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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Boomtown - Die Montagskolumne aus Berlin 04/2000
Eingestellt am 31. 01. 2000 00:00


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Leovinus
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Boomtown 04/2000

Ende der Siebzigerjahre des 20. Jahrhunderts veröffentlichten die "Boomtown Rats", den Titel "I don’t like Mondays". Er handelt von einer Schülerin in San Diego, die am 29.1.1979 ihre Klassenkameraden erschoss und dies einzig mit jenem Satz begründete. Um anderen Menschen ein ähnliches Schicksal zu ersparen, erscheint diese Kolumne jeden Montag in der Hoffnung auf zahlreiche Leser.

Kamel statt Email

Wer erinnert sich noch an das vergangene Weihnachtsfest? Richtig, das vor dem Silvester mit dem "M"-Wort. Geben Sie sich keine Mühe, seit heute ist es endgültig vorüber. Verzehren Sie den letzten Schokoweihnachtsmann, der in Ihrem Wohnzimmer wartet. Saugen Sie die letzte widerspenstige Tannennadel aus dem Teppich. Binden Sie endlich die Krawatte um, die Sie geschenkt bekamen! Und sollten Sie Ihre Eltern in diesem Jahr noch nicht gesehen haben, besuchen Sie sie schleunigst. Danach begeben Sie sich bitte zum nächsten Aldi und kaufen das, worauf Sie seit Neujahr warten: die Ostersüßigkeiten der Saison, seit dieser Woche erhältlich.
Eher unwahrscheinlich ist, dass Sie dort den ehemaligen Microsoft-Chef treffen werden. Denn erstens hat es William Gates III. wohl nicht nötig, seinen Einkaufswagen bei Aldi durch die Gänge zu schieben und zweitens erhielt er bereits in "South Park" seine gerechte Strafe. Trotzdem durfte er am Samstag in Berlin vorführen, was für ein kunstsinniger und reicher Mensch er ist. Getreu dem Motto "Umgib dich mit Genies und du wirst selbst für eins gehalten.", ist er so nett, da Vincis "Codex Leicester", das eigentlich der gesamten Menschheit gehören sollte, quasi unter seinem Mantel hervorlugen zu lassen. Dazu war der Mann, der laut "Tagesspiegel" so viel Geld hat wie alle Berliner zusammen, eigens in die Hauptstadt gereist. Anschließend begab er sich nach Leipzig, um Wettpate zu spielen. Ob es bei seiner Wette darum ging, wer als erster den "Briefassistenten" tötet ("Möchten Sie einen Brief schreiben? Word kann Ihnen helfen!!" – "Nein, verkriech dich aus dem Speicher, du penetrantes A...!"), kann ich nicht sagen, da ich solcherlei Veranstaltungen meist meide.
Apropos Computer: Über eine der größten lebenden Datenbanken verfügte im 10. Jahrhundert ein persischer Großwesir. Er führte auf seinen Reisen ungefähr 117.000 Bücher mit sich. Da es damals noch keine Laptops gab, um diese zu verwalten, trainierte er 400 Kamele darauf, in alphabetischer Reihenfolge zu laufen. Die entsprechende Fehlermeldung, wenn eines der Tiere unterwegs verendete, hätte übersetzt wahrscheinlich so gelautet: "Schwerer Kamel-Treiber-Fehler. Beenden Sie alle Tiere und beginnen Sie die Reise von vorn. --- OK?"
Man muss Bill Gates allerdings zugestehen, dass er etwas mehr von seinem Job versteht als jene Wahrsagerin, die neulich von Journalisten der "Zitty" besucht wurde. Auf das Klingeln antwortete diese mit "Wer ist da bitte?" – Beruf verfehlt, denke ich.
Was wollen uns all diese Zeilen sagen? Vielleicht das: Auch wenn Ostern einen Monat nach Weihnachten stattfindet, sind Computer, selbst Windows-PCs von Aldi, nur Menschen, ebenso wie Kamele und Wahrsagerinnen. Wetten?
Eine schöne Woche wünscht Leovinus.


(Ăśbernommen aus der 'Alten Leselupe'.
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