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Leselupe.de > Ungereimtes
Bleierne Zeiten
Eingestellt am 12. 07. 2004 13:01


Autor
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Stoffel
gesperrt
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Bleierne Zeiten

Schwer wie Blei
hing's alte Leben an mir,
krallte sich fest
die grinsende Fratze.
An meinem Herzen.
Schleppend war mein Gang,
tr├Ąge - so schmerzvoll.

Dann kam die Liebe
und lehrte mich behutsam
das Fliegen.

Nun blick' ich hinab,
winke ihm zu dem Leben,
dem abgestriffenen,
in den kahlen Baumwipfeln.

In den Wolken wohnend
kann man gut vergessen.

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AndreasGaertner
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Stoffel,

dieses Gedicht ist Dir echt gelungen.

Der Leser findet sich selbst darin, was wohl immer ein gutes Zeichen ist, f├╝r den gelungenen Transport eines wahren Inhaltes ├╝ber eine gute Form.

Z.B.: die Fratze des vergangenen Lebens h├Ąngt an einem: Wer w├╝nscht sich diese Maske nicht f├╝r immer weg?

Zum Schlu├č vermag der "eingewiesene" Liebende im Flug ├╝ber den Wolken nur noch, ein wenig ├╝berheblich zwar, aber dies ist auch wirklich so, ├╝ber sein vergangenes Leben zu schmunzeln.

Ja, ja, die Liebe macht alles so einfach...(Am Anfang!)

Liebe Gr├╝sse

Andreas

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Inu
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Hallo Stoffel

Die ├ťberschrift k├Ânntest Du fast schon ├Ąndern. Denn inzwischen ist es ja anders geworden... keine bleierne Zeit mehr !

quote:
Bleierne Zeiten

Schwer wie Blei
hing's alte Leben an mir,
krallte sich fest
die grinsende Fratze.
An meinem Herzen.
Schleppend war mein Gang,
tr├Ąge - so schmerzvoll.
Das ist so niedlich. Stelle mir vor, wie Deine Prot. sich m├╝de und tief gebeugt durch ihre Tage schleppst... ist r├╝hrend. Gef├Ąllt mir
Bis die Liebe kam,
mich behutsam lehrte
zu fliegen.

Nun blick' ich hinab,
winke ihm zu dem Leben,
dem abgestriffnen,in den Baumwipfeln.Das ist das einzige Wort, was mir missf├Ąllt. Ansonsten ist alles sehr sch├Ân.
In den Wolken hausend
kann man gut vergessen


Liebe Gr├╝├če
Inu

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Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

Registriert: Jun 2002

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liebe Inu, lieber Andreas,

danke Euch beiden...

hm..."abgestriffnen"
Tja, da hab ich ├╝berlegt, denn wenn ich das weg lasse, dann ist da ein "Loch".
Man w├╝rde sich dann fragen..
WIE kam das denn so pl├Âtzlich?
Das man in den Wolken lebt?

Ich stellte mir vor, zu fliegen. Dann "festgekrallt" diese Fratze, altes Leben. Es hing an mir. Und wenn ich fliege, da so ├╝ber die Wipfel, gelingt es mir doch, was abzustreifen.

Ich hatte da so eine Zeile auch.
"dort in den Baumwipfeln,
abgestriffen"

Ich denke noch nach. Und wenn Ihr eine Idee haben w├╝rdet, dann w├╝rd ich mich sehr freuen

lG
einen sch├Ânen Tag
Stoffel

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AndreasGaertner
Guest
Registriert: Not Yet

..abgestriffnen...

Hallo Stoffel nochmal..

...vielleicht abgelegten....oder abgelebten...aber es ist schwierig an anderer Leutes Gedichte herum zu werkeln und soooo schlimm ist abgestriffen auch nicht, vor allem lehnt es an die H├Ąutung einer Schlange an, oder es erinnert zumindest an diesen Schlangenakt und dieses Ablegen ist ja eine treffende Metapher f├╝r das Ablegen des alten Lebens nach Einzug der Liebe....

Sch├Ânen Tag

Andreas

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10341
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Liebe stoffel,

es muss "abgestreiften" Leben hei├čen. Du hast hast einfach nur nicht die richtige Vergangenheitsform gefunden.

"bis die Liebe kam" klingt f├╝r mich etwas plump.

Mein Vorschlag w├Ąre:

Bis die Liebe
mich behutsam lehrte
zu fliegen.

Dass sie dann gekommen war, ist ja selbstverst├Ąndlich.

Ansonsten gef├Ąllt mir Dein Text gut.

Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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