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Leselupe.de > Science Fiction
Botschaft aus dem Gestern (Achtung, sehr lang)
Eingestellt am 05. 05. 2001 14:37


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Doc Sternau
Wird mal Schriftsteller
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Botschaft aus dem Gestern

Jaulend hielt der Turbolift. Popow trat einen Schritt nach vorn und stand auf der Ops von Deep Space Nine. Er trug einen makellosen blauschwarzen Anzug und machte wie ├╝blich den Eindruck eines Mannes der wusste was er wollte. Unter seinem Arm trug er ein langes in Leinen eingeschlagenes B├╝ndel.
Er blickte sich kurz auf der Kommandozentrale der Raumstation um, packte dann sein B├╝ndel etwas fester und begann ruhigen Schrittes auf den Raum des Commanders zu zugehen.
Als er die Wissenschaftsstation passierte blickte die gerade Dienst tuende Trill auf und begr├╝├čte den H├Ąndler mit einem L├Ącheln: "Guten Morgen Mister Popow!"
Frank erwiderte das L├Ącheln und erkundigte sich diskret: "Lieutenant Dax, sind sie zufrieden mit ihren Eink├Ąufen?"
Dax l├Ąchelte nun noch intensiver und ein schelmisch wissender Blick traf Popow: "Oh, ja, wie sie sagten, es sieht nicht nur verf├╝hrerisch aus, es f├╝hlt sich tats├Ąchlich besser an als alles was ich sonst aus der F├Âderation kenne!"
Auch Popow blickte wissend und meinte versonnen: "Es ist schade, dass so etwas heutzutage nicht mehr hergestellt wird. Aber keine Sorge, ich habe eine Quelle von wo ich noch lange Waren beziehen kann, die dort seit dreihundert Jahren Fabrikneu gelagert werden!"
Jadzia grinste nun f├Ârmlich und sagte: "Ich glaube, dass ich ihr Gesch├Ąft bald wieder beehren werde."
"Das scheint ja ein sehr interessanter Laden zu sein, wenn der Alte Mann ihn bald wieder besuchen will."
Popow und Dax wandten sich um. Commander Benjamin Sisko hatte sich, von Beiden unbemerkt, gen├Ąhert und stand nun, Dax angrinsend, vor ihnen.
Popow machte eine abwehrende Geste und begr├╝├čte dann den Kommandanten von DS9:
"Commander Sisko! Mein Name ist Popow, Frank Popow, mir geh├Ârt das Kuriosit├Ątengesch├Ąft am Ende des Promenadendecks."
"Nat├╝rlich! Ich habe schon von ihren Golfspielen geh├Ârt. Leider hatte ich noch keine Gelegenheit pers├Ânlich bei ihnen vorbei zu schauen."
"Deshalb komme ich zu Ihnen Commander, ich wollte sie im Namen aller Teilhaber meines Gesch├Ąftes willkommen hei├čen!", mit diesen Worten zog er elegant das B├╝ndel unter seinem Arm hervor und reichte es dem Commander.
Dieser blickte ├╝berrascht, in den zwei Wochen seit seiner Ankunft hatten ihn schon mehrere Gesch├Ąftsleute der Station begr├╝├čte aber bisher hatte ihm noch keiner ein Geschenk gemacht. Neugierig schlug er das Leinentuch auseinander.
"Ein Baseballschl├Ąger?" fragte er verbl├╝fft.
"Ich habe von ihrem Interesse an diesem Spiel geh├Ârt und da schon lange niemand mehr nach Accessoires f├╝r diesen Sport gefragt hat..."
"...Haben sie sich gedacht, sie k├Ânnten mir den Ladenh├╝ter schenken!" Sisko grinste.
Popow lachte kurz: "So in etwa, es ist zwar sehr schade darum, aber heutzutage interessiert sich kaum noch jemand f├╝r Baseball! Also schenke ich ihnen einen der letzten erhaltenen Originalschl├Ąger der Nationalmannschaft der Erde."
Sisko sog die Luft ein und drehte den Schl├Ąger, tats├Ąchlich, das einstige Logo der Nationalmannschaft der Erde war in das Holz eingepr├Ągt.
"Das kann ich nicht annehmen!" Sisko war schockiert, er hatte den wahren Wert des Geschenks erkannt, in Sammlerkreisen war er bestimmt mehrere hundert Barren Latinum wert!
"Oh, wie sie schon sagten, bei mir ist es ein Ladenh├╝ter, nehmen sie ihn und tun sie mir einen Gefallen, benutzen sie ihn f├╝r was er gemacht wurde - zum Spielen! Er lag lange genug in irgendwelchen Vitrinen."
"Aber sie k├Ânnen doch nicht...!" Sisko wollte den Schl├Ąger um alles in der Welt haben aber es war einfach ein zu wertvolles Geschenk als das er ihn h├Ątte annehmen k├Ânnen.
Popow blickte ungl├╝cklich auf den Kommandanten der Station, dann hellte sich sein Gesicht auf: "Dann betrachten sie ihn als eine Art Gefallen, den sie mir irgendwann in einer ihnen angenehmen Form vergelten k├Ânnen!"
Ben war immer noch nicht so recht zufrieden und wollte dies gerade zum Ausdruck bringen, als er pl├Âtzlich die hektische T├Ątigkeit von Dax bemerkte.
"Commander! Ich habe hier ein paar sehr seltsame Daten, es scheint als n├Ąhere sich etwas mit sehr hoher Geschwindigkeit der Station!"
Sisko runzelte die Stirn: "Auf den Schirm!"
Der Hauptmonitor der Ops ver├Ąnderte sich und zeigte einen anderen Ausschnitt des Alls.
"Ich kann nichts sehen!" Sisko war nerv├Âs, zu viel war in den zwei Wochen seit seiner Ankunft geschehen.
"Ich kann es nicht richtig erfassen!" Dax' H├Ąnde huschten ├╝ber die Konsole.
Pl├Âtzlich ├╝berstrahlte ein Blitz die Ops, der Weltraum war in einem hell leuchtenden Riss aufgebrochen. Sisko dachte erst es w├Ąre das Wurmloch aber das befand sich auf der anderen Seite der Station!
Popow blickte entsetzt auf den Hauptschirm und machte einen z├Âgernden Schritt nach vorn, dabei murmelte er: "Mein Gott, sie haben es geschafft! Aber das Kontinuum ist instabil!"
Sisko blickte kurz zu dem H├Ąndler, dann wurde seine Aufmerksamkeit wieder vom Hauptschirm gefesselt.
In diesem Moment durchbrach ein Schatten das Glei├čen des Kontinuumrisses.
Dax keuchte: "Ben dieses Ding fliegt mit Warp14 und es sendet F├Âderationsidentifikationscodes!"
Sisko war noch immer gefesselt vom Geschehen auf dem Hauptschirm, trotzdem antwortete er wie in einem Reflex: "Unm├Âglich, niemand kann die Warpbarriere durchbrechen, noch dazu im Normalraum!"
Auch Popow sah zum Schirm und murmelte weiter vor sich hin: "Warp14 als Austrittsgeschwindigkeit, das ist viel zu schnell! Ihre Masse wird instabilisiert, der Normalraum ist f├╝r solche Geschwindigkeiten nicht geschaffen."
Dann wandte er sich an Dax: "Erfassen sie sofort das Schiff mit s├Ąmtlichen Transporterstrahlen, es wird gleich explodieren!"
Dax blickte fragend zu Sisko und dieser musterte einen Augenblick den so unscheinbaren H├Ąndler, dann nickte er: "Tun sie was er sagt, ich glaube Mister Popow wei├č mehr ├╝ber dieses Schiff als wir."
"Ich erfasse das Schiff, seine Geschwindigkeit nimmt rapide ab, allerdings beginnt sich der Rumpf zu verformen, es wird gleich auseinander brechen! Ich habe eine Person erfasst!"
Popow schien etwas einzufallen: "Beamen sie sofort auf die Krankenstation und sagen sie Bashir er soll sich auf schwere Strahlungssch├Ąden einstellen."
Sisko war mehr als irritiert, woher wusste dieser Mann soviel ├╝ber ein ihm unbekanntes Schiff?
"Transport eingeleitet!", in diesem Moment zuckte eine grelle Explosion ├╝ber den Hauptschirm, die Crew auf der Ops sah gebannt, wie eine riesige Entladung aus dem noch immer ge├Âffneten Spalt im Kontinuum schoss und das zerbrechende Schiff traf.
Es hatte keine Chance, in einem aufpulsen der Gewalten wurde es zu Atomen zerrieben.
"Haben sie die Person?", fragte Sisko von dem Geschehen aufgew├╝hlt.
"Bashir hat gemeldet das ein stark verstrahlter Mann bei ihm eingetroffen ist, er wei├č nicht wie lange er noch leben wird. Er sagte au├čerdem, dass der Mann nach Mister Popow verlangt hat!"
Die Besatzung der Ops blickte verwundert auf den H├Ąndler.
"Ich glaube sie schulden mir eine Erkl├Ąrung!"
Popow nickte gequ├Ąlt, dann wollte er zu erz├Ąhlen anfangen, als ihn Sisko wieder unterbrach: "Sp├Ąter, jetzt gehen wir erst einmal zur Krankenstation, ein Sterbender hat nach ihnen verlangt!"
Als Sisko und er die Ops verlie├čen, sah Popow noch, wie Kira zu Dax trat und dieser endlich die Frage stellte, die ihr schon die ganze Zeit auf der Zunge gebrannt hatte.
"Was haben sie bei ihm gekauft?"
Dax blickte sich kurz um bevor sie leise antwortete: "W├Ąsche!"
"W├Ąsche?!"
Dax nickte und fl├╝sterte verschw├Ârerisch: "F├╝r drunter!"
Trotz des vorrangegangenen Geschehens musste Popow nun grinsen, als er Major Kira's Gesicht sah, dann setzte sich der Lift in Bewegung.

Kurz darauf betraten sie die Krankenstation.
Bashir erwartete sie schon.
"Commander, Mister Popow. Ich habe getan was ich konnte, trotzdem wird er nicht mehr lange leben! Solche Strahlungsverbrennungen habe ich noch nie gesehen, ├Ąu├čerlich sieht man ihm kaum etwas an aber sobald er auch nur leicht ber├╝hrt wird l├Âst sich die Haut gro├čfl├Ąchig auf und darunter ist sie total zerst├Ârt! Es ist als h├Ątte er innerlich gebrannt."
Popow nickte nur, "So etwas ├Ąhnliches ist auch passiert. Wo ist er?"
"Hier entlang bitte."
Bashir f├╝hrte sie in einen abgetrennten Bereich der Krankenstation. In diesem befand sich eine Stasisr├Âhre, in der der Verletzte sanft auf einem Luftpolster ruhte. Nur der Kopf schaute an einem Ende der Kammer heraus.
Popow hatte in etwa gewusst was ihn erwartete, doch als er das Gesicht des Mannes sah atmete er keuchend ein, die H├Ąlfte des Gesichtes war nur noch eine blutige verbrannte Masse und als er durch die Scheibe der Stasiskammer blickte, erkannte er, dass fast der gesamte K├Ârper des Mannes so aussah. Frank wandte sich kurz ab und k├Ąmpfte gegen seinen Brechreiz, als der Mann mit schrecklich r├Âchelnder Stimme zu sprechen begann:
"Frank? Bist du hier?" erst jetzt wurde Popow klar, dass der Mann erblindet sein musste.
"Ich bin hier!", Frank trat an das Kopfende der Stasiskammer und sah auf den Verletzten herab.
Dann erkannte er ihn.
"Josh? Mein Gott Josh, was habt ihr getan? Ihr wusstet doch das das Fluxkontinuum nicht stabil ist!"
Der Verletzte, Josh, versuchte zu grinsen, was ihn nur vor Schmerzen aufst├Âhnen lie├č, dann antwortete er: "Es war die einzige M├Âglichkeit...musste dich schnell erreichen...es ist wichtig, du musst nach New Berlin...es geht um deine Eltern...such Laurie, sie wird dir helfen...sei vorsichtig, sie wissen ├╝ber dich Bescheid...musst dich beeilen!", der Sterbende hustete gequ├Ąlt, dann l├Ąchelte er noch einmal und einen Augenblick schien es als k├Ânne er Popow sehen. Er blickte in Franks Augen: "Es war ein verdammt hei├čer Ritt, Frank, aber man k├Ânnte es stabilisieren!"
Josh zuckte zusammen und starb.
Kaum hatte er seinen letzten Atemzug getan, begann ein seltsames Gl├╝hen seinen K├Ârper zu erfassen. Es strahlte immer intensiver, bis sich der K├Ârper des Verstorbenen in einem grellen Blitz aufl├Âste.
"Was, was war das?" Bashir war entsetzt, noch nie hatte sich ein verstorbener Patient vor ihm in Luft aufgel├Âst!
Popow strich sich die Haare aus der Stirn und schluckte, er hatte das Gef├╝hl ersticken zu m├╝ssen.
"Ich glaube ich schulde ihnen ein paar Erkl├Ąrungen. Was sie soeben gesehen haben, war die nat├╝rliche Folge einer Reise im Fluxkontinuum. Ein Mensch kann zwar in das Kontinuum eintreten und es wieder verlassen aber ein Teil seiner k├Ârperlichen Komponente verbleibt immer darin. Der einzige Grund weshalb er wieder im Normalraum materialisiert ist, dass ein Mensch wei├č, dass er nicht in das Fluxkontinuum geh├Ârt. Sobald er allerdings stirbt oder durch schwere Verletzungen seinen K├Ârper nicht mehr richtig unter Kontrolle hat, beginnt unweigerlich der R├╝cksturz der Materie."
Sisko war nicht zufrieden gestellt: "Was ist das Fluxkontinuum und woher wei├č ein zur├╝ck gezogen lebender H├Ąndler wie sie davon?"
Frank zuckte mit den Achseln: "Ich habe nicht immer auf DS9 gelebt.
Sie werden wahrscheinlich in ihren Daten ├╝ber mich heraus finden, dass ich in meiner Jugend Mathematik und Hochenergiephysik studiert habe.
Und wenn sie bei Starfleet eine Anfrage ├╝ber mich einreichen werden sie ein kleines Dossier erhalten, in dem steht, dass ich mehrere Jahre in der Entwicklungsabteilung f├╝r Warptechnologie gearbeitet habe.
Der Rest der Unterlagen ist streng vertraulich und wird nur an Leute vergeben, deren Geheimhaltungsstufe so hoch ist, dass Sie, als Kommandant von DS9, wahrscheinlich noch nicht einmal davon geh├Ârt haben!"
Bashir war neugierig geworden: "Was ist so vertraulich an einem Ingenieur f├╝r Warptechnologie?"
Frank musterte den Doktor kurz, dann schien er eine Entscheidung getroffen zu haben: "Was ich ihnen jetzt erz├Ąhle, darf nie diesen Raum verlassen!"
Kommandant und Chefarzt von DS9 blickten sich kurz an, dann verriegelte Bashir den Zugang zur Krankenstation.
"Ich habe nur kurz bei der Entwicklung von Warptechnik gearbeitet, so etwa zwei oder drei Wochen. Danach reichten wir unsere Arbeit ├╝ber das Fluxkontinuum beim Forschungsrat der Sternenflotte ein. Unsere Entdeckungen waren so bahnbrechend, dass Starfleetcommand beschloss eine eigene streng geheime Abteilung einzurichten. Wir, Joshua Genesser, Laura Hembley und ich, die Entdecker des Fluxraums, bekamen unsere eigene Forschungsabteilung.
Der Fluxraum k├Ânnte Geschwindigkeiten weit ├╝ber die Warpbarriere hinaus erm├Âglichen!
Zumindest dachten wir und Starfleet das damals. Aber nachdem wir ├╝ber vier Jahre die Bedingungen ├╝ber einen Flug im Fluxkontinuum berechnet hatten und wir uns bei einem Testflug beinahe selbst umbrachten, stellten wir die Forschungen ein."
Bashir schien nicht ├╝berrascht ├╝ber das was Popow ihnen gerade erz├Ąhlt hatte, ihn schien vielmehr eine andere Tatsache zu beunruhigen: "Sie sagten sie h├Ątten einen Testflug unternommen? Wie...?"
"Wieso ich noch lebe? Es liegt daran, mit was f├╝r einem Schiff man in den Fluxraum eindringt. Je gr├Â├čer die Masse des Schiffes, desto gr├Â├čer ist sein Beharrungsverm├Âgen im Fluxkontinuum. Und gleichzeitig seine Austrittsgeschwindigkeit. Wir benutzten damals ein umger├╝stetes Galileoshuttle. Unsere Austrittsgeschwindigkeit lag etwa bei Warp4, dadurch wurde die mitgerissene Fluxstrahlung in Grenzen gehalten und wir sprangen rechtzeitig in den Warpraum, bevor das Shuttle zerrissen werden konnte."
Popow zog kurz sein rechtes Hosenbein nach oben und enth├╝llte so eine sein Bein ├╝berziehende Narbe.
"Wir haben unseren Preis bezahlt, Laura und ich!"
"Aber wenn es so gef├Ąhrlich ist, wieso hat man dann ein Schiff gebaut, das diese Antriebstechnik benutzt?"
"Ich wei├č es nicht, offiziell wurden unsere Forschungsarbeiten vor zw├Âlf Jahren als nicht durchf├╝hrbar eingestellt. Ich habe keine Ahnung warum die F├Âderation versucht ein Schiff mit einer Technologie auszur├╝sten, die so unsicher ist wie der Fluxantrieb."
Sisko zog eine Grimasse: "Aber ich, zur Zeit versucht Starfleet jeden Vorteil nutzbar zu machen, um der Bedrohung durch die Borg entgegen treten zu k├Ânnen! Und ein Schiff, das weit schneller als Warp fliegen kann, w├Ąre ein gro├čer Schritt in diese Richtung!"
Bashirs Neugier war noch nicht befriedigt: "Was meinte er damit, man k├Ânne es stabilisieren?"
Popows Gesicht nahm einen abwehrenden Ausdruck an, er hatte gehofft das die Beiden es vergessen h├Ątten.
"Ja, man kann den Flug durch den Fluxraum stabilisieren!" er spuckte die Worte fast aus.
"Aber warum wurden ihre Forschungsarbeiten dann eingestellt?"
"Die F├Âderation hatte keine Ahnung, nur Laura Hembley und ich wussten davon. Die einzigen Personen die den Flux bereist hatten! Nach diesem Flug hielten wir den Preis f├╝r zu hoch!"
"Was? Sie hielten den Preis f├╝r zu hoch? Wieso glauben sie, das Recht zu so einer Entscheidung zu haben?" Sisko war w├╝tend, wenn er daran dachte, das F├Âderationsschiffe schon seit zehn Jahren mit einem Transwarpantrieb ausger├╝stet h├Ątten sein k├Ânnen, vielleicht w├Ąre die Begegnung bei Wolf 359 anders verlaufen.
Aber auch Popow wurde w├╝tend, er hasste es, wenn seine Entscheidungen angezweifelt wurden, vor allem, wenn er von deren Richtigkeit felsenfest ├╝berzeugt war.
"Die Erfahrung gab mir das Recht dazu! Haben sie nicht gesehen was mit Josh passiert ist? Wollen sie, dass das jedem passiert, der ein Schiff durch den Flux steuert? Was mit Josh geschehen ist, w├╝rde jeden Tag, bei jedem Austritt aus dem Flux geschehen, Tausende w├╝rden sterben! Keiner w├╝rde sein Leben riskieren wollen um ein Schiff durch den Flux zu steuern! Und kein Computer der Welt k├Ânnte ihnen diese Arbeit abnehmen, nur die F├Ąhigkeiten eines intelligenten Lebewesens sind in der Lage ein Schiff im Flux zu dirigieren!"
Popow starrte den Kommandanten der Station w├╝tend an, dieser war bei den Worten des H├Ąndlers blass geworden. Er hatte sich ausgemalt was die Folgen eines solchen Antriebs waren, ein Todesurteil f├╝r den Steuermann des Schiffes!
Popow drehte sich auf dem Absatz herum: "Wenn sie mich suchen, ich bin in meinem Laden!", dann verlie├č er die Krankenstation.
Niemand hielt ihn auf.

Frank ├╝berquerte das Promenadendeck gr├╝belnd. Irgendetwas hatte mit Josh nicht gestimmt, es schien fast als h├Ątte er eine vorbereitete Nachricht ├╝berbracht und w├Ąre sofort danach gestorben. Sehr seltsam!
Als er seinen Laden betrat blickte er sich kurz pr├╝fend um, dann hob er eine scheinbar uralte Tasse, aus einem Sortiment ├Ąhnlich gearteter Trinkgef├Ą├če. Sie war mit einem Comicb├Ąren, der einen gr├╝nen Hut trug, und dem knallbunten Schriftzug "Yoghi Bear!" verziert.
Frank war sich sicher noch nie eine Yoghitasse besessen zu haben!
"Guten Morgen Mister Odo!", sofort ging eine erstaunliche Ver├Ąnderung mit der Tasse vor sich. Sie zerfiel zu einem seltsamen br├Ąunlich schimmernden Brei, der dann von Franks Hand floss, um auf dem Boden die Gestallt des Sicherheitschefs von DS9 zu bilden.
Der sonst so beherrschte Odo sah Frank v├Âllig verduzt an: "Woher haben Sie das schon wieder gewusst?"
Popow l├Ąchelte kurz: "Odo, ein guter H├Ąndler wei├č, welche Sachen er besitzt, vor allem wenn sie so wertvoll wie eine Yoghi - B├Ąr - Tasse sind!"
Odo konnte sich zwar nicht recht vorstellen, was an einer solchen Tasse wertvoll war aber die Menschen benahmen sich im Allgemeinen sehr komisch. Er w├╝rde noch einiges lernen m├╝ssen, wenn er sie je richtig verstehen wollte.
"Weshalb haben Sie mich eigentlich heute aufgesucht Odo? Haben Sie die Sherlock Holmes B├╝cher schon fertig gelesen?"
Der Sicherheitschef der Station grinste etwas verlegen und nickte, bisher kannte er nur cardassianische Kriminalliteratur, diese war aber im Vergleich zur menschlichen eher ├Âde und langweilig, kannte man den T├Ąter doch schon im Voraus. Odo hatte die Geschichten Conan Doyles verschlungen, er fand es faszinierend wie Holmes es schaffte mittels winziger Details, M├Ârdern auf die Spur zu kommen und diese zu ├╝berf├╝hren.
Popow musste bei diesem Eingest├Ąndnis des Gestaltwandlers selbst lachen; "Keine Sorge Odo, die Geschichten um Holmes und Watson sind schon seit fast 500 Jahren Klassiker und dennoch ziehen sie weiterhin die Menschen in ihren Bann. Diese Tatsache ist nun einmal ÔÇÜElementar!'. Leider gibt es keine weiteren Abenteuer von Holmes."
Odo schien bei dieser Offenbarung betr├╝bt zu sein und wollte schon den Laden verlassen, als sich Franks Gesicht erhellte.
"Aber vielleicht finden Sie ja den ÔÇÜMord im Orient Express' genauso fesselnd?", bei diesen Worten ging er zu einem der Decken hohen B├╝cherregale und zog ein sichtlich altes Buch daraus hervor. Der Formwandler hing am Haken, er hatte ÔÇÜMord' geh├Ârt und musste dieses Buch haben. Schnell war die Transaktion von einer vergleichsweise geringen Anzahl an Fedcredits abgeschlossen und Odo verlie├č mit einem seligen Gesichtsausdruck das Gesch├Ąft.
Popow blickte ihm stirnrunzelnd hinterher, seit zwei Wochen schn├╝ffelte Odo ihm nun nach. Bisher hatte er zwar nichts gefunden aber auf die Dauer w├╝rde er sicherlich etwas ausgraben. Frank w├╝rde sich etwas einfallen lassen m├╝ssen!
Ilena betrat durch die hinter T├╝r, die zu ihren Wohnr├Ąumen f├╝hrte, den Laden.
Sie stellte zwei Tassen Kaffee auf den kleinen Tisch im hinteren Teil des Ladens: "Hat sich der Commander gefreut?"
Franks Gesicht verd├╝sterte sich, w├Ąhrend er sich setzte, als ihm die Ereignisse des Morgens ins Ged├Ąchtnis zur├╝ck gerufen wurden.
Kurz angebunden brummte er best├Ątigend: "Mhh."
Ilena schmiegte sich von hinten an Frank, wodurch ihr Kopf auf seiner Schulter zu liegen kam: "Was ist los?"
ÔÇÜEs ist seltsam,' dachte Frank, ÔÇÜSie scheint immer zu wissen wenn ich die N├Ąhe eines Menschen brauche und wann ich allein sein m├Âchte!', im Moment brauchte Frank jemanden aber nicht zum Reden, er suchte Trost.
Die blonde Trill schien auch das zu sp├╝ren und so sa├čen sie eine ganze Weile eng umschlungen im hinteren Teil des Gesch├Ąfts, bis Frank leise sagte: "M├Âglicherweise m├╝ssen wir zur Erde fliegen!"
Ilena runzelte kurz die Stirn sagte aber nichts, Frank w├╝rde sich ihr anvertrauen, wenn es f├╝r ihn Zeit war.
Dann wurde ihre Ruhe gest├Ârt, die Gl├Âckchen der Ladent├╝r bimmelten und k├╝ndigten einen Kunden an. Frank erhob sich seufzend und begab sich in den vorderen Teil des Ladens, um sich um den Besucher zu k├╝mmern.
Ein gro├čer langhaariger Klingone stand vor einer Vitrine, in der antike Waffen ausgestellt waren. Ein uraltes, aus einem l├Ąngst ausgestorbenem Haus stammendes, Bath'let schien es ihm angetan zu haben.
"Sie interessieren sich f├╝r das Schwert von Tro'Lok?", fragte Frank w├Ąhrend er sich n├Ąherte.
Der Klingone blickte auf und zog beim Anblick Popows die Mundwinkel verachtend nach oben. ÔÇÜEine weitere Kr├Ąmerseele von einem Menschen, nicht viel besser als ein Ferengie und ehrlos bis ins Mark!', dachte er.
"Woher haben Sie es?" herrschte der Klingone Frank an.
"Es war der Preis in einem Duell!"
"Seit wann ist das Feilschen unter Halunken und Dieben ein Duell?" knurrte der Klingone.
Frank zuckte nur mit den Schultern, sollte er doch denken was er wollte, er musste sich nicht vor einem Klingonen rechtfertigen.
"Was kostet es?", der Klingone schien ein angeborenes Talent daf├╝r zu besitzen jeden Satz wie eine Beleidigung klingen zu lassen.
"500 Kredite oder 20 Barren Latinum, was ihnen lieber ist!"
"Daran sieht man, dass sie das Schwert nicht in einem Duell gewonnen haben! Niemand w├╝rde das Bath'let Tro'Loks verkaufen, schon gar nicht, wenn er es in einem Kampf auf Leben und Tod errungen hat!"
Langsam wurde es Frank zu bunt, er brauchte sich in seinem eigenen Laden nicht beschimpfen zu lassen.
"Wie w├Ąre es, wenn Sie versuchten es in einem ehrlichen Zweikampf zu erringen? Wenn Sie mich im Schwertkampf besiegen, geh├Ârt es ihnen und Sie k├Ânnen damit machen was sie wollen."
Der Klingone brach in schallendes Gel├Ąchter aus.
"Mensch, willst du dein Leben wirklich wegwerfen?"
Das Lachen des Klingonen verstummte, als er Popows eisigen Blick bemerkte.
"Ihr meint das wirklich ernst!" sagte er verbl├╝fft ├╝ber seine Erkenntnis.
Eisig entgegnete Frank: "In einer halben Stunde in Arena 2! Ich werde das Bath'let mitbringen. Seid lieber dort, sonst werde ich bekannt machen, dass Gulas vom Hause der Danor ein Feigling ist, der vor einem einfachen H├Ąndler davon l├Ąuft!", bei diesen Worten riss er dem Klingonen eine der zahlreichen Zierspangen von der Uniform.
V├Âllig verdutzt starrte Gulas den H├Ąndler an, woher wusste ein Mensch, welche der Spangen die Symbole seines Hauses waren? Seine Hand fuhr an seinen G├╝rtel, in dem sein Met'let steckte.
"Ich w├╝rde nicht einmal daran denken!" die Stimme der Trill war eiskalt. Gulas drehte sich in ihre Richtung und blickte in die M├╝ndung eines romulanischen Schnellfeuerdisruptors.
"Arena 2 in einer halben Stunde!" grollte er, als er die Ausweglosigkeit seiner Situation erkannte.
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"M├Âgt ihr in interessanten Zeiten leben!"

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Doc Sternau
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Zwanzig Minuten sp├Ąter waren Frank und Ilena auf dem Weg zur Arena 2.
Der Habitus des H├Ąndlers hatte sich v├Âllig ver├Ąndert, statt einem gut geschnittenen Anzug trug er jetzt eine dunkelgr├╝ne, fast schwarz anmutende, enganliegende Montur. In einem fest verschn├╝rten B├╝ndel unter seinem Arm befanden sich das Bath'let Tro'Loks und sein eigenes Schwert.
Ilena ging neben ihm, auch sie trug enganliegende Kleidung, jedoch handelte es sich bei ihr um eine schwarze Lederkombination, die ihre wohlgeformten Rundungen unterstrich.
Beide zogen Sie die Blicke der Passanten auf sich aber niemand hielt sie auf.
Gulas wartete schon in der Arena, einem ├Âffentlichen Raum, der f├╝r Sportwettk├Ąmpfe zur Verf├╝gung stand.
Auch der Klingone hatte sich Unterst├╝tzung mitgebracht. Drei weitere Mitglieder des Hauses der Danor standen an der Seite des Kampfringes und blickten dem Herausforderer ihres Sohnes und Bruders erwartungsvoll entgegen.
Popow nickte ihnen zu, fixierte seinen Kontrahenten und fragte: "Bereit?"
Der Klingone grunzte zustimmend.
Frank seufzte: "Ich w├╝nschte irgendjemand w├╝rde euch zwischen dem K├Ąmpfen auch mal ein paar Manieren beibringen!"
Einer der Begleiter Gulas zuckte zusammen und seine Hand fuhr an den Dolch in seinem G├╝rtel aber sein Vater hielt seine Hand fest und sch├╝ttelte den Kopf. Der dritte Klingone blickte Popow nur weiter finster an.
Ilena und Frank wussten nun woran sie waren, es galt den j├╝ngeren Bruder Gulas' im Auge zu behalten. Danor selbst schien einen fairen Kampf zu bevorzugen.
Ohne weiter zu z├Âgern ├Âffnete Frank das B├╝ndel und zog das Schwert von Tro'Lok hervor. Er schwang es kurz einige Male unbeholfen hin und her und reichte es dann Ilena.
"Ich habe mir ├╝berlegt, ob ich mit dem Bath'let von Tro'Lok k├Ąmpfen sollte aber wie ihr seht ist eine klingonische Waffe nichts f├╝r mich. Darum habe ich mich entschlossen ein irdisches Schwert zu benutzen!", mit diesen Worten zog er ein weiteres Schwert, dass sich vom ersten unterschied wie Tag von Nacht, aus dem Futteral.
Gebannt blickten die Klingonen auf die eleganten B├Âgen, die das Bastardschwert in der Luft beschrieb, als Frank es kurz schwang.
Eigentlich k├Ąmpfte er lieber mit einem Rapier aber aus Erfahrung wusste er, dass damit nicht viel gegen ein schweres Bath'let der Klingonen ausgerichtet werden konnte. Ein Bastardschwert des irdischen Mittelalters war da schon eine ganz andere Sache! Die lange gerade Klinge des anderthalb H├Ąnders hatte, wenn sie richtig eingesetzt wurde, gen├╝gend M├Âglichkeiten um den Klingonen in ernsthafte Schwierigkeiten zu bringen. Er musste nur darauf achten, dass die Klinge nicht zwischen ├Ąu├čeren und inneren Zacken des Bath'lets geriet. In diesem Fall w├Ąre seine Handlungsm├Âglichkeit stark begrenzt, im Gegensatz zu der des Klingonen.
Gulas lachte h├Âhnisch: "Seit wann besitzt die F├Âderation die Waffen von Kriegern?"
"Ich bin nicht die F├Âderation!", die Antwort kam schneidend und der Klingone blickte verbl├╝fft auf den mehr als einen Kopf kleineren Menschen. Sollte er diesen Zwerg untersch├Ątzt haben?
Er hatte keine Zeit sich dar├╝ber den Kopf zu zerbrechen, denn in diesem Augenblick trat sein Vater Danor zwischen die Kontrahenten. Der alte Klingone blickte Beiden kurz fest in die Augen, dann kreuzte er in einer rituellen Geste die Klingen von Mensch und Klingone.
"Dies ist ein Wettstreit, um den Besseren zu ermitteln. Der Kampf geht solange, bis einer der Kontrahenten tot ist oder aufgibt!", bei diesen Worten fixierte er Popow noch einmal.
ÔÇÜEr scheint nicht zu glauben, dass sein Sohn verlieren k├Ânnte!' dachte Frank.
Der Kampf begann.
Langsam umkreisten sich die Gegner, taxierend betrachteten sie die Bewegungen des Anderen. Der Klingone war gro├č und kr├Ąftig, Popow zweifelte nicht daran, das er ihm an Kraft und Reichweite unterlegen war. Daf├╝r war er beh├Ąnder und an den Bewegungen des Klingonen erkannte er, dass er ausdauernder war.
Doch dies schien Gulas nicht zu k├╝mmern, mit einem Kampfschrei st├╝rzte er auf Frank zu. Das Bath'let schwang aufw├Ąrts, um dem Menschen mit dem ersten Hieb den Kopf zu spalten. Frank riss seine Klinge nach oben, ein krachendes Klirren begleitete den m├Ârderischen Aufprall der Schwerter.
Frank riss das Bastardschwert zur Seite, zwang den Klingonen in die Defensive. Eine schnelle Folge von Hieben trieben den Klingonen mehrere Schritte zur├╝ck, dann hatte er sich gefangen und drang nun mit verst├Ąrkter Kraft und Wut auf Popow ein. Noch schwang der Klingone das Bath'let wie einen S├Ąbel aber bald musste er erkennen, dass es mit der irdischen Klinge ein leichtes war diese Schl├Ąge abzuwehren, ja sogar sie zu unterlaufen. Immer wieder brachte er sich selbst in Gefahr, wenn er mit dem Bath'let zu ├╝berweiten Schl├Ągen ausholte und dadurch seine Deckung aufgab.
Dennoch konnte Frank keinen Vorteil gegen Gulas erringen. Zwar h├Ątte er ihn schon mehr als einmal schwer verwunden oder verletzen k├Ânnen aber das wollte er nicht. Der Klingone schien das zu bemerken und wurde noch w├╝tender, l├Ąngst hatte er erkannt, dass er dem Menschen im Schwertkampf unterlegen war, zu unsauber und zu sehr auf kraftvolle Hiebe ausgelegt war sein Kampfstil ungeeignet, um gegen die perfekte Technik des Menschen ankommen zu k├Ânnen.
Mit einem heiseren Wutschrei setzte er zu einem Ausfall an. Wuchtige Schl├Ąge prellten Frank beinahe das Schwert aus den H├Ąnden, seine Arme waren halb taub vor Schmerz. Aber auch der Klingone hatte Problem, zu sehr war sein Kampf auf einen schnellen Sieg ausgerichtet, er erm├╝dete jetzt zusehends. Schwei├č troff beiden M├Ąnnern in B├Ąchen von der Stirn aber keiner war bereit dem Anderen nachzugeben und den Kampf zu beenden.
Gulas z├Âgerte einen Augenblick um nach Luft zu schnappen, gen├╝gend Zeit f├╝r Frank sich von ihm zu l├Âsen. Mit einem weiten Bogen schwang er das Bastardschwert in H├╝fth├Âhe auf den Klingonen zu. Erschreckt riss dieser sein Bath'let nach oben um es mit beiden H├Ąnden zu erfassen aber es war zu sp├Ąt. Mit einem ohrenbet├Ąubenden Krachen prallte die Klinge des Menschen auf das klingonische Bath'let und lie├č sie im hohen Bogen durch die Arena segeln.
Verbl├╝fft blickte Gulas der Klinge nach, als ihn der Schwertknauf des Menschen am Kinn traf. Mit einem St├Âhnen ging er zu Boden, sofort war Popow ├╝ber ihm und presste die Sch├Ąrfe seines Schwertes gegen den Hals des besiegten Klingonen.
Mit angstgeweiteten Augen erwartete Gulas den Tod. Aber Frank dachte gar nicht daran seinen Kontrahenten zu t├Âten.
"Was habt ihr wirklich in meinem Laden gewollt?"
Der am Boden liegende Klingone blickte ihn verst├Ąndnislos an "T├Âte mich Mensch! Ich habe keine Ahnung wovon du sprichst!"
Popows Augen wurden eisig: "Ich schw├Âre dir, wenn du mir nicht sagst was du wirklich heute morgen gewollt hast, wirst du als Eunuch in die schwarze Flotte eingehen und den tapferen Seelen deiner Vorfahren als Diener zu F├╝ssen kriechen! Und bei Gott, ich bin kein Mann der seine Versprechen nicht h├Ąlt!"
Der Klingone erblasste.
"Halt! Das wird nicht n├Âtig sein, er wei├č nichts." Der alte grauhaarige Klingone trat nach vorn.
"Es war ein fairer und guter Kampf und ich bin mir sicher, mein Sohn wird keinen Menschen mehr untersch├Ątzen aber was Sie wissen wollen, kann er Ihnen nicht sagen! Er war in meinem Auftrag bei Ihnen. Er sollte sich umsehen, Informationen ├╝ber den Gegner sammeln. Mehr wusste er nicht."
Popow nickte, er hatte sich schon gedacht, dass der Alte der Drahtzieher der Bande war.
"Und von wem haben Sie ihren Auftrag? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Klingone Interesse an einem einfachen H├Ąndler hat!"
"Sind Sie das?" fragte Danor zweideutig, ging aber nicht n├Ąher darauf ein als er fort fuhr: "Wir wurden von einem blonden Menschen, er nannte sich Hendrikson, angeheuert. Wir sollten sie entf├╝hren und dann in ihr Heimatsystem bringen. Sie nennen es ÔÇÜSol'? Dort sollten wir Sie in einer Stadt namens New Berlin auf dem irdischen Mond abliefern. Unsere Bezahlung sollte dort erfolgen. Mehr kann ich ihnen nicht sagen."
Frank lies Gulas los: "Betrachten Sie sich als in einer Blutschuld mir gegen├╝ber!", dann wandte er sich nochmals an den Alten: "Sagen Sie ihren Auftraggebern, dass ich Ihnen entkommen bin und unterwegs zum Mond bin!"
Er sammelte das Bath'let von Tro'Lok ein und verschn├╝rte es wieder zusammen mit seinem eigenen Schwert in dem Futteral. Galant ergriff er Ilenas Hand und f├╝hrte sie zum Ausgang der Arena.
"Ich glaube, wir werden auf eine l├Ąngere Reise gehen." War das letzte was die Klingonen h├Ârten, dann waren der Mensch und die Trill verschwunden.

Die Vorbereitungen waren schnell getroffen.
Ein kurzes Subraumsignal und die ÔÇÜFlying Mindfuck' w├╝rde bei ihrer Ankunft auf Bajor abflugbereit auf dem Flugfeld stehen. Alle Termine f├╝r die n├Ąchsten drei Wochen waren verschoben worden. Das Netz auf dem Mond war informiert worden, ihre Kontaktleute w├╝rden sie erwarten.
Der Shuttletransport nach Bajor war gebucht und w├╝rde in einer halben Stunde starten.
Frank und Ilena hatten ihre Sachen in zwei ger├Ąumigen Rucks├Ącken verstaut. Ihre Kleidung war einfach und f├╝r eine l├Ąngere Reise gut geeignet.
Sie verlie├čen den Laden, ein letzter Blick Franks, dann bet├Ątigte er die elektronische Verriegelung der T├╝r, nur er w├╝rde sie ohne Gewalt wieder ├Âffnen k├Ânnen.
Niemand achtete auf den Mann und die Frau, die das Promenadendeck in Richtung Luftschleuse verlie├čen.
Niemand?
Eine schlanke, fast schlaksig wirkende, Gestallt l├Âste sich aus dem Schatten, r├╝ckte eine Reisetasche zurecht und eilte den Beiden hinterher.
Fast hatten sie die Schleuse zum Shuttle erreicht, als Frank pl├Âtzlich in den Schatten eines Ganges huschte und Ilena bedeutete schnell das Selbe zu tun.
Sie brauchten nicht lange zu warten.
Doktor Bashir eilte hastig zum Shuttle nach Bajor, als er unvermittelt von zwei starken Armen aus dem Schatten heraus ergriffen und gegen eine Wand des Ganges gedr├╝ckt wurde.
Erschreckt und erleichtert erkannte er das Gesicht Popows.
"Warum verfolgen Sie mich? Haben Sie niemanden zu verarzten?", Frank hasste es, wenn man ihm Nachschn├╝ffelte.
"Ich werde Sie begleiten!"
Popow lachte kurz und hart: "Wo ich hingehe, k├Ânnen Sie nicht mit!"
Bashir sch├╝ttelte den Kopf: "Sie verstehen wohl nicht, am Shuttle wartet ein Sicherheitsteam auf Sie! Sollte ich nicht bei Ihnen sein, gehen Sie nirgendwo hin!"
Frank musterte den Arzt lang und eingehend, dann nickte er, der Doktor w├╝rde sie wohl vorerst begleiten. Wortlos marschierte er in Richtung Shuttlerampe, Ilena und Bashir im Schlepptau.
Kaum hatten sie den Gang verlassen, begann sich ein Teil des Bodens zu verformen, Odo blickte den Dreien nach, murmelte kurz etwas und ging dann in Richtung Ops davon. Sein Auftrag war erledigt.

5 Tage sp├Ąter.
Solsystem: Luna, Trabant des Planeten Erde.
Der zur Yacht umgebaute Frachter "Flying Mindfuck" befand sich im Anflug auf den Mond. In der Raumfahrersprache wurde er zwar Luna genannt, aber f├╝r die meisten Menschen war er immer noch DER MOND.
Bashir war ├╝berrascht gewesen, als sie auf dem gro├čen Raumhafen von Bajor nicht zu einem der gro├čen Passagierraumer gegangen waren, sondern ihren Weg zum privaten Flugfeld gesucht hatten.
Dort hatte ihn die n├Ąchste ├ťberraschung erwartet, ein scheinbar uralter Frachter, dem man seine Dienstjahre ansah, war augenscheinlich das Ziel ihrer Reise. Irgendwer hatte mit grellgelbem Graffiti "Flying Mindfuck" auf den Rumpf des Schiffes gespr├╝ht.
Ohne zu z├Âgern betraten Popow und Ilena Walden das Schiff und Bashir sah sich gezwungen ihnen zu folgen, wollte er nicht auf dem Flugfeld zur├╝ck bleiben. Kaum hatte Julian das Schiff betreten, schloss sich die Luke hinter ihm und ein Zischen verriet, das sie Luftdicht verschlossen wurde. Ihre Reise begann.
Schnell hatte Bashir festgestellt, da├č der Frachter nur von au├čen alt und gebraucht aussah. Im Inneren war er zu einer gem├╝tlichen und hochluxuri├Âsen Yacht umgebaut wurden. Und auch die technische Ausstattung ging weit ├╝ber die eines Frachters hinaus. Das Schiff verf├╝gte ├╝ber allerneueste Warptriebwerke, von denen Bashir gedacht hatte, das sie auf dem Freien Markt noch nicht zu haben waren, scheinbar hatte er sich da geirrt!
Eine Konsole aber hatte Bashir's ganze Aufmerksamkeit erregt.
Sollte je ein Raumpirat auf die Idee kommen hier einen leichten Fang vor sich zu haben, w├╝rde er sein blaues Wunder erleben! Schildgeneratoren und Phaserb├Ąnke entsprachen modernsten Baureihen. Eine weitere Anzeige schien ein Torpedoschacht zu sein, obwohl sich Bashir da nicht so sicher war. Und ein Teil der Konsole war ├╝ber und ├╝ber mit romulanischen Schriftzeichen ├╝bers├Ąt, scheinbar hatte Popow Verbindungen, ├╝ber die nicht einmal der F├Âderationsgeheimdienst verf├╝gte.
Bashir h├Ątte Popow gern ein paar Fragen gestellt aber seit ihrem ÔÇÜGespr├Ąch' auf DS9 hatte dieser ihn nur mit einem finsteren Blick gemustert und ansonsten nicht weiter beachtet.
Einzig Ilena hatte ein paar Worte mit ihm gewechselt und Julian hatte festgestellt, dass die so k├╝hl und unnahbar erscheinende Trill eine recht umg├Ąngliche und freundliche Person war.
Und jetzt n├Ąherten sie sich dem Ziel ihrer f├╝nft├Ągigen Reise, New Berlin.
Bashir blickte gespannt durch den Frontsichtschirm der kleinen Br├╝cke. Obwohl er auf der Erde aufgewachsen war und auch die Starfleetakademie in San Francisco besucht hatte, war er noch nie auf dem, der Erde so nahen, Mond gewesen.
Langsam glitt die Yacht ├╝ber schroffe Felsgrate und riesige Meteoritenkrater hinweg. Keine Spur menschlichen Lebens war in dieser feindlichen Umwelt zu entdecken. Dann schoss das Schiff ├╝ber einen letzten Felsgrat und die Mondoberfl├Ąche st├╝rzte unvermittelt ├╝ber tausend Meter nach unten weg. Julian atmete erschrocken ein ehe er wieder nach drau├čen blicken konnte.
Der Anblick raubte ihm den Atem.
Unter der Yacht erstreckte sich ein riesiges leuchtendes Meer aus Farben, Licht und Formen.
An einer Stelle, an der kein Leben m├Âglich war, hatte sich der Mensch mit einem riesigen Aufwand an Material und Energie breit gemacht und eine f├╝r ihn angenehme Umgebung erschaffen.
Ein riesiger Energieschirm spannte sich als leichte Halbkugel ├╝ber dem gesamten etwa f├╝nfzig Kilometer durchmessenden Krater und hielt so die f├╝r den Menschen lebenswichtige Atmosph├Ąre drinnen und die lebensfeindliche Strahlung der Sonne drau├čen. Au├čerdem diente er als Schutz vor Meteoren und Asteroiden, die den Mond recht h├Ąufig bombardierten.
Kurze Zeit noch glitt das Schiff ├╝ber den Schirm, dann schien es still ├╝ber dem Schild zu stehen, der sich pl├Âtzlich nach oben w├Âlbte und das gesamte Schiff einh├╝llte. Langsam senkte es sich, bis es sich unterhalb des Schutzschirmes befand.
Erst jetzt bemerkte Bashir, das Ilena schon seit einiger Zeit mit der Bodenkontrolle in Verbindung stand und nun den Navigationsangaben zu einer der kleinen Landebuchten f├╝r private Yachten folgte. Das Schiff senkte sich zu Boden und nach einem harten Ruck war ihre Reise zu Ende.
Popow drehte sich zu Julian um und zum ersten Mal seit Beginn ihrer Reise sprach er mit ihm: "Willkommen auf dem Mond Doktor!"
Scheinbar war sein Groll verraucht und er hatte sich mit der Anwesenheit des Arztes abgefunden.
Frank reichte dem Arzt einen kleinen blinkenden Gegenstand, Bashir blickte ihn fragend an und erhielt umgehend Antwort.
"Sie waren noch nicht auf dem Mond, oder? Das ist ein Mikrogravitator, man gibt ihn ÔÇÜGravitationsfrischlingen'. Er ist auf ihre gewohnte Schwerkraft eingestellt, wir wollen doch nicht, da├č sie durch die Gegend fliegen!"
Julian grinste und steckte das Ger├Ąt an seinem G├╝rtel fest.
"Suchen Sie Ihre Sachen zusammen, in einer viertel Stunde gehen wir von Bord, New Berlin erwartet uns!"

Julian war ├╝berw├Ąltigt von der lunaren Stadt.
Riesige T├╝rme aus Duranium und Aluminiumglas erhoben sich Hunderte Meter in die H├Âhe, die h├Âchsten von ihnen kratzten fast an den Schutzschirm der Stadt. In New Berlin herrschte ein Baustil, der auf der Erde nie verwirklicht werden konnte. Aufgrund der geringen Anziehungskraft des Mondes, die nur ein Sechstel der Irdischen betrug, konnten Geb├Ąude errichtet werden, die auf der Erde in Sekundenschnelle zusammengebrochen w├Ąren.
Zwischen diesen Geb├Ąuden erhoben sich die Nachkommen von irdischen Pflanzen.
Bashir riss staunend den Mund auf, als er erkannte, das der schlanke f├╝nfzig Meter gro├če Baum neben ihm eine irdische Birke war. Er blickte sich um und entdeckte immer mehr vertraute Pflanzen, die sich durch die geringe Anziehungskraft des Mondes so drastisch ver├Ąndert hatten. Eichen, Buchen, Kiefern - alles wuchs auf kaum armstarken St├Ąmmen zu schwindelerregender H├Âhe auf.
Aber nicht nur die Architektur und die Flora des Mondes faszinierten den Arzt, am interessantesten wirkten auf ihn die Mondbewohner selbst.
Kannte er zwar die Auswirkungen von Nieder- bzw. Hochschwerkraftwelten auf ihre Bewohner, so war es doch das erste Mal, da├č er sie direkt zu sehen bekam.
Die Lunits, wie sie sich selbst nannten, waren, wie ihre H├Ąuser und Pflanzen, schlanke, hochgewachsen Gesch├Âpfe. Keiner von ihnen war kleiner als zwei Meter und doch h├Ątte Bashir die meisten von ihnen mit einem Arm umfassen k├Ânnen! Dies traute er sich jedoch nicht, aus Angst davor, einen dieser filigranen Riesen zu zerbrechen.
Noch irritierter reagierte er, als er sah, wie Popow einer 1.50 gro├čen Frau, die ihm an der Kleidung gezupft hatte, l├Ąchelnd ein Bonbon gab und sie zur├╝ck zum Spielen schickte. Erst etwas sp├Ąter wurde ihm klar des es sich um ein Kind der Lunits gehandelt haben musste.
Und obwohl der auf der Oberfl├Ąche des Mondes gelegene Teil der Stadt schon ├╝berw├Ąltigende Ausma├če hatte, erstreckte sich der weitaus gr├Â├čere Teil derselben in einem gigantischen unterirdischen Netzwerk aus Tunneln, Hallen und R├Ąumen. In den untersten Ebenen befanden sich die, noch heute in Betrieb befindlichen, Erzminen, die das Rohmaterial f├╝r die Fabriken in den dar├╝ber gelegenen Industrieebenen lieferten.
Nur in den beiden obersten Ebenen wohnten heute noch Leute aber auch diese w├╝rden fr├╝her oder sp├Ąter in den oberirdischen Teil der Stadt ├╝bersiedeln.
Dann winkte Popow, er stand neben einem der ├╝berall zu mietenden Schweber und wirkte etwas ungeduldig. Ilena hatte schon auf dem Sitz des Piloten Platz genommen und Frank kletterte soeben auf den des Beifahrers, so dass Julian in dem gro├čz├╝gigen Fond des Flugfahrzeugs Platz nahm. Scheinbar waren die Beiden nicht zum ersten Mal in New Berlin oder sie hatten sich vorher gut abgesprochen, denn kaum sa├č Bashir im Schweber, als Ilena das Fahrzeug startete und sich ohne einen Kommentar von Popow in den Flugverkehr zwischen den T├╝rmen einreihte.
Julian hatte sich vorgebeugt und starrte zwischen den Sitzen vor ihm durch die Frontscheibe, um sich nichts von der f├╝r ihn neuen und sehr interessanten Stadt entgehen zu lassen.
Popow hatte dies nat├╝rlich schon l├Ąngst gemerkt und da er selbst mehrere Jahre hier gelebt und gearbeitet hatte, begann er Julian auf die Sehensw├╝rdigkeiten von New Berlin aufmerksam zu machen und erl├Ąuterte sie ihm.
Gerade als sie an der Universit├Ąt von New Berlin, der gr├Â├čten des F├Âderationsraums die nicht unter Starfleetkontrolle stand, vor├╝ber flogen stockte pl├Âtzlich Popows Redefluss und er sah Stirnrunzelnd in den R├╝ckspiegel.
"Wir werden verfolgt!"
Ilena brummte zustimmend, "Schon seit f├╝nf Minuten!", als sie Bashirs suchenden Blick bemerkte f├╝gte sie hinzu: "Die schwarze Limousine, f├╝nf Wagen hinter uns!"
"Versuch sie abzuh├Ąngen, aber vorsichtig, mal sehen was sie von uns wollen."
Ilena wechselte in einen der schnelleren Schweberstr├Âme, behielt aber vorerst die Richtung der Fahrt bei. Der schwarze Schweber folgte ihnen, machte aber sonst keine weiteren Anstallten ihnen n├Ąher zu kommen oder sie gar anzuhalten.
"Okay, flieg in eine der ruhigeren Gegenden, hier ist ihnen wahrscheinlich zuviel los!"
Bashir starrte nun durch die Heckscheibe und lie├č die Verfolger nicht aus den Augen.
"Was k├Ânnten sie von uns wollen?" fragte er nerv├Âs.
"Keine Ahnung, aber irgendwer hat Josh dazu getrieben mit einem Experimentalschiff durch den Fluxraum zu fliegen! Vielleicht sind das hier dieselben Leute."
Ilena hatte sich inzwischen aus dem Verkehrsstrom ausgef├Ądelt und hielt auf die Randzone der Stadt zu. Nach kurzem Z├Âgern folgte ihnen die schwarze Limousine. Immer weiter entfernten sie sich von den belebten Schweberstrecken des Stadtzentrums, bis sie endlich den Rand des bebauten Kratergebietes erreicht hatten, vor ihnen erstreckte sich nur noch schnell wuchernder Laubwald, der in dem mineralienreichen Boden des Mondes gen├╝gend Nahrung fand. Ein k├╝nstlicher Fluss, der von einem Wasserstoffumwandlungszentrum am Kraterrand gespeist wurde, sorgte f├╝r gen├╝gend Bodenfeuchtigkeit.
Pl├Âtzlich begann der verfolgende Schweber aufzuholen.
"Lass sie rankommen, ich will wissen was sie wollen!"
Schnell hatte die schwarze Limousine aufgeholt, dann flog der Schweber neben ihnen.
Frank versuchte zu erkennen wer in dem anderen Fahrzeug sa├č, erkannte aber schnell das er wohl warten musste, bis ihr Gegen├╝ber die verdunkelten Fenster herunter lie├č.
Sein Wunsch wurde sehr schnell befriedigt, leider n├╝tzte es ihm nicht viel.
Eine schwarz vermummte Gestallt lehnte sich aus dem ge├Âffneten Fenster und bedeutete ihnen zu landen. Frank sch├╝ttelte den Kopf und gab Ilena ein Zeichen.
Der Schweber schoss mit einem harten Ruck nach vorn und in eine Kurve. Bashir wurde in seinen Sitz gepresst. Als er wieder nach der Limousine sah, hatte er gerade noch genug Zeit den Kopf einzuziehen, bevor die R├╝ckscheibe in Tausenden Splittern zerbarst. Die Verfolger schossen mit Projektilwaffen auf sie!
Popow brummte ein herzhaftes: "Verfluchte Dreckskerle!", dann ├Âffnete er seinen Gurt und kletterte zu Julian in den Fond des Fahrzeugs.
"Bleiben Sie unten Doktor!" ein Griff unter sein Jackett f├Ârderte einen silbernen Revolver zu Tage.
"Ilena, der Fluss, versuch so tief wie m├Âglich zu fliegen und folge ihm!"
Ilena jauchzte kurz auf, ihr schien das Ganze Spa├č zu machen, dann dr├╝ckte sie die Nase des Schwebers nach unten und zwang das beh├Ąbige Fahrzeug in eine spiralige Flugbahn in Richtung des Flusses.
Bashir starrte gebannt auf die rasend schnell n├Ąher kommende Wasseroberfl├Ąche, der Schwei├č perlte ihm auf die Stirn. Als der Aufprall unvermeidlich erschien kniff er die Augen zusammen, im gleichen Augenblick ersch├╝tterte ein harter Ruck das gesamte Fahrzeug aber der erwartete Aufprall blieb aus.
Z├Âgernd ├Âffnete Bashir die Augen, um sie fast Augenblicklich wieder zu schlie├čen, der Schweber raste in halsbrecherischem Tempo den Flusslauf entlang.
Dann donnerten die ersten Sch├╝sse aus Franks ÔÇÜDesert Eagle' allerdings schien er die Gegner verfehlt zu haben, denn nach wie vor folgte ihnen der schwarze Schweber.
"Geh tiefer runter! Wir brauchen das Wasser als Deckung!"
Ilena sagte nichts, zu sehr war sie auf den Flug konzentriert.
Bashir brach der kalte Angstschwei├č aus, noch tiefer hinunter? Sie flogen doch schon nur noch wenige Meter ├╝ber der Wasseroberfl├Ąche!
Unaufhaltsam senkte die blonde Trill den Schweber tiefer auf den Fluss hinunter. Und endlich stellte sich der von Popow gew├╝nschte Effekt ein, durch den Druck der verdr├Ąngten Luft begann das Wasser an den Seiten und hinter dem Schweber nach oben zu schie├čen. Schnell war der Schweber von einer Wasserfont├Ąne eingeh├╝llt. Und endlich verstand Bashir was Popow damit bezwecken wollte.
Das nach oben gerissene Wasser st├╝rzte nicht wie gewohnt zur├╝ck in den Fluss, sondern bildete auf Grund der geringeren Gravitation einen dichten Nebelschleier, der bald den gesamten Flusslauf hinter ihnen ausf├╝llte.
"Warte noch, warte, warte...!" der schwarze Schweber kam ├╝ber ihnen immer n├Ąher, dann stand er scheinbar bewegungslos ├╝ber ihnen.
"Jetzt! Schubumkehr!" Frank st├╝rzte sich ├╝ber Bashir und presste ihn fest auf den Sitz.
Ilena schrie "Festhalten!" dann gab es einen harten Ruck, der das kleine Fahrzeug ins Trudeln brachte, die Wasseroberfl├Ąche kam dem Schweber bedrohlich nahe. Fluchend versuchte Ilena das bockende Fahrzeug unter Kontrolle zu halten. Ein letzter harter Ruck ging durch den gepeinigten Leib des Schwebers, bevor er zur Ruhe kam.
Bashir hob vorsichtig den Kopf, als Popow ihn wieder los lie├č. Mehrere Instrumente des Schwebers spr├╝hten Funken und waren Augenscheinlich nicht mehr zu gebrauchen. ├ťber die Frontscheibe zogen sich mehrere lange Risse und die rechte Scheibe des Schwebers war g├Ąnzlich geborsten aber noch flog das kleine Fahrzeug beharrlich einen Meter ├╝ber der Oberfl├Ąche des Flusses.
Julian suchte nach ihren Verfolgern, doch es dauerte eine ganze Weile ehe er sie entdeckte. Die schwarze Limousine hatte scheinbar versucht ihr Man├Âver nachzuahmen, jedoch mit sehr viel weniger Erfolg!
Etwa zweihundert Meter vor ihnen war der schwarze Schweber in den Wald gest├╝rzt und hatte dort eine Schneise der Zerst├Ârung hinterlassen.
"Gut gemacht!" lobte Frank die Flugk├╝nste von Ilena, "Schauen wir mal, was unsere Freunde machen. Bring uns hin Ilena!"
Leicht schwankend setzte sich der Schweber wieder in Bewegung und n├Ąherte sich der Absturzstelle.
Ilena flog einen sanften Bogen ├╝ber das unter ihnen liegende Tr├╝mmerfeld, jedoch konnten sie durch den aufgewirbelten Staub und von dem Wrack aufsteigenden Rauch nichts erkennen.
Frank entschloss sich zu landen.
Vorsichtig dirigierte die Trill den ramponierten Schweber durch den Rauch und setzte wenige Meter vom Wrack der Limousine entfernt auf. Frank, der inzwischen seine Desert Eagle nachgeladen hatte, sprang aus dem Fahrzeug und blickte sich sichernd um.
Nichts r├╝hrte sich, nur das Knistern von kleinen Flammen am Wrack durchbrach die Stille.
"Beeilt euch! Die Bodenkontrolle wird sicherlich bald hier auftauchen!"
Bashir runzelte die Stirn: "Wieso haben Sie Angst vor der Bodenkontrolle?"
Popow blickte bedeutsam auf das Wrack und meinte: "Was glauben Sie werden die sagen, wenn sie uns hier mit einem Schweber voller Toter finden?"
Bashir nickte: "Gutes Argument!"
Sie n├Ąherten sich dem Wrack und versuchten die aufsteigenden Rauchwolken durch wedeln mit den H├Ąnden zu vertreiben.
Bashir entdeckte den ersten Toten.
Es war ein Mensch mittleren Alters, keinerlei Papiere oder sonstige Erkennungszeichen deuteten darauf hin wer er gewesen war. Er musste durch den Aufprall aus dem Schweber geschleudert worden sein.
Der zweite Tote hing verkr├╝mmt aus dem Seitenfenster des Wracks, auch er wies keinerlei Identifizierungsmerkmale auf. Bei ihm schien es sich um den Sch├╝tzen gehandelt zu haben.
Das gro├čkalibrige Gewehr, ein Modell des 3.Weltkrieges, lag neben ihm im Wagen.
Auch der Pilot des Schwebers war ein Opfer des Absturzes geworden, der Aufprall hatte ihn gegen die Frontscheibe geschleudert und ihm dadurch das Genick gebrochen. Nichts gab einen Hinweis auf die Identit├Ąt der Toten oder weshalb sie Sie verfolgt hatten.
Bashir wanderte um den Schweber herum und versuchte den Kofferraum zu ├Âffnen. Der Deckel klemmte, Julian wollte schon aufgeben, als er pl├Âtzlich etwas aus dem Inneren des Kofferraums zu h├Âren glaubte.
"K├Ânnten Sie mir mal helfen?"
Popow trat um den Wagen herum, in der Hand hielt er das durch den Aufprall unbrauchbar gewordene Gewehr. Mit einem kr├Ąftigen Hieb trieb er den Lauf des Gewehrs unter den Deckel des Kofferraums. Ein letzter Ruck am Kolben und das Schloss zersprang. Die Klappe schwang nach oben.
Ein gefesselter und geknebelter Mann sah sie mit angstgeweiteten Augen an.
Verbl├╝fft blickten Bashir und Popow in das Gesicht von Joshua Genesser.
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"M├Âgt ihr in interessanten Zeiten leben!"

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Doc Sternau
Wird mal Schriftsteller
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Der golden stechende Glanz des Sonnenlichts strahlte in das Zimmer und verlieh dem Raum eine unwirkliche Atmosph├Ąre. Der einzige Anwesende stand vor einem der riesigen Panoramafenster und starrte auf das Geschehen in New Berlin. Selbst nach zwanzig Jahren erstaunten ihn die riesigen T├╝rme der Mondstadt. Langsam glitt sein Blick zum gegen├╝ber liegenden Delgado Tower, dem Sitz des gleichnamigen Konzerns. Wie ein riesiger Korkenzieher strebte der Gr├Â├čte der Wohn- und Gesch├Ąftst├╝rme von New Berlin in die H├Âhe.
Dann wanderte sein Blick am Massiv des Turms nach unten und f├╝r einige Sekunden versuchte er das Geschehen am Boden zu sehen, wusste aber, das er dies aus f├╝nfhundert Metern H├Âhe nicht mehr wahrnehmen konnte.
Leise klopfte es an der T├╝r, die aus echtem Holz bestand, auf dem Mond ein unglaublicher Luxus.
Der Mann runzelte die Stirn, er hasste es in diesen Augenblicken gest├Ârt zu werden aber seine Arbeit hatte zur Zeit absoluten Vorrang.
"Herein!", obwohl er kaum die Stimme gehoben hatte, schwang die T├╝r sofort auf und ein gut gekleideter junger Mann betrat den Raum.
"Hendrikson! Was gibt es?"
Der junge Mann, Hendrikson, trat noch ein paar Schritte weiter in den Raum hinein, bevor er anfing zu sprechen.
"Wir haben den Kontakt zu Team Eins verloren! Ihre letzte Standortmeldung erfolgte vor einer Stunde, wir glauben das sie tot sind!"
Langsam drehte sich der Mann am Fenster herum und machte eine fahrige Handbewegung.
"Schicken Sie Team Zwei hin! Was ist mit dem Zielobjekt?"
"Hat vor einer halben Stunde im Luna Hilton eingecheckt! Wir wissen nicht ob er den K├Âder geschluckt hat."
"Stellen Sie trotzdem die Falle auf, Team Drei soll sich bereit halten!"
Der Mann wandte sich wieder um, vorerst konnte er nur warten.
Hendrikson verlie├č den Raum, um die Anweisungen auszuf├╝hren.

Das Luna Hilton war auch zweihundert Jahre nach seiner Gr├╝ndung immer noch das beste Hotel am Platz und dementsprechend waren seine Preise.
Bashir fragte sich zum wiederholten Male, wo Popow das Geld f├╝r seinen aufwendigen Lebensstil hernahm, kam aber wie immer zu keiner befriedigenden Antwort.
Dann blickte er wieder auf den ver├Ąngstigten Mann in ihrer Mitte. Der Mann den er vor f├╝nf Tagen auf DS9 hatte sterben sehen!
Joshua Genesser machte eine sehr gesunden, wenn auch verwirrten, Eindruck. Mehrmals hatte der Doktor den Mann mit seinem Tricoder gescannt, ohne Erfolg, es war nicht festzustellen ob es sich um einen Klon oder etwas ├Ąhnliches handelte.
Popow hatte mehrmals versucht mit ihm zu sprechen aber auch dies hatte keine Reaktion von Seiten Genessers hervor gerufen. Nach wie Vor sa├č der Mann zusammengesunken auf dem Sofa des Penthouse und starrte sie aus angstvoll aufgerissenen Augen an. Was immer ihn in diese Lethargie versetzt hatte, es musste zuviel f├╝r den Geist eines Menschen gewesen sein. ÔÇÜWenn er je einen besessen hat!' f├╝gte Julian in Gedanken hinzu.
"Haben Sie heraus gefunden was mit ihm los ist, Doktor?", Ilena reichte ihm ein Sandwich und erst jetzt bemerkte er wie hungrig er war.
Julian sch├╝ttelte nur den Kopf, er war mit kauen besch├Ąftigt.
Die Trillfrau zuckte mit den Schultern, auch sie war ratlos und wusste nicht was als n├Ąchstes geschehen w├╝rde. Frank hatte vor eine halben Stunde das Hotel verlassen. Ihr war bewusst, dass er Kontakt mit seinen Leuten aufnehmen w├╝rde. Die Sache wurde langsam zu gef├Ąhrlich und ohne Unterst├╝tzung durch das Syndikat w├╝rden sie wohl nicht mit heiler Haut davon kommen. Ein kurzer Flug zum Raumhafen hatte gezeigt, das ihre Yacht von einem Dutzend gef├Ąhrlich aussehender Kerle scharf bewacht wurde.
Ilena lehnte sich in den Sessel zur├╝ck, die Anstrengungen der letzten Stunden forderten ihren Tribut, langsam fielen ihr die Augen zu. Auch Bashir schien m├╝de zu sein, er g├Ąhnte herzhaft und r├Ąkelte sich in seinem Sessel. Dann lehnte er sich zur├╝ck und schlief ein.
Ilena zuckte zusammen, verwirrt ├Âffnete sie die Augen und registrierte verwundert, dass sie anscheinend eingeschlafen war. Wie lange sie geschlafen hatte wusste sie nicht aber ein Blick zum Fenster sagte ihr das mehr als eine Stunde vergangen war, die Scheibe der Erde war von einer Seite des Delgado Towers zur anderen gewandert.
Bashir schien tief und fest zu schlafen und Genesser hatte sich scheinbar in der ganzen Zeit nicht bewegt.
Besorgt blickte sie zur T├╝r des Fahrstuhls, Frank war jetzt schon ziemlich lange weg!
Gerade wollte sie aus dem Sessel aufstehen, als das Penthouse von einer Explosion ersch├╝ttert wurde. Mit einem ohrenbet├Ąubendem Kreischen gepeinigten Metalls wurde die T├╝r des Lifts ins Innere des Penthouse geschleudert. Gleichzeitig zerbarsten mehrere der Aluglasscheiben in kleine Splitter. Schwarz vermummte Gestallten sprangen aus dem rauchenden Fahrstuhlschacht und auch durch die zertr├╝mmerten Fenster enterten M├Ąnner das Penthouse des Luna Hilton.
F├╝r den, durch den L├Ąrm aufgeweckten, Bashir und die blonde Trill gab es keine Chance zur Gegenwehr.

Hendrikson stand vor dem gro├čen Schreibtisch. Nerv├Âs trat er von einem Fu├č auf den anderen, schon wieder hatte er schlechte Nachrichten! Au├čerdem war er beunruhigt ├╝ber den Zustand seines Chefs, er schien immer l├Ąnger abwesend zu sein, f├╝r Hendrikson erschien es als w├╝rde er nicht mehr mit der Situation fertig.
"Sir?", mehrmals hatte er ihn schon angesprochen, ohne die leiseste Reaktion zu erhalten. Noch immer stand der grauhaarige Mann am Fenster und blickte zum Delgado Tower hin├╝ber. Pl├Âtzlich ging ein Ruck durch ihn und er schien seine Umgebung wieder wahr zunehmen.
"Haben Sie sich schon mal gefragt warum wir das alles tun?", fragte er leise.
Hendrikson zuckte mit den Achseln und begann eine der Phrasen der Organisation herunter zuleiern: "Wir versuchen die F├Âderation vor ihrer eigenen Leichtgl├Ąubigkeit und ihrem zu gro├čen Vertrauen in die Friedlichkeit der Wesen des Universums zu sch├╝tzen! Wir..."
├ärgerlich sch├╝ttelte der Grauhaarige den Kopf: "Ich meine nicht die Schlagw├Ârter der Organisation! Ich wollte wissen warum Sie sich entschlossen haben f├╝r sie zu arbeiten!"
Hendrikson runzelte die Stirn, z├Âgernd begann er zu erz├Ąhlen: "Ich verlor meine Eltern, Geschwister, einfach jeden den ich gekannt habe, als eine marodierende Gruppe von Romulanern unsere Kolonie angriff!"
Der Alte blickte ihm traurig in die Augen: "Tun Sie das alles nur aus Rache? Hat in dieser Gruppe niemand ein anderes Motiv als blanken Hass? Handelt hier niemand aus ├ťberzeugung? Was ist wenn wir Unrecht haben, wenn wir alles nur durch einen Schleier unserer eigenen Abscheu betrachten?" er sch├╝ttelte den Kopf, dann blickte er wieder Hendrikson an: "Was wollten Sie mir sagen?"
"Team Zwei und Drei haben im Luna Hilton zugeschlagen, leider ohne Erfolg, das Zielobjekt ist uns wieder entkommen. Wir konnten nur seine Begleiter und den K├Âder sicher stellen."
"Irgendeine Spur von Popow?"
"Nichts, er scheint wie vom Erdboden verschluckt!"
Der Alte ├╝berlegte, bevor er sich wieder an Hendrikson wandte: "Lassen Sie das Hotel beobachten, fr├╝her oder sp├Ąter wird er auftauchen!"
"Ich habe das schon veranlasst."

Aluminiumsplitter knirschten unter seinen Schritten, als er das verw├╝stete Penthouse betrat. Giuseppe da Chore trug die Uniform eines Beamten der Bodenkontrollmannschaften und sah sich in den Tr├╝mmern des zerst├Ârten Hotelzimmers um.
Sofort fiel sein Blick auf den auf dem Tisch liegenden Zettel aber zuerst musste er sicher sein allein im Zimmer zu sein. Er zog einen Tricoder der neuesten Baureihe hervor und scannte die Umgebung. Niemand war mehr in der N├Ąhe, allerdings wusste er jetzt, dass zehn Menschen, ausnahmslos M├Ąnner, vor einer halben Stunde eingedrungen waren. Sie hatten die Fenster und die Liftt├╝r mittels Plastix gesprengt und die ├╝berraschten Insassen des Penthouse schnell auf das Dach gebracht, von wo sie mit einem Gro├čraumschweber geflohen waren.
Das bisher noch niemand von der Bodenkontrolle gekommen war, deutete auf weitreichende Verbindungen der Eindringlinge hin!
Giuseppe nahm den Zettel und steckte ihn in seine Tasche, sp├Ąter war genug Zeit zum Planen. Schnell holte er noch Franks Sachen aus dem Schrank und verlie├č das Hotelpenthouse, die richtige Bodenkontrolle konnte jeden Moment eintreffen.
In der Lobby sah er sich um und entdeckte auf Anhieb die beiden Kerle, die ihm schon bei seinem Weg nach oben aufgefallen waren. Er war sich bewusst, dass sie ihn beobachteten aber er war nicht die Person die sie suchten! Sie hatten es auf einen gut gekleideten Gesch├Ąftsmann Anfang Vierzig abgesehen, nur konnten sie da wohl warten bis sie schwarz waren.
Als er das Hotel verlie├č winkte er einen Lunit heran, der den nicht aussterbenden Job des Zeitungsjungen verrichtete. Er kaufte eine Zeitung und schien sich einen Augenblick mit dem Jungen zu unterhalten, dabei deutet er mehrmals scheinbar unbewusst auf das Hotel. Der Lunit grinste kurz und nickte.
Giuseppe war zufrieden, die beiden Schn├╝ffler w├╝rden ab jetzt selbst beschn├╝ffelt werden!
Da Chore stieg in einen in einer Parkbucht stehende Schweber und machte sich auf zu seinem n├Ąchsten Auftrag.
F├╝nf Minuten sp├Ąter landete er in einem der Randbezirke von New Berlin vor einem gro├čen Anwesen. Er schien schon erwartet zu werden.
Zwei in neutrale wei├če Anz├╝ge gekleidete M├Ąnner st├╝tzten eine verh├╝llte dritte Person in ihrer Mitte.
Giuseppe ├Âffnete den Fond des Schwebers und half den Beiden die verh├╝llte Gestallt auf den R├╝cksitz des Wagens zu setzen. Als dies geschehen war dr├╝ckte er den Beiden stumm ein kleines P├Ąckchen in die Hand.
Kurz darauf startete der Schweber wieder.

St├Âhnend erwachte Bashir. Langsam ├Âffnete er die Augen, Finsternis umgab ihn.
Sein Sch├Ądel dr├Âhnte von den Auswirkungen des Bet├Ąubungsmittels und seine Glieder waren schwer wie Blei. Als er sich an den schmerzenden Kopf griff, stellte er ├╝berrascht fest, dass seine H├Ąnde nicht wie erwartet gefesselt waren. Auch seine Beine konnte er v├Âllig frei bewegen.
Julian versuchte aufzustehen, zuckte jedoch sofort wieder zusammen. Ein rasender Schmerz sp├╝lte durch seine Eingeweide und drohte ihm den Kopf von den Schultern zu rei├čen. Ersch├Âpft lehnte er sich wieder gegen die k├╝hle Mauer in seinem R├╝cken, scheinbar war das Bet├Ąubungsmittel doch nicht so ganz ohne Nebenwirkungen. Vorsichtiger geworden bewegte er nun nach und nach seine Gliedma├čen und brachte die Blutzirkulation wieder in Gang.
Zehn Minuten sp├Ąter wagte er einen zweiten Versuch aufzustehen. Wieder jagte der Schmerz durch seinen K├Ârper und peinigte den Doktor. Bashir kniff die Z├Ąhne zusammen und schob sich weiter an der Mauer nach oben, bis er keuchend und ersch├Âpft aber auf seinen Beinen stehend an der Wand lehnte. Er atmete tief und keuchend, pumpte Sauerstoff in seine schmerzenden Lungen. Langsam beruhigte sich sein Kreislauf wieder.
Bashir blickte sich um und stellte erneut fest, dass er ├╝berhaupt nichts sah. Nicht der kleinste Schimmer erhellte die Umgebung, er w├╝rde sich wohl oder ├╝bel auf seine anderen Sinne verlassen m├╝ssen.
Angestrengt lauschte er in die Finsternis aber es dauerte lange, bis er ein anderes Ger├Ąusch als seinen angestrengten Atem vernahm. Ein leises hallendes Pl├Ątschern war zu h├Âren, irgendwo tropfte in gro├čen Abst├Ąnden aber stetig Wasser aus gro├čer H├Âhe in eine Pf├╝tze. Das Ger├Ąusch enth├╝llte aber noch etwas ganz anderes. Julian musste sich entweder in einer riesigen Halle oder in einem sehr langen Gang befinden. Beides war gleich unangenehm. Befand er sich in einer Halle w├╝rde es wohl einige Zeit dauern bis er seine Umgebung nur mit dem Tastsinn erkundet hatte und befand er sich in einem Gang, w├╝rde er sich durch herumlaufen wahrscheinlich sehr schnell verirren!
Er bedachte seine Situation.
Als ihm pl├Âtzlich einfiel, was ihm Popow ├╝ber die unterirdischen Anlagen von New Berlin erz├Ąhlt hatte. Riesige Hallen und Kavernen l├Âsten sich mit schier endlosen G├Ąngen ab. Was wenn man ihn in diese schier endlose Anlage verschleppt hatte? Wenn man ihn hier ausgesetzt hatte? Bashirs Herzschlag beschleunigte sich, Wellen der Panik str├Âmten durch seinen Kopf. Angstschwei├č brach aus. Dann h├Ârte er eine Stimme, sie schien von rechts zu kommen und ohne sich zu besinnen st├╝rzte der v├Âllig ver├Ąngstigte Arzt in die Richtung aus der er menschliche Laute zu vernehmen glaubte.
Bald verklangen seine Schritte in der Ferne.

Hendrikson blickte auf die zusammengesunkene Gestallt in der Liege hinab. Es war kaum zu glauben, wie lange sich der menschliche K├Ârper doch weigerte zu sterben, obwohl sein Geist schon vor Tagen ausgebrannt war. Irgendein niederer Instinkt schien die Versuchspersonen zu beseelen, nachdem jegliche Reaktion eines denkenden Wesens aus ihnen gewichen war.
Er blickte in die vor namenlosem Entsetzen aufgerissenen Augen, suchte nach einer Spur von erkennen, suchte in ihnen nach dem Wissen um seine Existenz. Aber kein Funken war mehr in ihnen, beinahe automatisch hoben und senkten sich die Lider des Mannes. So wie sie es seit mehr als einem Jahr taten!
Und dennoch war dieser Mann von unsch├Ątzbarem Wert f├╝r die Organisation und Hendrikson hielt es f├╝r Verantwortungslos und leichtsinnig, dass er als K├Âder f├╝r einen potentiellen Gegner eingesetzt wurde.
Der ernste junge Mann sch├╝ttelte wieder den Kopf, so wie er es immer tat, wenn er zu lange den ├ťberresten von Joshua Genesser in die Augen geblickt hatte.
Dann wandte er sich ab und nickte dem hinter ihm stehenden Mann zu: "Schlie├čen Sie ihn wieder an!"
Der Wissenschaftler hatte nur darauf gewartet, schnell presste er mehre Elektroden an Kopf und K├Ârper Genessers. Dann trat er an eine wuchtige Konsole hinter der Liege, dr├╝ckte mehrere Kn├Âpfe und entfernte sich dann scheinbar sehr zufrieden.
Hendrikson blickte noch einmal auf den ausgebrannten Menschen hinab, suchte nach einer Reaktion im Gesicht Genessers. Aber keine Regung war in seinem Gesicht zu sehen und Hendrikson entfernte sich Schulterzuckend.
Dann, von niemandem bemerkt, sammelte sich Feuchtigkeit in den Winkeln von Genessers Augen und eine einzelne Tr├Ąne rann ├╝ber sein Gesicht.
Gefangen in einem endlosen Alptraum wartete Joshua Genesser auf seine Befreiung.

Frank Popow wartete.
Tiefe Unruhe hatte von ihm Besitz ergriffen, am Liebsten h├Ątte er ganz New Berlin umgegraben, wenn es ihm seine Begleiter zur├╝ck gebracht h├Ątte aber er wartete.
Als er vor mehreren Stunden Kontakt mit der Syndikatszelle in New Berlin aufgenommen hatte, stellte er ├╝berrascht und erfreut fest, dass seine rechte Hand und langj├Ąhriger Freund Giuseppe da Chore auf dem Mond weilte. Dieser war, nachdem er die Nachricht von Franks Abreise von DS9 erhalten hatte, sofort aufgebrochen um seinem Freund und Mentor beizustehen.
Vor einer Stunde dann hatte Frank die Nachricht von dem ├ťberfall auf seine Begleiter erreicht. Es dauerte nur Minuten um einen groben Plan f├╝r ihr weiteres Vorgehen zu entwerfen. Sie beschlossen, dass Frank vorerst im Untergrund bleiben w├╝rde, zu viele Augen suchten nach ihm. Statt dessen w├╝rde Giuseppe die n├Ąchsten Schritte gegen ihren unbekannten Feind einleiten.
Dies war also vor einer Stunde geschehen und Frank wurde immer ungeduldiger w├Ąhrend er auf die R├╝ckkehr Giu's wartete.
Ein vierschr├Âtiger Kerl brummte genervt: "Hey! Setz dich endlich hin, du machst hier alle nerv├Âs!"
Frank versteifte sich, bevor ihm einfiel, dass er zur Zeit unter dem Deckmantel eines Administrators des Syndikats unterwegs war. Zwar gab ihm das einige Befehlsgewalt ├╝ber die hier versammelten M├Ąnner und Frauen aber er war zur Zeit nicht der Kartellboss, zu gef├Ąhrlich w├Ąre es gewesen, wenn er diesen Leuten seinen wahren Status innerhalb des Syndikats enth├╝llt h├Ątte. Noch immer suchten Attent├Ąter der anderen Kartellchefs nach ihm. Mord war im Syndikat schon immer eine Methode zum schnellen Aufstieg in der Hierarchie gewesen!
Solcher Art waren seine Gedanken, als die T├╝r des Unterschlupfs ge├Âffnet wurde und Giuseppe den Raum betrat. Er trug noch immer die Uniform der Bodenkontrolle, was einige raue Kommentare von den Anwesenden zur Folge hatte. Auf seinen rechten Arm gest├╝tzt, f├╝hrte er eine verh├╝llte Gestallt herein. Behutsam half er der augenscheinlich ersch├Âpften Person sich zu setzen. Erst dann wandte er sich an Frank.
"Wie erwartet, das Hotel wird ├╝berwacht und auch in der N├Ąhe des Sanatoriums trieben sich ein paar seltsame V├Âgel herum! Das hier lag im Hotelzimmer, es ist f├╝r dich."
Giuseppe reichte ihm einen Bogen beschriebenes Papier. Frank warf einen Blick darauf, wie zu erwarten war es eine Aufforderung der Entf├╝hrer.
"Wenn Sie ihre Leute wiederhaben wollen, kommen Sie heute abende um Neun in die Lobby des Delgado Towers, es wird sie jemand erwarten! Kommen Sie allein und unbewaffnet! Versuchen Sie erst gar nicht die Bodenkontrolle einzuschalten, wir w├╝rden dies sofort erfahren!"
Der Brief best├Ątigte, was sie schon vermutet hatten, die Entf├╝hrer mussten weitreichende Verbindungen haben, die sogar bis in die oberen Etagen der Bodenkontrolle f├╝hrten.
Frank zerkn├╝llte den Zettel und nickte Giuseppe zu - die Zeit des Wartens war vor├╝ber, jetzt w├╝rden sie handeln!
Aber zuvor hatte Frank noch etwas wichtiges zu erledigen.
Er trat zu der verh├╝llten Gestalt, die durch keine Bewegung erkennen lie├č, ob sie das Geschehen um sich wahrnahm.
Frank beugte sich herunter, behutsam zog er die Kapuze vom Kopf der vor ihm sitzenden Person. Als er das Gesicht der einst wundersch├Ânen Frau enth├╝llte, atmeten einige der Anwesenden erschrocken ein.
Was einmal das Gesicht einer Frau gewesen war, hatte sich zu einem wahnsinnigen Zerrbild des selben verwandelt. Noch immer war die einstige Sch├Ânheit der Frau zu erkennen aber niemand ertrug es ihr Gesicht l├Ąngere Zeit zu betrachten. Es war nicht verunstaltet oder gar verst├╝mmelt, bei einem fl├╝chtigen Blick konnte man nichts erkennen. Aber sobald man versuchte ihr ins Antlitz zu sehen, wandten sich die meisten schnell ab. Das Gesicht schien in einer seltsamen nicht zu definierenden Bewegung zu sein. Es war als bewegten sich die Gesichtsmerkmale und blieben dabei dennoch an Ort und Stelle. Als g├Ąbe es in ihrem Gesicht einen Zustand zwischen Stille und Bewegung.
Und wie Frank wusste, war diese Bewegung nicht auf das Gesicht der Frau beschr├Ąnkt, ihr ganzer K├Ârper wirkte wie das lebendig gewordene Bild eines abstrakten Malers, der immer noch Ver├Ąnderungen daran vornahm.
Die ├ärzte nannten es transdimensionales Syndrom, ihr K├Ârper war mit dem ├╝bergeordneten Fluxkontinuum eine dauerhafte Verbindung eingegangen. Zwar schien sie k├Ârperlich in der vierdimensionalen Welt der Menschen anwesend zu sein, in Wirklichkeit befand sie sich nach wie vor innerhalb des n-dimensionalen Fluxkontinuums.
Frank wusste, dass die Chance mit ihr ein Gespr├Ąch zu f├╝hren sehr gering war, den nicht nur ihr K├Ârper war in Mitleidenschaft gezogen worden, auch ihr Geist hatte sich verbogen und befand sich innerhalb des Gef├Ąngnisses des Nullkontinuums.
"Laura?" z├Ąrtlich fl├╝sterte er den Namen der Frau.
"Laura, h├Ârst du mich?", Frank wartete auf eine Reaktion der Frau aber kein Zeichen eines Erkennens war in ihrem Gesicht zu sehen.
Dann schien etwas seinen Geist zu ber├╝hren, ein kalter Schauer glitt ├╝ber seinen R├╝cken als er eine Stimme in seinen Gedanken fl├╝stern h├Ârte.
Pl├Âtzlich verschwand der Raum um ihn, er f├╝hlte, wie er seinen K├Ârper verlie├č und ein unglaubliches Gl├╝cksgef├╝hl durchstr├Âmte ihn. Er befand sich in einer riesigen blau leuchtenden Weite. Nach allen Seiten war kein Ende dieses seltsamen Raumes zu sehen. Hellere blaue Schlieren durchzogen das fremde Kontinuum, hin und wieder blitzte es kurz auf.
Dann sah er die Funken.
├ťberall um ihn herum schwirrten kleine bunte Lichter in allen Farben des Regenbogens. Da waren kleine gelbe die sich durch das All treiben lie├čen. Einige wenige Violette zischten zwischen ihnen hierhin und dorthin, scheinbar auf der Suche nach irgendetwas. Zwei rosane umflogen einander in einer endlosen Spirale. Erst jetzt bemerkte er, dass er auch zu einem Funken geworden war! Und dann entdeckte er einen der Violetten der direkt auf ihn zuhielt!
"Laura? Bist du das?"
Der Funken n├Ąherte sich und dann konnte Frank Worte h├Âren, Worte von einer Frau, die seit zw├Âlf Jahren nicht mehr gesprochen hatte.
"Hallo Frank. Willkommen im Jenseits."
"Das Jenseits? Ich verstehe nicht?"
"Das Fluxkontinuum, Frank, es ist das was s├Ąmtliche Lebewesen der Galaxie als ihr Jenseits ansehen!"
"Ich habe mir das Jenseits immer anders vorgestellt."
Der violette Funken glitzerte jetzt leuchtend hell und Frank vernahm das Lachen einer Frau.
"Das was du hier siehst ist die unbeeinflusste Form des Flux. Jeder dieser Funken war einmal ein Lebewesen in unserem Universum. Nach dem Tod kommen sie hier her und werden zu einem Funken aus reiner Lebensenergie, alle Emotionen, Erfahrungen und Erinnerungen, alles was sie je als Lebewesen ausmachten wird in diesem Licht aufbewahrt!"
Frank sah sich um, eine endlose Flut der Lichter umschwirrten ihn und jedes sollte einmal ein Lebewesen, Mensch, Vulkanier, Klingone oder irgendetwas total fremdes gewesen sein!
"Sie alle leben jetzt in ihren eigenen Tr├Ąumen und W├╝nschen, denn nach dem Tod werden alle unsere Phantasien Wirklichkeit! Komm mit, ich will dir etwas zeigen!"
Damit begann der Funken der Laura darstellte langsam vor ihm her zu schweben. Frank wollte ihr folgen und jetzt erst merkte er, dass er sich ebenfalls in diesem Raum bewegen konnte, ein Funken des Lebens unter vielen anderen.
Immer schneller trieben sie durch das fremde Kontinuum, immer mehr Funken glitten an ihnen vor├╝ber.
Dann strahlte ein riesiger Ball von leuchtenden Funken zu ihrer rechten Seite auf.
Frank blieb stehen und begann dann auf diese unglaubliche Ballung von Lichtern zu zufliegen.
"Halt, Frank! Nicht zu der Kugel!"
"Aber wieso, was ist diese Kugel?"
"Borg! Selbst nach dem Tod bilden Sie ein riesiges Kollektiv! Ber├╝hr es blo├č nicht! Die geballte Energie dieser Gedanken w├╝rde dich innerhalb von Augenblicken aufsaugen!"
Ein letzter Blick auf die riesige Ballung an Lebensenergie, dann waren Sie auch an dieser vorbei geschwebt.
Erst unmerklich, dann immer schneller wurden die Lebensfunken um sie herum weniger, es schien als w├╝rde dieser Bereich des Fluxuniversums gemieden. Endlich schienen sie ihr Ziel erreicht zu haben denn Laura wurde schlagartig langsamer und hielt dann g├Ąnzlich an. Das Kontinuum hatte sich v├Âllig ver├Ąndert, statt des blauen Waberns erblickten sie nun eine riesige schwarzgraue Wolke. Dunkle Ausl├Ąufer streckten sich gekrallten Fingern gleich in den sanft gl├╝henden Raum des Nullkontinuums.
"Was ist das?", Frank war entsetzt, auf eine unterschwellige Art verbreitete diese Wolke ein Grauen das er vorher noch nicht gekannt hatte.
"Erkennst du es nicht, hier sind wir damals in den Flux eingetreten! Das ist das Resultat unserer Arbeit!"
"Was ist diese Wolke, was geschieht hier?" Frank hatte Angst, Angst davor etwas angerichtet zu haben das er nicht mehr r├╝ckg├Ąngig machen konnte.
"Diese Wolke ist reine Entropie! Aus irgendeinem Grund, den ich nicht verstehe, treten s├Ąmtliche Fluxschiffe an dieser Stelle in das Kontinuum ein. Und jedes Mal wenn dies geschieht bringen sie die Zeit mit in den Nullraum! Das Kontinuum zerf├Ąllt!"
"Kann man es stoppen?"
"Es w├╝rde von selbst aufh├Âren, wenn keine weiteren Fl├╝ge durch den Flux mehr statt f├Ąnden! Aber irgendwer hat angefangen unsere Forschungen weiter zu bearbeiten und sie geben nicht auf! Wir haben inzwischen zehn ihrer Fluxgleiter zerst├Ârt aber immer wieder schicken sie neue. Du musst sie dort drau├čen aufhalten, hier drin sind wir machtlos!"
"Aber wer sind die? Wie soll ich jemanden bek├Ąmpfen den ich nicht kenne?"
"Die Leute sind eine Gruppe von militanten Fanatikern, sie versuchen einen intergalaktischen Krieg vom Zaun zu brechen, damit die F├Âderation ihren Einflussbereich erweitern kann. F├╝r diesen Krieg erforschen sie mit allen Mitteln neue Technologien um gegen s├Ąmtliche anderen Machtbl├Âcke der Galaxie im Vorteil zu sein. Ein Antrieb der Reisen in Nullzeit erm├Âglicht w├Ąre ein entscheidender Vorteil! Sie stecken auch hinter der Entf├╝hrung deiner Begleiter, sie glauben, dass du etwas ├╝ber den Fluxraum wei├čt, was ihre Versuche entscheidend vereinfachen w├╝rde! Du musst den Chef der Wissenschaftlergruppe auf dem Mond ausschalten, alle anderen sind nicht in der Lage, ohne ihn die Forschungen fort zusetzen.", pl├Âtzlich setzte sich der violette Funken Lauras wieder in Bewegung.
"Komm mit, ich muss dir noch etwas zeigen!", dann schwirrte sie davon, dicht gefolgt von Popow.
Schnell waren sie wieder umgeben von tausenden Lichtfunken. Aber schon nach kurzer Zeit endete ihre Reise in der N├Ąhe zweier anderer violetter Funken.
"Ich muss dir noch etwas sagen, nicht alle Wesen hier sind schon tot, manche haben die M├Âglichkeit zur├╝ck zukehren, du erkennst sie an dem violetten Licht das sie ausstrahlen.
Diese Zwei dort sind ganz Besondere, sie sind ├╝ber die einzige nat├╝rliche Verbindung zwischen Nullraum und Einsteinuniversum hierher gelangt! Ein Energieband, dass sich der Nexus nennt. Jemand der in diesen Nexus gelangt, ohne vorher zu sterben, wird hierher versetzt und kann in jeder Zeit und an jedem Ort den der Nexus jemals ber├╝hrt hat in das Einsteinuniversum zur├╝ckkehren. Aber nur wenige wollen das! Diese Beiden dort werden uns bald verlassen! Ber├╝hre Sie!"
Popow schwebte langsam an die beiden Lichtfunken heran, bis er sie schlie├člich ber├╝hrte.
Pl├Âtzlich stand er im Transporterraum eines Raumschiffs. Um ihn herum dr├Ąngten sich ver├Ąngstigte und schreiende Menschen, ein tiefes Gef├╝hl des Verlustes brannte in seinem Inneren. Dann sah er den Mann mit den eisgrauen Haaren. Zitternd trat dieser auf einen im Raum befindlichen Offizier der Sternenflotte zu und packte ihn am Kragen.
"Schicken Sie mich zur├╝ck! Sie m├╝ssen mich zur├╝ckschicken!", dann verschwamm die Szene vor ihm, als Franks Sicht wieder klarer wurde befand er sich im Maschinenraum eines Raumschiffs, tief unter sich sah er einen Mann, der an einer Leiter abw├Ąrts kletterte. Etwas erschien Frank vertraut an dem Mann und als er genauer hinsah erkannte er ihn. Kirk! Der Mann der der Held s├Ąmtlicher Jungen war, einschlie├člich einem kleinen elfj├Ąhrigen Jungen namens Frank Popow, der gerade seine Eltern verloren hatte.
Pl├Âtzlich ersch├╝tterte eine Explosion das Schiff, ein schwerer Schlag traf den Maschinenraum und an der Stelle, an der Kirk sich eben noch befunden hatte klaffte ein riesiges Loch im Rumpf des Schiffes.
Erneut verschwamm seine Sicht, als er wieder sehen konnte, stand er auf einem staubigen und trockenen Plateau irgendwo im Universum. Vor ihm erhob sich eine eiserne Konstruktion, auf der sich eine Abschussrampe f├╝r eine riesige Rakete befand. Ein Mann stand neben der Rakete und tippte etwas auf der Steuerkonsole ein. Frank erkannte ihn sofort, es war der gleiche wie in dem Transporterraum.
"Soren!" eine Stimme durchbrach die Stille des Ortes, ein weiterer Mann betrat das Ger├╝st, Frank runzelte ├╝berrascht die Stirn, auch diesen kannte er, er hatte ihn erst vor ein paar Wochen auf DS9 gesehen, es war Picard der Captain der neuen Enterprise!
Dann entwickelte das Geschehen auf der Plattform eine eigene Dynamik, Picard versuchte an die Abschusskontrolle zu gelangen aber Soren hinderte ihn daran. Die Rakete startete ohne das Picard etwas h├Ątte tun k├Ânnen. Popow verfolgte die Flugbahn der Rakete, senkte jedoch schnell den Blick, als er merkte, dass sie genau auf die Sonne zusteuerte.
Dann begann die Szene erneut zu verschwimmen, seine letzte Wahrnehmung war ein rosanes Band, das pl├Âtzlich seine Bewegungsrichtung ├Ąnderte und auf den Planeten zusteuerte.

Nach einer endlos scheinenden Zeit, die jedoch nur wenige Sekunden gedauert hatte, schlug Frank die Augen auf.
Er blickte sich kurz verst├Ârt um, bis ein Ausdruck eiserner Entschlossenheit in seine Augen trat.
"Wir haben viel zu tun und nur wenig Zeit...!"
__________________
"M├Âgt ihr in interessanten Zeiten leben!"

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Doc Sternau
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Julian hielt inne.
Er wusste nicht, wie lange er schon durch die absolute Finsternis gerannt war. Aber nachdem er zum wiederholten Mal ├╝ber einen im Weg herumliegenden Gegenstand gest├╝rzt war, kehrte sein rationales Denkverm├Âgen langsam wieder zu ihm zur├╝ck.
Noch immer glaubte er die Stimme in der Ferne zu h├Âren, doch zum ersten Mal fragte er sich, ob sie nicht nur ein Produkt seiner Fantasie war. Bashir strengte sein Geh├Âr an und versuchte zu verstehen, was die Stimme in der Ferne rief.
Doch es schien sich nicht um Worte zu handeln, vielmehr glich es dem Geschrei eines in Panik geratenen, gequ├Ąlten Menschen. Sollte noch jemand auf solch grausame Weise hier unten ausgesetzt worden sein? M├Âglicherweise befand sich der Andere schon viel l├Ąnger hier als er selbst, allein in der Finsternis ohne Hoffnung auf Rettung!
Und dann fiel Bashir etwas anderes auf, als er vorsichtig um sich tastete, um zu sehen ├╝ber was er gest├╝rzt war, konnte er rein gar nichts finden und als er dar├╝ber nachdachte, kam es ihm so vor, als h├Ątte er jedes Mal, wenn er gefallen war, nichts gefunden ├╝ber das er h├Ątte st├╝rzen k├Ânnen. Fast schien es, dass er einzig deshalb gest├╝rzt war, weil er erwartete im Dunklen ├╝ber irgendetwas zu st├╝rzen!
Julian sch├╝ttelte den Kopf, langsam wurde er paranoid. Er rappelte sich auf und ging nun langsam und vorsichtig weiter auf die Stimme zu.
Nach kurzer Zeit stellte er fest, dass die Stimme pl├Âtzlich schnell lauter wurde. Dennoch blieb es das unverst├Ąndliche Geschrei eines verwirrten Geistes.
"Hallo?" Bashir beschloss den Unbekannten anzurufen.
Die Schreie verstummten.
"Hallo! Wo sind Sie?" Bashir lauschte, doch kein Ger├Ąusch durchbrach mehr die Dunkelheit au├čer dem ├╝berlauten Pochen seines Herzen.
Der Arzt stand wieder verlassen in den finsteren G├Ąngen. Unschl├╝ssig drehte er sich ein paar mal um sich selbst. Woher waren die Schreie gekommen?
Gerade wollte er wieder in eine Richtung losgehen, als er ein neues Ger├Ąusch vernahm. Es klang wie das leise schleichende Tappen eines Tieres. Vorsichtige Schritte die kaum den Boden ber├╝hrten um kein Ger├Ąusch zu erzeugen.
Und sie waren direkt hinter ihm!
Bashir schnellte herum, als ihn kr├Ąftige Arme packten und ihn festhielten.

Der Delgado Tower strahlte im Licht der fernen Sonne. Zur Zeit war Tag auf dem Mond und das w├╝rde noch eine Woche so bleiben, au├čer in den Zeiten, wenn der Schirm ├╝ber der Stadt polarisiert wurde und k├╝nstliche Nacht ├╝ber New Berlin herrschte.
Warren Delgado, der Chef des intergalaktischen Konzernimperiums ÔÇÜDelgado Industries', verlie├č gerade den Hauptsitz der Firma, um seine schwere gepanzerte Limousine zu besteigen.
In einer Stunde w├╝rde das Leben in den B├╝ro- und Konzernt├╝rmen g├Ąnzlich ersterben und nur noch eine kleine Anzahl Wachleute und Pf├Ârtner w├╝rde auf die sonst vor Aktivit├Ąt spr├╝henden T├╝rme Acht geben.
Als Delgado in den Fond der ger├Ąumigen Luxuslimousine stieg, zuckte er kurz zusammen, bevor er erkannte, wer schon vor ihm darin Platz genommen hatte.
Ein nerv├Âses L├Ącheln glitt ├╝ber sein Gesicht als er seinen alten Gesch├Ąftspartner begr├╝├čte:
"Frank, was f├╝hrt dich denn nach New Berlin?" er setzte sich Popow gegen├╝ber hin, die Limousine hob ab.
"Sch├Ân dich zu sehen Warren!" Frank blickte dem bekannten Konzernboss in die Augen.
Warren wurde sichtlich nerv├Âser und nach kurzer Zeit konnte er den stechenden Blick Popows nicht mehr ertragen.
"Was willst du Frank? Brauchst du Geld, Waffen, Daten? Sag es mir und du wirst es innerhalb von 24 Stunden haben!", Schwei├č tropfte von Delgados Stirn.
Frank sch├╝ttelte den Kopf: "Du wei├čt das ich kein Geld brauche und Waffen k├Ânnte ich mir einfacher besorgen! Ich brauche ein paar Informationen von dir..."
Delgado schien sichtlich erleichtert, dann wurde er bleich, als Frank fortfuhr: "Und ich brauche deinen Firmenturm f├╝hr ein paar Stunden!"
Warren sch├╝ttelte den Kopf: "Das ist absolut unm├Âglich und das wei├čt du Frank. Du hast ja keine Ahnung, seit unserem letzten Treffen hat sich vieles ver├Ąndert. Du hast dich an den Rand zur├╝ck gezogen aber ich stehe hier mitten im Rampenlicht, ich werde beschattet..."
Frank hob die Hand und gebot Delgado Einhalt: "Glaubst du das wei├č ich nicht? Warren, du vergisst wohl wer ich bin? Meine Leute sind ├╝berall und gerade weil der Turm unter st├Ąndiger Beobachtung steht brauche ich ihn!"
Warren war sichtlich verwirrt: "Ich verstehe nicht, sie werden sofort kommen um dich hochzunehmen! Es wird Fragen geben, unangenehme Fragen, auf die ich keine Antwort geben k├Ânnte."
"Niemand wird Fragen stellen, die F├Âderation wei├č immer noch nicht, wer ich in Wirklichkeit bin! Oh ja, man hat mich eine Zeitlang beschattet aber es wurde nichts gefunden. Und es gibt keine Spuren mehr, die zu dir und deinem ÔÇÜunverhofften' Erbe f├╝hren. Nicht mehr! Warren, ich habe dich nie um einen Gefallen gebeten aber jetzt brauche ich deine Hilfe!"
Wieder der stechende Blick, wieder fing Delgado an zu schwitzen, dann schien er zu einem Entschluss gekommen zu sein: "Wann?"
"Heute Abend, etwa ab Acht bis Mitternacht!"
"Niemand wird eine Spur zu mir finden k├Ânnen?"
Frank l├Ąchelte: "Warren, wir machen so etwas nicht zum ersten Mal."
Nach einem kurzen Z├Âgern zog Delgado einen kleinen Decoder in Kartenformat aus seiner Jackeninnentasche.
"Es ist eine unregistrierte Kopie mit meinem Sicherheitscode, wenn du damit geschnappt wirst, werdet ihr als normale Einbrecher behandelt werden!"
Popow nickte: "Mehr wollte ich nicht. Sorg daf├╝r, dass niemand im Turm ist!"
Er klopfte kurz gegen die Scheibe des Fahrers und die Limousine hielt im Schatten eines alten Wohnturmes.
Kurz darauf war Delgado wieder allein.
"Viel Gl├╝ck mein Freund!", ein weiteres Klopfen und die Limousine setzte ihren Weg fort.

Glei├čende Helligkeit flammte auf.
Bashirs Augen begannen sofort zu tr├Ąnen, eine nat├╝rliche Reaktion nach der langen absoluten Finsternis.
Aber das war eigentlich nicht sein Problem, irgendjemand hatte ihn von hinten umklammert und schien bestrebt zu sein, ihm die Rippen zu brechen.
Julian konnte sich nicht r├╝hren und langsam ging ihm die Luft aus, wer immer hinter ihm stand musste Oberarme wie Elefantenbeine haben. Langsam wurde ihm wieder schwarz vor Augen.
Dann lie├č der Druck auf seinen Brustkasten nach, Sauerstoff str├Âmte wieder in seine schmerzende Lunge, keuchend rang er nach Atem.
Bashir sackte auf die Knie als er pl├Âtzlich v├Âllig losgelassen wurde, ersch├Âpft blieb er so eine Weile liegen, wartend das die Sterne vor seinen Augen verschwanden.
Eine ganze Zeitlang bekam er nicht mit, dass ihn sein Angreifer ansprach.
"Sie geh├Âren nicht zu denen?! Wer sind Sie? Hat man Sie auch vernetzt?"
Bashir drehte sich langsam um, vorsichtig blickte er an den vor ihm stehenden Beinen nach oben. Verbl├╝fft ├Âffnete er den Mund, als er das Gesicht seines Gegen├╝bers erkannte.
"Genesser? Joshua Genesser?"
Der Mann war sichtlich erstaunt: "Woher kennen Sie mich, geh├Âren Sie doch zu denen?"
Bashir sch├╝ttelte den Kopf: "Sie sind vor sechs Tagen auf meiner Krankenstation gestorben!"
Joshua wiederholte das Geh├Ârte stumm, seine Lippen zitterten und eine Tr├Ąne rollte ├╝ber sein Gesicht.
"Sie h├Âren einfach nicht damit auf! Sie h├Âren nicht auf! Sie verstehen es nicht, wollen es nicht verstehen! Sie werden es zerst├Âren, das einzige Danach das wir haben!"
Bashir verstand nichts, die Worte des Mannes schienen auch nicht an ihn gerichtet gewesen zu sein, vielmehr f├╝hrte Genesser ein Gespr├Ąch mit sich selbst. Wie lange musste dieser Mann schon hier gefangen sein, wenn er lieber mit sich selbst redete als mit Anderen?
"Wo sind wir hier?" Bashir beschloss, dass es an der Zeit war sich aus dieser misslichen Lage zu befreien.
Joshua zuckte zu ihm herum, er schien ihn f├╝r kurze Zeit v├Âllig vergessen zu haben.
"Wir sind hier im Nirgendwo! Keine Rettung, nichts!", Genesser sch├╝ttelte demonstrierend den Kopf: "Es gibt kein Entkommen! Niemand kann seiner Phantasie entfliehen!"
Der Doktor war jetzt vollends verwirrt.
"Wie meinen Sie das? Sind wir in den Tunneln unter der Stadt?"
Genessers Antwort bestand in einem Kopfsch├╝tteln: "Wir sind nicht unter der Stadt, wir sind in unseren eigenen K├Âpfen und einer k├╝nstlichen Realit├Ąt gefangen! Es ist die H├Âlle!"
"Ist das so eine Art Holodeck?"
"Ja und Nein. Es ist eine computergenerierte k├╝nstliche Umgebung, die direkt in unsere K├Âpfe eingespeist wird. Sie reagiert auf unsere Gedanken aber vor allem ist sie ein Gef├Ąngnis in dem unsere geistigen F├Ąhigkeiten trainiert werden sollen."
"Aber wozu? Wer h├Ątte ein Interesse daran uns in einem seelischen Gef├Ąngnis einzusperren?"
"Gewisse Gruppierungen innerhalb der F├Âderation sind an einem Weg durch den Fluxraum interessiert! Sie versuchen uns zu trainieren, damit wir ein Schiff durch den Flux treiben k├Ânnen. Nur die Gedanken eines Menschen sind dazu in der Lage, man bereist den Flux durch W├╝nsche! Aber wir werden ihn zerst├Âren, wenn wir durch einen Raum ohne Zeit reisen, denn wir werden die Entropie mit in dieses Kontinuum nehmen und das wird das Ende des Fluxraums sein! Und damit das Ende unseres Jenseits!"
Julian sa├č immer noch auf dem Boden, zu verwirrend war das gerade Geh├Ârte.

Schatten huschten durch die k├╝nstliche Nacht von New Berlin. Mehrere schwarze Schweber landeten auf dem Dach des Delgado Towers, unsichtbar f├╝r die Augen m├Âglicher Beobachter.
Beh├Ąnde sprangen schwarz gekleidete Gestallten aus den Schwebern und eilten auf die Treppensch├Ąchte des Towers zu. Kaum waren sie im Inneren des Geb├Ąudes verschwunden, als die Schweber auch schon wieder abhoben und den Ort des Geschehens verlie├čen.
Lautlos bewegten sich die Eindringlinge durch das Geb├Ąude, W├Ąchter wurden ausgeschaltet und Alarmanlagen deaktiviert.
Dann ein kurzer Funkspruch des Anf├╝hrers: "Alles klar, die Ebenen 3-80 sind gesichert und unter Kontrolle! Beginnen jetzt mit Operation ÔÇÜHerzliche Begr├╝├čung'!"
Etwa zwei Kilometer entfernt nickte ein ├Ąhnlich gekleideter Frank Popow, in einer halben Stunde w├╝rde er seinen Auftritt haben.
W├Ąhrenddessen drangen die M├Ąnner um Giuseppe da Chore in die unteren Ebenen des Delgado Towers vor. Bereit jeden, dem sie hier begegneten, zu t├Âten falls es die Situation erforderte. Innerhalb von zehn Minuten hatten sie die Eingangshalle erreicht, zwanzig M├Ąnner ihres unbekannten Gegenspielers waren ausgeschaltet worden. Einzig die drei in der Eingangshalle lauernden waren verschont worden, ihnen war eine andere Rolle zugedacht.
Die S├Âldner und M├Ârder des Orionsyndikats bezogen ihre Stellungen, in zehn Minuten w├╝rde der Tanz beginnen!

Bashir sa├č noch immer auf dem Boden der riesigen metallenen Ebene. Angestrengt dachte er ├╝ber das soeben geh├Ârte nach. Wenn es stimmte, dann m├╝sste man in dieser Phantasiewelt durch eigene W├╝nsche und Gedanken eine ├änderung hervorrufen k├Ânnen.
Julian w├╝nschte sich einen Stuhl aber wie er erwartet hatte geschah nichts. Erneut blickte er fest auf den Boden vor sich und w├╝nschte sich einen Stuhl aber auch diesmal blieb das gew├╝nschte Ergebnis aus.
Genesser lachte als er die Versuche des Doktors beobachtete: "So funktioniert es nicht, es reicht nicht, dass sie sich einen Gegenstand vorstellen und ihn gern hier sehen w├╝rden, sie m├╝ssen daran glauben, dass der Gegenstand oder die Ver├Ąnderung auch wirklich da ist!"
Bashir runzelte die Stirn, Genesser hatte recht, er hatte sich zwar einen Stuhl vorgestellt aber an einen Erfolg seiner Ma├čnahme hatte er nicht geglaubt, vielmehr hatte er erwartet das nichts geschah. Und dann dachte er an die vergangenen Stunden, an seine St├╝rze im Dunklen und da wurde ihm der Unterschied bewusst, er hatte es erwartet im Dunklen ├╝ber irgendwelche Gegenst├Ąnde zu st├╝rzen, ja sogar fest daran geglaubt das ihm etwas im Weg herumliegen musste, also hatte ihm auch etwas im Weg gelegen!
Erneut versuchte er sich einen Stuhl zu w├╝nschen und diesmal war er ├╝berzeugt davon, dass es funktionierte! Julian stierte fest auf die Ebene vor sich aber wieder sah er keine Ver├Ąnderung.
"Es funktioniert nicht!" rief er zornig aus.
"Wie kommen sie darauf? Es passiert blo├č nicht in ihrem Blickfeld."
Bashir wandte sich um und sah wie Genesser sich auf einem nagelneuen Stuhl niederlie├č.
"Es ist zu schwierig dem Gehirn glaubhaft zu versichern, dass etwas nicht vorhandenes pl├Âtzlich in seinem Blickfeld auftaucht, deshalb entsteht ein Effekt immer nur dort, wo gerade keiner hinsieht, also meistens hinter ihnen!"
Der Doktor nickte, langsam begriff er die Regeln dieser Welt. Er w├╝nschte sich einen Ausgang.
Als er sich umdrehte stand eine T├╝r mitten im leeren Raum, ein Schild mit der Aufschrift "Ausgang" prangte auf ihr. Er konnte hinter die T├╝r blicken und sah, dass sich die Ebene dahinter fortsetzte. Die T├╝r schien nirgendwo hinzuf├╝hren.
Ohne weiter zu z├Âgern ├Âffnete Bashir die T├╝r und trat hindurch. Verbl├╝fft starrte er auf Genesser, dem er beim heraustreten aus der T├╝r wieder ins Angesicht blickte.
Dieser sch├╝ttelte nur den Kopf mit einem ironischen Grinsen: "Glauben Sie ich w├Ąre noch hier wenn es so einfach w├Ąre?"
Bashir schlug die T├╝r hinter sich zu, worauf diese verschwand.
Zornig funkelte er seinen Gegen├╝ber an, dann drehte er sich wortlos um und begann in die endlose Weite der Ebene hinein zulaufen.
Nach kurzer Zeit vernahm er die Schritte Genessers, der ihm scheinbar belustigt folgte.
"Sie geben nicht so einfach auf? Glauben Sie mir, es gibt keinen Ausgang, dies ist die perfekte Simulation und sie kann nur von au├čen beendet werden.

Angespannt beobachtete Giuseppe das Geschehen in der Eingangshalle. Die drei M├Ąnner hatten sich vor etwa f├╝nf Minuten aus ihren Verstecken erhoben und einer gab eine kurze Meldung ├╝ber Funk durch. Seitdem standen die drei Kerle in der Mitte des Foyers, scheinbar unbek├╝mmert hatte einer von ihnen angefangen zu rauchen und der ungewohnte Geruch der Mentholzigarette kitzelte Giuseppe in der Nase. Man sollte doch meinen, dass diese ungesunde und bel├Ąstigende Angewohnheit im 24. Jahrhundert ausgestorben sei aber immer wieder traf man auf Personen, die diesem Hobby nachgingen.
Gius zuckte mit den Schultern, ihm sollte es egal sein, Hauptsache keiner seiner reagierte allergisch auf den ungewohnten Geruch! ├ťber Kehlkopfmikrophon gab er den M├Ąnnern die Anweisung auf keinen Fall zu niesen, Notfalls sollten sie schnell und leise den Raum verlassen.
Die Sekunden strichen endlos dahin, inzwischen unterhielten sich die drei M├Ąnner zwanglos in der Vorhalle und schienen f├╝r ihre Umgebung keinen Blick mehr zu haben aber da Chore lie├č sich von diesem Bild nicht t├Ąuschen. Die Zielstrebigkeit, mit der ihr Gegner bisher vorgegangen war, deutete darauf hin, dass diese M├Ąnner gut ausgebildet waren und genau wussten was sie taten.
Endlich, eine weitere Gruppe von f├╝nf Personen betrat die Halle. Zielstrebig hielten sie auf die drei wartenden M├Ąnner zu. In ihrer Mitte f├╝hrten sie die gelassen dreinblickende Ilena, die ruhig ihrem Schicksal harrte. Giuseppe musterte die Truppe unruhig, wo war Bashir? Irgendetwas lief hier gewaltig schief aber es war zu sp├Ąt, mit einem Knopfdruck sandte er den Funkimpuls an Frank, sie mussten jetzt handeln!

Bashir wanderte unruhig durch die metallene Ebene, dicht gefolgt von Genesser, der noch immer ├╝ber seine erfolglosen Versuche belustigt zu sein schien. Julian ver├╝belte ihm das nicht einmal, wer wei├č wie lange der Mann schon in diesem virtuellen Alptraum gefangen war, ohne menschliche Gesellschaft, ohne Hoffnung.
Aber der Doktor dachte gar nicht daran aufzugeben, zumindest noch nicht! Immerhin glaubte er inzwischen Fortschritte zu machen, ohne gro├če Schwierigkeiten konnte er inzwischen jeden Gegenstand erscheinen lassen und auch Lebewesen schienen der virtuellen Realit├Ąt keine Grenzen zu setzen, sein letzter Versuch strich ihm jedenfalls seit einiger Zeit schnurrend um die Beine.
Aber noch immer hatte er keinen Ausweg aus der Simulation gefunden, Genesser schien recht zu haben, der Ausgang konnte nur von au├čen erzeugt werden.
Bashir verhielt gr├╝belnd an der Stelle, was hatte er ├╝bersehen? Er vermutete, dass die L├Âsung Sterbens einfach war, so einfach, dass er sie best├Ąndig ├╝bersah! Es musste einfach eine L├╝cke geben, schlie├člich war dieses Programm auch nur von Menschen geschaffen worden und Menschen waren nun einmal fehlbar und bauten immer eine Sicherung f├╝r den Fall des Falles ein!
Bashir schnippte mit den Fingern, das war die L├Âsung! Es ging gar nicht darum einen Ausgang zu erschaffen! Was hatte Genesser gesagt, die Simulation war perfekt und er selbst hatte festgestellt, dass sie alles erschaffen konnte.
"Sicherheitskonsole!" rief Julian in die Weite des virtuellen Raumes und drehte sich auch schon nach dem Ergebnis seiner Bem├╝hung um.
Vor ihm stand ein kleines Schaltfeld, wenige Kn├Âpfe und Displays zierten die Oberfl├Ąche aber das war Bashir im Moment egal, ihn interessiert nur ein gro├čer Knopf unter dem die Beschriftung "Not-Aus" angebracht war.
Triumphierend schlug er den Knopf in die Konsole, dann umgab ihn Finsternis.

Der schwarze Gleiter hielt auf dem Parkstreifen des Delgado Towers, ein Chauffeur in Livree eilte um das verdunkelte Fahrzeug und ├Âffnete die T├╝r der gro├čz├╝gigen Fonds.
Schwarze Lackschuhe schwangen sich aus dem Innenraum und wurden mit festem Druck auf der Stra├če platziert. Dann folgte ihr Besitzer, ein mittelgro├čer Mensch von kr├Ąftiger Statur, dunkler Anzug und polierter Spazierstock vervollst├Ąndigten das Bild des perfekten Gentlemans.
"Danke James, warten sie hier, es d├╝rfte nicht all zu lange dauern!"
Der Mann betrat selbstsicher die Eingangshalle des Delgado Towers und n├Ąherte sich sofort der dort wartenden Gruppe.
Ilena fixierte den Ank├Âmmling mit ihren saphirblauen Augen und strich sich das lange blonde Haar aus dem Gesicht. Ein feines L├Ącheln, unsichtbar f├╝r Uneingeweihte, umspielte ihren Mund und die Augen. Die Maske des Doubles war perfekt, Bioplastmasse war dem Mann so im Gesicht verteilt worden, dass er Popow wie ein Ei dem anderen glich.
Dann wandte sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem Anf├╝hrer ihrer Entf├╝hrer zu, Hendrikson, ein ├╝bler Bursche. Allem Anschein nach ein Fanatiker der schlimmsten Sorte, skrupellos und mit einem ├ťberma├č an Brutalit├Ąt w├╝rde dieser Mann vor keinem Opfer zur├╝ckschrecken, wenn es dem Erreichen seiner Ziele diente!
Aber dennoch war er nicht der Chef ihrer Entf├╝hrer, nur kurz hatte sie den Mann gesehen, als er sich bei ihr f├╝r die Unannehmlichkeiten entschuldigte. Noch immer schauderte Ilena, wenn sie an den Mann mit den eisgrauen Haaren dachte. Oberfl├Ąchlich erschien er kultiviert und freundlich, doch ein Blick in die Augen des Mannes hatte ihr den brodelnden Wahnsinn unter der Schale seiner Identit├Ąt enth├╝llt. Im ersten Augenblick hatte sie geglaubt in die Unendlichkeit zu blicken, doch dann hatte sie nur noch unendliche Trauer und Verlangen gesehen, Verlangen, dass vor nichts zur├╝ckschrecken w├╝rde!
Ilena sch├╝ttelte die Erinnerung ab und fixierte wieder das Geschehen in ihrer Umgebung. Franks Double war inzwischen einige Schritte von ihnen entfernt stehen geblieben, er streckte die H├Ąnde aus, um zu demonstrieren das er unbewaffnet war. Mit sicherer Stimme wandte er sich an den blonden Anf├╝hrer: "Also, hier bin ich, wie verlangt, allerdings kann ich nirgendwo Doktor Bashir entdecken!"
Hendrikson l├Ąchelte s├╝ffisant: "Aber Mister Popow, halten sie uns wirklich f├╝r so naiv? Wir haben den guten Doktor nat├╝rlich als Druckmittel behalten, er wird freigelassen, sobald sie uns von ihrem Wert ├╝berzeugt haben, inzwischen werden sie sich mit ihrer Freundin zufrieden geben m├╝ssen!"
Ein kleiner Wink Hendriksons und ihre Bewacher lie├čen die Trill los.
"Gehen sie, ihr Freund hat drau├čen sicherlich seine Limousine stehen lassen!" ein arrogantes Nicken Hendriksons war alles, was sie noch sah, dann setzte sie sich in Richtung Ausgang in Bewegung. Halb erwartete sie, dass Fauchen eines Phasers hinter sich zu h├Âren aber nichts geschah und kurze Zeit sp├Ąter befand sie sich auf dem R├╝cksitz der Limousine, die mit einem sanften Summen in die Finsternis davon brauste.
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"M├Âgt ihr in interessanten Zeiten leben!"

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Doc Sternau
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Bashir erwachte.
Seine Glieder waren schwer wie Blei und nur langsam kehrte sein Geist in die Wirklichkeit zur├╝ck. Er f├╝hlte sich, als h├Ątte er einen Phaserschuss mit maximaler Bet├Ąubung abbekommen. Es musste der Schock sein, als er so pl├Âtzlich aus der fiktiven Realit├Ąt gerissen wurde, der ihm nun zu schaffen machte.
M├╝hsam blinzelte er, um seine Augen zu ├Âffnen. Tr├Ąnen verschleierten seinen Blick und nur langsam nahm er seine Umgebung war. Er war allein, der Raum in dem er sich befand lag im Halbdunkel der Nachtbeleuchtung, nur die ihn umgebenden Ger├Ąte blinkten hin und wieder und gaben von Zeit zu Zeit leise klickende und piepsende Ger├Ąusche ab.
Julian versuchte seine Hand zu einer Faust zu ballen aber nichts geschah.
Alles was er erreichte, war, dass einige Regimenter Ameisen in seinen Gliedern sich zum Krieg formierten. In den Zehen und Fingerspitzen nahmen sie Aufstellung um dann kribbelnd durch seine Blutbahnen vorzur├╝cken. Es f├╝hlte sich an, als w├╝rde sein K├Ârper langsam in Flammen aufgehen, als w├╝rde er permanent unter Strom gesetzt. Schlie├člich erreichten die Ameisenheere sein Herz und in einem letzten Aufwallen versuchten sie den drohenden Untergang aufzuhalten.
Bashir stie├č keuchend die Luft aus, als ihn die letzte Schmerzwelle ├╝berrollte, dann lag er ersch├Âpft auf der Liege, nicht sicher, ob ihm sein K├Ârper wieder gehorchen w├╝rde.
St├Âhnend schob er seine Beine, die noch immer taub waren, ├╝ber die Kante der Medoliege und setzte sich hin. Sofort bereute er diesen Entschluss, als helle Punkte vor seinen Augen tanzten und f├╝r einen Moment f├╝rchtete er, das Bewusstsein zu verlieren.
Als sein Schw├Ącheanfall vor├╝ber war, blickte er sich suchend in dem kleinen Raum um aber bis auf die Medoliege und die daran angeschlossene Maschine schien er leer zu sein. Die W├Ąnde waren aus glattem Plastbeton und au├čer der T├╝r wiesen sie keine weiteren ├ľffnungen auf. Vorsichtig wankte Bashir zur T├╝r, die mit einem kaum wahrnehmbaren Zischen aufglitt.

Die M├Ąnner nahmen Popows Double in ihre Mitte und begaben sich zum Ausgang. Schnell hatten sie ihn in den wartenden Schwebebus geschoben und mit aufheulendem Antigrav jagten auch sie ins Dunkel der Nacht davon.
Kurz darauf eilten mehrere vermummte Gestalten aus dem Delgado Tower. Kurz flammten die Scheinwerfer mehrerer in der N├Ąhe parkender Schweber grell auf und die M├Ąnner verteilten sich auf die wartenden Fahrzeuge.
Als Gius in den Gleiter sprang, blickte der darin sitzende Popow nur kurz vom Display eines kleinen Ger├Ątes auf.
"Die Wachen?" erkundigte er sich kurz bei seinem grinsenden Freund.
"Schlafen noch, werden sich morgen fr├╝h etwas wundern aber da sie keine Spuren finden werden, wird auch niemand etwas melden!"
Frank nickte, Wachleute waren ├╝berall und zu jeder Zeit gleich und warum sollten die hier eine Ausnahme bilden?
Er blickte erneut auf das Display des Empfangsger├Ątes in seinen H├Ąnden, der rote Punkt hatte inzwischen ein gr├Â├čeres Geb├Ąude in einem entfernten Stadtteil erreicht und schien dort zu halten. Mit einem Tastendruck schickte er die Zielkoordinaten an die drei anderen Schweber, bevor er in sein Kehlkopfmikrophon sprach: "Es geht los!"
Sofort leuchteten die Scheinwerfer der vier Fahrzeuge auf, mit Maximalwerten beschleunigend verlie├čen die Syndikatsleute den inzwischen wieder ruhig daliegenden Delgado Tower.

Stille.
Nur das aufgeregte Schlagen seines Herzens erzeugte ein dumpfes Rauschen in seinen Ohren. Sein Puls raste, ÔÇÜEine Nebenwirkung des Schocks.' ,diagnostizierte Julian in Gedanken.
Er fror erb├Ąrmlich, seine F├╝├če f├╝hlten sich an wie zwei Eisklumpen.
"Kein Wunder wenn man barfu├č und nur mit einem Krankenhauskittel bekleidet durch kalte G├Ąnge tappt!" murmelte Bashir zu sich selbst.
Seit etwa zehn Minuten h├Âchstens einer viertel Stunde streifte er durch die halbdunklen G├Ąnge, auf der Suche nach einem Ausgang oder irgendetwas Anderem, dass ihm in seiner Situation helfen k├Ânnte aber er fand nur leere R├Ąume und immer noch mehr leere R├Ąume.
Lautlos fluchte Julian vor sich hin, so hatte er sich einen Ausflug zum Mond sicher nicht vorgestellt!
Inzwischen war er sich allerdings ziemlich sicher, dass er sich in den unterirdischen G├Ąngen befand, die Popow ihm gegen├╝ber ein paar mal erw├Ąhnt hatte, kein Geb├Ąude konnte solch riesige Ausma├če haben!
Eine weitere T├╝r flankierte seinen Weg, ein weiterer leerer Raum.
Entmutigt wollte er schon die T├╝r wieder schlie├čen, als sein Blick an einer matten Tafel an der gegen├╝berliegenden Zimmerwand h├Ąngen blieb.
So eine Tafel war ihm in den anderen R├Ąumen nicht aufgefallen! Aber vielleicht hatte er sie nur jedes Mal ├╝bersehen, unterschied sie sich doch kaum von den umliegenden W├Ąnden.
Schulterzuckend trat Bashir in den dunklen Raum und n├Ąherte sich der Tafel. Als er nur noch wenige Zentimeter entfernt war, flackerte sie kurz und leuchtete dann mit einem sanften Gl├╝hen auf. Ein Wirrwarr von gelben roten und gr├╝nen Linien wurde von der Tafel in den Raum projiziert.
Julian blinzelte, Tr├Ąnen traten ihm durch das leuchtende Bild in die Augen und verwirrt blickte er auf das seltsame Linienspiel vor sich. Erst als ein roter Punkt in dem Gewimmel der Linien zu blinken begann, erschloss sich ihm der Sinn des Bildes.
Es war eine dreidimensionale Karte der G├Ąnge!
Aber wie sollte er auf diesem Gewimmel etwas finden? Er vermutete, das die Farben der Linien f├╝r die verschiedenen Ebenen stand, demnach war er jetzt in Ebene Gelb, Rot lag ├╝ber ihm und Gr├╝n unten. So weit so gut!
Wenn er diesen Gedanken weiter verfolgte, mussten dann nicht Verbindungslinien zwischen den Ebenen f├╝r Treppen oder Lifte stehen? Wenn dies stimmte, dann befand sich ein Weg nach oben nur wenige Biegungen entfernt!
Eilig verlie├č Bashir den Raum und folgte den G├Ąngen.
Und richtig, vor ihm befanden sich unverkennbar die Schotte eines Aufzugs! Nachdem Bashir den Rufknopf gedr├╝ckt hatte, f├╝rchtete er einige Augenblicke, dass ihn eine mechanische Stimme gleich dar├╝ber informieren w├╝rde, dass dieser Lift zur Zeit au├čer Betrieb sei aber nach wenigen bangen Sekunden ├Âffnete sich das Schott vor ihm und eine mit gelbem Licht sanft erhellte Liftkabine empfing ihn.
"Zielstockwerk?" fragte eine angenehme weibliche Stimme, als sich die Liftt├╝r hinter ihm schloss.
"Oberfl├Ąche?" keuchte Bashir ersch├Âpft hoffend, dass der Computer dies als Ziel akzeptieren w├╝rde.
Ein beruhigendes Rucken lie├č ihm einige Steine von den Schultern fallen und er lehnte sich abwartend an die Kabinenwand.

Die Halle lag dunkel vor ihnen. Nichts deutete darauf hin, dass sich irgendetwas oder irgendjemand um diese Uhrzeit hier drau├čen war. Und dennoch, die Signale des Peilger├Ątes, dass sie dem Double unter die Haut gepflanzt hatten, kamen eindeutig aus diesem Geb├Ąude.
Mit wenigen Gesten und Worten lie├č Frank die M├Ąnner ausschw├Ąrmen, niemand wusste was sie hier erwarten w├╝rde und jede Information, die sie ├╝ber das umliegende Gel├Ąnde sammeln konnten, war wichtig, wenn nicht sogar ├╝berlebenswichtig!
Nach einigen Minuten des Wartens kamen die R├╝ckmeldungen der M├Ąnner herein. Wie vermutet hatte die Halle nur den einen Ein- und Ausgang. Keine Fenster, eine schlechte Neuigkeit, die sie zwang, durch das Tor vorzudringen. Einem der M├Ąnner war au├čerdem ein altes Schild aufgefallen, dass das Geb├Ąude als Besitz der Lunar Mining Corp. auswies. Wenn ihre Vermutungen richtig lagen, dann befand sich ein Zugang zu den alten Sch├Ąchten unter New Berlin in der Halle.
Frank schickte einen der Safeknacker zur Wand des Geb├Ąudes. Mit einem lautlosen Laserbohrer r├╝ckte dieser vorsichtig der Wand zu Leibe. Nach wenigen Augenblicken hatte er ein winziges Loch geschaffen, durch das sie eine Nanosonde in das Geb├Ąude einschleusten. Getarnt als Ameise verf├╝gte dieses Ger├Ąt ├╝ber mehr Hightech als manches Computersystem.
Die winzigen F├╝hler waren Frequenztaster, die in der Lage waren, Ger├Ąusche jedes Frequenzbereiches aufzufangen und an eine Empfangsstation weiterzuleiten. Die winzigen Augen enthielten Ortungsger├Ąte der neusten Bauart, Normalspektrum aber auch Ultraviolett und Infrarot konnten mit ihrer Hilfe ausgesp├╝rt werden. Die Mandibeln dagegen waren ein ausgekl├╝geltes Ultraschallsystem zur Entfernungsbestimmung und der Erzeugung dreidimensionaler Bilder.
Die Ameise krabbelte mit irrwitziger Geschwindigkeit in das Innere der Halle, sofort sprangen s├Ąmtliche Ortungsger├Ąte an und erzeugten auf dem ├ťberwachungsmonitor Popows eine wahre Informationsflut.
Scheinbar war der weitaus gr├Â├čere Teil der Halle bar jeglicher Einrichtung, einzig der Schweber der Entf├╝hrer stand verlassen wenige Schritte hinter dem Tor. Wenige Beleuchtungsk├Ârper an der Decke erzeugten ein diffuses Halbdunkel aber die Infrarotabtastung belegt zweifelsfrei, dass sich niemand in diesem Teil des Geb├Ąudes aufhielt.
Die Ameise huschte weiter, am gegen├╝berliegenden Ende der Halle grenzte eine Wand die ehemaligen B├╝ros der Minengesellschaft vom Rest der Halle ab.
Als die Sensorameise nur noch wenige Meter von der Wand entfernt war, empfing sie die ersten Ger├Ąusche eines Gespr├Ąches.
Die Entf├╝hrer schienen endlich mitbekommen zu haben, dass sie ihre Geisel gegen ein wertloses Double ausgetauscht hatten. Ein Mann der als Hendrikson bezeichnet wurde, drohte damit, die wertlose Person zu liquidieren aber die Stimme eines ├Ąlteren m├Ąnnlichen Individuums hielt ihn mit einem autorit├Ątsgewohnten Ton davon ab. Dann ert├Ânten die Ger├Ąusche eines Tricoders und die Hendrikson Person fluchte verhalten, als sie den Scann beendet hatte.
Ihr Gegner hatte die Wanze in der Haut des Doubles entdeckt.
Ihnen blieb keine Zeit mehr f├╝r weitere ├ťberlegungen, Frank winkte seinen M├Ąnnern und das duzend schwarzgewandeter M├Ąnner st├╝rmte los.
Mit einem Impulsschneider war das Tor in Sekundenschnelle ge├Âffnet und die M├Ąnner str├Âmten in die Lagerhalle.
Phaserfeuer erwartete sie und nur die unzureichende Deckung des Entf├╝hrerfahrzeuges rettete sie vor einem Desaster. Als sie keuchend hinter dem Wagen lagen fluchte Frank, ihr Gegner war besser ausgebildet als er gedacht hatte. Seine schnelle Reaktion deutete auf eine gute Organisation der Entf├╝hrer hin.
Er blickte sich um, au├čer ihm hatten es Giuseppe und zwei weitere Syndikatsm├Ąnner hinter den Schweber geschafft, ein weiterer lag st├Âhnend auf halben Weg zwischen Eingang und Deckung, ein erneuter Treffer eines Phasers lie├č ihn mit einem Aufschrei zusammensacken, wahrscheinlich war er tot.
Die restlichen M├Ąnner hatten sich in der N├Ąhe des Eingangs verschanzt und gaben vereinzelt Sch├╝sse in die Halle ab.
Ein Blick zum anderen Ende der Halle ergab nicht viel, vier oder f├╝nf Leute schienen sich dort hinter T├╝r und Fenstern des B├╝rotraktes verschanzt zu haben und schossen von da aus auf ihn und seine Leute. Vorerst schienen sie hinter dem Wagen in Sicherheit zu sein.
Frank hoffte das die Zeit gen├╝gen w├╝rde und zog das Steuerdisplay f├╝r die Ameise aus seiner Kombination. Mit einigen wenigen Befehlen sandte er sie in die B├╝ror├Ąume, irgendwie mussten sie sich einen ├ťberblick verschaffen.
Als er die Ameise auf den Weg geschickt hatte, suchte er Blickkontakt zu seinen M├Ąnnern am Eingang, er bedeutete ihnen, sich zur R├╝ckseite des Geb├Ąudes zu begeben, um dort ein Loch in den Plastbeton zu schneiden.
Inzwischen lieferte die Ameise die ersten Daten, die B├╝ros waren scheinbar in Labors umgewandelt wurden, ├╝berall befanden sich Computer, medizinische Apparate und diverse andere Ger├Ąte, deren Zweck er aber nicht sofort erkannte. Er musste seine Sch├Ątzung korrigieren, nicht vier oder f├╝nf sondern acht Bewaffnete hatte sich in dem Raum verschanzt und feuerten auf alles was sich bewegte. Von Hendrikson oder Soren fehlte jede Spur, sie waren wohl ├╝ber die Treppe nach unten geflohen.
Frank seufzte, warum konnte nie etwas einfach sein? Er kramte kurz in einer der Taschen seiner Kombination und f├Ârderte einen h├╝hnereigro├čen Gegenstand zu tage.
"Ich werde gleich diese Blendgranate zu denen hineinwerfen, sobald sie explodiert ist st├╝rmen wir los! Ach ja, schlie├čt eure Augen und gebt mir Feuerschutz!"
Sofort begannen seine drei Begleiter die R├╝ckseite der Halle unter Feuer zu nehmen.
Ein kurzer Druck gen├╝gte und die Zeitz├╝ndung der Granate war aktiviert.
Geduckt richtete er sich hinter dem Wagen auf, visierte das Fenster des B├╝ros an und bef├Ârderte die Granate mit einem sauberen Bogenwurf durch die ├ľffnung. Sofort lie├č er sich auf den Boden fallen und bedeckte seine Augen, als auch schon der Donner der Explosion die Halle ersch├╝tterte. Selbst durch seine gesch├╝tzten und geschlossenen Augen war das entstehende Licht noch grell aber nicht mehr blendend.
Kaum hatte die flackernde Helligkeit nachgelassen, st├╝rmten die M├Ąnner auch schon in Richtung des B├╝ros. Vereinzelt schlug ihnen Phaserfeuer entgegen, da die Sch├╝tzen aber im besten Falle halb blind waren, gingen die Strahlen weit an ihren Zielen vorbei.
Mit einem gewagten Sprung hechtete Frank durch die T├╝r, rollte sich ab und entging so nur knapp dem Phaserfeuer, dass zwei der Entf├╝hrer auf die f├╝r sie gerade noch sichtbare T├╝r abgaben.
Zwei schnelle Sch├╝sse aus dem Disruptor schickte die Angreifer f├╝r wenigstens drei Stunden ins Reich der Tr├Ąume.
Die nachfolgenden Syndikatss├Âldner setzten zwei weitere Gegner vollends au├čer Gefecht. Giuseppe riss einen v├Âllig verbl├╝fften Entf├╝hrer von den Beinen, als er durch das Fenster in den Raum sprang. Ein Kinnhaken setzte den Mann endg├╝ltig Schachmatt.
Suchend blickte sich Frank in dem von Glassplittern ├╝bers├Ąten Raum um aber von den fehlenden drei M├Ąnnern entdeckte er keine Spur. Sie mussten ebenfalls die Treppe hinab geflohen sein. In einer Ecke lag sein Doppelg├Ąnger, eine Platzwunde zierte seinen Kopf, wo ihn der Griff eines Disruptors getroffen hatte aber ansonsten schien es ihm soweit gut zu gehen.
Lautlos verst├Ąndigten die M├Ąnner sich ├╝ber ihr weiteres Vorgehen, vorsichtig n├Ąherten sie sich mit gezogenen Strahlern der Treppe. Aber nicht das erwartete Fauchen der Phaser empfing sie, sondern zwei der gesuchten M├Ąnner. Der Eine lag am Fu├č der Treppe, der unnat├╝rliche Winkel seines Kopfes sprach B├Ąnde, er musste halb blind auf der Treppe gest├╝rzt sein und hatte sich dabei das Genick gebrochen. Sein Kamerad war Schreckensbleich und starrte sie mit tr├Ąnenden Augen an.
Frank zerbiss einen Fluch auf den Lippen, als er sah, dass die Beiden nicht ├Ąlter als f├╝nfzehn oder sechszehn Jahre waren. Auch von den anderen Entf├╝hrern schien keiner ├Ąlter als F├╝nfundzwanzig zu sein. Jetzt rekrutierten diese Fanatiker schon Kinder!
Frank bedeutete den beiden S├Âldnern zur├╝ck zubleiben und sich um den Jungen zu k├╝mmern. Erst dann drang er zusammen mit Giuseppe tiefer in den Laborkomplex unter der Lagerhalle ein.
Ein Bild des Grauens erwartete sie.
Der Raum den sie betraten enthielt zw├Âlf r├Âhrenf├Ârmige Tanks.
Klonbeh├Ąlter.
Alle Tanks waren besetzt, entsetzt erkannte Frank in jedem von ihnen ein Abbild seines Freundes Joshua Genesser. Jeder der zw├Âlf Klone war tot, Disruptorbeschuss hatte die Tanks zum Platzen gebracht und den Boden mit einer Zentimeter hohen Schicht aus N├Ąhrfl├╝ssigkeit bedeckt. Die Fl├╝chtenden hatten die Tanks zerst├Ârt.
Die n├Ąchsten R├Ąume boten ein ├Ąhnliches Bild der Zerst├Ârung, funkenspr├╝hende Computer, von Flammen knisternde Aggregate und zerschmetterte Apparaturen wiesen ihnen den Weg der Fl├╝chtigen.
Frank hatte keine Ahnung wozu die ganze Ausr├╝stung gedient hatte aber die ├╝berall gegenw├Ąrtigen Medoliegen mitsamt Bodylinkequipment lie├čen ihn nichts gutes vermuten, wahrscheinlich wurden hier die Probanten auf ihren Einsatz im Fluxraum vorbereitet.
Weiter ging die Jagd, Raum auf Raum, Labor auf Labor, alles brutal zerst├Ârt.
Hochenergielabor, Klonlabor, Rechenzentrum, ├╝berall hatten die Fl├╝chtenden dem Chaos Tribut gezollt.
Dann erreichten sie einen weiteren Raum aber hier war die Woge der Zerst├Ârung noch nicht angekommen, denn hier lauerten zwei der Gejagten auf ihre Verfolger, wissend, dass der Anblick dieses Raumes ihnen einen Schock versetzen w├╝rde.
Das Labor war auf den ersten Blick nicht als solches zu erkennen, war es doch bar jeder Einrichtung, einzig eine Medoliege mit dem unvermeidlichen Bodylink befand sich in diesem Raum. Aber im Gegensatz zu den anderen R├Ąumen war diese Medoliege nicht leer, eine ausgemergelte Gestalt lag auf diesem Bett, den Helm des Bodylinks ├╝ber den Kopf gest├╝lpt und dennoch bei Bewusstsein blickten sie die ├ťberreste des Mannes, der einst Joshua Genesser war, flehend an.
"Keinen Schritt weiter Popow oder ihr Freund wird sterben!" ,kaltbl├╝tig dr├╝ckte Hendrikson dem Halbtoten den Disruptor an den Kopf, nerv├Âs spielte sein Finger am Abzug der Waffe, Schwei├čtropfen perlten ihm von der Stirn, spiegelten die Anspannung wieder, unter der er stand.
"Wieso mussten sie alles verderben? Sie kommen hier her und zerst├Âren die Arbeit von Jahren! Dabei verstehen Sie nicht einmal ansatzweise, um was es hier geht!"
"Stecken Sie die Waffe weg Mann! Sie glauben zu wissen was sie hier tun? Denken Sie wirklich, dass Sie mit diesen Mitteln einen Krieg gegen die Romulaner, Klingonen oder sonst wen f├╝hren k├Ânnen?"
Hendrikson starrte ihn perplex an, seine Stimme ├╝berschlug sich kreischend als er antwortete: "Die Romulaner sind unsere Feinde, heute mehr denn je! Sie warten nur auf eine Gelegenheit, um zu zuschlagen! Aber wir werden ihnen zuvor kommen, wir werden ihnen heimzahlen was sie unseren Familien angetan haben. Wir werden die Hunde des Krieges ├╝ber sie kommen lassen. Sie werden daf├╝r b├╝├čen was sie uns angetan haben! Sie werden b├╝├čen f├╝r das, was sie mir angetan haben! Wissen sie wie es ist, auf einer kleinen Agrarwelt am Rand der neutralen Zone zu leben? Haben sie schon einmal erlebt, wie es ist wenn pl├Âtzlich schwarze Schatten an der Sonne vorbei ziehen? Wenn pl├Âtzlich ├╝berall um sie herum M├Ąnner auftauchen und alles niedermachen? Wenn sie zusehen m├╝ssen, wie ihrem Bruder, der noch ein S├Ąugling ist, der Kopf an einer Wand eingeschlagen wird? Wie es ist wenn ihre Schwester und ihre Mutter vor ihren Augen vergewaltigt werden? Wissen sie wie es ist dem allem zusehen zu m├╝ssen und nichts tun zu k├Ânnen, als sich in den tiefsten Winkel eines Schrankes zu kauern und zu hoffen, dass man sie nicht ebenfalls findet? Sie bezeichnen die Romulaner als zivilisiert aber das sind sie nicht, sie sind gestalt gewordene Teufel! Sie werden b├╝├čen...sie m├╝ssen b├╝├čen!" Hendrikson brach am Kopfende der Liege zusammen, schluchzend murmelte er vor sich hin, lie├č seinem Hass, seinen Tr├Ąnen, seiner Trauer, seinen Schuldgef├╝hlen freien Lauf.
Endlich, nach Jahren, brach der eiserne Damm seiner Selbstbeherrschung und offenbarte das Kind, dass unf├Ąhig war seinen Liebsten in der Stunde der Not zu helfen und hilflos deren Martyrium und Tod mit ansehen musste.
Popow empfand Mitleid f├╝r ihn und seinen Kameraden, der bei den Worten Hendriksons ebenfalls angefangen hatte zu zittern und nun, Kreidebleich, bebend neben ihm stand. Die Hand, die den Disruptor hielt, zitterte, der Junge packte die Waffe so fest, das sich seine Hand wei├č f├Ąrbte, sein Blick wanderte von Hendrikson zu Popow und blieb schlie├člich an der Gestalt Genessers h├Ąngen. Dann wanderte sein Blick hinab zu seiner Hand und saugte sich an der Waffe fest. Mit einem Schluchzen polterte der Disruptor zu Boden, der Junge sackte zusammen, umklammerte seine Knie mit den Armen und begann sich vor und zur├╝ck zu wiegen. Das Grauen das er durchlebte stand ihm ins Gesicht geschrieben.
Frank wollte gar nicht wissen, welchen Schmerz dieser Junge hatte hinnehmen m├╝ssen, eine solche Geschichte hatte ihm gereicht, zu sehr erinnerte sie ihn an seine eigene Unf├Ąhigkeit den Tod seiner Eltern zu verarbeiten und er dachte mit Schaudern an die zur├╝ckliegenden Jahrzehnt, die er mit der aussichtslosen Jagd auf den M├Ârder seiner Eltern verbracht hatte, was unterschied ihn von diesen Kindern, die versuchten ihre Rache zu finden und dabei von ihr aufgefressen wurden?
Eine Hand ber├╝hrte ihn sanft an der Schulter und brachte seine Gedanken wieder in die Gegenwart zur├╝ck. Mit einer fahrigen Handbewegung wischte er sich eine Tr├Ąne aus dem Gesicht, dann n├Ąherte er sich der Liege und dem darauf liegenden Genesser.
Joshua blickte ihn aus weit aufgerissenen Augen an, Dankbarkeit und Verzweiflung wechselten sich in seinen Augen und hilflos versuchten seine Lippen Worte zu formen. Frank beugte sich dicht ├╝ber den Mund des Sterbenden, erst dann verstand er einzelne gehauchte Worte.
"Frank...endlich gekommen! Musst sie aufhalten...ich habe es gesehen! War bei Laurie! Hatte Schmerzen aber jetzt nicht mehr, so m├╝de, will nur schlafen! Danke Frank..." Joshua sank ersch├Âpft zur├╝ck, wissend das sein Ende nahe war.
Frank dr├╝ckte die Hand des Freundes, hoffend, dass seine Qual bald ein Ende hatte.
Ein L├Ącheln glitt ├╝ber die Lippen Genessers und er schloss die Augen, um sie kurz darauf erschreckt wieder aufzurei├čen. Erneut formten seine Lippen beinahe unh├Ârbare Worte.
"Da war ein Mann, Bashir? Er ist hier irgendwo, musst ihn finden! Hat den Weg nach drau├čen gefunden! Aber zu sp├Ąt f├╝r mich..." ,ein letztes Seufzen entrang sich Genessers Mund, als das Licht in seinen Augen brach.
Sanft schloss Frank die Augen des Toten und wandte sich dann von der Liege ab. Stumm bedeutete er Giuseppe hier zu bleiben und sich um die beiden M├Ąnner zu k├╝mmern.
Entschlossen verlie├č er den Raum und eilte dem letzten Fl├╝chtigen hinterher, Soren, der Drahtzieher der ganzen Angelegenheit!
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"M├Âgt ihr in interessanten Zeiten leben!"

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Doc Sternau
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Das Licht im Fahrstuhl flackerte und weckte so den d├Âsenden Bashir wieder auf.
Wie lange befand er sich schon in diesem Aufzug?
Minuten? Stunden?
Er hatte sein Zeitgef├╝hl v├Âllig verloren, die Lider seiner Augen sanken immer wieder nach unten, der Kampf gegen den Schlaf wurde immer schwerer.
Julian begann in der Kabine hin und her zu wandern, entweder bewegte sich der Lift sehr langsam oder er war sehr tief unter der Mondoberfl├Ąche gewesen.
Nur ein sanftes Rucken und Rumpeln deutete ├╝berhaupt darauf hin, dass sich die Kabine ├╝berhaupt bewegte.
Ihm blieb nur die M├Âglichkeit weiter abzuwarten.
Erneut versank er in Gedanken und drohte in Tr├Ąume abzugleiten.
Eisiger Schrecken weckte ihn wieder, G├Ąnsehaut bedeckte seine Arme. Was wenn er am oberen Ende des Liftes schon erwartet w├╝rde? Wo waren seine geheimnisvollen Entf├╝hrer? Erst jetzt wurde ihm klar, dass er bisher noch niemandem begegnet war, sollte man ihn vergessen haben?
Bashir bezweifelte dies stark, niemand machte sich die M├╝he, ihn in ein geheimes Labor zu bringen und an eine sicherlich extrem teure Apparatur anzuschlie├čen, nur um ihn dann zu vergessen!
Hatten seine Entf├╝hrer vielleicht noch gar nicht gemerkt, dass er sich aus der virtuellen Welt befreit hatte?
Julian strich sich durch das verschwitzte wirre Haar und versuchte seine beunruhigten Gedanken zu ordnen. Er brauchte auf jeden Fall eine Waffe! Aber ein schneller Blick durch die kahle Liftkabine brachte die ern├╝chternde Erkenntnis, dass es zu sp├Ąt war, sich Gedanken um eine Bewaffnung zu machen, hier gab es nichts, die W├Ąnde sowie Decke und Boden waren glatt und Fugenlos. Nichts was sich zu einer Waffe improvisieren lie├č und sein letztes Training im waffenlosen Nahkampf lag auch schon etliche Jahre zur├╝ck!
Nicht davon zu Reden, dass er ├╝berhaupt nicht in der Lage war, noch einen Kr├Ąfte zehrenden Ringkampf zu ├╝berstehen.
Alle ├ťberlegungen wurden hinf├Ąllig, als der Aufzug ruckend zum Stillstand kam.
Die T├╝r ├Âffnete sich lautlos und gab den Blick auf eine gro├če Halle frei.
Aber Bashir erhielt keine Gelegenheit sich gro├čartig umzusehen. Kaum hatte sich das Schott ge├Âffnet, als er in das ├╝berraschte Gesicht eines Mannes mit eisgrauen Haaren starrte.
Unf├Ąhig zu einer Reaktion, sp├╝rte Julian Augenblicke sp├Ąter den stahlharten Griff des Mannes an seinem Oberarm. Ein schmerzhafter Ruck durchzog seinen K├Ârper, der Mann hatte ihn zu sich heran gezogen und dr├╝ckte ihm die Abstrahl├Âffnung eines Disruptors unsanft in die Seite.
"Doktor?! Wie sch├Ân dass sie sich zu uns gesellen!"
Mit einem weiteren harten Ruck fand sich der v├Âllig ├╝berrumpelte Bashir in der Rolle eines lebenden Schutzschildes wieder.
Verwirrt stammelte er, "Wer sind sie?"
Sarkasmus schwang un├╝berh├Ârbar in der Antwort des Mannes mit, "Oh ja, ich verga├č, wir wurden einander noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Soren und nein, wir haben uns noch nicht gesehen."
Ein derber Sto├č mit dem Disruptor folgte, "Vorw├Ąrts Doktor, dort hin├╝ber!"
Julian blieb nichts anderes ├╝brig, als sich in die ihm angegebene Richtung in Bewegung zu setzen. Erst jetzt entdeckte er das Shuttle, dass in einer Ecke der Halle auf seinen Einsatz wartete.
Befand sich Soren auf der Flucht? Aber wovor oder vor wem?
Seine Frage sollte schneller beantwortet werden, als ihm lieb war. Ein Strahler fauchte pl├Âtzlich und die Energiebahn hinterlie├č eine gl├╝hende Spur im Plastahl des Hallenbodens.
Schmerzhaft brachte Soren den Doktor zwischen sich und den unbekannten Gegner.
Demonstrativ hielt er diesem den Disruptor an die Schl├Ąfe und blickte angestrengt ins Dunkel der Halle.
"Sind Sie das Popow? Ich habe hier ihren Freund, also tun Sie nichts un├╝berlegtes!"
Leises Gel├Ąchter antwortete dem Entf├╝hrer.
"Was macht Sie so sicher, dass er mein Freund ist?" erklang die Stimme Popows aus dem Dunkel.
"Weshalb sollten Sie sonst diese ganzen Strapazen auf sich nehmen? Sie hatten doch ihre Freundin wieder, Sie h├Ątten den Mond verlassen k├Ânnen."
"Ohne meinen Wachhund? Das w├╝rde Sisko wahrscheinlich ├╝berhaupt nicht gefallen. Au├čerdem gibt es da noch eine andere Sache, irgendjemand hat meine Forschungen ├╝ber den Fluxraum missbraucht und damit g├Ąnzlich ungeahnte Probleme herauf beschworen!"
"Ach ja, Sie waren das ja aber ich muss Sie entt├Ąuschen, das Ergebnis zu dem Sie in Ihren Forschungen gelangten war v├Âllig falsch, man kann den Flux bereisen!", fanatische ├ťberzeugung spr├╝hte aus seiner Stimme. "Gl├╝cklicherweise sahen meine Auftraggeber dies ebenfalls so und finanzierten meine Forschungen!"
Bashir schluckte: "Sie meinen Starfleet hat das hier alles inszeniert?"
"Och Doktor," kam die ironische Antwort, "es gibt nicht nur die Flotte! Nein, meine Auftraggeber sehen sich gern als Patrioten und m├Âchten nicht erkannt werden. Ich kenne leider auch nur einen unbedeutenden Kontaktmann und der d├╝rfte inzwischen untergetaucht sein. Aber das alles spielt keine Rolle, meine Forschungen sind so gut wie abgeschlossen und selbst die Zerst├Ârung dieser Einrichtung wird meiner R├╝ckkehr nicht mehr im Wege stehen!"
Erneut erklang das trockene Lachen Popows: "Ach ja, der Nexus..."
Julian sp├╝rte wie Soren in seinem R├╝cken zusammen zuckte und versuchte ├╝ber seine Schulter einen Blick auf den Wissenschaftler zu erhaschen, dieser dr├╝ckte ihm aber unmissverst├Ąndlich den Disruptor gegen die Schl├Ąfe, bevor er nerv├Âs fragte: "Sie wissen vom Nexus? Wer...?"
"Sie dachten es w├Ąre Ihr Geheimnis, nicht wahr? Oh ja, ich wei├č das der Nexus der Fluxraum ist, ich war dort, ich habe ihn gesehen und ich habe auch gesehen was Fluxgleiter mit ihm anstellen!"
"Wie meinen Sie das? Was passiert mit dem Nexus und wie k├Ânnen Sie dort gewesen sein?"
"Nun, sagen wir mal, ich wurde eingeladen aber denken Sie dar├╝ber nicht weiter nach, mehr werden Sie nicht erfahren. Sie sollen nur wissen, dass ich Ihren unstillbaren Wunsch kenne, der Sie dazu zwingt einen Weg zur├╝ck zu finden. Es ist nur schade, dass ihre momentanen Forschungen das Ziel Ihrer Reise zerst├Âren!"
Soren reagierte verwirrt: "Zerst├Âren? Das kann nicht sein, das darf nicht sein!"
"Und doch ist es so, haben Sie schon einmal dar├╝ber nachgedacht, was Zeit f├╝r Auswirkungen auf einen zeitlosen Raum hat?"
"Entropie?!" ,Unglauben schwang in der Stimme des Wissenschaftlers, "Sie meinen es entsteht Entropie?"
Frank, der langsam aus dem Schatten trat, nickte: "Ja, Sie bringen die Verg├Ąnglichkeit in den Raum der Ewigkeit, die Folgen sind Chaos, Zerst├Ârung, Tod! Schon jetzt wuchern riesige Entropiefelder im Fluxraum und sie werden mit jedem Sprung gr├Â├čer!
Aber noch ist es nicht zu sp├Ąt, h├Âren Sie auf zu versuchen, einen Weg durch die Ewigkeit zu finden! Sie m├╝ssen das stoppen..." ,Frank lie├č seine Worte kurz auf Soren wirken, bevor er weitersprach, ",oder Sie werden ein verbranntes Paradies finden!"
Soren strich sich mit der Hand durch die Haare: "Woher soll ich wissen, dass das der Wahrheit entspricht? K├Ânnen Sie mir beweisen, was Sie da gesagt haben?"
Frank sch├╝ttelte den Kopf: "Tut mir leid, das kann ich nicht aber k├Ânnen Sie es sich leisten mir nicht zu glauben?"
Die Anspannung des Wissenschaftlers war sp├╝rbar, als er langsam den Disruptor sinken lie├č.
"Was werden Sie mit mir machen?"
Popow zuckte mit den Schultern und blickte demonstrativ zu dem Einmannshuttle, dass noch immer in der Ecke der Halle stand.
"Geben Sie mir die Unterlagen ├╝ber Ihre Forschungen und Sie k├Ânnen gehen."
Jetzt war es an Bashir fassungslos den H├Ąndler anzustarren: "Sie lassen Ihn gehen? Er hat Ihren Freund auf dem Gewissen, hat Miss Walden und mich entf├╝hrt, ganz zu schweigen von seinen verbrecherischen Forschungen! Und Sie wollen Ihn einfach so davon kommen lassen?"
Das resignierende Seufzen Popows kroch durch die Halle: "Was bleibt mir anderes ├╝brig? Lassen wir ihn festnehmen, m├╝ssen wir erkl├Ąren was hier geschehen ist, wir m├╝ssten seine Unterlagen als Beweis aush├Ąndigen und was glauben Sie was geschieht, wenn ich behaupte, dass der Flux das Jenseits ist? Denken Sie wirklich, irgendjemand wird auf mich h├Âren, wenn ich unbeweisbare Behauptungen aufstelle, angesichts der M├Âglichkeit ein Raumschiff in Bruchteilen von Sekunden von einem Ende der Galaxie zum anderen zu bringen?" ,er sch├╝ttelte demonstrativ den Kopf, "Wir w├╝rden der Hydra einen Kopf abschlagen, damit drei weitere nachwachsen! Und glauben Sie mir Doktor, er wird seinem Schicksal nicht entgehen und im Augenblick seiner gr├Â├čten Niederlage, wird er erkennen, wie einfach der Weg doch ist."
Misstrauisch richtete Soren seinen Disruptor wieder auf die beiden M├Ąnner, er hatte inzwischen den gr├Â├čten Teil des Weges zum Shuttle zur├╝ckgelegt und schien von den mirakul├Âsen Worten Popows verunsichert.
Popow steckte seinen Disruptor in das Hollster und zeigte dem Wissenschaftler seine leeren H├Ąnde.
Dieser hatte inzwischen den Einstieg in das Shuttle erreicht und zog einen Metallkoffer aus dem Inneren des Kleinstraumschiffes. Z├Âgernd betrachtete er den Koffer und rang mit sich selbst, dann zuckte er mit den Schultern, holte aus und schleuderte ihn quer durch die Halle.
Mit einem irren Grinsen sprang er in das Shuttle, es gab so viele Wege, er konnte getrost auf diesen verzichten. Vor seinem inneren Auge schwebte das Bild einer Nova, er wusste nicht woher diese Idee kam aber sie schien erfolgversprechend!
Lachend startete er das Shuttle und flog durch ein sich ├Âffnendes Schott in den Nachthimmel davon.
Noch einmal sch├╝ttelte Popow seufzend den Kopf, dann ├Âffnete er den Koffer, betrachtete kurz dessen Inhalt, bevor er seinen Disruptor zog und die Unterlagen atomisierte.
Mit Bashir im Schlepptau verlie├č er die Halle.

9 Tage danach
Bajoranisches Sternensystem; Raumstation Deep Space Nine

Rumpelnd schlossen sich die Halteklammern des automatischen Andocksystems und beendeten damit den Flug des bajoranischen Zubringershuttles.
Aufgrund der lunaren B├╝rokratie und ihres allgemeinen Zustands, hatten Sie noch vier weitere Tage auf dem Mond verbracht.
Kurz nach Sorens Abflug hatten die M├Ąnner des Syndikats jegliche Spuren des geheimen Forschungslabors vernichtet. Ihr Vorgehen dabei war nicht gerade zimperlich und so hatte Bashir offenen Mundes zugesehen, wie sie den gr├Â├čten Teil der Tr├╝mmer einfach desintegrierten und dadurch leere R├Ąume mit einer Zentimeter dicken Staubschicht zur├╝ck lie├čen. Wenige Stunden sp├Ąter machten die R├Ąume den Eindruck, als w├Ąren sie seit Jahren nicht betreten oder genutzt wurden.
Die gefangenen Entf├╝hrer wurden auf einen Frachter des Syndikats gebracht. Da keiner von ihnen ├Ąlter als 25 war, hatte Frank beschlossen, sie mit Hilfe einiger Schmiergelder in einer Besserungseinrichtung f├╝r jugendliche Straft├Ąter unterzubringen. Je nachdem wie sie sich dort f├╝hrten, konnten sie innerhalb eines halben Jahres entlassen werden, um ihre weitere Versorgung k├╝mmerte sich dann die F├Âderation. Dieses Vorgehen erschien dem Doktor zwar als drakonische Bestrafung aber sobald er von Popow ├╝ber die Alternativen aufgekl├Ąrt worden war, stimmte er ihr stillschweigend zu. Zumindest w├╝rde diese Behandlung einige der Jungen M├Ąnner wieder auf den Weg des Gesetzes zur├╝ckf├╝hren.
Bei ihrer R├╝ckkehr zum Lunar Hilton wurden sie von einem aufgeregten Portier begr├╝├čt, der ihnen v├Âllig aufgel├Âst mitteilte, dass ein Anschlag auf ihr Penthouse ver├╝bt worden sei.
Frank und seine Begleiter zeigten sich v├Âllig ├╝berrascht und gaben bei der Befragung durch die Bodenkontrolle an, die Nacht in einigen Bars und Am├╝sierbetrieben verbracht zu haben. Bezahlte Zeugen best├Ątigten diese Aussagen und gaben ihnen so ein wasserdichtes Alibi.
Trotzdem forderten die Beamten der Bodenkontrolle sie dazu auf, den Mond bis zum Abschluss der Untersuchungen nicht zu verlassen. Sie nutzten die Zeit, um sich die Sehensw├╝rdigkeiten anzuschauen, wobei sich Frank als hervorragender Touristenf├╝hrer entpuppte.
Einen Tag sp├Ąter ging bei der Gesch├Ąftsleitung des Lunar Hilton das Bekennerschreiben einer bis dahin unbekannten Gruppierung namens `Freiheit f├╝r den Mond┬┤ ein. V├Âllig verbl├╝fft ├╝ber solch eine Forderung begannen die Polizisten nun gegen diese Organisation zu ermitteln und stellten es Frank und seinen Begleitern frei, den Mond zu verlassen.
Auf Bashirs Frage nach den M├Ąnnern, die mit ihm zusammen die Labors gest├╝rmt hatten, antwortet Popow abwinkend, gemietete S├Âldner. Julians Bild von der F├Âderation hatte einen gewaltigen Knacks erlitten, scheinbar gab es die perfekte Welt doch nur auf einigen ausgew├Ąhlten Planeten wie der Erde oder Vulkan!
Am vierten Tag nach der Entf├╝hrung startete die Flying Mindfuck mit Ziel Bajor, von wo sie mit einem Shuttle zur Raumstation reisten.
"Doktor?" die Stimme Franks riss Bashir aus seinen Gedanken, verwirrt fuhr er sich mit der Hand ├╝ber die Augen und g├Ąhnte.
"Sind wir schon da? Ich muss wohl kurz eingenickt sein."
Popow nickte nur und deutete auf die letzten Passagiere, die gerade das Shuttle verlie├čen.
"Kommen Sie, die Anderen sind schon weg." Er griff in die Gep├Ącknische ├╝ber Bashir und reichte ihm seine Tasche, bevor er sein eigenes Gep├Ąck ergriff und zum Ausgang davon ging.
Julian blickte ihm nach, seufzte und trat dann seinen letzten schweren Gang an. Er musste Sisko Bericht erstatten. Inzwischen war er ebenfalls ├╝berzeugt davon, dass es besser war, die ganze Angelegenheit zu verschweigen, vor allem da er Siskos Wunsch auf Rache an den Borg kannte. Er hatte gesehen, wohin dieses Begehren Menschen f├╝hren konnte.
Der Commander w├╝rde nicht erfreut sein aber er w├╝rde ihm sicher auch nicht den Kopf abrei├čen, wenn er erfuhr, dass rein gar nichts auf dem Mond zu finden gewesen war.

-Ende-

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