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Leselupe.de > Kurzprosa
Brief - Die Farben des Tages
Eingestellt am 22. 01. 2017 09:11


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annagreta
???
Registriert: Jun 2014

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Die Farben des Tages - Brief -

Liebe Freundin,
Du fragst mich in Deinem letzten Brief, wie es mir geht. Ich beschreibe es mit den Farben des Tages.
Der neue Tag dr├Ąngt sich schleichend in mein Leben. Heute Morgen fehlen mir die rosaroten Brillengl├Ąser. Ich stehe viel zu lange vor dem Spiegel, er zeigt mir gnadenlos mein Spiegelbild. Graue Haare bedecken mein Haupt, braune Flecken meine Stirn. An den Augenwinkeln bilden sich tiefe Linien, oberhalb der Lippe sind es Katzenfalten. Die Haut am Dekollet├ę hat Knitterfalten, mein wei├čer K├Ârper nicht mehr straff, zeigt mir mein Alter.
Ich entscheide mich f├╝r die schwarzen Dessous mit champagnerfarbener Spitze, lege die Halskette in bicolor um w├Ąhle das rote Kleid, denke dabei an mein Cabriolet in Wei├č mit schwarzem Faltdach und mokkabraunen Ledersitzen.
Im uralten Baum vor meinem Fenster sammeln sich die schwarzgrauen Nebelkr├Ąhen mit weithin h├Ârbaren krah-Rufen.
Mir fehlt der freudige Blick auf die Rosen in Apricot, hinauf zum blauen Himmel mit seiner Morgensonne.
Ich nehme die Post in Empfang, setze mich an den K├╝chentisch. Heute ist es nur ein Brief, ein wei├čer mit schwarzem Rand, mein Name darauf mit blauer Tinte geschrieben.
Ich rieche die frische Druckerschw├Ąrze der Tageszeitung. Sie hinterl├Ąsst graue Spuren auf meinen Fingerkuppen.
Heute Morgen hatte ich ein schmales Fr├╝hst├╝ck. Der Toast zu braun, die rote Marmelade nicht mehr frisch, meine Kaffeesahne war ranzig, der schwarze Kaffee schmeckte bitter.
Der Tag beginnt rabenschwarz.
Ich wechsel meine grauen Hausschuhe mit den schwarzen Pumps, male mir die Lippen purpurrot, nehme die schwarze Schultertasche, stecke das Handy ein. Die wei├če Kaschmirjacke lege ich ├╝ber meine h├Ąngenden Schultern, greife zum Wagenschl├╝ssel schlie├če die schwarze Haust├╝r.
Meine blauen Augen hinter dunkelbraune Brillengl├Ąser gew├Âhnen sich nur langsam an die bunten Farben des Tages.
Der wei├čhaarige Nachbar in seiner olivgr├╝nen Jacke kommt mir entgegen, geht mit seinem schwarz gescheckten Hund die Morgenrunde.
Am Stra├čenrand stehen die grauen M├╝lltonnen mit den blauen, grauen und braunen Deckeln, davor ein achtlos hingeworfener Pappbecher.
Ich wende mich ab, entdecke hier und da in den Rillen der grauen Pflastersteine den L├Âwenzahn mit seiner gelben Bl├╝te, die sich vereinzelnd schon in eine wei├čgraue zarte Pusteblume verwandelt hat. Mein Blick folgt den huschenden Blaumeisen und Rotkehlchen, verweilt in den Vorg├Ąrten der Nachbarn bei purpurroten Fliederbl├╝ten und rosarot bl├╝henden Wei├čdorn.
Im selbigen Moment h├Âre ich ├╝ber mir den Fl├╝gelschlag der wei├čen Brieftauben, sehe zu wie sie in Schlagn├Ąhe ihre Kreise fliegen. Ich kann meinen Blick nicht l├Âsen, auch weil in der Ferne ein bunter Hei├čluftballon am Himmel entlanggleitet.
Ich sp├╝re einen leichten Wind nur einen Hauch, er streichelt sanft mein Gesicht, fordert mich auf hinzuschauen, wie er da oben sein Spiel mit den zartwei├čen Federwolken treibt. Er schiebt sie ruhelos vor sich her, l├Ąsst fantasievoll die bizarren Formen verschmelzen.
Ich tauche ein in die Farben des Tages.

Deine farbenfrohe Freundin




Version vom 22. 01. 2017 09:11

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aligaga
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Sep 2014

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Sorry, aber das ist weder gekonnt noch ansprechend. W├Ąr's ein Mittelstufen-Hausaufsatz, h├Ątte die Frau Leererin Folgendes rot angestrichen:

quote:
Liebe Freundin,

Du fragst fragtest mich in Deinem letzten Brief, wie es mir geht gehe.

Ich beschreibe es Dir mit den Farben des Tages:

Der neue Tag (unsch├Âne Wiederholung) dr├Ąngt sich schleichend besser: Der heutige schleicht sich nur in mein Leben. Heute Morgen Es fehlen mir die rosaroten Brillengl├Ąser. Ich stehe viel zu lange vor dem Spiegel; er zeigt mir gnadenlos sein mein (Spiegel)bild besser: er bildet mich gnadenlos ab. Graue Haare bedecken mein Haupt Graues Haar, braune Flecken meine Stirn Altersflecken auf der Stirn. An In den Augenwinkeln bilden sich tiefe Linien, oberhalb der Lippen sind es Katzenfalten. Die Haut am Das Dekollet├ę hat Knitterfalten knittert. Mein wei├čer ganzer, bleicher K├Ârper nicht mehr straff zeigt mir mein Alter.

Und so unbeholfen geht's weiter.

TTip: Viel Lesen, viel ├╝ben und sich eine LeererIn nehmen.

Heiter

aligaga

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