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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Breschit
Eingestellt am 19. 05. 2014 07:56


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Mondnein
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    Breschit


Im Anfang war das Erwachen des Nichts
in der Ewigkeit ohne Gegensatz
und das war der gro├če Schrecken
vor der eigenen Leere
vor dem Fall in

das bodenlose haltlose Lebensterben
F├╝lle gewachsen aus Fatamorgana
gesichert durch das Spiralnetz
in Form einer Zielscheibe
ohne Ziel

vielleicht Freiheit zerflossen
in Pandoras Geschenke oder der Brief
auf den das Bewu├čtsein geschrieben
das Wissen gebannt ist in
unbekannte Zeichen

dort im Z├╝ndschlo├č der Schl├╝ssel noch
dreh um gib Gas heb ab da siehst du
alles Fremde erkennt sich in Liebe
die Nacht st├╝lpt sich aus
zum Tag

__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Franke
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Hallo mondnein!

Manchmal ziehe ich mir aus einem Gedicht einen Teil heraus, weil er mich einfach fesselt. Das ist dann mein Gedicht im Gedicht, wenn du nichts dagegen hast:

quote:
vielleicht Freiheit zerflossen
in Pandoras Geschenke oder der Brief
auf den das Bewu├čtsein geschrieben
das Wissen gebannt ist in
unbekannte Zeichen

dort im Z├╝ndschlo├č der Schl├╝ssel noch
dreh um gib Gas heb ab da siehst du
alles Fremde erkennt sich in Liebe
die Nacht st├╝lpt sich aus
zum Tag

Vor allem die letzte Strophe strahlt eine gro├čartige und greifbare Hoffnung und Power f├╝r die Zukunft aus. Das gef├Ąllt mir ganz ausgezeichnet!!

Gibst du einen Tipp ├╝ber den Titel ab? Damit komme ich nicht klar.

Liebe Gr├╝├če
Manfred


__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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Mondnein
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Titel

B-Reschit ist das erste Wort der Bibel, der Anfang von Genesis 1,1: "Im Anfang". So beginnt auch das Johannesevangelium, aber auf Griechisch: "En archêi".
In der hebr├Ąischen Fassung (also dem Original) ist "B-Reschit" zugleich der Titel des "Ersten Buchs Moses", das wir gem├Ą├č der griechischen Fassung (d.h. gem├Ą├č der "Septuaginta", 3.Jhd.v.Chr.) "Genesis" (Entstehung) nennen.

Hier allerdings keine fromme ├ťbernahme des elohistischen Sch├Âpfungsliedes, sondern ein (zun├Ąchst) nihilistischer Gegenwurf, der dann aber mit der letzten Strophe (wie Du ganz richtig gesehen hast) wiederum umgeworfen wird, in einem Gegenwurf zum Gegenwurf - die ersten Strophen erscheinen wie eine alte Kiste, ein abgestelltes, vergessenes Auto oder auch Flugzeug, das da einer gewisserma├čen in der Garage entdeckt und mit dem er (unbek├╝mmert von den ber├╝hmt-ber├╝chtigten "narzi├čtischen Kr├Ąnkungen des menschlichen Geistes" im 19./20.Jhd.) einfach losd├╝st.
"step on the gas to wipe that tear away ..."
__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Franke
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Also f├╝r mich ist das auch kein Liebesgedicht.

Allerdings stellt es nach meinem Verst├Ąndnis auch nicht DIE Sch├Âpfung dar, sondern es geht um die Menschwerdung und Wegfindung des Individuums, heraus aus allem Chaos, den Schmerzen und der Verzweiflung.

Hm, vielleicht dann doch ein wenig Liebesgedicht, denn ohne Liebe zu sich selbst kann dieser Weg nicht funktionieren.

Liebe Gr├╝├če
Manfred
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Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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