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Leselupe.de > Gereimtes
Bleibt unter Euch
Eingestellt am 17. 12. 2007 09:23


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Penelopeia
Autorenanwärter
Registriert: Nov 2002

Werke: 149
Kommentare: 1964
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Ich lief durch viele StraĂźen
des Tags, des Nachts allein.
Dabei wollt’ ich nie zwischen,
nur unter Menschen sein.
Oft bin ich stehn geblieben,
wenn Licht und Duft und Klang
Frieden, Liebe verhieĂźen
ein paar Momente lang.

Ich sah in manches Fenster,
drin saĂźen sie beim Tee.
An Wänden hingen Bilder
von einer GroĂźmoschee.
Ich sah mich drinnen sitzen
in jenem stillen Kreis.
Ahnte: ich wĂĽrde schwitzen,
der Tee wär’ mir zu heiß.

Ich stand vor vielen Kirchen
zur Festtagsfeierzeit.
Es tönten fromme Lieder,
momentweis’ spürt’ ich Neid.
Doch dieser wich in KĂĽrze,
wenn der Gesang verhallt.
Ich weiß: trotz warmer Fürze –
die Räume sind meist kalt.

Ich hab auch mal gehalten
vor einer Synagog’.
Ein Engel winkt’ Frau Sabbat,
die königlich einzog.
Mich riss aus meinem Staunen
ein Mann in Uniform.
„Gehnse!“, hört’ ich ihn raunen.
„Wer starrt, ist aus der Norm.“

Ich lief durch viele StraĂźen
des Tags, des Nachts allein.
Dabei wollt’ ich nie zwischen,
nur unter Menschen sein.
Jetzt bleib ich nicht mehr stehen,
das „unter“ ist passé.
Ich hab genug gesehen.
Bleibt unter Euch.

Adieu.

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