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Leselupe.de > Gereimtes
Blaumeise
Eingestellt am 11. 08. 2009 19:34


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Grand
Hobbydichter
Registriert: Jun 2009

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Wonnig zog ich ein ins edel Herrenhaus,
Eine kleine Blaumeise wohnt ihm ein,
Es plagt sie aush├Âhlend eine Hungerpein.
In ihrem Auge rund haust der Graus,
Der Wangenfleck wei├č von brutalem Schlage:
Gefangen seit dem verderblich Urteilstage.

Scheu legt sich das Herz in meine Hand
Und begierig schluckt der Schnabel jeden Kern.
Der Sinn st├╝rzt schon bald in Irre fern,
In Angst verklemmt der letzte Verstand.
Wenn die gebrochnen Fl├╝gel noch schl├╝gen,
Fielen aus ihnen Schwerter der L├╝gen.

Eines Tages die harten Nusskerne fehlen,
Da gr├Ąbt sich in meine Wange der Schnabel.
Ich erkenne dich, du M├Ârder des Abel!
Wie lange werden sie dich noch qu├Ąlen?
Jemand zieht dich tot aus meinem Haar,
Die Blaumeise fliegt in ihrer Vogelschar.

__________________
Marschiere oder stirb

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Hallo Grand,

herzlich willkommen auf der gr├╝nen Wiese der Lyriker. Ich w├╝nsche Dir viel Freude beim Dichten und Textarbeiten.

Zu Deinem Text ein paar Hinweise:

(1) Das Metrum bedarf der Bearbeitung. Der Text l├Ąuft nicht rund. Am besten, Du legst unter Deine Verse ein Silbenbild (gro├čes X f├╝r betonte und kleines x f├╝r unbetonte Silbe). Ich habe einfach die erste Strophe einmal genommen als Beispiel:

quote:
Wonnig zog ich ein ins edel Herrenhaus,
XxXxXxXxX
Eine kleine Blaumeise wohnt ihm ein,
XxXxXxxXxX
Es plagt sie aush├Âhlend eine Hungerpein.
xXxXxXXxXxX
In ihrem Auge rund haust der Graus,
xXxXxXxxX
Der Wangenfleck wei├č von brutalem Schlage:
xXxXxXxXxX
Gefangen seit dem verderblich Urteilstage.
xXxXxxXxXxXx
Wie Du siehst, kommt einfach kein rechter Leseflu├č zustande, weil es am Rhythmus fehlt. Wenn Du laut vortr├Ągst, wirst Du es selbst h├Âren k├Ânnen.

(2) Ich habe einige Formulierungen blau unterlegt, deren Duktus sicherlich nicht in die heutige Zeit pa├čt - und auch in keine andere beliebige fr├╝here. Was also bedeutet, da├č sich das sehr gek├╝nstelt anh├Ârt und irgendwie von vorvorgestern zugleich.

Mein Vorschlag ist, sich den frischen Bildern des Heute zuzuwenden, die heutige Sprache gibt genug Bilder und Formulierungen her, um das Altert├╝melnde des obigen Texts zu vermeiden.

Daher kommt wohl auch die schlechte Bewertung.

Aber la├č Dich nicht entmutigen, jeder von uns hat einmal angefangen und dann hier von den Kollegen gelernt. Und jeder von uns wird immer wieder Texte einstellen, die nicht so gelungen sind und daher etwas deutlicherer Kritik sich gegen├╝ber sehen. Da so gut wie nie (knock on wood, Ausnahmen best├Ątigen die Regel) der Autor gemeint ist sondern immer nur der Text, sollte man die Anmerkungen als sachliche Hinweise bzw. Vorschl├Ąge und nicht pers├Ânlichen Angriff werten.

Frohes Dichten und Werken!

Bester Gru├č W.


__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Grand
Hobbydichter
Registriert: Jun 2009

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Hallo,

ich empfinde kritiken nicht als beleidigend oder als Angriff; sie helfen mir selbst zu wachsen, deshalb bin ich f├╝r alle Art Kritik offen und dankbar.

Vor allem bei der Lyrik hoffe ich noch zu lernen; ich gebe zu, dass ich von Metrik nicht sehr viel Ahnung habe. Wenn ich Gedichte schreibe, dann aus dem Gef├╝hl heraus. Nat├╝rlich ist es dann nicht vollkommen, aber ich will ja lernen, um besser zu werden. Da kommt mir Hilfe sicherlich zupasse.

Ja, mein Sprachgebrauch... das ist schon so manchem aufgesto├čen. Ich habe ein Faible, W├Ârter zu nutzen, die fast schon als ausgestorben gelten und im normalen Sprachgebrauch nicht mehr ├╝blich sind. Einiges "Altert├╝melnde" empfinde ich pers├Ânlich vom Klang her sch├Âner, aber das ist meine Meinung.
Ich bin noch in einer experimentellen Phase, was meinen Stil betrifft; ich arbeite aber daran.

Besten Dank f├╝r die Kritik und einen lieben Gru├č,

Grand
__________________
Marschiere oder stirb

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