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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Boheme ist tot - es lebe die Boheme / Für einen Fürsten
Eingestellt am 23. 10. 2013 10:18


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AllAN GAP
Wird mal Schriftsteller
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Spiel der Zeit - Stillstand verliert

spitze Worte im Tagestau,
Klinge wird nicht kalt,
Schärfe AnalPhabeten zerlegt,
Schweißesangst bis herab zum Knie,

als David seinen Goliath fand,
prunkprotzig dessen Gewand
goldglänzend an ihm hinab floss,
Hat sie ihm genützt, die Pracht?

Wortesherrschaft dem General,
der virtu'os'ell sie ausspielt,
weiser Stamm für einen Hund,
Beinchen findet instinktiv die Höh,

schreibst geradeaus in trockenen Schlund,
beeindruckt, bin ich von Dir,
doch wenn Du ein Opfer suchst,
brauchst einen Mundschenk wohl dafür,

serviert dann auf silbernem Tablett,
mit Serviette und Besteck,
ist wohl nicht mehr zeitgemäß,
doch ehe eins alleine kommt - Zeit vergeht,

Contenance verloren Wortgefecht,
woher nur diese Wut,
weil 'Bohemie' gestorben ist,
ergibst dich Gefühl, lechzt nach Blut,

von mir aus lass es Boah-Häme sein,
oder mach das Ding gleich rund,
an Po-Häme hat es nie gemangelt,
die Frage - für wen ist's gesund?,


__________________
AllAN GAP
es gibt immer etwas in unserer Mitte

Version vom 23. 10. 2013 10:18
Version vom 01. 11. 2013 09:13

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orlando
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Alian Gap,
du überrascht uns täglich, manchmal auch stündlich mit einem neuen Werk. Warum nicht erst einmal ein Altes gründlich überarbeiten?
Bezogen auf das hier Vorgelegte, scheint es sich um eine recht willkürliche Aneinanderreihung sog. Volksweisheiten zu handeln, was allein noch keine Lyrik ausmacht. -
Zunächst einmal könntest du deine Grammatik nachbessern. - Um einen Reim zu fertigen, gilt es nicht als opportun, notwendige Artikel wegzulassen, um nur ein Beispiel zu nennen. Eine solche Schludrigkeit hat mit "Experimentellem" rein gar nichts zu tun.

Inhaltlich gewinne ich den Eindruck, dass dir an Kritik wenig gelegen ist - insofern bin ich mir nicht sicher, ob du dich hier wohlfühlen wirst ...

LG, orlando

Noch eins: Der Begriff Boheme ist an eine bestimmte Zeit gebunden.

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AllAN GAP
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Hallo Orlando,

ich habe verstanden. Beim Schreiben des obigen Textes, habe ich mich an das Werk des Monats erinnert und bewusst mitt Doppeldeutigkeiten gearbeitet. Sie provozieren die Sicht auf mögliche Fehler, oder ein tiefer suchendes Verständnis.
Das macht die Sache spannend und reizvoll, finde ich zumindest. Vielleicht wäre es unter Satire besser aufgehoben. Leider ist es auch eine Antwort in einem anderen Kontext. Ich hatte eine Zeit darüber nachgedacht, sie anzuhängen oder eine neue 'Threadition' zu eröffnen. Ich habe mich für diesen Weg entschieden, wohlwissend um wenig erfreute Reaktionen.
Seht es bitte mit einem Augenzwinkern. Mein Respekt gilt jedem, der bewusst schreibt und Sprache in einen Blumenstrauß verwandelt.

Liebe Grüsse AllAN
__________________
AllAN GAP
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Bernd
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Für mich eine Entdeckung bereits in der ersten Strophe ist "Tagestau".

Ein unerwarted wunderbar mehrdeutiges Wort.

AnalPhabeten ziehen es herunter, aber das ist Geschmacksache.
"Tagestau" ist eine völlig andere feinsinnigere Stilebene.

---

Insgesamt finde ich das Gedicht ok.
Aber es ist sicherlich verbesserungswürdig (es ist mehr herauszuholen). Dazu können dienen:
Entglätten (also schärfere und funktionale Verstöße gegen die Form) - Diese sollen Funktion haben.
oder
Glätten:
Entscheidung für eine Form und hineinbringen in diese Form, Entfernen von Grammatikfehlern.
"Entglätten" wäre für mich spannender.
Kunst ist nicht künstlich und Gedicht ist nicht dicht, aber Tagestau ist Tagestau.

---

Das fortlassen von Pronomen (Subjekten) erzeugt einen persönlicheren, volkstümlichen Eindruck.

Eingestreute Reime und Rhythmenwechsel sind Gestaltungsmittel.

---

Wenn Du erschrecken willst, erschrecke!
Aber erschrick nicht.

---

__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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AllAN GAP
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Hallo Bernd,

die erste Strophe ist ein Aufbäumen. Es manifestiert trotz Respekt die Attitüde 'ich verstecke mich nicht'.
In seiner deutlichen Undeutlichkeit, ganz sicher Geschmacksache.
Und doch eine Reaktion auf eine deutlichere Forderung.
Ich habe als Reaktion noch zwei weitere Texte geschrieben, hielt diesen jedoch für den Besseren,
Weil Humor, Selbstironie (einfache Sprache?) und Wortwitz durchblitzt.
Jedenfalls für mich als Schreiber.

Erschrecken ist ein interessanter neuer Aspekt. Könnte mir gefallen.

Aber auch hier, nehme ich Deine Anregungen mit.

Danke und lieben Gruß

AllAN
__________________
AllAN GAP
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