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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Blut
Eingestellt am 26. 06. 2013 20:24


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Neos
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Registriert: Apr 2013

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Das Blut tat gut. Es tropfte sch├Ân warm von seinen Fingern und sammelte sich in einer Pf├╝tze zu seinen F├╝├čen. Das warme, rote Blut, wie es ihm frisch aus den Unterarmen rann, bahnte sich seinen Weg von der Wunde, ├╝ber den Unterarm, zu seinem Handgelenk und bahnte sich einen Weg ├╝ber seine H├Ąnde, trennte sich an seinen Fingern auf, tropfte ab und vereinigte sich auf dem Boden wieder. Er leckte an einem Finger. Wie es schmeckte. Nach Metall... So oft hatte er das schon getan, so oft hatte er es schon gekostet, doch nie hatte er sich gefragt woher eigentlich der Geschmack kam. Als er genauer dar├╝ber nachdenken wollte interessierte es ihn nichtmehr. Er hockte sich hin. Das Blut quoll weiter aus ihm heraus. Er verstand nicht, was alle dagegen hatten. Blut war so sch├Ân...
Vertr├Ąumt l├Ąsst er seine Finger durch die Pf├╝tze gleiten. Er sp├╝rte, wie es ihm langsam schwerer f├Ąllt zu denken. Was gleich geschah liebte er. Er w├╝rde die Kontrolle ├╝ber seinen K├Ârper verlieren und in einen tiefen Schlaf sinken. Er w├╝rde die sch├Ânsten, rotesten Tr├Ąume von allen haben. Er w├╝rde allen entkommen. Allen. Sogar ihr. Er schloss seine Augen. Er lehnte sich zur├╝ck, machte sich keine Sorgen. Warum auch, aufwachen k├Ânnte er auch noch sp├Ąter. Sein Kopf sinkt hinein in das blutrote Meer. Er trieb auf einem Schiff. Die warmen Wellen umspielten es und kleine rote Tropfen verteilten sich auf seinem Hemd. Eine Stimme rief nach ihm. Weit weg. Zu weit um zu Erkennen von wem sie stammte. Obwohl sie s├╝├č an sein Ohr drang brachte sie die Wellen auf. Sie schlugen um sich, drangen durch alle Ritzen in sein Schiff. Es knarzt und ├Ąchzt, das Holz kann den Massen nicht standhalten und bricht. Fluten st├╝rzen nun auch ├╝ber ihn, dr├Ąngen in seinen Mund, ein mettallischer Geschmack macht sich breit. \"Zu viel!\", wollte er w├╝rgen, doch nur ein Gurgeln brachte er zu Stande.
Wieder rief jemand nach ihm. Er wollte antworten, Panik macht sich in ihm breit.
Er wei├č das es zu sp├Ąt ist, er wollte nichtmehr. Sein blutverschmierter Mund verformte sich. Ein L├Ącheln? Wer konnte ihn noch Fragen... Denn seine Augen schlossen sich. Und ├Âffnen werden sie sich nichtmehr.

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