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Leselupe.de > Humor und Satire
Blood-Competition pro.
Eingestellt am 04. 10. 2002 09:29


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pleistoneun
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"Lassen Sie es einfach rinnen", sagte die Diplomblutnehmerin zu den angezapften Patienten, die nun schon seit ├╝ber zwei Stunden auf ihren Pritschen an den Nadeln hingen und bluteten was die Kan├╝len und Schl├Ąuche hergaben. Anstecknadeln an beiden Armen, stereokan├╝lig also, schoss das Blut literweise aus den K├Ârpern der Patienten. Es gab solche, die mussten dahin, es gab solche, die wollten dahin und gab solche, die waren da. Und jene, die da waren, nahmen am gewaltigsten Wettbewerb, den es in der Blutszene je gegeben hat, teil - die sogenannte "Blood-Competition professional".

Ziel war das schnellstm├Âgliche Bef├╝llen zweier Eimer mit k├Ârpereigenem Blut. Das konnte manchmal auch Tage dauern, bis die Gef├Ą├če endlich ├╝berschwappten. Bei blutflussfreudigen (bloodophile) Patienten war die Sache in zehn Minuten erledigt. Diese Leute verf├╝gten ├╝ber Arterien, die dick wie Feuerwehrschl├Ąuche waren, v├Âllig unansehnlich aber zum siloweisen Blutablassen f├╝r die Blood-Competitions hervorragend geeignet. Den hausinternen Rekord hielt ein schm├Ąchtiger Chinese und er lag bei 31,2 Eimer in weniger als 15 Minuten. "Er lag" dann auch, neben den 31,2 Eimern Eigenblut, aber Hausrekord.

F├╝r die blutflussarmen (bloodophobe) Patienten gab es spezielle Videos zum Anregen, in denen das Blut allerreichlichst str├Âmte. Die Macher dieser Filme waren ganz besonders stolz darauf, behaupten zu k├Ânnen, dass jeder Tropfen Blut, der Echtheit halber echt war. Denn unechtes Blut bei Horrorszenen l├Ąsst wegen vorgegaukelter Authentizit├Ąt dem Betrachter erstens den Atem stocken und zweitens das Blut schockgefrieren, und beides gestaltet sich f├╝r das Gewinnen der "Blood-Competition professional" ├Ąu├čerst abtr├Ąglich. Beinah von selbst erkl├Ąrt sich, dass die Riesenmengen Blut, die bei der "Blood-Competition professional" gewonnene werden, f├╝r die Herstellung der Vorzeigefilme gebraucht wird. Tja, ein sch├Âner Blutkreislauf eben.

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unbekannt2581
???
Registriert: Jan 2002

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in diesem Forum lerne ich t├Ąglich mehr ├╝ber Humor und Satire.
Langsam verstehe ich meinen schottischen Nachbarn, der behauptet n├Ąmlich, in Deutschland g├Ąbe es keinen, oder aber, er sei so diffizil, dass ihn keiner erkennen k├Ânne.
Aber ich bin wie gesagt am lernen.
Ich werde diesen Text noch einige Male lesen, um den Humor zu finden, oder gar die Satire.
Die Lekt├╝re von Tucholsky, Grasshoff oder gar Wilhelm Busch helfen mir da leider nicht.
Aber ich werde es weiterhin versuchen, eisern.

liebe Gr├╝sse

Mike

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