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Leselupe.de > Gereimtes
Brim und Brom
Eingestellt am 21. 08. 2009 08:01


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Crimson Conjuror
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Brim und Brom

Zwei Heckengeister, Brim und Brom,
besaßen große, schöpferische Kraft.
Beim Wachsen und Gedeihen von
Gesträuch und Bäumen trieben sie den Saft.

Der Wald erblĂĽhte grĂĽn und blau,
der FrĂĽhling lieĂź den Sommer schon erahnen.
Die ersten Strahlen in der Au
umglänzten heiß das Laub in breiten Bahnen.

Zur Zeit der reifen Vogelbeer’
durchstreiften Brim und Brom das Unterholz.
„Mach aus dem Blattwerk mehr und mehr!”
gebot den beiden der Naturgeiststolz.

Zu Brim sprach Brom: „Wie wär’s, wenn wir
im Wettkampf neues Zeug entstehen lassen?”
„Und was darf’s sein?” - „Recht wär es mir,
wenn bunte Früchte das Gesträuch entblassen.”

Und so entstand die Beer’ am Stiel.
Die setzte Brim geschĂĽtzt in kĂĽhlen Schatten.
Doch Brom gab seinen Sonne viel,
damit sie auch vom Sommer etwas hatten.

Da meinte Brim: „Du Fruchtdespot,
die Sommerhitze wird sie doch verbrennen!
Die meinen sind so herzig rot,
kein Mensch wird wirklich widerstehen können.”

„Wart’s ab – mit deinem Brimborium!
In meinen steckt die Energie der Sonne.
Das FrĂĽchtchen haut sie alle um.
Verzehren wird man’s mit Genuss und Wonne!”

Und wie erwartet kam es auch:
Die roten Beeren waren fest und sauer.
Die schwarzen weich und sĂĽĂź im Bauch.
In aller Munde lagen sie – auf Dauer!

Auch andere lieĂźen jetzt Beeren entstehen:
Die Heidel, die PreiĂźel, ein Erdgeist und der Hannes.
Fortan waren Hecken schon weithin zu sehen
zur Freude jedes Kindes, Weibes und Mannes.

Vom Vetter Brims und Broms, dem Him,
kam nochmal eine süße, rote Beer’.
Gar noch beliebter, so vernimm:
D’rum kennt die Brimbeere heute keiner mehr.


__________________
Fühle dich frei und kühn! Sei unvorsichtig, sei rücksichtslos! Sei ein Löwe! Sei ein Seeräuber, wenn du schreibst! - Brenda Ueland, Ritterin

Version vom 21. 08. 2009 08:01
Version vom 30. 08. 2009 21:58

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Sta.tor
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Hallo Crimson,

ich könnte jetzt natürlich am Metrum rummosern - will ich aber nicht, weil mir die Geschichte so gut geschmeckt hat, dass ich jetzt gleich in den Garten gerannt bin und mir eine Hand voll Himbeeren in den Mund schaufeln musste.
Danke, es darf noch mehr sein!

Viele GrĂĽĂźe
Sta.tor
__________________
schlimmer geht immer

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Walther
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Hi Crimdreyblattson,

ich moser am Metrum rum, weil es gar schröcklich ist (die Geschichte macht allerdings Spaß). Noch mehr mosere ich aber dran rum, daß auch Du zu meinen scheinst, die eigenen Einträge seien der Mitarbeit in der Lupe genug.

DEM IST NICHT SO!

Foren wie dieses leben vom Geben UND Nehmen. Daher fordere ich Dich auf, Dich auch um andere Einträge zu bemühen und Deine Kommentare wenigstens zu beantworten.

GruĂź W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Crimson Conjuror
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Hallo Sta.tor!

Du darfst ruhig am Metrum rummosern! Denn Kritik muss man als Kreativer Schreiber ertragen können. Oft ist es gerade die Kritik von außen, die einem rauhe Kanten erst aufzeigt. Man kann daraus lernen und es in Zukunft besser machen. Danke also für den Tipp!

Es ist sehr ermutigend zu hören, dass das Gedicht so gut schmeckt, dass dem Leser das Wasser im Munde zusammenläuft. Vielen Dank!

Liebe GrĂĽĂźe

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Crimson Conjuror
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Hi Walther,

ich finde das Metrum nicht soo schrecklich, vielleicht, weil es von mir stammt und ich genau weiß, welche Silben betont werden. Sicher: es gibt Verse, die betont beginnen, bzw. enden. Aber die Anzahl der betonten Silben ist stets gleich. Mich persönlich stört das Ganze nicht so sehr. Aber man schreibt – abgesehen für sich - ja in erster Linie für andere. Und da das Problem in bis jetzt zwei von zwei Kommentaren angesprochen wurde, werde ich darauf achten.

Ich denke nicht, dass eigene Einträge alles sind oder dass das Beantworten von Kommentaren unwichtig sei. Ich wusste bis gerade eben nur nicht, wie’s geht. Die ganze Erklärung habe ich dir ja schon mitgeteilt. Also bitte ich nochmal um Entschuldigung!

Mit zerknirschten GrĂĽĂźen

Markus


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DerKleinePrinz
Guest
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Hallo Crimson Conjuror,

verdammt! Wie kommt man auf solche Ideen? Selten habe ich so einen lustigen Irrsinn gelesen!

Und ja, die Metrik wackelt hier und da bedenklich. Ich will keine Analyse machen, viel mehr einfach mal laut drĂĽber lesen und wenn etwas wirklich unrund klingt markiere ich es ok?

quote:
Zwei Heckengeister, Brim und Brom,
besaßen große, schöpferische Kraft.
Beim Wachsen und Gedeihen von
Gesträuch und Bäumen beschleunigten sie den Saft.

Der Wald erblĂĽhte grĂĽn und blau,
der FrĂĽhling lieĂź den Sommer schon erahnen.
Die ersten Strahlen in der Au
brachen heiĂź durchs Laub in breiten Bahnen.

Zur Zeit der reifen Vogelbeeren
streiften Brim und Brom durchs Unterholz.
Das Blattwerk galt es zu vermehren.
Das gebot schon der Naturgeiststolz. (das ist die einzige Strophe mit anderer Kadenz und das fällt beim Lesen schon auf, hat das einen Grund?)

Brom sprach zu Brim: „Wie wär’s, wenn wir
mal um die Wette was entstehen lassen?”
„Und was darf’s sein?” - „Recht wär es mir,
wenn bunte Früchte das Gesträuch entblassen.”

Und so entstand die Beere am Stiel.
Brim setzte sie geschĂĽtzt in kĂĽhlen Schatten.
Brom gab den seinen Sonne viel,
damit sie auch vom Sommer etwas hatten.

Da meinte Brim: „Du Fruchtdespot,
die Sommerhitze wird sie doch verbrennen!
Schau, meine sind schön kräftig rot,
und keiner wird ihnen widerstehen können.”

„Wart’ nur – mit deinem Brimborium!
In meinen steckt die Energie der Sonne.
Das FrĂĽchtchen haut sie alle um.
Man wird es essen mit Genuss und Wonne!”

Und wie erwartet kam es auch:
Brims rote Beeren waren fest und sauer.
Broms schwarze weich und sĂĽĂź im Bauch.
Sie waren in aller Munde – auf die Dauer!

Auch andere lieĂźen jetzt Beeren entstehen:
Die Heidel, die PreiĂźel, ein Erdgeist und der Hannes.
Fortan waren Hecken weithin zu sehen
zur Freude jedes Kindes, Weibes und Mannes.

Vom Vetter Brims und Broms, dem Him,
kam noch mal eine süße, rote Beer’.
Gar noch beliebter, so vernimm:
D’rum kennt die Brimbeere heute keiner mehr.


Mark Dreyblatt (mein Pseudonym)

Lustige Ballade wie ich finde, wenn du bei deinen nächsten Gedichten noch an der Sprache feilst und weiterhin solche Ideen hast dann wirds super!

Liebe GrĂĽĂźe
Der Kleine Prinz*

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