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Leselupe.de > Science Fiction
Bloss nicht lachen
Eingestellt am 14. 05. 2003 22:45


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rockmysoul67
Wird mal Schriftsteller
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Eine etwas schräge, technikfreie SF-Kurzgeschichte; einfach so zum Lesen. Viel Spass.


Bloss nicht lachen


General Rollum hatte schon viel über die Menschen dank deren Fernsehsendungen gelernt. Die Menschen - humanoide Wesen - waren wohl die einzige Bevölkerungsgruppe, die sich der Eroberung und Ausbeutung ihres Planeten widersetzen würden. ’Wissen ist Macht’ war schon immer Rollums Motto gewesen, und er war sich bewusst, dass Fernsehübertragungen oft ein verklärtes Bild zeigen. Um die letzten Details zu klären, plante er daher einen Direktkontakt: er wollte einen Androiden schicken. An diesem Morgen befand Rollum sich in jener Fabrik, in welcher er einen männlichen Menschenandroiden in Auftrag gegeben hatte.

Der Androide sass auf einem Stuhl und blickte zu Rollum hoch.
„Hervorragende Arbeit“, sagte Müller zum leitenden Ingenieur. „Er sieht wirklich wie ein Mensch aus. Wie ist seine Motorik?“ Er wandte sich dem Androiden zu. „Androide, steh auf, und lauf mal ein bisschen herum!“
Der Androide stand auf und ging mit drohendem, ausgestrecktem Finger auf Rollum zu. „He, Amigo, was glaubst du wohl, wer du bist? Du willst mich herumkommandieren?“
„Treffend!“ sagte Rollum erfreut. „Wie in den Sendungen. Schnell beleidigt, tut aber genau, was man von ihm verlangt. So reagiert ein Mensch! Er is perfekt.“
„Vielen Dank“, sagte der Ingenieur. „Er ist in der Tat sehr menschlich, doch bei der kurzen Lieferfrist haben wir eine Kleinigkeit leider noch nicht im Griff bekommen.“
„Um was handelt es sich genau?“ fragte Rollum.
Statt des Ingenieurs antwortete der Androide mit einem Seufzer selbst. „Ich krieg das Lachen nicht so richtig hin.“
„Soll ich dir etwas Süsses ins Ohr flüstern?“ fragte Rollum leise und hob schon sein Sprachtentakel an das linke Ohr des Androiden. „Schokoladentorte“.
„Ha ha pffff ha ha pffff ha pffff ha pfffffff“, tönte der Androide.
„Wir haben zwar den normalen Atmungsrhythmus zustande gebracht, und auch Humor versteht er, doch die menschliche Reaktion darauf – das Lachen – ist bei den Menschen einmalig. Wir können es einfach nicht kopieren“, erklärte der Ingenieur.
„Und wenn die Menschen merken, dass ich keiner von ihnen bin“, fuhr der Androide ängstlich fort, „mich auseinandernehmen und meinen Datenchip entschlüsseln, sind sie über den kommenden Angriff vorgewarnt.“
„Ach, mach dir keine Sorgen“, sagte Rollum mit mehr Zuversicht als angebracht, während er dem Androiden väterlich einen Pfoten auf die Schulter klopfte. „Viele Menschen scheinen humorlos und einige lachen sogar nie. Du sollst bloss nicht lachen. Heute abend schicken wir dich auf die Erde.“

Der Androide materialisierte in einem sehr kleinen Raum. Er drehte sich um und öffnete eine Türe. Er trat in einen anderen, nur geringfügig grösseren Raum ein. Dort stand bei einem Waschbecken ein Mann, der sich gerade die Hände wusch. Der Androide realisierte, dass er in einem Toilettenraum materialisiert worden war. Der andere Mann schien sich über sein Erscheinen nicht zu wundern. Wahrscheinlich hatte er gar nicht bemerkt, dass das Sitz-WC vorhin gar nicht besetzt gewesen war.
Der Androide verharrte noch kurz, holte tief Luft und trat hinaus. Er stieg eine schmale Treppe hinab, die mitten in einer Art Bar endete. Das Lokal war länglich, eine lange Bartheke nahm fast eine ganze Wand ein; mehrere Tische mit Stühlen und ein schmaler Laufsteg säumten die andere Seite. Auf der einen Breite des rechteckigen Innenraums befand sich die Ein- bzw. Ausgangstüre; die gegenüberliegende Seite endete in einer kleinen Bühne.
Eine lockere, freie Atmosphäre schien vorzuherrschen. Der Androide drängte sich zur Bartheke, setzte sich auf den einzigen freien Hocker und bestellte sich einen Drink. Eine Frau neben ihm lächelte ihm zu. Er lächelte lautlos zurück. Lächeln, das konnte er! Die Frau grinste ihn jetzt geradezu an und lachte plötzlich laut auf. Lachte sie ihn aus? Dies war unerwartet. War den Ingenieuren ein Fehler an seinem Aussehen unterlaufen? Dann bemerkte er sein Versehen. Die Frau blickte gar nicht ihn an, sondern knapp an ihm vorbei. Er drehte sich auf seinem Hocker und sah, dass fast alle Leute in die Richtung des Podiums schauten, worauf ein Mann in einem weissen Kittel hinter einem Mikrofon stand. Die meisten Leute lachten jetzt laut.
Jetzt fiel dem Androiden erst auch die Stimme des Erzählers über die Lautsprecherboxen auf: „ ... biegst du bei der zweiten links ab.“ Der Mann hielt seine linke Hand beim linken Ohr und machte mit seiner rechten Hand - die er auf Hüfthöhe ausgestreckt hielt - drehende Bewegungen. „Danach fährst du über eine kleine Brücke.“ Die Leute brüllten vor Lachen, und der Androide lächelte breit, ob er wollte oder nicht. Verdammt, der Mann war ein Komiker!
„Dann triffst du auf einen Verkehrskreisel“, sagte der Komiker, während seine rechte Hand kreiste.
Er musste hier raus. Der Androide zuckte sein Portemonnaie, und legte schnell einen grossen Schein auf dem Tresen, von dem er annahm, dass es fürs Getränk reichen würde. Bloss raus hier!
„ ... und dann ist es das vierte Haus auf der linken Seite.“
Der Androide glaubte den Witz jetzt zu verstehen und merkte wie er gross grinste, während eine weitere Lachsalve von den Leuten ihm umgab. Er bewog sich durch die gedrängte Menge Richtung Tür.
„Gut, ich sehe dich dann heute abend um neun bei mir. Du musst die obere Klingel drücken.“
Die Tür war nah. Er hörte, wie der Komiker mit erstaunlich hoher, ja weiblicher Stimme sagte: „O Herr Doktor, ich wünschte mir, dass Sie noch eine Strasse weiter entfernt wohnen würden.“
Die TĂĽr! Die TĂĽr! Noch zwei Meter. Schaffe ich es noch? Jetzt bloss nicht lachen! Bloss nicht lachen!

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jon
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Recht flüssig zu lesen, aber…

…die Sache ist noch nicht fertig. Das ist nur eine Szene von etwas, das ganz amüsant werden könnte. Womit ich zwei Dinge sagen will: „DIES ist nicht amüsant.“ und „Es lohnt sich, was draus zu machen".

„Schnell beleidigt, tut aber genau, was man von ihm verlangt. So reagiert ein Mensch!“ – Das find ich genial (auch wenn es natürlich nur in satirischem Sinn stimmt)!

Details fĂĽrs Ăśberarbeiten zwecks WeiterfĂĽhrung:

Inhalt:
(* Wieso ist die Geschichte technikfrei? Immerhin spielt ein Androide mit!)
* Wer ist dieser MĂĽller aus dem Anfang des Fabrik-Abschnittes?
* „Und wenn die Menschen … mich auseinandernehmen und meinen Datenchip entschlüsseln, sind sie über den kommenden Angriff vorgewarnt.“ – Wer ist denn so blöd und speichert in einen Datensammler, der in feindlichem Gebiet operiert, Daten, die er zum Sammeln gar nicht braucht?!
* … mehrere Tische mit Stühlen und ein schmaler Laufsteg säumten die andere Seite. …? Das würd ich gernmal im Grundriss sehen: Wie kann ein Laufsteg (Laufsteg in einer Bar?) die andere Seite säumen und zugleich säumen sie Tische und Stühle?
* … Auf der einen Breite des rechteckigen Innenraums befand sich die Ein- bzw. Ausgangstüre; die gegenüberliegende Seite endete in einer kleinen Bühne. … Moooment! Also zuerst ist eine Bar: Bars sind gewöhnlich eher klein als riesig. An einer Wand ist eine lange Theke – also ist diese Wand lang. Jetzt ist diese lange Wand aber die kurze, denn in der wirklich langen Wand ist ja die Tür. Und wenn an der gegenüberliegenden Breite die Bühne ist, ist die länger als die lange Theke, also – klar ausgesprochen – riesig. Entschuldige, aber da ist die Raumbeschreibung nicht so recht gelungen…
*… Jetzt fiel dem Androiden erst auch die Stimme des Erzählers über die Lautsprecherboxen auf… Hatte er vorher die Höhrfunktion ausgeschaltet?? Warum sollte ein Android etwas überhören? Noch dazu etwas, was über Lautsprecher schallt!
* … Der Androide glaubte den Witz jetzt zu verstehen … Na wenigsten der Androide versteht ihn – aber er ist ja auch klüger als ich.

Ausdruck, Bezugs-Stolperstellen und Semantik:
*… Die Menschen … waren wohl die einzige Bevölkerungsgruppe… Eine Gruppe welcher Bevölkerung?
*… dass Fernsehübertragungen oft ein verklärtes Bild zeigen. Um die letzten Details zu klären… Unschöne phonetische Dopplung von klären
* … und ging mit drohendem, ausgestrecktem Finger auf Rollum zu…Besser (?): drohend ausgetrecktem Finger, denn ein drohender Finger ist üblicherweise der drohend erhobene, so dass man beim Lesen serviert bekommt: mit drohend erhobenem, ausgetreckten Finger
* … „Ha ha pffff ha ha pffff ha pffff ha pfffffff“, tönte der Androide. … Soll das der "Beweis" sein, dass der Andoide nicht lachen kann? Also aus den Lautmalereien kann ich mir ein Lachen duchaus vorstellen. Wenn DIES das Nicht-Lachen sein soll, wegen dem man den Androiden zerlegen würde, würde dies und jener, den ich kenne, heute auch nur noch in Einzelteilen rumlaufen…
* … während er dem Androiden väterlich einen Pfoten auf die Schulter klopfte… Wolltest du sagen: „mit seinen Pfoten auf die Schulter klopfte“?
* … über den kommenden Angriff vorgewarnt … über etwas informiert sein ODER vor etwas (vor)gewarnt sein
*…„Viele Menschen scheinen humorlos und einige lachen sogar nie. Du sollst bloss nicht lachen. Heute abend schicken wir dich auf die Erde.“ … Diese drei Sätze sind ziemlich fragmenthaft aneinandergehängt.
* …Er trat in einen anderen, nur geringfügig grösseren Raum ein. … Das heißt, ginge er in den kleineren Raum, dann würde er aus dem größeren heraus treten. Das passt nicht wirklich zum Handlungort "Klo".
* … Das Lokal war länglich, eine lange Bartheke … unschöne Dopplung von lang.
* …Eine lockere, freie Atmosphäre schien vorzuherrschen. … Was bitte ist eine freie Atmosphäre in einer Bar? Striptease im Parkett?
* … „Dann triffst du auf einen Verkehrskreisel“, sagte der Komiker, während seine rechte Hand kreiste.
Er musste hier raus. … Wieso muss der Komiker raus?
*… und legte schnell einen grossen Schein auf dem Tresen, von dem er annahm, dass es fürs Getränk reichen würde. … Wieso sollte der Tresen für das Getränk reichen?
* … und merkte wie er gross grinste… Wie grinst man groß? Breit grinsen kenn ich…
* … Er bewog sich durch die gedrängte Menge… – Er tat was bitte?


Rechtschreibung:
* Nicht alle ß werden in der neuen RS zu ss – es beibt bei: bloß, groß, saß, süß, Straße, weiß
* Auch bei wörtlicher Rede mit ? oder ! kommt ein Komma: "Wer ist das?", fragte er.
* Nach dem Doppelpunkt wird groß geschrieben, wenn ein Satz folgt. Deshalb: „…plante er daher einen Direktkontakt: Er wollte einen Androiden schicken…"
* Er is perfekt. – Faselfehler: ist
* Der Androide zuckte sein Portemonnaie – er zückte es
* legte einen Schein auf dem Tresen – Faselfehler: auf den Tresen
* … und merkte wie er gross grinste. – Komma hinter „merkte“
* „…eine weitere Lachsalve von den Leuten ihm umgab…“ – Faselfehler: ihn umgab
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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rockmysoul67
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Wow, Jon, wenn das nicht mal eine Kritik ist! Wunderbar. Übernächste Woche werde ich die Kritik durchgehen, und gegebenfalls werde ich die Geschichte umschreiben. Ich geh gleich weg und beantworte mal schnell ein oder zwei deiner Punkten.


„DIES ist nicht amüsant.“

Hmm, wer sagt denn, dass ich etwas AmĂĽsantes schreiben wollte? Bloss nicht lachen!

(* Wieso ist die Geschichte technikfrei? Immerhin spielt ein Androide mit!)

Ich wollte es so. Ich schrieb bewusst eine kurze und technikfreie Geschichte. Meine anderen SF-Geschichten sind sehr lang und stecken voller Technik.


* Wer ist dieser MĂĽller aus dem Anfang des Fabrik-Abschnittes?

Aaaargh! Rollum, nicht Müller! Da ist mir den ursprünglichen Arbeitsnamen hängengeblieben.


* „Und wenn die Menschen … mich auseinandernehmen und meinen Datenchip entschlüsseln, sind sie über den kommenden Angriff vorgewarnt.“ – Wer ist denn so blöd und speichert in einen Datensammler, der in feindlichem Gebiet operiert, Daten, die er zum Sammeln gar nicht braucht?!


Fällt wieder unter "kurz und techniklos". Irgendwie muss man es als Leser halt verstehen (ja, ich mache es mir sehr einfach), dass bei dieser ausserirdischen Technik alles in den Chips gespeichert wird, bzw. dass der Androide ohne diese Basisinformation nicht verstehen würde, nach welcher Art (militärischen) Infos er Ausschau halten soll. Vielleicht bringe ich noch mal einen zusätzlichen Satz.

*… Jetzt fiel dem Androiden erst auch die Stimme des Erzählers über die Lautsprecherboxen auf… Hatte er vorher die Höhrfunktion ausgeschaltet?? Warum sollte ein Android etwas überhören? Noch dazu etwas, was über Lautsprecher schallt!

Ist dieser Satz wirklich so schlimm? Der Androide ist ja sehr menschlich, und wenn ich in eine Bar reingehe, dann fällt mir auch nicht als erstes die Musik auf.

*… Die Menschen … waren wohl die einzige Bevölkerungsgruppe… Eine Gruppe welcher Bevölkerung?

Ihres Planeten! Nicht logisch? Gerne höre ich einen Verbesserungsvorschlag.

*… dass Fernsehübertragungen oft ein verklärtes Bild zeigen. Um die letzten Details zu klären… Unschöne phonetische Dopplung von klären

Du hast recht! Ich denke mir ein anderes Verb, bzw. einen neuen Satz aus.

* … und ging mit drohendem, ausgestrecktem Finger auf Rollum zu…Besser (?): drohend ausgetrecktem Finger, denn ein drohender Finger ist üblicherweise der drohend erhobene, so dass man beim Lesen serviert bekommt: mit drohend erhobenem, ausgetreckten Finger

Danke, ändere ich ab.

* … „Dann triffst du auf einen Verkehrskreisel“, sagte der Komiker, während seine rechte Hand kreiste.
Er musste hier raus. … Wieso muss der Komiker raus?

Der Androide denkt diesen Satz. Es ist in der Tat ein kleiner Schnitzer; doch weil ich auf der nächsten Linie weiterfuhr, wollte ich die Unlogik abfedern. Macht man das nicht so?

*… und legte schnell einen grossen Schein auf dem Tresen, von dem er annahm, dass es fürs Getränk reichen würde. … Wieso sollte der Tresen für das Getränk reichen?

Grins, diesen Satz hatte ich schon speziell herausgefiltert und eine Freundin vorgelegt. Sie fand "und legte auf den Tresen schnell einen grossen Schein, von dem ..." holprig. Auch war sie der Meinung, dass die schlussendliche Version mehr als verständlich war.
Anscheinend war es das dann doch nicht so! Hat jemand einen Verbesserungsvorschlag?

* … und merkte wie er gross grinste… Wie grinst man groß? Breit grinsen kenn ich…

Wird abgeändert. Danke!

* … Er bewog sich durch die gedrängte Menge… – Er tat was bitte?

Er bewog sich durch die gedrängte Menge! Aha, anscheinend nicht. Ich meine: die Leute stehen "gepackt", die Bar ist gut gefüllt: der Androide muss sich durch die Menge "drängen"; er kann nicht so ohne weiteres zum Ausgang laufen. Wie kann ich dies am besten erklären?

* Nicht alle ß werden in der neuen RS zu ss – es beibt bei: bloß, groß, saß, süß, Straße, weiß

Mit Verlaub, dies ist mir schnupperdischnuppegal. Als Ausländer, der in der Schweiz wohnt, mache ich mir die offizielle Schreibweise der Sprache (übrigens ist Deutsch nicht meine Muttersprache) zu eigen. Nebenbei erwähnt ist dieser Buchstabe nicht mal auf meiner Tastatur vorhanden.

* Auch bei wörtlicher Rede mit ? oder ! kommt ein Komma: "Wer ist das?", fragte er.

Wie kommst du denn da drauf? Dies widerspricht meinem Wissen und meiner Gewohnheit. Ist dies auch die neue RS?


So, jetzt habe ich trotzdem aufs Meiste geantwortet. Bleiben noch die zwei Beschreibungen der Bar. Das war fĂĽr mich auch das Schwierigste des Texts. Ich komme darauf zurĂĽck! Vielen Dank nochmals, Jon, denn nur mit solcher konstruktiver (mit wenn auch harten) Kritik erfahre ich, was so alles falsch an meinen Texten ist.

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rockmysoul67
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Aus
* Er bewog sich durch die gedrängte Menge Richtung Tür
habe ich
* Er drängelte sich durch die Menge Richtung Tür
gemacht. Klarer so?

Okay, dann die Raumbeschreibung.
Es ist eine Bar; die Bar hat die Form eines Rechtecks; d.h. es gibt zwei Längen und zwei Breiten.
Auf einer Länge befindet sich die Bar. Auf der anderen Länge befinden sich Tische und Stühle.
Bleiben die beiden kurzen Seiten, die Breiten ĂĽbrig. Auf einer Breite ist die EingangstĂĽre und noch ein Fenster, sonst gibt es nichts mehr. Die andere Breite endet in ein kleines Podium, worauf der Komiker steht.

Dieses "und ein schmaler Laufsteg" habe ich inzwischen gestrichen

Ich schrieb:

* Das Lokal war länglich, eine lange Bartheke nahm fast eine ganze Wand ein; mehrere Tische mit Stühlen säumten die andere Seite. Auf der einen Breite des rechteckigen Innenraums befand sich die Ein- bzw. Ausgangstüre; die gegenüberliegende Seite endete in einer kleinen Bühne.

Jon, du findet dies unklar. Ich habe an einem Alternativ gebastelt, und dies sieht aus wie folgt.

* Es war ein längliches, schmales Lokal in der Form eines Rechtecks. Eine lange Bartheke nahm fast eine ganze Wand ein; mehrere Tische mit Stühlen säumten die andere Seite.
Die einzige Ein- bzw. AusgangstĂĽre befand sich auf einer Breite des rechteckigen Raums; die gegenĂĽberliegende Seite endete in einer kleinen BĂĽhne.

Ehrlich gesagt, finde ich dies nicht schöner, und ich finde meine frühere Version besser (und eigentlich auch weiterhin logisch). Was findet ihr? Es ist gar nicht so einfach, einen Raum zu beschreiben. Ich höre gerne konkrete Vorschläge zur Verbesserung.

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rockmysoul67
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So, ich glaub, ich hab's!

Neue Version der Innenraumbeschreibung:


Es war ein längliches, schmales Lokal in der Form eines Rechtecks. Die Bartheke nahm fast eine ganze Wand ein; mehrere Tische mit Stühlen säumten die gegenüberliegende Seite. Die Eingangstüre befand sich am Anfang der langen Theke; eine kleine Bühne befand sich ganz hinten im Raum.

So ist's wohl besser, nicht wahr?

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triplezero
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Hi rockmysoul67!

Ich wollte nur sagen, daß mir trotz aller berechtigten Kritik von jon Deine Geschichte wirklich gefällt. Die Grundidee ist echt originell, und was mir am besten gefällt ist, dass man den Witz, den der Komiker erzählt, eben NICHT versteht, sondern nur ahnen kann, um was es geht.

Beste GrĂĽĂźe

triplezero
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And Saint Olga smiles out at us from the walls; you can feel her, all those prints from the same publicity shot, torn and taped across the walls of night, her white smile, forever.

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jon
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So stell ich mir Textarbeit vor… Ich beginne wieder zu hoffen Danke.

* Die Sache(n) mit dem Androiden… Vielleicht klafft da einfach unser Verständnis (oder die Annahme des Entwicklungsstandes der dortigen Technik) auseinander. Für mich sind Androiden eben Dinge/Wesen, die eben bar typischer „organischer“ Mängel sind: Sie müssen nicht "begreifen", warum sie tun, was sie tun, um es gut zu tun (, weil sie programmiert wurden). Und sie müssen die Reize nicht "automatisch" ausblenden, weil sie die Kapazität haben, sie erst daraufhin zu prüfen, ob sie sie Mangels Relevanz ausblenden können. Ich habe eben einfach Data vor Augen…


*… Die Menschen … waren wohl die einzige Bevölkerungsgruppe… Eine Gruppe welcher Bevölkerung?
Ihres Planeten! Nicht logisch? Gerne höre ich einen Verbesserungsvorschlag.

Erstens: Wer sind denn dann – neben den Menschen – die anderen (für eine solche Entscheidung relevanten!) Bevölkerungsgruppen der Erde?
Zweitens: Vorschlag: Die Menschen waren wohl die einzige Spezies…


*… und legte schnell einen grossen Schein auf dem Tresen, von dem er annahm, dass es fürs Getränk reichen würde. … Wieso sollte der Tresen für das Getränk reichen?
Grins, diesen Satz hatte ich schon speziell herausgefiltert und eine Freundin vorgelegt. Sie fand "und legte auf den Tresen schnell einen grossen Schein, von dem ..." holprig. Auch war sie der Meinung, dass die schlussendliche Version mehr als verständlich war.
Anscheinend war es das dann doch nicht so! Hat jemand einen Verbesserungsvorschlag?

Wie wäre es mit: „…und legte schnell einen großen Schein auf den Tresen. Das würde hoffentlich für das Getränk reichen."


* … Er bewog sich durch die gedrängte Menge…
Die Änderung mit dem "drängeln" ist verständlich. Um ehrlich zu sein, ich kenne das Wort "bewog" überhaupt nicht als Fortbewegungswort, nur im Sinne von "Dies bewog mich, etwas zu tun". Jetzt, wo ich dies tippe, fällt mir ein, dass du vielleicht die Vergangheitsform von bewegen gemeint hast – die ist aber schon "ewig" in der schwachen Beugungsform (= bewegte) üblich.

* Nicht alle ß werden in der neuen RS zu ss – es beibt bei: bloß, groß, saß, süß, Straße, weiß
Mit Verlaub, dies ist mir schnupperdischnuppegal. Als Ausländer, der in der Schweiz wohnt, mache ich mir die offizielle Schreibweise der Sprache (übrigens ist Deutsch nicht meine Muttersprache) zu eigen. Nebenbei erwähnt ist dieser Buchstabe nicht mal auf meiner Tastatur vorhanden.

Schweizer Deutsch und nichtdeutsche Tastatur(belegung) also – das wird's sein. Denn laut meinem Duden IST groß, bloß, süß etc. die offizielle Schreibweise. Ohne Hinweis übrigens, dass dies anderswo anders sei…
(Für einen Nicht-Deutsch-Mutterprachler beherrschst du die Sprache hervorragend – besser viele Deutsche )

* Auch bei wörtlicher Rede mit ? oder ! kommt ein Komma: "Wer ist das?", fragte er.
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Ja, ist es. Ich finde auch, dass es doof aussieht, aber die Rechtschreib-Reformer haben es nun mal so festgelegt.


Zur Raum-Beschreibung: Am besten finde ich die letzte Variante, was mich annehmen lässt, dass es vor allem die "technische" Sprache war, die mir nicht zusagte. Oder einfach die Kombination der Worte Länge und Breite: Räume haben für mich eine Länge oder Breite, eine Tiefe und eine Höhe. Rechtecke wiederum haben gar keine Länge sondern nur eine Breite und eine Höhe. Häuser und andere Quader haben dagegen eine Länge, eine Breite und eine Höhe ODER eine Länge oder Breite, eine Tiefe oder Dicke und eine Höhe. Seltsam… Gibt es irgendeine logische Erklärung für diese Feinheiten? Wer eine kennt: Das würde mich interessieren.

Darf ich trotzdem noch was an der Raum-Sache rum„verbessern“?
Es war ein längliches, schmales Lokal in der Form eines Rechtecks "technisch", abstrakt, nicht sinnlich (1)/ (Wohn)Räume sind (in unseren Breiten) meist Rechtecke – erwähnswert weil etwas besonderes wäre es, wenn es kein Rechteck wäre. Die Bartheke nahm fast eine ganze Wand ein; mehrere Tische mit Stühlen säumten die gegenüberliegende Seite. Die Eingangstüre befand sich am Anfang der langen Theke Anfang und Ende eine Theke sind eine Standpunktfrage / typischer wäre: An dem eine Ende ist dies und am anderen Ende ist jenes; eine kleine Bühne befand Dopplung sich ganz hinten im Raum.
Vorschlag:
Es war ein längliches, schmales Lokal. Die Bartheke nahm fast eine ganze Wand ein; mehrere Tische mit Stühlen säumten die gegenüberliegende Seite. Die Eingangstüre befand sich an einem Ende der langen Theke, am anderen – ganz hinten im Raum – war eine kleine Bühne.

(1) Die „Forderung" nach Sinnlichkeit (man kann etwas sehen, riechen, schmecken, hören, spüren) ergibt sich aus der Regel, dem Leser die Dinge zu zeigen. Man sieht nicht, dass ein Raum rechteckig ist, es sei denn, man schwebt hoch über ihm, damit die perspektivische Verzerrung keine Rolle mehr spielt. Wenn man sagt, der Raum ist rechteckig, beinhaltet dies schon die Abstraktion auf der Grundriss des Raumes ist (rechteckig ist eine Flächen-, keine Raumeigenschaft).

Das war's von mir. Ich bin auf die Neufassung gespannt…
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