€mmerzustand gerissen und war jetzt hellwach.
„Gib mit die Flasche“, sagte er und sie hatte den Eindruck, dass in seiner Stimme keine List lag.
„Was wollen sie noch? Sie ist doch leer.“
„Dann kannst du sie mir ja geben. Du hast mir schon genug Unheil gebracht.“
Er deutete auf sein lahmes Knie, das er mit seinem Halstuch notdĂŒrftig verbunden hatte.
„Mach schon.“
Etwas blitzte in seinen leidenden Augen.
Sie kramte die Flasche aus ihrer Tasche heraus. Ein kleiner Rest von brauner FlĂŒssigkeit klebte noch auf dem Flaschenboden.
Lilly ĂŒberlegte kurz, schmiss sie ihm dann aber zu. Er sollte es haben. Scheppernd schlug sie auf das Holz vor seinen FĂŒĂŸen.
Er riss die Flasche an sich und leckte gierig die letzten Tropfen heraus.
Dann öffnete er den Knopf seiner Hose und zog seinen Hosenschlitz auf. Lilly biss sich auf die Lippen. Calahoe setzte sich auf, drehte sich seitlich, hielt die Flasche unter den Hosenschlitz und – pinkelte hinein.
Er fĂŒhrte stumm die Flasche an seinen Mund und trank.

Lilly starrte auf die kleine Ritze am Boden. Sie spĂŒrte TrĂ€nen in ihren Augenwinkeln und zuckte zusammen.
Die Flasche schlug scheppernd vor ihren FĂŒĂŸen auf.
„Piss das nĂ€chste Mal da rein. Es ist das Einzige, was es ab sofort noch gibt.“
Sie rĂŒhrte die Flasche nicht an. Auch nicht, als sie einen leichten Druck in ihrer Blase spĂŒrte. Ekel stieg in ihr auf. Einmal glaubte sie ein Dröhnen zu hören und suchte den grellen Himmel ab.
Platsch, platsch. Doch es war nichts.
Der Mond zog auf und der Wind sang wieder. Das Meer glitzerte silbern.
Lilly zog zitternd die Flasche an sich. Sie tastete in ihrem Höschen und drĂŒckte den Flaschenhals dagegen. Dann schloss sie die Augen und entleerte ihre Blase.
Der Urin schmeckte bitter, aber es war nicht so schlimm, wie sie dachte. Er rann ihre Kehle hinab und löste die trockene Zunge.
Langsam lies sie die Flasche sinken. Sie betete das Vater Unser und schlief ein, ohne es zu beenden. Am Horizont schimmerte bereits der neue Tag. War es der sechste?
Lilly wusste es nicht mehr.
Sie schlief wieder ein und wachte auf. Schlief wieder ein und Mutter beugte sich herab und kĂŒsste sie auf die SchlĂ€fen und sie roch das Rosenwasser auf ihrer Haut. Lilly wachte erschrocken auf. Es brannte und es wankte, es wurde kalt, bitter kalt und wankte und es wurde wieder dunkel. Sie konnte ihren Mund nicht mehr schließen. Sie versuchte sich zu rĂ€uspern, doch es blieb ihr in der Kehle stecken.
Platsch, platsch.
Es ratterte und donnerte. Es wankte und donnerte.
Sie blinzelte in das grelle Licht. FĂŒr Sekundenbruchteile meinte sie einen schwarzen FlĂŒgelschlag gesehen zu haben. Sie wollte hochschnellen, sich noch ein letztes mal zusammen reißen. Doch ihre Beine gehorchten nicht mehr.
Hubschrauberrotoren. Es donnerte, ja es donnerte und wankte. Ein lauter, warmer Wind stĂŒrmte ĂŒber sie hinweg. Endlich! Sie spĂŒrte wie jemand sie anhob und sie lĂ€chelte, als es wieder Nacht wurde.



Version vom 11. 08. 2006 12:02

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TimKlueck
AutorenanwÀrter
Registriert: Aug 2006

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Überarbeitet

Hallo Leser,
wusste leider nicht so genau, in welche Rubrik ich die Story einstellen soll.
Psycho und Horror ist, denk ich, schon ein bisschen dabei, wenn man ohne Trinkwasser zu zweit auf einem kleinen Rettungsbot im Ozean ausharren muss.
Hab die Story noch einmal verĂ€ndert. Mich wĂŒrde vor allem interessieren, ob sie nun noch als Ganzes wirkt und nicht zusammengestĂŒckelt und so etwas wie AthmosphĂ€re aufkommt oder man einfach unberĂŒhrt bleibt und an was das liegt. (Manno Mann, immer diese BandwurmsĂ€tze ;-)

Und, habt ihr eine Idee fĂŒr einen anderen Titel?

Danke fĂŒr euer Lesen und Liebe GrĂŒĂŸe
Tim

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Felix
Manchmal gelesener Autor
Registriert: May 2006

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Hallo Tim

meiner Meinung nach passt deine Geschichte schon ganz gut in das Horror- und Psychoforum - jedenfalls wenn du sie noch etwas ĂŒberarbeitest.
Die angespannte AtmosphÀre zwischen Lilly und Mr. Callahoe solltest du noch wesentlich intensivieren. Lass besonders Callahoe in seinem Wunsch nach der Flasche aggressiver, eben psychopatischer werden.
Zeige noch ein bisschen direkter auf, was aus Menschen werden kann, wenn sie ganz auf sich allein gestellt um ihre Existenz kĂ€mpfen mĂŒssen.
Und denke vielleicht ĂŒber ein alternatives Ende nach. Die Spannung in deiner Geschichte bricht mir durch die plötzliche Rettung zu abrubt ab. Lass das Ende offen oder gestalte es wenigstens nicht durch und durch positiv, das gibt der ganzen Geschichte einen wesentlich dĂŒstereren Hauch.

Und was den Titel angeht, da fÀllt mir nun auf Anhieb auch keiner ein. Am besten kurz und aussagekrÀftig.
Hauptsache es klingt nicht nach Pro Sieben TV-Produktion

Felix
__________________
Show me a hero and I will write you a tragedy. F. S. Fitzgerald

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no-name
Guest
Registriert: Not Yet

Hi Tim,

herzlich willkommen in der Leselupe. ;-)

Du hast hier meiner Meinung nach eine gute und in sich stimmige Kurzgeschichte geschrieben. Ich habe einige Rechtschreibfehler gefunden, nichts Gravierendes oder extrem Störendes, aber die solltest Du in jedem Fall noch verbessern.

Weiter schließe ich mich Felix an, auch ich wĂŒrde ein offenes Ende der geschichte besser finden.
Was den Titel angeht, so wĂŒrde ich den auch Ă€ndern, vielleicht einfach in das verkĂŒrzte "Schiffbruch" - was meinst Du?

GrĂŒĂŸe von no-name.

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TimKlueck
AutorenanwÀrter
Registriert: Aug 2006

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Danke no-name, danke Felix fĂŒr die RĂŒckmeldungen.

Ja, das mit der Zuspitzung ist so eine Sache, an der ich noch arbeiten muss.
Mich plagte bis grad ein ganz anderes Problem.
Ein Leser der Story (außerhalb des Forums) meinte nach der LektĂŒre, dass der "Urinplot" zu grass sei und sehr unappetitlich obendrein, und dann noch Opa und MĂ€del, fast schon unzĂŒchtig. :-( Hab darauf hin nochmal die Story danach abgeklopft und kleine "Abmilderungen" angebracht. Was meint ihr dazu? Zu klibbrig oder so in Ordnung? Naja, bin mir da grad gar nicht mehr so sicher.

Greez
Tim

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Sunny Day
AutorenanwÀrter
Registriert: Apr 2006

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Hallo Tim,

also mir hat deine Geschichte ganz gut gefallen.
Ich hab mich beim Lesen gut hineinversetzen können, der ErzÀhlstil gefÀllt mir.

Zu grass finde ich den "Urinplot" nicht. Ich dachte nur, bei folgendem Teil könnte man etwas mehr schreiben.

quote:
Dann schloss sie die Augen und entleerte ihre Blase.
Der Urin schmeckte bitter, aber es war nicht so schlimm. Er rann ihre Kehle hinab und löste die trockene Zunge.
Langsam lies sie die Flasche sinken. Sie betete das Vater Unser und schlief ein, ohne es zu beenden.
Sicher hat sie die Flasche nicht genau getroffen, lief etwas ĂŒber ihre HĂ€nde? Hat sie sich geekelt beim Trinken, hat es sie ĂŒberwindung gekostet? Immerhin hat sie doch lange gewartet bis sie die Flasche benutzte. War ihr ĂŒbel danach?
Ich denke, dieser Teil ist so mit der Höhepunkt der Geschichte, du könntest ihn ruhig ausfĂŒhrlicher gestalten.


Hmm, mit dem Titel könnte man bestimmt was knackigeres finden, aber Titel suchen finde ich auch immer am schwersten. Da kann ich leider nicht weiterhelfen

Ach ja, und das Ende der Geschichte, ist zwar schön, dass sie gerettet werden aber gefĂŒhlsmĂ€ĂŸig finde ich, es passt nicht so ganz. Was offenes wĂ€re vielleicht besser, nachhaltiger.

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen


Liebe GrĂŒĂŸe
Sunny Day

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