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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Brief an all das, was ich liebe
Eingestellt am 23. 07. 2005 01:11


Autor
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Sun Kiss
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jun 2005

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Es ist jetzt also soweit. Das Gef├╝hl, dass bereits seit 2 Jahren in mir schlummert ist nun aufgewacht. Ich wusste es schon so lang, doch ich konnte nichts dagegen machen. Ich wusste, das ist das Leben und es steht nicht in meiner Macht, nicht in der Macht irgendjemands, etwas daran zu ├Ąndern.
Zu lange habe ich an dem Bild des scheinbar perfekten Lebens geklammert, habe die dr├╝ckende Gewissheit einfach ignoriert, doch deswegen bin ich umso tiefer gest├╝rzt und auf dem harten Boden der Realit├Ąt gelandet. Ich versuche wieder aufzustehen und suche nach irgendetwas, an dem ich mit festklammern k├Ânnte. Doch um mich herum ist nichts. Rein gar nichts. Ich bin hier allein, mein Leben lebt irgendwo weit weg weiter ÔÇô ohne mich. Denn das, was mich nun erwartet will ich nicht mein Leben nennen.
Ich habe in meinem Leben das Vollkommene gesehen. Die Menschen, die ich jeden Tag um mich herum hatte. Das, was ich einfach jeden Tag machte, es hat mir Sicherheit gegeben. Es ist so, als h├Ątte mir jemand alles, was mir wichtig war, alles, was ich liebte - das, was mein Leben ausmachte, in einen Sack gepackt und ins Meer geworfen. Doch diesen jemanden gibt es nicht. Ich kann niemandem die Schuld f├╝r mein Leid geben, auch nicht mir selbst. Alles was ich sagen kann ist, dass es einfach so ist. Es ist einfach so, fertig. Ich muss zweifellos mit dieser Situation zurecht kommen.
Es war die bedeutendste Zeit meines Lebens. Verdammt ich vermisse euch und ich will das alles wieder zur├╝ck. Doch warum rei├čt es mich einfach von euch weg? Ich will nicht gehen, ich will einfach bei euch bleiben. Kommt mir blo├č nicht mit dummen Sprichw├Ârtern. ÔÇ×F├╝rchte dich nicht vor Ver├Ąnderungen, sondern vor dem Stillstand.ÔÇť Dass ich nicht lache. Ich soll mich nicht vor Ver├Ąnderungen f├╝rchten, wenn ich genau wei├č, dass ich ins Verderben renne? ÔÇ×Mit jeder T├╝r, die sich schlie├čt, ├Âffnet sich eine Neue.ÔÇť Ich will die neue T├╝r aber nicht. Wer w├╝rde den Schl├╝ssel zur H├Âlle schon benutzen wollen?
Ich f├╝hle mich schrecklich. Ich will mein altes Leben wieder zur├╝ck. Bitte, ich w├╝rde alles daf├╝r geben, absolut alles! Gebt es mir doch wieder zur├╝ck...
Doch das Schlimmste ist, ich wei├č, keiner kann es mir zur├╝ckgeben. Das hier ist mein neues Leben. So sehr ich es auch hasse, ich muss es anerkennen. Wer wei├č, vielleicht werde ich es irgendwann mal sogar m├Âgen k├Ânnen. Aber bis dahin wird die Welt noch viele Tage und N├Ąchte sehen...
__________________
Du hast die Wahl: Entweder du entscheidest dich f├╝r den leichten - oder den richtigen Weg.

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Henry Lehmann
Guest
Registriert: Not Yet

Wie schreibe ich einen guten Jammerartikel?

Man nehme eine handvoll Alltagsprobleme,
ein paar klein geschnetzelte Seiten aus dem Poesiealbum,
einen Bund Euphemismen, eine Prise Suizid-Metaphorik
und dann auf kleiner Flamme in 200 ml Selbstmitleid d├╝nsten.

Guten Appetit!
Henry

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Sun Kiss
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jun 2005

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Sorry, ich nehme beim Schreiben normalerweise keine R├╝cksicht auf Menschen, die meinen, man d├╝rfe nicht das schreiben, was man f├╝hlt.

Kaba
__________________
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Tezetto
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 83
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Und du hast damit auch v├Âllig recht.

Dann noch ne Bitte an Henry, schau Dir mal Sun┬┤s Profil an, und dann denke bitte ein paar Jahre zur├╝ck, hast Du damals auch schon so geschrieben? Um bei mir selber anzufangen, ich konnte vor 26 Jahren nicht!

Gruss
Torsten
__________________
┬ę by Torsten Sammet 1981-2017

"Eine strenge und unumst├Â├čliche Regel, was man lesen sollte und was nicht, ist albern. Man sollte alles lesen. Mehr als die H├Ąlfte unserer heutigen Bildung verdanken wir dem, was wir nicht lesen sollten." Oscar Wilde

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sohalt
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

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Klar. In diesem Alter sind solche Tagebucheintragungen ganz normal. Aber ich sch├Ątze, werte Sun Kiss, du bist hier, um was zu lernen und dich evtl. etwas ├╝ber den Durchschnitt zu erheben (in literarischer Hinsicht) und wenn du mit Kritik weiterhin so umgehst wie mit der von Herrn Lehmann, dann wird da nix draus.

Klar darfst du ├╝ber Gef├╝hle schreiben. Die Fragen ist nur, wie.. Sch├Ân w├Ąr halt: so, dass der Leser auch was davon hat.
Und dazu m├╝sstest du die Gef├╝hle vermitteln, anstatt sie zu behaupten.

Ein Tipp: Werd konkreter.
Ob du's glaubst oder nicht, Texte k├Ânnen wahnsinnig viele Gef├╝hle vermitteln, auch wenn sie scheinbar nur Dinge beschreiben.
__________________
.A mesure qu'on a plus d'esprit, on trouve qu'il y a plus d'hommes originaux. Les gens du commun ne trouvent pas de diff├ęrence entre les hommes. (Pascal)

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Sun Kiss
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jun 2005

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@ sohalt
Hallo! Nat├╝rlich nehme ich Kritik eigentlich gerne an, aber die von Henry Lehmann hat ja den Inhalt kritisiert und dazu auch keinerlei Verbesserungsvorschl├Ąge genannt. So kann ich mich nicht verbessern und ich denke man kann nicht kritisieren ├╝ber was der andere schreibt, sondern nur wie der andere es schreibt, denn ich will doch noch selbst entscheiden ├╝ber was ich schreibe und was mich interessiert. Aber Kritik ├╝ber den Stil oder sonstige Verbesserungsvorschl├Ąge sind nat├╝rlich immer willkommen...
Also nur soviel dazu, ich kann Kritik schon vertragen, wenn sie so geschrieben ist, dass es mir auch was bringt

Sun Kiss
__________________
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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

das ist ein sch├Âner tagebuchtext, sun-kiss.
ich kann kein jammern darin entdecken.
dein gef├╝hl des abschieds und neuanfangs ist gut
nachvollziehbar. du sprichst den schmerz, die wehmut
aus und auch den unmut vor dem, was kommen wird, das
noch gar keinen platz in dir hat. es klingt in
deinem text auch an, dass du dich deinem neuen weg
stellen wirst. da ist kein jammern - sondern eine
ehrliche konfrontation.
prognosen f├╝r die zukunft sind unsinn, aber gute w├╝nsche
immer angebracht.

bon.

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