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Leselupe.de > Kurzprosa
Brief an Dich (und mich)
Eingestellt am 11. 11. 2002 12:44


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matthias82
Hobbydichter
Registriert: Jul 2002

Werke: 6
Kommentare: 1
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Brief an Dich (und mich)



Die Sache ist eigentlich ganz einfach: alles soll so bleiben wie es gerade ist.
Du bei mir, ich bei Dir, und alle anderen Menschen tanzen drumherum.
Oder etwa doch nicht?



An sich, müsste ich wirklich nur glücklich sein. Ich müsste, wenn es um Dich und mich geht, nur Glück, Freude… und vielleicht Sehnsucht verspüren. Und hey, ich verspüre das alles auch… Glück, Freude, Sehnsucht - warum sollte es auch anders sein? Schließlich hab’ ich mit Dir das mit Abstand tollste Mädchen, das ich in meinen langen 20 Jahren kennen gelernt habe, als Freundin.
Aber da ist noch was anderes: Unsicherheit - und sogar ein wenig Angst. Nicht, weil wir nicht zusammen passen. Nein, denn wir passen zusammen. Ziemlich gut sogar. Und nicht weil mir irgendwas an Dir nicht gefällt. Sondern weil, - weil es so unglaublich schön ist mir Dir. Weil es, wie ich finde, sogar zu schön, zu toll und zu perfekt ist. Oder ist das wirklich so einfach? Kann man so schnell glücklich werden? Oder sollten uns nicht ab und an auch Hindernisse aufhalten oder Probleme, die wir dann gemeinsam bezwingen müssen?
Ich weiĂź es nicht, und je mehr ich darĂĽber nachdenke, desto dĂĽmmer komme ich mir dabei vor.

Jetzt, nach einem Monat denke ich, Du hast mich quasi im Handumdrehen und ohne viel Aufwand auf Dich, und nur auf Dich eingeschworen. Und komischerweise nehm’ ich Dir genau das übel. Denn das ist zwar schön, aber es schürt auch Angst.
Angst davor, eines Morgens aufzuwachen und zu wissen: wir sind es nicht. Angst davor, dass diese Erkenntnis genau dann kommt, wenn ich mich so sehr in Dich, in Deine Gegenwart verliebt habe, dass ich gar nicht mehr will ohne Dich, nicht mehr kann.
Diese Angst ist auch der Grund warum ich manchmal so komisch, so in mich gezogen, so schnippisch, so gemein, so kalt bin. Eben weil ich schon nach einem Monat merke dass Du aus mir jemanden machen kannst und auch tatsächlich machst, der ich noch nie war. Einen jungen Mann nämlich, der zum ersten Mal in seinem Leben das Gefühl verspürt, langsam, aber doch stetig ein Mädchen richtig lieben zu wollen und vor allem zu können. Und dem das alles irgendwie zu schnell geht.

Nein, versteh’ mich jetzt bitte nicht falsch, ich will schon dass das mit uns beiden weiter geht. Weil Du mir mittlerweile wirklich viel bedeutest, und ich Dich irgendwann auch einmal richtig lieben will und sicher auch kann. Nur… können wir nicht das Tempo ein bisschen drosseln? Denn zu schnell ist immer auch sehr gefährlich. Auch für so was Großes und Starkes wie uns.

__________________
matthias hĂĽller

von allen gedanken schätze ich doch am meisten die interessanten!

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Arno1808
Guest
Registriert: Not Yet

Brief

Hallo Matthias,

einen schönen Brief hast Du da geschrieben, mit einer Botschaft, die Deine gedankliche Auseinandersetzung mit der Beziehung gut zeigt.
Für meinen Geschmack benutzt Du etwas zu häufig Wiederholungen als Mittel zur Bekräftigung einzelner Aussagen.

Nicht, weil wir nicht zusammen passen. Nein, denn wir passen zusammen.

...Sondern weil, - weil es so...

...ohne viel Aufwand auf Dich, und nur auf Dich eingeschworen

dass ich gar nicht mehr will ohne Dich, nicht mehr kann

Aber trotzdem: Schön!

GruĂź

Arno

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