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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Blut gibt es nicht im Supermarkt
Eingestellt am 03. 05. 2003 20:01


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nally
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Blut gibt es nicht im Supermarkt

Deutsches Rotes Kreuz wendet sich mit Werbekampagne an Jugendliche

Eisenhüttenstadt. "Blut ist durch nichts zu ersetzen, denn Blut ist etwas Lebendiges ... Das lebenswichtige Blut mit seinen vielfältigen Funktionen kann nur der Körper selbst bilden. Deswegen ist es so wichtig, dass es Menschen gibt, die ihr Blut spenden", heißt es in der neuen Werbekampagne
der Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes. Mit der Botschaft "Blut kann man nicht kaufen" wollen sie vor allem junge Menschen dazu bewegen,Blut zu spenden.

Eine Zahnbürste, die Lieblingszeitschrift oder eine neue Jeans kann man sich schnell kaufen, aber was ist mit Blut? Mehr als 16000 Blutspenden sind in Deutschland täglich erforderlich, um den Bedarf zu decken. Ob durch einen
Unfall, eine Krankheit oder auch eine Operation - jeder kann in eine Situation kommen, in der er zum Ăśberleben das Blut eines anderen Menschen braucht. Also warum nicht spenden?

Letzten Mittwoch war es dann soweit: Ich spendete das erste mal Blut. Hier ein kleiner Einblick: Im obersten Stockwerk des Städtischen Krankenhauses angekommen, habe ich - als ich meinen Spender Fragebogen ausfüllte - erst mal etwas getrunken (es ist wichtig als Blutspender viel Flüssigkeit aufzunehmen). Der Fragebogen zeigt auf, ob man als Spender in Frage kommt, denn wer Blut spendet, muss gesund sein. Danach wurde die Körpertemperatur gemessen und der Blutfarbstoffwert (Hämoglobingehalt) meines Blutes überprüft. Diese Daten gaben Aufschluss über meine Spendefähigkeit. Anschließend besprach der Arzt mit mir meinen Fragebogen, maß Blutdruck und Puls und beantwortete noch offene Fragen.

Das DRK bemüht sich verstärkt um Spender. Dr. Naas hofft: "Am besten wäre es, mit der Familie, den Freunden und Bekannten darüber zu reden und sie beim nächsten Blutspenden einfach mitzubringen." Ich tat das und
nahm meine äußerst ängstliche Mutter mit. Sie ließ sich auf der Liege nieder und begrüßte die Nadel, indem sie ängstlich die Augen zukniff. Doch schon nach knapp acht Minuten war alles vorbei. Meine Mutter und ich hatten den
ĂĽblichen halben Liter Blut gespendet und fĂĽhlten uns wie kleine Helden.

Kurz nach der Blutspende muss sich der Kreislauf erst an die etwas verringerte Blutmenge gewöhnen. Die DRK-Schwestern umsorgen die Spender während und nach der Blutspende sehr fürsorglich. Schwester Hanna, die schon
seit 1969 bei der Blutspende arbeitet, verrät mit einem Augenzwinkern: "Die größte Angst haben immer noch die Männer."

Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch im Alter zwischen 18 und 68 Jahren, mit einem Mindestkörpergewicht von 50 kg, Blut spenden. Frauen dürfen das alle drei Monate, Männer sogar alle zwei Monate. Ich habe mir vorgenommen, in drei Monaten wieder Blut zu spenden, denn das DRK hat Recht:
"TaschentĂĽcher gibt's im Supermarkt. Blut nicht!"

Nützlicher Nebeneffekt: in einer Labor Untersuchung wird das Blut untersucht und der Spender erfährt,ob er gesund ist.

__________________
"Ich werde nie aufgeben captain, denn ich will im Spiel der Mächte weiter bestehen und meinen Vers dazu beitragen."
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jon
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Hier vermischen sich die Genres: Nachricht (neue Kampagne), Werbetext (fĂĽr Blutspende) und Reportage sind bunt durcheinander gewĂĽrfelt.
Es bietet sich bei diesem Thema an, es gänzlich als Reportage zu gestalten (wenn die Autorin schon mal da ist und von eigenen Erfahrungen und live Gehörtem berichten kann).


"Eisenhüttenstadt. "Blut ist durch nichts zu ersetzen, denn Blut ist etwas Lebendiges ... Das lebenswichtige Blut mit seinen vielfältigen Funktionen kann nur der Körper selbst bilden. Deswegen ist es so wichtig, dass es Menschen gibt, die ihr Blut spenden", heißt es in der neuen Werbekampagne
der Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes. Mit der Botschaft "Blut kann man nicht kaufen" wollen sie vor allem junge Menschen dazu bewegen,Blut zu spenden." ––––––Das ist die Nachricht. (Ich hoffe, sie ist als Vorspann gedacht.)

„Eine Zahnbürste, die Lieblingszeitschrift oder eine neue Jeans kann man sich schnell kaufen, aber was ist mit Blut? Mehr als 16000 Blutspenden sind in Deutschland täglich erforderlich, um den Bedarf zu decken. Ob durch einen
Unfall, eine Krankheit oder auch eine Operation - jeder kann in eine Situation kommen, in der er zum Überleben das Blut eines anderen Menschen braucht. Also warum nicht spenden?“––––––Das ist die Werbung. Sie wiederholt weitgehend den Vorspann und modifiziert ihn – so ist es richtig (aber nur, wenn das oben wirklich der Vorspann ist).

„Letzten Mittwoch war es dann soweit: Hier ist ein Konstruktionsfehler: Bisher war nicht die Rede davon, das was geplant war – wie kann „es“ dann „soweit sein"?Ich spendete das erste mal Blut. Hier ein kleiner Einblickein Einblick vorein? – Ich würde das Ganze streichen, damit die Reportage flüssig weitergehen kann.: Im obersten Stockwerk des Städtischen Krankenhauses angekommen, habe ich - als ich meinen Spender Fragebogen ausfüllte - erst mal etwas getrunken (es ist wichtig als Blutspender viel Flüssigkeit aufzunehmen).Klammern sind tabu (nur für Übersetzungen u. Ä. "erlaubt"). Das lässt sich auch mit "denn" ankoppeln. Der Fragebogen zeigt auf, ob man als Spender in Frage kommt, denn wer Blut spendet, muss gesund sein. Danach wurde die Körpertemperatur gemessen und der Blutfarbstoffwert (Hämoglobingehalt) diese Klammer zum Beispiel ist gerechtfertigt meines Blutes überprüft. Diese Daten gaben Aufschluss über meine Spendefähigkeit. Anschließend besprach der Arzt mit mir meinen Fragebogen, maß Blutdruck und Puls und beantwortete noch offene Fragenwelche? Das wäre doch interessant."–––––Dies ist Reportage.

„Das DRK bemüht sich verstärkt um Spender. Dr. NaasWer ist das? hofft: "Am besten wäre es, mit der Familie, den Freunden und Bekannten darüber zu reden und sie beim nächsten Blutspenden einfach mitzubringen." Ich tat das und
nahm meine äußerst ängstliche Mutter mit. wann? Die Autorin ist ja vom ersten Mal Blutspenden noch gar nicht zurück… Sie ließ sich auf der Liege nieder und begrüßte die Nadel Das ist zu neckisch für den ansonsten recht sachlichen Ton, indem sie ängstlich die Augen zukniff. Doch schon nach knapp acht Minuten war alles vorbei. Meine Mutter und ich hatten den
üblichen halben Liter Blut gespendet und fühlten uns wie kleine Helden.Der Satz ist Klasse!“––––Das beginnt als Bericht (das DRK macht irgendwas und irgendwer gibt ein Statement) und wird dann wieder Reportage.

„Kurz nach der Blutspende muss sich der Kreislauf erst an die etwas verringerte Blutmenge gewöhnen. Die DRK-Schwestern umsorgen die Spender während und nach der Blutspende sehr fürsorglich. Schwester Hanna, die schon
seit 1969 bei der Blutspende arbeitet, verrät wem? Die Autorin und ihre Mutter sind ja inzwischen schon wieder (fast) zu Hause mit einem Augenzwinkern: "Die größte Angst haben immer noch die Männer." “–––Das beginnt als Bericht (was so üblicherweise passiert) und endet als Reportage.

„Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch im Alter zwischen 18 und 68 Jahren, mit einem Mindestkörpergewicht von 50 kg, Blut spenden. Frauen dürfen das alle drei Monate, Männer sogar alle zwei Monate. Ich habe mir vorgenommen, in drei Monaten wieder Blut zu spenden, denn das DRK hat Recht:
"Taschentücher gibt's im Supermarkt. Blut nicht!" “–––––Das beginnt als Information (im Werbeteil zur Blutspende) und endet als Reportage.

„Nützlicher Nebeneffekt: in einer Labor Untersuchung wird das Blut untersucht und der Spender erfährt,ob er gesund ist.“ ––––––Das ist eine Info aus dem Werbeteil. Finde ich etwas unharmonisch angehängt .

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nally
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Danke, dass du dir die MĂĽhe gemacht hast und den Text (in deinem Sinne) unformuliert hast. Der Text ist schon zwei mal gekĂĽrzt, deshalb sind manche (auch fĂĽr mich) wichtige Infos verloren gegangen. Das sich die Genres ĂĽberlappen liegt daran, dass ich von allein angefangen habe Artikel zu verfassen und immer "frei Schnauze" schreibe... . Es ist schon schwierig genug eine Art Reportage zu schreiben, denn normalerweise ist die Ich-Form fĂĽr uns Jugendredakteure tabu... . Hier der Originaltext (falls du noch Lust hast ihn zu lesen - hoffe es ist ok - du zu sagen).

"Blut ist durch nichts zu ersetzen, denn Blut ist etwas Lebendiges: Es ist ein Organ, das aus vielen kleinen Zellen und Teilchen besteht. Das lebenswichtige Blut mit seinen vielfältigen Funktionen kann nur der Körper selbst bilden. Deswegen ist es so wichtig, dass es Menschen gibt, die ihr Blut spenden." Die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes starten in diesem Jahr ihre neue Werbekampagne mit der Botschaft: "Blut kann man nicht kaufen" und wollen damit vor allem junge Menschen dazu bewegen, Blut zu spenden.

Recht hat das DRK – eine neue ZahnbĂĽrste, die Lieblingszeitschrift oder eine neue Jeans kann man sich schnell kaufen, aber was ist mit Blut? Mehr als 16.000 Blutspenden sind in Deutschland täglich erforderlich, um den Bedarf zu decken. Ein Unfall, eine Krankheit oder auch eine Operation - jeder von uns kann in eine Situation kommen, in der er zum Ăśberleben das Blut eines anderen Menschen braucht. Also warum nicht spenden?

Letzten Mittwoch war es dann soweit, ich spendete das erste mal Blut. Nach dem mir etwas zu trinken angeboten wurde, es ist wichtig als Blutspender viel FlĂĽssigkeit aufzunehmen, fĂĽllte ich einen Spender-Fragebogen aus. Denn wer Blut spendet, muss gesund sein. Bevor ich zum Arzt ging, mit dem ich meinen Fragebogen besprochen haben, wurde die Körpertemperatur gemessen und der Blutfarbstoffwert (Hämoglobingehalt) meines Blutes ĂĽberprĂĽft. Diese Daten geben Aufschluss ĂĽber meine Spendefähigkeit. Herr Dr. Naas vom DRK besprach mit mir meinen Fragebogen, maĂź Blutdruck und Puls und beantwortet sämtliche Fragen, die noch offen waren und lies kleine Bedenken verfliegen. Das DRK bemĂĽht sich vermehrt um jugendliche Spender, Dr. Naas hofft: „Am besten ist es mit der Familie, den Freunden und Bekannten darĂĽber zu reden und beim nächsten Blutspenden einfach mit zunehmen.“ Ich tat das und nahm meine äuĂźerst ängstliche Mutter mit. Sie begrĂĽĂźte die Nadel in dem sie ängstlich die Augen zukniff. Doch schon nach knapp acht Minuten war alles vorbei. Meine Mutter und ich hatten den ĂĽblichen halben Liter Blut gespendet und waren kleine Helden. Während der ersten Zeit nach der Blutspende muss sich der Kreislauf noch an die etwas verringerte Blutmenge gewöhnen, doch auch in diesen Momenten wird man herzlichst von den DRK Schwestern versorgt. Schwestern Hanna, die schon seit 1969 bei der Blutspende arbeitet, verrät mir mit einem Augenzwinkern: „Die größte Angst haben immer noch die Männer.“

Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch im Alter zwischen 18 und 68 Jahren, mit einem Mindestkörpergewicht von 50 kg, Blut spenden. Frauen können alle drei Monate, Männer sogar alle zwei Monate Blut spenden. Ich habe mir vorgenommen in drei Monaten wieder Blut zu spenden, denn das DRK hat recht: „TaschentĂĽcher gibt’s im Supermarkt. Blut nicht!“

Mehr Infos unter: Hotline: 0800-11 949 11 oder Hier klicken
Die aktuellen Blutspendetermine findet man auch im ORB Videotext auf Seite 720 und 724.
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jon
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Ja ja… Das Kürzen ist der schwierigste Teil an der journalistischen Arbeit
Die Langerversion ist etwas harmonischer, die meisten der blauen Bemerkungen gelten aber auch da. (Ganz wichtig im Journalismus: Es muss klar sein, wer die Personen sind, die "mitspielen" – Dr. Naas zum Beispiel sollte einen Vornamen bekommen und vor allem eine Funktion.)

Es ist schon schwierig genug eine Art Reportage zu schreiben, denn normalerweise ist die Ich-Form fĂĽr uns Jugendredakteure tabu...
Ob Ich-Form oder nicht hängt nicht vom Status des Redakteurs ab, sondern von der Form, die man wählt. Vielleicht schaust du mal unter Hier klicken (da hab ich was zusammengetragen) oder unter Hier klicken (in der Navigation: Stilkunde / da ist es z.T. noch etwas ausführlicher) nach.


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