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Leselupe.de > Horror und Psycho
Blutiges Verlangen
Eingestellt am 29. 06. 2003 22:46


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Elessar
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jun 2003

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Von drau├čen klang das Brausen des Wassers herein. Die Sonne ging bereits unter. Wo Joey und Raoul sich befanden, wu├čte sie nicht. Die beiden hatten einen Rundgang machen wollen, da sie bis jetzt keine Gelegenheit hatten, sich das Schiff richtig anzusehen. Syd hatte keine Lust gehabt. Sie f├╝hlte sich ein wenig schwach und hatte sich hinlegen wollen.
Nun w├╝nschte sie sich pl├Âtzlich, doch mitgegangen zu sein, denn so allein kam sie sich unbehaglich vor und der Sonnenuntergang schien sie pl├Âtzlich zu bedrohen. Wieso zum Teufel macht mir der Sonnenuntergang nur solche angst? Das ist doch nicht normal! Unruhig sah sie aus dem kleinen Fenster, sah die Matrosen auf dem Pier stehen, rauchend und lachend. Einige von ihnen hatten junge M├Ądchen dabei, von denen sich Syd sicher war, da├č es sich um Prostituierte handelte. Einige von ihnen begannen, die Matrosen mit sich zu ziehen. Mit diesen M├Ąnnern war immer ein leichtes Gesch├Ąft zu machen. Aber Syd war sich sicher, da├č in den Kaj├╝ten auch bei den M├Ąnnern untereinander was lief. So oft hatte sie schon Reporte davon geh├Ârt, da├č einsame Matrosen Sex mit ihren Mitarbei-tern hatten, ehe sie dann heim zu ihren Frauen konnten. Hinterher war dann die Sache immer gleich vergessen.

Die Sonne verschwand am Horizont, als Syd aus ihren Gedanken erwachte und hinaus-blickte. Ein letztes Glitzern auf dem Wasser schien der Abschied dieser leuchtenden Scheibe zu sein, dann verschwand sie v├Âllig und die ersten Sterne glitzerten am Abend-himmel. Syd geno├č diesen Anblick und wurde gleich etwas ruhiger. Nun schien der Son-nenuntergang nicht mehr so bedrohlich. Die T├╝r war abgeschlossen, niemand konnte herein.
In aller Ruhe begann sie, sich auszuziehen. Der BH kniff sie und sie wollte schlafen. In ein paar Stunden w├╝rden sie ablegen und sich auf den Weg nach LeHavre machen. Syd machte der Gedanke, morgen aufzuwachen und am Hafen von Frankreich anzulegen, gleich wieder fr├Âhlich.
In Unterw├Ąsche begann sie, nach einem T-Shirt zu suchen. Ihr Nachthemd war ihr doch zu sperrig und in einem Shirt schlief es sich wesentlich bequemer. Zwar war es etwas kalt f├╝r das Wetter im Februar, doch ihr Bett war warm genug.

Ein Klicken lie├č Syd hochfahren. War das etwa eben ihr T├╝rschlo├č gewesen? Sie wagte gar nicht, sich umzudrehen, aus Angst, recht zu haben.
Trotzdem wagte sie den Blick. Ihre T├╝r stand einen winzigen Spalt offen und es zog. Vorsichtig ging sie hin und verschlo├č sie. Ob das wohl Raoul oder Joey gewesen waren? Vampire konnten schlie├člich auch Schl├Âsser ├Âffnen. „Ich finde das nicht komisch, ihr Beiden!“ sagte sie halblaut. Was war, wenn sie sich t├Ąuschte und keiner der beiden das gewesen war? „Joey? Raoul?“

Ein heiseres Lachen lie├č sie auffahren und umdrehen.
Auf ihrem Bett sa├č eine dunkel gekleidete Gestalt. Sie trug alte, fast staubige Sachen, eine schwarze Hose, Halbstiefel und einen langen schwarzen Mantel, darunter ein zer-schlissenes Hemd. Die langen, blonden verfilzten Haare hingen dem Fremden in das ha-gere, bleiche Gesicht mit den vielen Falten und den bleichen Lippen, auf denen bedrohli-che Fangz├Ąhne ruhten. Ein Vampir! Syd lehnte sich gegen ihre T├╝r, wagte aber nicht, ihre Hand auf die Klinke zu dr├╝cken, die T├╝r zu ├Âffnen und fortzulaufen. Nicht so, wie sie aussah und au├čerdem w├╝rde diese Gestalt sie vorher bestimmt zu fassen kriegen.
„Wer...bist du denn?“ stammelte sie mit weit aufgerissenen Augen. Wieder das heisere Lachen. „Senior Fangzahn!“ grinste der bleiche Mann mit spanischem Akzent. „Ach...so?“ Nun legte sich ihre Hand doch um die T├╝rklinke, sie dr├╝ckte fest zu. „Na, na, kleine Senorita...mach keine Dummheiten. Ich wollte dir doch nur einen kleinen H├Âflich-keitsbesuch abstatten...mit herzlichen Gr├╝├čen vom Meister.“ „Meister?“ „Imhotep...der Name d├╝rfte dir doch etwas sagen, nicht wahr, Kleines?“ Syd nickte. „Dann ist ja gut...ich h├Ątte auch nicht gedacht, da├č Emanuel dir das verschweigen w├╝rde.“ Nun kam die Gestalt bedrohlich auf sie zu. „Setz dich doch...dann k├Ânnen wir uns ein wenig unter-halten.“ „Ich...stehe lieber!“ Nun packte er sie, zog sie an sich. Sein Atem roch verwe-send, seine Kleidung modrig. Syd mu├čte beinahe w├╝rgen. „Na?“ Er zog sie noch fester an sich. „Tollen Busen hast du!“ Der Druck an ihrem Handgelenk wurde fester und Syd wimmerte. „Du tust mir weh, du Grobian!“ Ein Ku├č, abscheulicher als alles, was Syd bisher erlebt hatte. Die Zunge schien an ihrer Wange zu kleben. „La├č mich los, du Bas-tard!“ Syd trat ihm gegen das Schienbein, erntete daf├╝r aber nur eine Ohrfeige als Erfolg. „Kleine Nutte, du!“
Mit einem Hieb warf er Syd aufs Bett und ri├č dann mit einer Hand den BH kaputt. Syd versuchte, nach der Decke zu greifen, und sich diese ├╝ber den Oberk├Ârper zu ziehen, doch da hatte er schon ihre Handgelenke gepackt. „La├č mich zufrieden, du elender Blutsauger!“ Wieder versuchte sie, sich loszurei├čen. „Was willst du von mir?“ „Emanu-el beibringen, wie dumm es ist, gegen die Gesetze der Unterwelt zu versto├čen- ob F├╝rst der Finsternis oder nicht! Und gleichzeitig ein Zeichen setzen, sich nicht mit Imhotep anzulegen!“ Lange Fingern├Ągel krallten sich in ihre Brust und sie begann zu weinen. „La├č mich, du Schei├čkerl!“ Wieder eine Ohrfeige. „Sei endlich still, Nutte!“ Fingern├Ągel zerrissen den Stoff ihres Slips, dann dr├╝ckte er sich an sie. „Was hat er vor, Nutte? Was ist euer Ziel?“ „Das geht dich gar nichts an...und nun la├č mich zufrieden! GEH RUNTER!“ Wieder ein heiseres Lachen. „Entweder, du redest jetzt, oder du kriegst gleich mal einen richtigen Mann zu sp├╝ren, Nutte!“ Syd liefen Tr├Ąnen ├╝ber die Wangen. „La├č mich...!“

Die T├╝r ging auf. Zuerst glaubte Syd, sie w├╝rde tr├Ąumen, doch Joey stand tats├Ąchlich an der T├╝r und warf einen erschrockenen Blick hinein. „Sanchoz!“ Joey war so schnell, da├č sie ihn gar nicht sehen konnte, bis er pl├Âtzlich an ihrem Bett stand und sich den Fremden schnappte. „LASS DEINE FINGER VON IHR!“ fauchte Joey. Bedrohlich ragten nun die Fangz├Ąhne, blitzten. Joeys Fingern├Ągel schienen ebenfalls gewachsen zu sein, denn sie bohrten sich tief in den Sanchoz‘ Hals. Dieser knurrte laut. „Was willst du hier?“ Joey dr├╝ckte immer fester zu. „Elender kleiner Bastard...meinst du, so bekommst du raus, was wir vorhaben?“ Der Druck wurde fester, bis Blut durch das Zimmer spritze und sogar Syds Kn├Âchel traf. Dann ein Aufschrei, eine Flamme und dann rieselte Staub durch Joeys Finger, Asche, die sofort hinausgeweht wurde.
Syd wurde allm├Ąhlich ruhiger. Die Verletzung an ihrer Brust schmerzte und nur m├╝hsam schaffte sie es, einen Zipfel ihrer Bettdecke zu erhaschen. Die Kraft, sie ├╝ber sich zu zie-hen, fehlte ihr allerdings.
Da kam Joey ihr zu Hilfe, deckte sie zu. Dann beugte er sich ├╝ber sie. „Alles okay, Syd?“ Ein sanftes Streichen durch ihr Haar, da├č wundersamer Weise beruhigend wirkte. „Wie...hast du das gemacht?“ „Alter Trick...erz├Ąhl ich dir, wenn du dich erholt hast. Hat er dir wehgetan?“ Syd nickte, weinte wieder. Dann deutete sie auf ihre Brust und lie├č Joey auch nachsehen. „Du lieber Himmel...das sollten wir besser verbinden, denkst du nicht?“ Joey versuchte, ruhig zu klingen, doch das Blut regte ihn auf, Syd merkte es. „Vielleicht...!“ murmelte sie. Mit den Fingerspitzen ber├╝hrte sie das Blut, w├Ąhrend Joey nach einem Medikamentenschrank suchte. Im kleinen Bad fand er eines, da├č er sofort heranbrachte.
Syd hatte inzwischen die Finger mit ihrem Blut benetzt. „La├č das!“ mahnte Joey. „Sonst kriegst du auch noch eine Entz├╝ndung.“ „Joey?“ „Hmm?“ Joey kramte nach einer Mullbinde. „Hier!“ Sanft dr├╝ckte sie ihm die blutigen Finger an die Lippen, erntete aber nur einen leeren Blick. „Was soll denn das, bist du jetzt paranoid oder was?“ „Du hast doch gesagt, du ha├čt kaltes Blut...ich dachte mir, ich k├Ânnte dir Gelegenheit geben, hei-├čes Blut zu trinken, ehe du es verbindest. Du...kannst es ja ablecken.“ Joey schnaubte. „Bist du noch bei Trost? Der Kerl h├Ątte dich gerade beinahe vergewaltigt und danach als Abendessen verspeist und jetzt soll ICH dein Blut trinken?“ Syd entgegnete nichts, son-dern schob ihre Fingerspitzen zwischen Joeys Lippen, vorbei an den Fangz├Ąhnen, direkt in einen Mund, an seine Zunge. Joey griff nach ihrer Hand und zog sie weg. „H├Âr auf!“ Er keuchte, er sprach nicht, er keuchte. „Mach ruhig...es w├Ąre schade drum, wenn wir es abwaschen m├╝├čten!“ War sie wirklich noch ganz da? Syd zweifelte selbst daran. „Syd-ney, ich...?“ Joey schien beinahe hilflos. Sie wu├čte, er wollte trinken, aber er konnte nicht. Also richtete sie sich auf und schlang ihre Arme um seinen Nacken, ehe sie ihn an ihre Brust dr├╝ckte. „Mach!“
Sanft schmiegten sich Joeys Lippen an die blutigen Schnitte, dann legte er seine Arme fest um sie und begann, da├č Blut vorsichtig abzulecken, dann saugte er leicht, saugte das gestaute Blut auf den Wunden heraus. Dabei zog er sie immer weiter auf seinen Scho├č. Syd lie├č die Decke los und schmiegte sich an ihn. Jetzt wu├čte sie, was Raoul mit dem berauschenden Gef├╝hl gemeint hatte. Es erregte wirklich. Sie fl├╝sterte seinen Namen.
Joey ri├č sich los, griff verzweifelt nach dem Verband, der um die Wunden gewickelt werden sollte. „Verdammt noch mal, wieso machst du sowas?“ Er leckte das Blut von seinen Lippen. Syd wurde m├╝de, wartete, bis er ihr den Verband umgelegt hatte, dann schlief sie ein.

Joey stand noch eine ganze Weile an ihrem Bett und starrte sie ungl├Ąubig an. Das Blut flo├č nun durch seine Adern, warm und pulsierend. Es bet├Ąubte ihn beinahe. Wieso nur hatte er sich dazu hinrei├čen lassen? Wieso hatte er das zugelassen?
Es beruhigte ihn, festzustellen, da├č er nicht allzu viel getrunken hatte. Syd war nicht sei-netwegen so m├╝de geworden, es lag wohl eher an dem Schock. Trotzdem war das eben noch viel mehr gewesen. Er konnte es sp├╝ren, weil sein Herz schlug, es schlug bis zum Hals. Ihm wurde davon schwindlig und er lehnte sich an die T├╝r. Nur langsam konnte er sich so weit sammeln, da├č er ein T-Shirt aus ihrem Koffer nahm und ihr dies ├╝berzog, ehe er ihr, zu seiner eigenen ├ťberraschung, einen Ku├č gab und zudeckte. Doch was er-schreckte ihn mehr? Sie oder sein pl├Âtzlich wieder schlagendes Herz?

Dann stand Raoul pl├Âtzlich hinter ihm. „Was war denn los? Du bist eben wie ein Irrer losgerannt. Syd ist doch okay...oder?“ Raoul warf einen pr├╝fenden Blick auf die Schla-fende. „Wir hatten ungebetenen Besuch, wie ich es bef├╝rchtet hatte und der war kurz davor, mit Syd...ach, ist auch egal!“
Eilig wandte er sich um. „Ich gehe nun schlafen... gute Nacht!“

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Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

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Hallo Elessar,

erstmal willkommen auf der Lupe. Ich habe deinen Text in das Horrorforum geschoben, da er mit Sicherheit nicht ins Genre "Fantasy" f├Ąllt.

An sich ist die Geschichte nett geschrieben, nur die Dialoge wirken ein wenig ggezwungen und gek├╝nstelt.

Und inhaltlisch ist es ja wenig spektakul├Ąr, sondern die typische Nackte-Frau-in-Gefahr Situation mit der ├╝blichen Sex/Vampir/Blutdurst Kombination.

Bis bald,
Michael

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