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Leselupe.de > Gereimtes
Briefe der Nacht
Eingestellt am 27. 10. 2004 00:51


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Aragorn
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2004

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Briefe der Nacht



Erster Brief
************


Dann, liebster Schatz, gibt es Dinge auf Erden,
die mir ohne Dich noch befremdlicher werden.
Die Briefe und Worte die niemals dort landen,
wo einst meine tiefsten Gedanken sich fanden.
Im Niemandsland gezweigter Wege,
an Fl├╝ssen ohne Br├╝cken, Stege,
am Abgrund h├Ąngend ohne Seil,
der Berg vor uns, er war zu steil.

Als ich ihn w├Ąhnte schon erklommen,
als ich schon sah mit Zuversicht,
da habe ich von Dir bekommen,
was ich verdient und mehr auch nicht.

Doch meine Tr├Ąnen wie mir scheint,
sie bleiben ewig ungeweint,
denn v├Âllig ausgebrannt und leer,
f├Ąllt es mir gleich doppelt schwer,
den Spiegel wegw├Ąrts umzudrehen,
um nicht nur Dich in mir zu sehen.
Und Schattenkrater meiner Augen,
mir noch die letzten Tr├Ąume rauben.

Was soll`s ich spreche still hervor!
Was soll`s ich kenn` das dunkle Tor!
Die Ängste sind mein Wahn für mich,
denn f├╝rchterlich ist was nie wich.



Zweiter Brief
*************

Und heimlich sind es noch Gedanken die gl├╝hen,
von Blumen die welken, von Blumen die bl├╝hen,
die saugend und flehend im Wasser noch stehen,
auch dort wird es bald ihre Bl├╝ten verwehen.

Und Du mein Schatz stehst nimmer da,
es wird nichts so wie es mal war.
Nimm dies, ein Hauch von Bl├╝tenduft,
f├╝r Dich nur liegt er in der Luft!



Dritter Brief
*************

Auch wenn es Blut ist was die Adern,
auf das Papier herniederlie├čen,
der Farbton,
zu ├╝bertreffen kaum,
der Feder n├Ąchtliches Flie├čen...




Vierter Brief
*************

Was bringt uns am Fenster das streitende Wort?
Es trug Dich doch l├Ąngst der Rausch mit hinfort.
Die Droge, die Eine, ich konnte nicht geben,
das seltene Fr├╝chtchen, was birgt neues Leben.
Dein Wunsch unerf├╝llt, deine Tr├Ąume getr├Ąumt,
die Kissen im Dunkel von Dir still beweint.
Das billige Los, die Niete gezogen,
der bittere Trost, wir beide betrogen.

Nimm nicht meine Hand,
komm nicht in den Arm,
die k├Ąlternde Wand,
sie h├Ąlt Dich nicht warm!

Die Lippen sie bargen noch nie so wie heute,
Gef├╝hle, bevor diese Liebe entzweite.
Doch saugen sie gerade mit jedweder Macht,
die meine Leidenschaft, in dieser letzten Nacht...

So lass mich gehen
und nimm noch mit,
dies Bild von uns,
schau nicht zur├╝ck!




Abschiedsbrief
**************

Ich schlie├če die Jahre in mich tief hinein,
so wirst Du mir immer im Herzen noch sein.
Der Schl├╝ssel er kommt in die goldene Truhe,
so haben wir beide vor diesem Schmerz Ruhe.

Wenn dann ich in Jahren, den Deckel werd` heben,
erwacht die Erinn`rung f├╝r mich neu zum Leben.
Die Fl├╝gel die Du mir hast heute verliehen,
sind l├Ąngst dann zu pr├Ąchtigen Schwingen gediehen.

Ich flieg dann und schaue von oben herab,
auf Dich, diese Liebe und auch unser Grab...



16-17.10.2004
┬ę Ara

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Stephanie Seelig
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Hallo Aragorn

Und, wenn ich es lese und wieder lese, so stelle ich fest, dass es immer sch├Âner wird f├╝r mich. Ich denke, man kann Gef├╝hle beschreiben, so dass man den Leser erreicht. Ich finde nicht immer die richtigen Worte, aber mein Gef├╝hl sagt mir, so soll es sein und schaue zur├╝ck in meinem Leben nicht mehr mit Hass, sondern es war gut so wie es war.


Genau so .....lieben Gru├č Stephanie
__________________
Gespr├Ąche sind Leitplanken

Gez├Ąhmte Lippen

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Aragorn
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2004

Werke: 23
Kommentare: 464
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Liebe Stephanie,

es ist ein Werk, welches ich verfasste, als mich wirklich das Gef├╝hl, welches diese Briefe begleitet, heimsuchte...
ich danke Dir f├╝r Deine Worte dazu, auch ist es richtig, zu erkennen was gut gewesen ist in der Vergangenheit...

LG Ara

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